Eine Frau sitzt an einem Tisch und schreibt. Auf dem Tisch stehen eine Pflanze und Nagellacke, im Hintergrund sind Möbel zu sehen.
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Das Wichtigste in KürzeWas ist ein CV?Wann brauche ich CV?Welche Angaben rein?Tipps für Sprache und TonfallCV-Vorlage zum DownloadCV-Checkliste

Bewirbst du dich bei einem international agierenden Unternehmen, brauchst du einen Lebenslauf auf Englisch. Im europäischen Raum wird meist ein sogenannter CV erwartet, während amerikanische Arbeitgeber ein Résumé verlangen. Viele Begriffe für das gleiche Dokument? Nicht ganz: CV, Résumé und Lebenslauf unterscheiden sich sprachlich und inhaltlich voneinander.

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Das Wichtigste in KürzeWas ist ein CV?Wann brauche ich CV?Welche Angaben rein?Tipps für Sprache und TonfallCV-Vorlage zum DownloadCV-Checkliste

Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein CV?

Die Abkürzung CV steht für Curriculum Vitae und bezeichnet eine englische Version des Lebenslaufs.

Die Globalisierung und der gut vernetzte europäische Markt sorgen dafür, dass ein englischsprachiger Lebenslauf immer häufiger verlangt wird. In Europa ist in der Regel die Version aus Großbritannien gefragt: der CV.

Im amerikanischen Englisch gibt es den Begriff CV auch. Dort bezeichnet er aber speziell die Lebensläufe von Wissenschaftler*innen, die sich an Universitäten oder Forschungseinrichtungen bewerben. Job-Interessent*innen in der Wirtschaft hingegen schreiben ein Résumé.

CV vs. Résumé: Die Unterschiede

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

CV

Résumé

Zweck

detaillierte Darstellung der Persönlichkeit und des bisherigen Ausbildungs- und Berufsweges

schneller Überblick mit Fokus auf die Kompetenzen (für den Job relevante Fähigkeiten, Erfolge und Erfahrungen)

Länge

zwei bis drei Seiten

bestenfalls eine Seite

Sprachstil

längere und komplexere Satzkonstruktionen möglich (Beispiel: I gathered much experience as a software engineer. My focus is on agile project management.)

knappe Subjekt-Prädikat-Objekt-Sätze oder stichwortartige Halbsätze im Nominalstil werden empfohlen (Beispiel: Experienced software engineer specialized in agile project management.)

Wie spricht man CV und Résumé aus?

Die Aussprache von CV ist im amerikanischen wie im britischen Englisch gleich: si:vi: („ßie wie“). Am besten bleibst du auch im Gesprochenen bei dieser Abkürzung. Sie ist überall im englischen Sprachraum bekannt. Curriculum Vitae wird in der Regel im Gespräch nicht verwendet.

Wenn du dennoch gern Curriculum Vitae sagen möchtest, vergiss bei der Aussprache deine Lateinkenntnisse. Im Englischen – egal ob in Großbritannien oder den USA – heißt es kərɪkjʊləm viːtaɪ („Kurrikjulum Wietäi“). Die Betonung liegt beim ersten Wort auf der zweiten Silbe, beim zweiten Wort auf der ersten Silbe, in etwa so: „KurRIkjulum WIEtäi“.

Vor allem in den USA gibt es verschiedene regionale Variationen bei der Aussprache, aber das ist gar nicht so schlimm. Wir erinnern uns: Der Lebenslauf wird in den USA außerhalb der wissenschaftlichen Berufe sowieso als Résumé bezeichnet. Dieses Wort wird größtenteils einheitlich ˈreɪzuːmeɪ („Resümäi“) oder ˈreɪzjuːmeɪ („Resjümäi“) ausgesprochen. Die Betonung liegt jeweils auf der ersten Silbe.

