Gehalt. Geld. Jeder denkt daran, wenn es um Arbeit geht. Wie viel kann ich verdienen? Was bin ich bereit, dafür zu geben oder aufzugeben? Und wie viel kann ich eigentlich verlangen, was ist meine Arbeit wert? Das Thema treibt uns um. Doch oft mangelt es uns an Informationen, um unser Gehalt richtig einzuschätzen. Es ist deshalb an der Zeit, über Gehalt zu sprechen – offen und transparent. Denn du willst angemessen und fair bezahlt werden. Und das lässt sich nur erreichen, wenn du Bescheid weißt.
Der große Gehaltsvergleich liefert dir die Informationen und Werkzeuge, die du brauchst, um deinen Marktwert zu ermitteln und informiert und selbstbewusst in die nächste Gehaltsverhandlung zu gehen – sei es bei deinem jetzigen oder bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber. Auf Basis des aktuellen Stepstone Gehaltsreports 2026 erfährst du, wie ein angemessenes Gehalt aussieht, welchen Einfluss Faktoren wie Bildung, Region oder gar Geschlecht haben und wo du persönlich mit deinem Gehalt stehst.
Wenn du das Gefühl hast, dass du zu wenig verdienst, bist du nicht allein. Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, warum dein*e Kolleg*in mehr Gehalt bekommt, obwohl ihr die gleiche Arbeit macht. Es gibt viele Gründe, warum der eigene Verdienst unter dem Mediangehalt liegen kann.
Zum Beispiel: In Deutschland liegt das Gehalt von Männern im Median bei 55.900 €, während Frauen im Schnitt nur 50.500 € verdienen. Auch dein Wohnort spielt eine Rolle: In der Stadt ist das Einkommen oft höher als auf dem Land. Und mit einem Hochschulabschluss liegt das Mediangehalt bei rund 68.250 €, also etwa 33 Prozent über dem Verdienst von Nicht-Akademiker*innen (51.200 €). Ein fairer Lohn steht immer in Relation zu einem Vergleichswert.
Wenn du das Gefühl hast, zu wenig zu verdienen, kannst du mit unserem Stepstone Gehaltsplaner in nur fünf Schritten herausfinden, was in deiner Branche, Position und Region üblich ist. So bekommst du schnell einen Überblick über deinen Marktwert.
Darfst du über dein Gehalt sprechen? Ja. Und mehr noch: Du hast ein Recht darauf. In Deutschland gibt es einen klaren rechtlichen Rahmen für Gehaltstransparenz.
Der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist gesetzlich verankert. Wenn du feststellst, dass ein*e Kolleg*in für eine vergleichbare Tätigkeit mehr verdient, musst du das nicht einfach hinnehmen. In solchen Fällen hast du die Möglichkeit, gezielt nachzufragen und Transparenz einzufordern.
Gleichzeitig kommt es darauf an, mit wem du über Gehalt sprichst und wie du das Thema angehst. Welche Rechte du konkret hast, was eine Verschwiegenheitsklausel bedeutet und wie du gut vorbereitet in ein Gespräch gehst, erklärt Arbeitsrechtlerin Ilka Schmalenberg im Beitrag „Darf man über sein Gehalt sprechen?“.
Wie vielschichtig die Meinungen beim Thema Gehaltstransparenz sind, erfährst du auch in unserem Experten-Talk: „Sorgt Gehaltstransparenz wirklich für mehr Lohngerechtigkeit?“
Das Entgelttransparenzgesetz ist ein deutsches Gesetz, das 2017 verabschiedet wurde und darauf abzielt, die Lohnungleichheit zu verringern. Es verpflichtet Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten, bestimmte Maßnahmen zur Förderung der Entgelttransparenz zu ergreifen. Dazu gehört auch, dass Arbeitnehmer*innen Informationen über die Durchschnittsgehälter für vergleichbare Tätigkeiten im Unternehmen erhalten können. Das Gesetz steht vor einer umfassenden Überarbeitung (entlang der EU-Richtlinie 2023/970), welches die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen weiter verringern soll und bis Juni 2026 umgesetzt sein .
