Früher oder später steht auch in deinem Job eine Gehaltsverhandlung an. Und natürlich möchtest du dich verbessern. Die Frage aller Fragen dabei lautet, „Wie viel Gehalt kann ich verlangen?“ Denn einfach so ins Blaue hinein mit Fantasiezahlen wird deiner Bitte um eine Gehaltsanpassung nur bedingt nachgekommen. Basierend auf dem Stepstone Gehaltsreport 2026 zeigen wir dir deshalb, wie viel Prozent Gehaltserhöhung möglich sind, abhängig von Faktoren wie deiner Branche oder deiner Berufserfahrung.
Um mit einer realistischen Argumentationsgrundlage in die Gehaltsverhandlung zu gehen, solltest du deine eigenen Fähigkeiten, deine Berufserfahrung und deine aktuelle sowie die künftige Rolle im Job einstufen. Dabei helfen dir folgende Aspekte:
Mit steigender Berufserfahrung sind in der Regel auch Gehaltserhöhungen möglich. Schon mit 3 Jahren mehr Erfahrung im Job kannst du mehr Gehalt verlangen. In der IT zeigt der Stepstone Gehaltsreport: Wer von 3–5 auf 6–10 Jahre Berufserfahrung kommt, kann mit einem Gehaltsanstieg von rund 12 % rechnen. Bei Ärzt*innen liegt der Anstieg sogar bei über 16 %. Geringer sind die Gehaltsunterschiede im Gesundheits- und Sozialwesen. Hier zählt der Faktor „Berufserfahrung“ bei der Gehaltsverhandlung von Arbeitskräften mit 2 bis 5 Jahren Erfahrung weniger ins Gewicht.
Wenn du beruflich im Unternehmen aufgestiegen bist, kannst du die einfache Regel „Mehr Verantwortung, mehr Gehalt“ anwenden. Kannst du der Jobbeschreibung deiner neuen Rolle entnehmen, dass diese mit deutlich mehr Verantwortung als bisher verbunden ist, solltest du das bei der Gehaltsverhandlung berücksichtigen. Wie viel Prozent Gehaltserhöhung du bei einem Positionswechsel und mehr Personalverantwortung verlangen kannst, hängt u.a. von der Branche ab, in der du arbeitest.
Laut Stepstone Gehaltsreport 2026 verdienen Beschäftigte im Einkauf, Vertrieb und Handel mit Personalverantwortung über ein Drittel mehr. Verdienst du also bisher 58.000 € brutto pro Jahr, kannst du im Job mit Personalverantwortung in der Gehaltsverhandlung auf bis zu 77.000 € gehen, ohne zu hochzustapeln. In der Logistik sind die Gehälter mit Personalverantwortung um rund 10 %.
Eine Gehaltserhöhung nach Bachelor-Abschluss ist ebenso wie nach einem Master-Abschluss möglich. Grundsätzlich spielt dein beruflicher Abschluss oder der Hochschulabschluss eine wichtige Rolle für die Höhe des Gehalts. Ein Studienabschluss kann je nach Branche rund 19 % mehr Gehalt bedeuten, z. B. im Vertrieb.
Es kann für die Gehaltsverhandlung wichtig sein, ob du einen befristeten oder unbefristeten Vertrag aushandelst. So kannst du z. B. für den möglichen Nachteil einer Befristung mehr Gehalt herausholen. Allerdings solltest du hier nicht übertreiben, um am Ende nicht das Nachsehen zu haben.
Der Stepstone Gehaltsreport 2026 zeigt, dass die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen weiterhin spürbar ist – aktuell liegt sie bei 9,7 %. Besonders im Vertrieb fällt der Unterschied auf: Männer verdienen hier im Median etwa 14 % mehr als Frauen.
Um dieser Ungleichheit entgegenzuwirken, ist Gehaltstransparenz entscheidend. Das Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) in Deutschland sowie die neue EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2023/970 setzen klare Vorgaben für Arbeitgeber. Ziel ist es, faire Gehälter zwischen Frauen und Männern sicherzustellen und offene Gehaltsstrukturen im Unternehmen zu schaffen. Die EU-Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie bis 7. Juni 2026 umsetzen.
Lesetipp: Du möchtest mehr mehr zu diesem Thema wissen? Bei uns erfährst du mehr zum Entgeldtransparenzgesetz.