Hilfreiche Vokabeln für den englischen Lebenslauf

Wenn du deinen CV auf Englisch schreibst, benötigst du einige zentrale Vokabeln. Hier ein kleiner Überblick:

Weitere hilfreiche Vokabeln, etwas für dein Vorstellungsgespräch auf Englisch, findest du hier: Vorstellungsgespräch auf Englisch: Fragen und Antworten, Formulierungen und Tipps

Opening quote for citation

Keine Angst vor Vorstellungsgesprächen auf Englisch: Ob das Interview ganz oder teilweise auf Englisch stattfinden wird, erfährst du in der Regel im Vorfeld und kannst dich entsprechend vorbereiten. Mein Tipp: Informiere dich auf den englischsprachigen Unternehmensseiten, so nimmst du die Tonality und bestimmte Formulierungen auf. Und sei im Lebenslauf ehrlich, was dein Sprachniveau angeht, denn spätestens im englischsprachigen Vorstellungsgespräch wird klar, wie gut du wirklich Englisch sprichst. Es geht nicht darum, keine Fehler zu machen, sondern darum, zu zeigen, dass du dich gut vorbereitet hast und in einem englischsprachigen Work environment zu bestehen.

- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneClosing quote for citation

Wann brauche ich einen Lebenslauf auf Englisch (CV)?

Du brauchst einen englischen Lebenslauf, wenn:

Im Zweifel fragst du in der Personalabteilung nach. Die richtige Ansprechperson wird in der Stellenausschreibung in der Regel mit Kontaktinfos wie Telefonnummer oder E-Mail-Adresse genannt.

Was ist der Unterschied zwischen einem deutschen und einem englischen Lebenslauf?

Anders als beim deutschen Lebenslauf stehen beim englischen CV nicht die persönlichen Angaben oder ein lückenloser Karriereweg im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, die für den Job relevanten Qualifikationen aufzuführen.

Daher ist es keine gute Idee, einfach den deutschen Lebenslauf ins Englische zu übersetzen und CV als Titel darüberzuschreiben.

Hier erfährst du mehr zum klassischen, deutschen Lebenslauf: Lebenslauf schreiben: Inhalt, Aufbau und Tipps zum Design (mit Vorlagen)

Vollständige Bewerbung auf Englisch

Wenn der potenzielle Arbeitgeber einen Curriculum Vitae anstelle eines deutschen Lebenslaufs erwartet, liegt es nah, dass du die komplette Bewerbung auf Englisch verfasst. Das heißt:

Geh auch davon aus, dass dein job interview bzw. Bewerbungsgespräch zumindest zum Teil auf Englisch geführt wird. Ausgeschriebene Stellen, die nach einer englischsprachigen Bewerbung verlangen, passen also nur zu dir, wenn du im Englischen sattelfest bist.

Opening quote for citation

Englisch ist immer wichtig – egal, ob du die Sprache aktuell im Berufsalltag benötigst oder nicht. Denn durch die Globalisierung wird unser Berufsleben zunehmend internationaler und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass du früher oder später im Job mit der englischen Sprache konfrontiert wirst. Wenn du Englisch zudem zur Ausübung deines Berufs benötigst, solltest du erst recht darauf achten, dass du deine Sprachkenntnisse festigst und kontinuierlich ausbaust.

- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneClosing quote for citation

Weitere Tipps für eine vollständige Bewerbung auf Englisch findest du hier: Bewerbung auf Englisch: Darauf solltest du achten

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Welche Angaben gehören in einen englischen Lebenslauf?

Der CV setzt sich aus diesen sieben Bestandteilen zusammen:

  1. Personal details
  2. Personal profile
  3. Objective
  4. Professional experience
  5. Education
  6. Personal interests
  7. References

1. Teil CV: Personal Details

Die Personal Details, deine Kontaktdaten, stehen oben links auf der Seite. Dazu gehören:

Alternativ kannst du diese persönlichen Angaben in Form einer Kopfzeile in das Dokument integrieren. Wichtig ist, dass sie gut sichtbar und lesbar sind.