Welche Informationen dir dein Arbeitgeber wann zur Verfügung stellen muss, erfährst du im Beitrag „Entgelttransparenzgesetz: Was es beinhaltet und worauf Arbeitnehmer*innen achten müssen“.
Wenn du wissen willst, wer in Deutschland die höchsten Gehälter bekommt, lohnt sich ein Blick auf die bestbezahlten Berufe und Branchen. Ganz oben auf der Gehaltsliste stehen nach wie vor Ärzt*innen, gefolgt von klassischen Karrierebranchen wie Ingenieurwesen und IT. Aber auch Fachkräfte in der Konstruktionsbranche oder im Management können mit einem überdurchschnittlichen Gehalt rechnen. Die folgende Übersicht zeigt 27 Berufsgruppen und ihre Jahresgehälter (brutto, Vollzeit, Median) im Ranking:
Berufsgruppe | Bruttomediangehalt |
|---|---|
Human- & Zahnmedizin | 105.500 € |
Ingenieurwesen | 75.000 € |
Technische Entwicklung & Konstruktion | 72.250 € |
Informationstechnologie (IT) | 66.750 € |
Unternehmensorganisation und Management | 66.750 € |
Einkauf, Vertrieb & Handel | 60.500 € |
Bildung | 60.250 € |
Finanzen & Rechnungswesen | 59.250 € |
Pflege, Rettung und Geburtshilfe | 58.000 € |
Recht & Verwaltung | 57.500 € |
Marketing, Medien & Kommunikation | 57.250 € |
Maschinen- & Fahrzeugtechnik | 57.250 € |
Personalwesen | 54.500 € |
Hoch- & Tiefbau | 54.000 € |
Mechatronik & Elektrotechnik | 53.500 € |
Gesundheits- und Pflegeberufe | 53.000 € |
Soziale Berufe | 52.500 € |
Altenpflege | 52.250 € |
Gebäudetechnik & Versorgung | 51.250 € |
Gaststätten, Hotellerie und Tourismus | 50.500 € |
Logistik & Verkehr | 49.750 € |
Metallbau & -verarbeitung | 49.500 € |
Arzt- & Praxishilfe | 49.000 € |
Handwerk | 48.750 € |
Verkauf | 48.750 € |
Büromanagement | 47.250 € |
Lebensmittelproduktion | 46.500 € |
Bei den Branchen sind ebenfalls große Unterschiede zu verzeichnen: Während im Bankwesen mit jährlich 70.250 € das höchste Mediangehalt verdient wird, ist es in der Hotel, Gastronomie & Catering-Branche mit 45.500 € deutlich niedriger. Die Branchen mit dem höchsten und niedrigsten Gehalt weist der Stepstone Gehaltsreport 2026 im Detail aus.
Was ist das Mediangehalt?
Und was unterscheidet es vom Durchschnittsgehalt? Der Durchschnitt wird berechnet, indem alle Werte summiert und danach durch die Anzahl der Datensätze geteilt wird. Der Durchschnittswert kann durch extrem hohe oder niedrige Werte verzerrt werden. Zur besseren Einordnung des Durchschnittswertes hilft deshalb ein Vergleich mit dem Median. Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte aller Werte liegt. Das heißt, es gibt exakt gleich viele Gehälter, die niedriger und die höher sind als das Mediangehalt.
Dein Gehalt wird von einer Vielzahl von weiteren Faktoren beeinflusst, die von Qualifikationen und Fähigkeiten bis hin zu sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reichen. Was es damit auf sich hat? Wir klären auf:
Die Berufserfahrung spielt eine zentrale Rolle für die Gehaltsentwicklung und den beruflichen Aufstieg. Einstiegsgehälter sind in der Regel niedriger. Das zeigen auch unsere Zahlen: Arbeitnehmer*innen mit weniger als einem Jahr Berufserfahrung verdienen aktuell in Deutschland ein Einstiegsgehalt von 46.250 € verdient, während Arbeitnehmer*innen mit 11-25 Jahren Berufserfahrung im Median 59.000 € verdienen.