Mitarbeitende, insbesondere Frauen, erhalten klar definierte Rechte, um eine faire Vergütung nachzuvollziehen:
Lesetipp: „Mein Kollege bekommt mehr Gehalt für die gleiche Arbeit“ – so habe ich die Gehaltslücke erfolgreich angesprochen und ausgeglichen.“
Wie viel Prozent Gehaltserhöhung pro Jahr üblich ist, lässt sich nicht genau beziffern. Das hat auch einen einfachen Grund: Jedes Unternehmen hat hier andere Regelungen. Einen Automatismus für Gehaltserhöhungen gibt es nicht. Manche Firmen legen jedoch im Arbeitsvertrag fest, in welchen Intervallen und nach welchen Kriterien eine Gehaltserhöhung möglich ist. Eines ist aber sicher: Du musst aktiv nach einem höheren Gehalt fragen. Arbeitgeber werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht freiwillig auf dich zukommen, um dir mehr zu bezahlen.
Im Arbeitsrecht sind feste Intervalle für eine regelmäßige Gehaltserhöhung nicht vorgeschrieben. Außerdem hast du keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Gehaltssteigerung. Aber genau deshalb solltest du bestimmte Anlässe wie zusätzliche Verantwortung oder einen neuen akademischen Abschluss nutzen, um in die Gehaltsverhandlung einzusteigen.
Der Stepstone Gehaltsreport 2026 zeigt, dass Gehälter ab 3-5 Jahren Berufserfahrung deutlich steigen können. Wie hoch die Gehaltserhöhung nach fünf Jahren ausfallen kann, hängt hier auch wieder von weiteren Faktoren wie der Branche, dem Abschluss oder – leider immer noch – dem Geschlecht ab. In der IT ist nach 5 Jahren ein Gehaltssprung von 12 % möglich. Bei Ärzt*innen sieht es mit rund 16 % noch besser aus. Berücksichtigt werden bei diesen Zahlen vor allem die Sprünge, die sich im Stepstone Gehaltsreport 2026 beim Sprung von der Spanne mit 3 bis 5 Berufsjahren ins 6. bis 10. Berufsjahr ergeben.
Was ist das Mediangehalt?
Und was unterscheidet es vom Durchschnittsgehalt? Der Durchschnitt wird berechnet, indem alle Werte summiert und danach durch die Anzahl der Datensätze geteilt wird. Der Durchschnittswert kann durch extrem hohe oder niedrige Werte verzerrt werden. Zur besseren Einordnung des Durchschnittswertes hilft deshalb ein Vergleich mit dem Median. Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte aller Werte liegt. Das heißt, es gibt exakt gleich viele Gehälter, die niedriger und die höher sind als das Mediangehalt.
Und was unterscheidet es vom Durchschnittsgehalt? Der Durchschnitt wird berechnet, indem alle Werte summiert und danach durch die Anzahl der Datensätze geteilt wird. Der Durchschnittswert kann durch extrem hohe oder niedrige Werte verzerrt werden. Zur besseren Einordnung des Durchschnittswertes hilft deshalb ein Vergleich mit dem Median. Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte aller Werte liegt. Das heißt, es gibt exakt gleich viele Gehälter, die niedriger und die höher sind als das Mediangehalt.
Nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit kannst du definitiv über eine Gehaltserhöhung nachdenken, vor allem, wenn du in der Zeit gute Leistungen gezeigt hast. Oft wird geraten, dass man spätestens alle zwei Jahre nach mehr Geld fragen sollte, wenn keine automatische Anpassung erfolgt. Der richtige Zeitpunkt hängt aber auch vom Unternehmen ab. Läuft es finanziell gut? Gibt es gerade Budgetgespräche? Wichtig ist, dass du gut vorbereitet bist und zeigen kannst, warum du eine Gehaltserhöhung verdient hast.
Steigst du in den Beruf ein, kannst du es nach einem Jahr mit einer Gehaltserhöhung versuchen. Allerdings solltest du hier bei deinen Forderungen moderat bleiben. Der Stepstone Gehaltsreport 2026 zeigt: In Berufen im Finanz- und Rechnungswesen steigt das Gehalt nach dem ersten Berufsjahr zum Beispiel um rund 2.000 €. Berufstätige erreichen im ersten Jahr ein Mediangehalt von 49.000 € brutto, im zweiten Jahr 51.000 €. Zwischen dem dritten und fünften Berufsjahr liegt das Mediangehalt bei 55.500 €.