Das Kürzel CV kannst du mittig als Überschrift über die Seite setzen – oder darauf verzichten. Nutzt du für deine Kontaktdaten die Kopfzeile, befindet sich diese Überschrift darunter, ansonsten folgen die Personal Details der Überschrift.

Brauche ich ein Bewerbungsfoto im englischen Lebenslauf?

In Großbritannien und den USA gehört ein Bewerbungsfoto nicht in den Lebenslauf. Der Grund: Strenge Anti-Diskriminierungsgesetze schützen Bewerber*innen davor, nach ihrem Aussehen beurteilt zu werden. Arbeitgeber in diesen Ländern konzentrieren sich deshalb auf deine Qualifikationen, Erfahrungen und Skills – ein Bewerbungsfoto wäre hier sogar unangebracht.

In Deutschland hingegen, ist ein Bewerbungsfoto im Lebenslauf Standard. Mehr dazu erfährst du hier: Bewerbungsfoto: Tipps, Fehler, Beispiele

Englischer Lebenslauf: Welche Fehler sollte man vermeiden?

Vermeide diese drei Fehler:

  1. sensible, personenbezogene Angaben machen: Auf Grund der strengen Anti-Diskriminierungsgesetze machst du keine Angaben zu: Alter, Religion, Familienstand, Herkunft und Staatsangehörigkeit. Erfahre hier, welche persönlichen Daten im deutschen Lebenslauf Pflicht sind.
  2. Lebenslauf unterschreiben: CV und Résumé werden nicht unterschrieben. Nur in Deutschland ist eine Unterschrift unter deinem Lebenslauf Pflicht.
  3. Umlaute verwenden: Da es sich beim Curriculum Vitae um ein englischsprachiges Dokument handelt, solltest du Umlaute wie ä, ö und ü in deinem Namen und in deiner Anschrift als ae, oe und ue schreiben.

Beispiel:

Nicht: Jürgen Müller, Händelweg 7, 50667 Köln, GERMANY

Sondern: Juergen Mueller, Haendelweg 7, 50667 Koeln, GERMANY

2. Teil CV: Personal Profile

Das Personal Profile, manchmal auch Personal Statement oder Summary genannt, folgt unmittelbar auf deinen Namen und deine Kontaktdaten. Im Personal Profile hast du in drei kurzen Sätzen die Gelegenheit, das Interesse an deiner Person zu wecken. Im besten Fall überzeugst du dein Gegenüber davon, sich weiter mit deiner Bewerbung zu beschäftigen. Einer Studie des britischen National Citizen Service zufolge beschäftigen sich Personaler*innen im Durchschnitt 8,8 Sekunden mit einem Lebenslauf – danach fällt die Entscheidung.

Das Personal Profile ist optional, aber viele englischsprachige Personaler*innen erwarten es als Teil des CV. Du kannst es weglassen, wenn du deiner Job Application beispielsweise ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben (Cover Letter) beifügst. Inhalt und Absicht von Personal Profile und Bewerbungsschreiben ähneln sich stark und würden sich sonst höchstwahrscheinlich doppeln.

Was schreibe ich in mein Personal Profile?

In dieser Kurzvorstellung fasst du in zwei bis drei Sätzen zusammen, warum du die beste Wahl für die ausgeschriebene Stelle bist. Ein gutes Personal Profile beantwortet folgende Fragen:

Schreibe ich mein Personal Profile in der Ich-Form oder in der dritten Person?

In deinem Personal Profile kannst du sowohl von dir in der dritten Person als auch in der ersten Person Singular schreiben – also „My skills are …” oder „I’m a …”

Denn, anders als im deutschen, ist es im englischen Lebenslauf auch gängig, von sich selbst in der dritten Person zu sprechen. Das ermöglicht Formulierungen wie „Experienced project manager with skills in …”

Für welche der beiden Optionen du dich entscheidest, bleibt dir überlassen. Wichtig ist, dass du konsequent bei einer Variante bleibst, wenn du deinen Lebenslauf auf Englisch erstellst.