Die Infografik verdeutlicht: Arbeitgeber neigen dazu, erfahrene Arbeitnehmer*innen besser zu entlohnen, da sie meist einen besonders wertvollen Beitrag zum Unternehmen leisten. Denn: Erledigen wir eine Aufgabe zum ersten Mal, gelingt sie uns in der Regel nicht ganz so gut wie routinierten Kolleg*innen. Je mehr Jahre du in einem Berufsfeld tätig bist, desto mehr Fachwissen und Expertise sammelst du, was sich im Idealfall positiv auf dein Gehalt auswirkt. Du merkst, es geht also nicht nur um die Frage „Wo verdient man gut?“, sondern auch „Wann verdient man gut?“.
Je höher der Bildungsabschluss, desto höher das mögliche Gehalt, das zeigen auch unsere Zahlen: Akademiker*innen verdienen aktuell in Deutschland ein Mediangehalt von 68.250 € und Nicht-Akademiker*innen 51.200 € – das ist rund 33 % mehr und ein jährlicher Unterschied von 17.050 €!
Bildung spielt also eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung des Gehalts und der Karrieremöglichkeiten. Personen mit höheren Abschlüssen wie Bachelor, Master oder Promotion haben in der Regel bessere Verdienstmöglichkeiten in ihrem jeweiligen Berufsfeld:
Welchen Unterschied ein Hochschulabschluss in den einzelnen Branchen macht, findest du in im aktuellen Stepstone Gehaltsreport.
Gut zu wissen: Bildung beschränkt sich nicht auf formale Abschlüsse. Auch Weiterbildungen und berufliche Zertifikate können deine Qualifikationen und Fähigkeiten verbessern und die Verdienstaussichten erhöhen.
Arbeitnehmer*innen mit Personalverantwortung verdienen dieses Jahr ein Mediangehalt von 62.000 €, während es bei Arbeitnehmer*innen ohne Personalverantwortung 51.300 € sind:
In wirtschaftsstarken Regionen, vor allem im Süden und in Großstädten, liegt das Mediangehalt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Top-Stadt ist München: Hier verdienen die Einwohner im Median 64.750 €. Zum Vergleich: Die Stadt Dormagen(NRW) liegt genau im Mittelfeld, hier werden jährlich 54.000 € gezahlt.
Ganz vorn im regionalen Gehaltsvergleich liegt Hamburg mit einem Mediangehalt von 60.000 €. Dicht dahinter folgen Baden-Württemberg mit 58.500 €, Hessen knapp dahinter mit 58.250 €, Bayern mit 57.750 € und Berlin mit 56.500 €. Das Schlusslicht bildet Mecklenburg-Vorpommern mit 47.750 € – über 12.000 € weniger als in der Hansestadt Hamburg.
Unsere Übersicht zeigt dir die Mediangehälter aller Bundesländer auf einen Blick. Finde heraus, wie viel in deiner Region tatsächlich verdient wird. Die Unterschiede sind größer, als du vielleicht denkst:
Bundesland | Bruttomediangehalt |
|---|---|
Hamburg | 60.000 € |
Baden-Württemberg | 58.500 € |
Hessen | 58.250 € |
Bayern | 57.750 € |
Berlin | 56.500 € |
Bremen | 55.750 € |
Nordrhein-Westfalen | 55.250 € |
Rheinland-Pfalz | 53.250 € |
Saarland | 52.750 € |
Niedersachsen | 52.750 € |
Schleswig-Holstein | 51.750 € |
Brandenburg | 49.250 € |
Sachsen | 49.000 € |
Thüringen | 48.500 € |
Sachsen-Anhalt | 48.250 € |
Mecklenburg-Vorpommern | 47.750 € |
Je größer das Unternehmen, desto höher fällt in der Regel das Mediangehalt aus: aktuell verdienen Arbeitnehmer*innen in Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden im Median 63.000 €, während Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden 48.800 € zahlen.
Die Größe eines Unternehmens hat nicht nur einen spürbaren Einfluss auf dein Gehalt, sondern auch auf deine Entwicklungsmöglichkeiten:
Größere Unternehmen:
Kleinere Unternehmen:
Ja. Trotz vergleichbarer Qualifikation und ähnlicher Tätigkeiten verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt weiterhin weniger als Männer. Dieser Unterschied wird als Gender-Pay-Gap bezeichnet und beschreibt die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern.