Grundsätzlich ist eine Gehaltserhöhung auch nach wenigen Monaten möglich. Welche Argumente du anführen kannst, hast du bereits erfahren, doch auch beim Zeitpunkt gilt es, Feingefühl zu beweisen. In unserem Ratgeber zeigen wir dir, wie du den besten Zeitpunkt für deine nächste Gehaltserhöhung findest. Bleib aber vor allem mit deinen Forderungen realistisch. So steigt die Chance, dass dein Arbeitgeber im Gespräch auch wirklich zustimmt.
Damit deine Gehaltsverhandlung ein voller Erfolg wird, solltest du dich gut vorbereiten. Mit unseren Tipps steht deinem Gehaltswunsch nichts mehr im Wege:
Unser Lesetipp: Du brauchst weitere Tipps als Vorbereitung für deine nächste Gehaltsverhandlung? Kein Problem! Bei uns erfährst du, wie du deine Gehaltserhöhung richtig formulierst.
Wenn du vor der nächsten Runde für eine Gehaltserhöhung stehst, solltest du vor allem deine Branche, deine Berufserfahrung und deine Abschlüsse im Blick behalten. Diese drei Faktoren spielen eine maßgebliche Rolle dabei, wie viel Prozent Gehaltserhöhung realistisch sind. Schau dich gerne noch einmal im Stepstone Gehaltsreport 2026 um. Dort findest du noch weitere Daten, um deine Gehaltswünsche realistischer einzuschätzen.
Du hast einiges an Berufserfahrung dazugewonnen oder hast eine Position mit mehr Verantwortung ergattert? Das sind Aspekte, die eine Gehaltserhöhung rechtfertigen. Auch Erfolge, die das Unternehmen dir zu verdanken hat, zählen dazu.
Wie viel mehr Gehalt du bekommen kannst, hängt von der Branche und auch von dem Zeitpunkt ab, zu dem du in die Gehaltsverhandlung gehst. Auch deine Berufserfahrung und dein Abschluss spielen entscheidende Rollen. Während du in der IT nach 5 Jahren rund 12 % mehr Gehalt bekommen kannst, sind es bei Ärzt*innen sogar 16 %.
Zwar kannst du nach einem Jahr eine Gehaltserhöhung fordern, allerdings solltest du bei denen Forderungen moderat bleiben. Wie hoch die Gehaltserhöhung nach einem Jahr schlussendlich aber drin ist, ist auch von der Branche abhängig, in der du arbeitest. In Berufen im Finanz- und Rechnungswesen kannst du zum Beispiel nach dem ersten Jahr mit einer Gehaltserhöhung von 2.000 rechnen.
Wenn deine letzte Gehaltsanpassung über ein Jahr zurückliegt, kannst du 3 bis 5 % mehr Gehalt verlangen. Prozentual am meisten kannst du bei einer Beförderung zur Führungskraft verlangen. Hier sind zwischen rund 21 % mehr Gehalt drin.
Eine Beförderung, ein neues Jobangebot oder die Tatsache, dass deine letzte Gehaltsverhandlung mehr als zwölf Monate zurückliegt, sind gute Gründe für eine Gehaltserhöhung.
Wenn eine Gehaltsverhandlung nicht zu deinen Gunsten ausgeht, ist das natürlich ärgerlich. Dennoch solltest du dir deine Gefühle nicht anmerken lassen und dich stattdessen für das Gespräch bedanken. Deine Unzufriedenheit in netten Worten auszudrücken, ist übrigens erlaubt.
Der Stepstone Gehaltsreport basiert auf einer der größten Gehaltsdatenbanken in Deutschland mit Gehaltsangaben nach Ort und Region, Berufsgruppe, Branche, Berufserfahrung und vielem mehr.
Für den Gehaltsreport 2026 wurden 1.326.157 Vergütungsdaten ausgewertet, die im Zeitraum Januar 2022 bis November 2025 erhoben wurden. Alle Gehaltsdaten sind in Euro angegeben, zugunsten der besseren Lesbarkeit gerundet und weisen den Median des Gehaltsniveaus im Jahr 2025 aus, sofern nicht anders angegeben. Die Daten beziehen sich auf das Bruttojahresgehalt bei einer standardisierten Wochenarbeitszeit von 40 Stunden inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc.
Sämtliche Auswertungen basieren auf erhobenen Gehaltsinformationen von Vollzeitbeschäftigten.
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