Tipp: Passe dein Personal Profile mit Keywords aus der Stellenanzeige an

Verwende Schlüsselbegriffe aus der Stellenbeschreibung. Damit bist du zum einen auf der sicheren Seite, wenn die Personalabteilung eine Software für die Vorsortierung der Bewerbungen nutzt. Zum anderen zeigst du, dass du die Stellenausschreibung sorgfältig gelesen und die damit verbundenen Anforderungen verstanden hast.

Das Personal Profile – ein Beispiel

Das Personal Profile ist so individuell wie du selbst. Es geht darum, deine persönlichen Stärken im Wettbewerb mit anderen Bewerber*innen auszuspielen. Deswegen dient das folgende Beispiel nur der Orientierung:

As a successful purchasing manager, I have worked for 12 years in managerial positions in large corporations within the chemical industry.

Das zeigt, wer du bist und woher du kommst.

I possess an advantageous professional network, broad product knowledge, and experience in international marketplaces.

Hier steht, mit welchen Stärken und Fähigkeiten du dem Betrieb nutzen wirst.

I’m looking forward to securing a challenging role in a market-leading company where I can bring fresh strategic vision and value to the business.

Dieser letzte Part enthält deine Ziele und Motivation. Er kann auch als „objective” in einem gesonderten Abschnitt behandelt werden. Mehr dazu erfährst du im nächsten Kapitel.

Vermeide Buzzwords in deinem Personal Profile

Vermeide bei der Formulierung deines Personal Profile zu viele Buzzwords und nichtssagende Adjektive. Es ist in Ordnung, Selbstbewusstsein zu zeigen und auf Erreichtes stolz zu sein, aber eine Flut von Superlativen wirkt schnell wie Angeberei und das solltest du vermeiden.

Einige abgenutzte Buzzwords, die Personal Manager ständig in CVs lesen, findest du in der folgenden Liste. Meide diese Begriffe oder verwende sie nur sparsam, wenn du deinen Lebenslauf auf Englisch schreibst:

Dos und Don’ts im Personal Profile

Dos

Don’ts

3. Teil CV: Objective

Das Objective ist nicht zwingend notwendig. Als eigener Absatz, getrennt vom Personal Profile, ist es eher in amerikanischen Résumés üblich als in englischen CVs.

Der Grund: Das Résumé zielt ganz besonders auf die Stärken und die Motivation der Person ab, die sich bewirbt – weitaus stärker als der Curriculum Vitae. Es geht weniger darum, was du zuvor gemacht hast, sondern mit welchem Engagement und welcher Strategie du neue Ziele erreichen willst.

Auch im CV solltest du trotzdem im Rahmen des Personal Profile oder des Objective deine persönlichen Karriereziele formulieren. Pass diese Ziele der Position an, auf die du dich bewirbst. Je spezifischer sie sind, desto besser stehen deine Chancen auf die Stelle. Auch hier gilt als Faustregel: Formulier dein Objective für jede Bewerbung neu.

Tipp: Nenne nur realistische, im Unternehmen erreichbare Karriereziele im Objective

Konzentrier dich im Objective auf die Weiterentwicklung genau der Fähigkeiten und Erfahrungen, die in direktem Zusammenhang mit deinem Wunschjob stehen. Wenn du dabei die Keywords aus der Stellenanzeige einsetzen kannst – umso besser.

Gib außerdem nur Karriereziele an, die im Unternehmen tatsächlich erreichbar sind. Ein Beispiel: Du willst Anchor Woman eines Fernsehsenders werden, bewirbst dich aber bei einer klassischen Printzeitung. In diesem Fall nutzt es deiner Bewerbung nicht, wenn du Anchor Woman als persönliches Ziel nennst. Such eine Alternative, die sich bei diesem Arbeitgeber verwirklichen lässt.

Definier ein Ziel, das dich selbst motiviert und begeistert und das gleichzeitig einen klaren Mehrwert für die Firma mit sich bringt. Die Personalverantwortlichen möchten erkennen, ob dein Ehrgeiz nur dich selbst oder auch das Unternehmen nach vorn bringt.