Aktuell liegt der unbereinigte Gender-Pay-Gap bei -9,7%, das heißt: wohingegen Frauen im Durchschnitt 50.500 € verdienen, verdienen Männer 55.900 € durchschnittlich im Median. Der bereinigte Gender-Pay-Gab liegt aktuell bei -4,8 %.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von unterschiedlichen Karriereverläufen und Branchenverteilungen bis hin zu strukturellen Faktoren wie Teilzeitquoten, Führungsverantwortung und Verhandlungsspielräumen. Gerade Gehaltsverhandlungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Studien zeigen, dass Frauen seltener offensiv höhere Gehälter fordern oder ihre Leistungen aktiv verhandeln.
Ein Schritt in Richtung mehr Fairness: Bis Juni 2026 muss die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in deutsches Recht überführt werden. Ziel ist es, die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern weiter zu verringern, durch mehr Transparenz und klare Auskunftspflichten für Unternehmen. Welche Informationen dir dein Arbeitgeber wann zur Verfügung stellen muss, erfährst du im Beitrag „Entgelttransparenzgesetz: Was es beinhaltet und worauf Arbeitnehmer*innen achten müssen“.
Willst du wissen, wie du deine Forderungen gerade als Frau selbstbewusst und strategisch durchsetzen kannst? In unserem Interview mit Finanzexpertin Claudia Müller erhältst du wertvolle Tipps, wie du bekommst, was du verdienst.
Der unbereinigte Gender-Pay-Gap vergleicht den Bruttostundenlohn aller Frauen und Männer miteinander und vermischt wichtige Faktoren wie Berufserfahrung, Branche, Qualifikation etc. Dadurch werden teils sehr unterschiedliche Positionen verglichen.
Der bereinigte Gender-Pay-Gap wiederum setzt alle wichtigen Faktoren gleich, mit Ausnahme des Geschlechts, sodass nur gleichqualifizierte Frauen und Männer miteinander verglichen werden. So sagt der bereinigte Gender-Pay-Gap aus, wie viel Frauen bei gleicher Arbeit nur aufgrund ihres Geschlechts weniger verdienen.
Das geschlechtsspezifische Lohngefälle bezieht sich also auf die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen in ähnlichen beruflichen Positionen und mit ähnlichen Qualifikationen. Einige Beispiele:
Im Beitrag „Mein Kollege bekommt mehr Gehalt für die gleiche Arbeit – das habe ich getan“ erfährst du, wie Berufstätige mit der Situation umgegangen sind und erhältst Tipps von Arbeitsrechtlerin Julia Windhorst.
Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist eine Gehaltsverhandlung möglich und oft erfolgreicher, als du denkst. Auch, wenn die Wirtschaft in Deutschland zurzeit schwächelt, heißt das nicht automatisch, dass du auf eine Gehaltserhöhung verzichten musst.
Viele Unternehmen haben mit sinkender Nachfrage und hohen Inflationsraten zu kämpfen. Das macht sich auch bei den Gehältern bemerkbar und beeinflusst, was Arbeitgeber ihren Angestellten bezahlen können oder möchten. Gehaltsverhandlungen scheinen komplizierter denn je. „Gehaltserhöhung verhandeln in Zeiten von Inflation – geht das überhaupt?“ Die klare Antwort von Verhandlungs-Coachin Claudia Kimich: Ja, warum denn nicht? In ihrem Gastbeitrag erklärt sie, warum die Krise kein Hindernis für eine Gehaltsverhandlung sein muss.
Nicht immer kann oder will dein Arbeitgeber deinen finanziellen Wünschen nachkommen. Das heißt aber nicht, dass eine Gehaltsverhandlung automatisch scheitert. Denn neben mehr Geld gibt es Alternativen zur Gehaltserhöhung, die deinen Arbeitsalltag und deinen realen Gegenwert deutlich verbessern können.
Unsere Stepstone Gehaltsbefragung zeigt: 56 Prozent der Bewerber*innen würden ein niedrigeres Gehalt akzeptieren, wenn die Stelle attraktive Zusatzleistungen bietet. Besonders gefragt sind dabei Benefits, die mehr Flexibilität, Sicherheit oder Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Ganz oben auf der Wunschliste stehen flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsangebote und zusätzliche Urlaubstage. Für unbegrenzte Urlaubstage wären Beschäftigte sogar bereit, im Schnitt auf 11 Prozent ihres Bruttojahresgehalts zu verzichten. Das macht deutlich, welchen Wert nicht-monetäre Leistungen für viele haben.