Ein Beispiel für ein Objective:

Leading position in search engine optimization management where I can use my team building experience in project management as well as my SEO skills to win over more customers by increasing site traffic and conversion rate.

Ältere Person sitzt am Tisch und tippt auf einem Laptop.
Ein kleines Brainstorming im Vorfeld hilft dir, dich beim Schreiben deines Lebenslaufs aufs Wesentliche zu konzentrieren – egal ob Englisch oder Deutsch. © Petr Rusinov/EyeEm

4. Teil CV: Professional Experience

Der Abschnitt Professional Experience oder auch Work Experience ist deinem Karriereverlauf gewidmet. Hier listest du deine bisherigen beruflichen Stationen tabellarisch auf. Dabei gehst du umgekehrt chronologisch vor – wie es auch im deutschen Lebenslauf inzwischen Standard ist. Du beginnst also mit deiner letzten oder aktuellen Station und arbeitest dich in die Vergangenheit.

Links notierst du den Zeitraum deiner Tätigkeit – achte dabei auf die korrekte englische Schreibweise von Datumsangaben. Rechts gibst du deine Position, die Firma mit Standort sowie deinen Aufgabenbereich an. Führ auf der rechten Seite in Stichworten deine beruflichen Erfolge auf oder auch Projekte, die du in deiner Karriere erfolgreich verantwortet hast. Fass dich dabei kurz, aber möglichst konkret, am besten mit Zahlen.

Beispiel:

June 2016 – Aug 2018

IT Support Officer

Stahlstadt Services AG, Essen

Implemented a new tracking dashboard, cutting manual data input by 75 %

Hier erfährst du mehr zum antichronologischen und tabellarischen Aufbau deines Lebenslaufs: Tabellarischer Lebenslauf: Inhalte, Aufbau & Vorlagen

Keine Angst vor Lücken im CV

Beim Verfassen eines Curriculum Vitae für englische Personaler*innen musst du dir um Lücken im Lebenslauf keine Sorgen machen. Während dich deutsche Personalverantwortliche oft darauf ansprechen, sind Lücken für englische HR-Manager*innen unwichtig. Erfahre hier, wie du mit Lücken im Lebenslauf umgehst, wenn deutsche Personaler*innen dich darauf ansprechen: Wie gehe ich mit Lücken im Lebenslauf um? Gründe und Tipps fürs Vorstellungsgespräch

Englische Personaler*innen gehen davon aus, dass du im CV nur eine relevante Auswahl deiner bisherigen Stationen nennst. Dasselbe gilt für die amerikanische Version des Lebenslaufs, das Résumé: Es genügt, wenn du frühere Jobs nennst, die eine Bedeutung für die Stelle haben, auf die du dich bewirbst. Wähl also sorgfältig, welche bisherigen Jobs und dabei bewältigten Aufgaben du präsentierst. Sie sollten möglichst passgenau mit den Anforderungen deiner Wunschposition übereinstimmen.

Alternative: Die Auflistung deines Berufsweg im CV nach Prioritäten

Manche Ratgeber für amerikanische Résumés empfehlen, auf die umgekehrt chronologische Auflistung früherer Karrierestationen zu verzichten. Stattdessen wird Bewerber*innen dazu geraten, berufliche Erfahrungen aufzuführen, die direkt auf den Wunschjob einzahlen. Dabei steht die relevanteste der früheren Karrierestationen ganz oben, gefolgt von zwei, maximal drei anderen – unabhängig von der zeitlichen Reihenfolge.

5. Teil CV: Education

Der Abschnitt Education beinhaltet deine Bildungsabschlüsse. Auch hier empfiehlt sich ein Aufbau in umgekehrt chronologischer Reihenfolge, beginnend mit dem aktuellen Abschluss. Allzu weit musst du nicht zurückgehen – deine Grundschulzeit kannst du zum Beispiel weglassen. Vor allem für Karrierestarter mit wenig bis gar keiner Berufserfahrung bietet der Abschnitt Education Möglichkeiten, Kompetenzen und Fähigkeiten aufzuzeigen.