Wenn eine klassische Gehaltserhöhung aktuell nicht möglich ist, können solche Benefits eine sinnvolle Alternative sein. Welche Zusatzleistungen besonders beliebt sind und wie du sie strategisch in deine Verhandlung einbringst, erfährst du im Beitrag „Benefits statt Gehaltserhöhung: Zehn beliebte Zusatzleistungen für Mitarbeiter*innen“.
Und falls deine Gehaltsverhandlung gescheitert ist? Wenn eine Gehaltserhöhung abgelehnt wird, geht das oft mit einem angeknacksten Selbstwertgefühl einher. Eine Absage ist kein persönliches Urteil. Wie du mit einem Nein umgehst und dein Selbstvertrauen stärkst, erklärt Psychologin Dr. Fanny Jimenez.
Wenn alles Verhandeln mit deinem aktuellen Arbeitgeber nicht hilft, bleibt immer noch die Option Jobwechsel. Der Wechsel in einen neuen Job bietet vielen Berufstätigen die Gelegenheit, nicht nur fachlich zu wachsen, sondern auch finanziell weiterzukommen. Stepstone-Recruiterin Lara Kieninger erklärt, wie man das Gehalt beim Jobwechsel steigert.
Die Gehaltsverhandlung erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, zu der auch eine realistische Selbsteinschätzung gehört. Bevor du dich in den Verhandlungsraum begibst, ist es wichtig, deine Qualifikationen, Erfahrungen und Erfolge einzuschätzen. Wie das gelingt? Unser Beitrag „So ermittelst du deinen Marktwert“ verrät dir, welche Faktoren den Wert deiner Arbeit bestimmen und ob du angemessen bezahlt wirst.
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneDer wichtigste Tipp für das Vorstellungsgespräch? Kenne deinen eigenen Marktwert! Als Bewerber*in solltest du dir darüber klar sein, welche Bezahlung für deine Leistung und Branche angemessen ist. Dann gilt es, ein „Gehalts-Must-Have" und „Nice-to-Have" zu definieren und in der Verhandlung mit dem „Nice-to-Have" zu starten. Wird dies abgelehnt, so empfehle ich dir, dich nur maximal bis zu deiner Schmerzgrenze („Must-Have”) runterhandeln zu lassen. Alles darunter führt langfristig zu Frustration.
Daneben gibt es hilfreiche Werkzeuge wie den Stepstone Gehaltsplaner, mit dem du in wenigen Schritten eine Antwort erhältst auf die Frage: Was bin ich wert in Bezug aufs Gehalt? Und wo stehe ich mit meinem Gehalt? Dabei profitierst du von aktuellen Daten zum Gehaltsbenchmarking und von realistischen Vergleichswerten wie den von uns regelmäßig erhobenen Mediangehältern. So bist du perfekt gerüstet, um in die nächste Gehaltsverhandlung zu gehen. Mit welchen Argumenten du punktest, was der optimale Zeitpunkt ist und viele weitere Tipps erhälts du im Beitrag "Gehaltserhöhung: Tipps und Argumente für deine Gehaltsverhandlung".
Leider gibt es nicht den einen Moment oder die eine Erinnerung, die dir sagt: "Jetzt ist es Zeit für mehr Geld." Oft ist es ein subtiles Gefühl, dass du mehr wert bist, als dein Gehaltsscheck zeigt, oder die Erkenntnis, dass deine Aufgaben und Verantwortlichkeiten gewachsen sind. Wenn du also merkst, dass deine Leistungen gestiegen sind, dein Gehalt aber nicht, dann ist es an der Zeit, zu handeln! Du bist dir unsicher, wie viel mehr Gehalt du fordern kannst? In unserem Artikel erfährst du, wie viel Prozent Gehaltserhöhung möglich sind.
Das Mitarbeitergespräch ist ein wichtiger Moment im Berufsleben – und die Gelegenheit um deine berufliche Zukunft zu gestalten. Im Gespräch mit deiner Führungskraft werden nicht nur deine bisherigen Leistungen bewertet, Erwartungen abgeglichen und künftige Zielsetzungen definiert, auch das Gehalt kannst du im Mitarbeitergespräch thematisieren: Wenn du zeigst, dass du mit und im Unternehmen wachsen möchtest, ist das ein überzeugendes Argument für eine Gehaltserhöhung – inklusive möglicher Boni. Eine kleine Extraportion Motivation sozusagen, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.
Im Beitrag „Mitarbeitergespräch eine Gehaltserhöhung fordern – so geht’s“ findest du hilfreiche Tipps, wie du Gehaltsgespräche vorbereiten und den Wunsch nach einem höheren Gehalt ansprechen kannst.
Du bist auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung, willst etwas Neues lernen oder schlicht deine Work-Life-Balance verbessern? Dann ist eine komplette Neuorientierung im Job vielleicht genau das richtige für dich, denn: Quereinsteiger*innen haben Hochkonjunktur. Wenn du auch zu den Wechselwilligen gehörst, aber noch unschlüssig bist, wohin es genau gehen soll, kommen hier sieben gut bezahlte Quereinsteiger-Jobs – inklusive einer Übersicht über die Voraussetzungen und Verdienstmöglichkeiten.
Ein gutes Gehalt ist die Grundlage für finanzielle Sicherheit und Lebensqualität. Die Definition eines guten Gehalts kann je nach individuellen Bedürfnissen und Zielen variieren. Wie viel Geld braucht man zum Leben? In der Regel handelt es sich jedoch um ein Einkommen, das zur Deckung der grundlegenden Lebenshaltungskosten ausreicht und darüber hinaus ein Leben ohne Geldsorgen und in finanzieller Sicherheit ermöglicht. Es soll aber auch Raum für die Finanzierung von Freizeit und persönlicher Entwicklung lassen. Für die einen bedeutet es, genug zu verdienen, um regelmäßig reisen zu können, für andere, die Familie finanziell abzusichern.
Und ab wann gilt man in Deutschland eigentlich als reich? Vielleicht hast du dir diese Frage auch schon mal gestellt. Vermögensforscher Dr. Jan Schulz-Gebhard von der Universität Bamberg erklärt im Interview „Ab wann ist man reich?“, wie Reichtum in Deutschland definiert wird und welche Faktoren darüber entscheiden, wie reich man sich subjektiv fühlt.
Im Zusammenhang mit Gehältern werden oft zwei wesentliche Begriffe verwendet: Das Bruttogehalt und das Nettogehalt.
Wer sein Gehalt vergleichen will, muss Äpfel mit Äpfeln (oder netto mit netto) vergleichen. Wie viel Netto vom Brutto übrig bleibt, hängt von verschiedenen Variablen ab, unter anderem von der Art deines Arbeitsverhältnisses (ob du z. B. selbstständig oder angestellt bist), deinem Wohnort und den dort geltenden Steuergesetzen. Wenn von Gehalt die Rede ist, ist in der Regel das Bruttogehalt gemeint, da dieses in Stellenanzeigen und Arbeitsverträgen angegeben wird.
Es ist also wichtig, zu verstehen, wie sich dieses Bruttogehalt in dein Nettoeinkommen umwandelt, damit du realistische finanzielle Entscheidungen treffen und deine finanzielle Zukunft nach einem Gehaltscheck planen kannst.
Gehalt ist nicht gleich Gehalt – oder doch? Der Mindestlohn ist der niedrigste gesetzlich festgelegte Stundenlohn, den ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer*innen zahlen muss. Aufgrund seiner gesetzlichen Verbindlichkeit sorgt er für Diskussionen und manchmal auch für Verwirrung. Seit Januar 2026 beträgt der Mindestlohn 13,90 € brutto pro Stunde. Im Vergleich zum Vorjahr wurde dieser leicht erhöht (12,82 € pro Stunde in 2025), um die Inflation und Lebenshaltungskosten auszugleichen. Der Mindestlohn zielt darauf ab, die Armut unter den Arbeitnehmer*innen zu verringern, einen angemessenen Lebensstandard zu gewährleisten und die Einkommensungleichheit zu reduzieren.
Übrigens: Wusstest du, dass es branchenspezifische Mindestlöhne gibt? Das heißt, dass z. B. jemand, der als pädagogisches Personal arbeitet, einen anderen Mindestlohn bekommt als jemand, der als gelernte*r Maler*in arbeitet. Der Mindestlohn ist also zum Teil an das Berufsfeld gebunden.
Weitere Zahlen, Daten, Fakten findest du in unserem Beitrag „Mindestlohn 2026: Was Arbeitnehmer*innen wissen müssen“ – dort erfährst du auch, wer Anspruch hat (und wer nicht) und wann der Mindestlohn das nächste Mal steigt.
Dieses Jahr beträgt das Durchschnittsgehalt in Deutschland 59.100 € brutto pro Jahr. In der Diskussion um Löhne und Einkommen in Deutschland ist das Durchschnittseinkommen ein wichtiger Begriff. Es bezeichnet den Mittelwert aller Einkommen in einem bestimmten Bereich, sei es in einem Land, einer Region, einer Branche oder einer Berufsgruppe. Der Durchschnittsverdienst wird häufig verwendet, um einen allgemeinen Eindruck von den Einkommensverhältnissen in einem bestimmten Sektor zu erhalten.
Dieser Wert ist ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Lage und den Lebensstandard in Deutschland. Beachte allerdings, dass der Durchschnittsverdienst nicht immer ein genaues Bild der Einkommensverhältnisse wiedergibt. Insbesondere in Ländern mit großen Einkommensunterschieden kann der Durchschnittswert stark von der Realität vieler Menschen abweichen.
Da die Gehaltsunterschiede auch innerhalb eines Berufs variieren können, ist es bei einem Gehaltsvergleich in Deutschland oft sinnvoll, neben dem Durchschnittsgehalt auch das Medianeinkommen zu betrachten:
Das Mediangehalt ist der mittlere Wert in einer Liste von Einkommen, wenn alle Einkommen der Reihe nach angeordnet sind.
Beispiel: Du kennst die Jahresgehälter von fünf Personen aus deinem Bekanntenkreis: 25.000 €, 80.000 €, 20.000 €, 35.000 € und 30.000 €. Um das Mediangehalt herauszufinden, sortierst du diese Gehälter in aufsteigender Reihenfolge. Die Liste sieht dann so aus: 20.000 €, 25.000 €, 30.000 €, 35.000 €, 80.000 €. Das Mediangehalt wäre das Gehalt genau in der Mitte dieser Liste – also 30.000 €. Die Hälfte deiner Bekannten verdient mehr als das Medianeinkommen und die andere Hälfte weniger – in diesem Fall also mehr, bzw. weniger als 30.000 € im Jahr.
Das Medianeinkommen ist bei Gesprächen über Gehalt sehr nützlich, weil es weniger von extrem hohen oder niedrigen Gehältern beeinflusst wird und daher ein realistischeres Bild der Einkommensverhältnisse in einer Gruppe oder Region vermittelt. Noch einmal kurz zusammengefasst:
Mehr zum Thema Durchschnittsgehalt vs. Mediangehalt sowie zum Einfluss von Region, Branche und Studienabschluss erfährst du im Beitrag "Durchschnittseinkommen in Deutschland – so viel verdienen Arbeitnehmer*innen".
Aktuell liegt der Unterschied im Mediangehalt zwischen West und Ost bei 15 Prozent. Während das Brutto-Jahresgehalt in Westdeutschland 56.250 € beträgt, liegt es in Ostdeutschland bei 48.750 €. Du siehst, dass das Durchschnittsgehalt für ganz Deutschland je nach Region vom tatsächlichen Gehaltsniveauabweichen kann.
Dieses Lohngefälle zwischen Ost und West hat seinen Ursprung in wirtschaftlichen Unterschieden, die durch die deutsche Teilung und die Wiedervereinigung entstanden sind. Obwohl sich die Situation seit der Wiedervereinigung verbessert hat, bestehen weiterhin Differenzen im Lohnniveau, die auf Faktoren wie Industriestruktur, unterschiedliche Betriebsgrößen, allgemeine Preisunterschiede und Lebenshaltungskosten zurückzuführen sind. Die Bemühungen um eine Lohnangleichung und die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in Ostdeutschland bleiben eine Priorität, um das Durchschnittsgehalt in Ostdeutschland weiter an das in Westdeutschland anzugleichen.
Disclaimer: Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft. Die in diesem Artikel veröffentlichten Rechtsgrundlagen wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben aber keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Richtigkeit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr wird nicht übernommen. Insbesondere übernimmt The Stepstone Group Deutschland GmbH keinerlei Haftung für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die direkte oder indirekte Nutzung der bereitgestellten Inhalte entstehen.
Im Stepstone Gehaltsreport 2026. Alle Daten stammen aus einer der größten Gehaltsdatenbanken Deutschlands. Du bekommst transparente, realistische Vergleichswerte auf Basis von echten Gehaltsangaben. Ideal für die Vorbereitung auf deine nächste Gehaltsverhandlung.
Der Stepstone Gehaltsreport basiert auf einer der größten Gehaltsdatenbanken in Deutschland mit Gehaltsangaben nach Ort und Region, Berufsgruppe, Branche, Berufserfahrung und vielem mehr. Für den Gehaltsreport 2026 wurden 1.326.157 Vergütungsdaten ausgewertet, die im Zeitraum Januar 2022 bis November 2025 erhoben wurden. Alle Gehaltsdaten sind in Euro angegeben, zugunsten der besseren Lesbarkeit gerundet und weisen den Median des Gehaltsniveaus im Jahr 2025 aus, sofern nicht anders angegeben. Die Daten beziehen sich auf das Bruttojahresgehalt bei einer standardisierten Wochenarbeitszeit von 40 Stunden inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc. Sämtliche Auswertungen basieren auf erhobenen Gehaltsinformationen von Vollzeitbeschäftigten.
Für den Stepstone Gehaltsreport 2026 wurden 1.326.157 Vergütungsdaten ausgewertet, die im Zeitraum Januar 2022 bis November 2025 erhoben wurden.
Unser Ziel ist es, Menschen auf ihrem Karriereweg optimal zu unterstützen. Wir wissen, wie wichtig das Gehalt für die berufliche Entwicklung und Zufriedenheit ist. Um Berufstätigen und Arbeitnehmer*inne gleichermaßen Orientierung zu bieten, veröffentlichen wir einmal jährlich unseren umfassenden Gehaltsreport. Damit geht Stepstone einen entscheidenden Schritt in Richtung Gehaltstransparenz und faire Bezahlung für alle.
Tools wie der Stepstone Gehaltsplaner geben dir einenrealistischen Vergleichswert, basierend auf echten Gehaltsdaten. Der Stepstone Gehaltsplaner berücksichtigt zudem Faktoren wie deine Region, deine Berufserfahrung, etc. So siehst du schnell, ob dein Gehalt fair ist und wo du im Markt stehst.
Zu den wichtigsten Faktoren zählen deine Berufserfahrung, Qualifikation, Branche, Region, Unternehmensgröße und ob du Personalverantwortung trägst. Auch dein Geschlecht kann leider noch immer eine Rolle spielen. Für einen fairen Vergleich solltest du all diese Faktoren einbeziehen.
Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt 9,7 % weniger als Männer (unbereinigt). Selbst bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit liegt der Unterschied immer noch bei 4,8 % (bereinigt).
In wirtschaftsstarken Bundesländern wie Hamburg oder Baden-Württemberg liegt das Mediangehalt über 58.000 €. In Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern liegt es unter 48.000 €.
Ein realistischer Gehaltsvergleich stärkt deine Verhandlungsposition. Zeig deinem Arbeitgeber, was in deiner Branche und Region üblich ist. Setz dir ein „Nice-to-Have“-Ziel und eine klare Untergrenze – so bleibst du flexibel und überzeugst mit Fakten, nicht mit Forderungen.
Zuerst: Prüfe, warum dein Gehalt niedriger ist – fehlen dir Qualifikationen, ist dein Arbeitsort weniger lukrativ, oder wurde einfach lange nicht nachverhandelt? Nutze deine Erkenntnisse, um im nächsten Mitarbeitergespräch gezielt nachzulegen. Klappt die Erhöhung nicht, gibt es Alternativen wie Benefits oder den Wechsel in einen Job mit besseren Perspektiven.
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