Orientier dich beim Aufbau am Abschnitt Professional Experience: tabellarisch, den Zeitraum auf die linke Seite, Bildungseinrichtung, Studienfach und Abschluss samt Note auf die rechte. Wenn du einen Master oder eine Dissertation vorzuweisen hast, kannst du auch das Thema deiner Abschlussarbeit umreißen – vor allem, wenn es einen Bezug zu der Stelle hat, auf die du dich bewirbst. Gleiches gilt für freiwillige Zusatzausbildungen, die du während deines Studiums absolviert hast.

Beispiel:

2011 – 2015

RWTH Aachen, BS in Mechanical Engineering

Pursued an independent study program in machine layout design

Wenn du dich fragst, ob dein deutscher akademischer Grad im englischsprachigen Ausland anerkannt wird, findest du hier weiterführende Informationen: Akademische Grade - Bedeutung, Abkürzung und Verwendung

Eigener Abschnitt für Fortbildungen

Fort- und Weiterbildungen, die du nach Abschluss deines Fachstudiums absolviert hast, listest du in einem eigenen Abschnitt unterhalb der Education-Tabelle auf. Diesen Abschnitt kannst du Skills oder Advanced Training nennen.

Hier nennst du beispielsweise IT-Qualifikationen, zertifizierte Sprachkenntnisse und Führungskräfteseminare. Achte auch hier darauf, dass die Qualifikationen einen Bezug zu dem Job haben, den du mit deiner Bewerbung anstrebst.

6. Teil CV: Personal Interests

Erwähn an dieser Stelle nur Interessen, Ehrenämter und Hobbys, die für den Job relevant sind bzw. die deine Teamfähigkeit oder Führungsqualitäten hervorheben. Dabei gibt es ein paar Dinge, die du vermeiden solltest:

Beispiele für relevante Hobbys (im CV in korrektem Englisch: hobbies) sind:

Hier findest du noch mehr Tipps und Beispiele zu Hobbys im Lebenslauf: Welche Hobbys soll ich im Lebenslauf angeben? Tipps & Beispiele

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7. Teil CV: References

In deutschen Lebensläufen ist die Angabe von Referenzen eher ungewöhnlich. Mehr Wert wird auf Zeugnisse von früheren Arbeitgebern gelegt.

Vor allem in den USA suchen die Personalverantwortlichen aber oft das Gespräch mit früheren Arbeitgebern und fragen direkt nach deren persönlichem Eindruck. Deshalb ist die Angabe von Referenzen im amerikanischen Résumé unverzichtbar.

In einem englischen CV müssen keine Referenzen aufgelistet werden. Allerdings sollte dann zumindest vermerkt sein: „References available on request”. Wenn eine solche Rückfrage tatsächlich kommt, solltest du vorbereitet sein: Klär mit einem oder mehreren deiner früheren Arbeitgeber ab, dass sie bei Bedarf ansprechbar sind.

Referenzen im Vorfeld abklären

Wenn du dich dafür entscheidest, in deinem Curriculum Vitae oder Résumé References aus deiner bisherigen Karriere anzugeben, nenn zwei oder drei Ansprechpartner*innen. Diese sollten natürlich darüber Bescheid wissen, dass sie möglicherweise kontaktiert werden. Stell außerdem sicher, dass du nur Personen nimmst, die sich positiv über dich äußern. Nur wenn sich dabei der Eindruck bestätigt, dass du für den ausgeschriebenen Job geeignet bist, erhältst du eine Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch.

Nenn im CV die exakte Position, die dein*e Referenzgeber*in innehatte, als du mit dieser Person in beruflichem Kontakt standest – mittlerweile können sich Position oder sogar Firma geändert haben. Gib außerdem die vollständigen, aktuellen Kontaktdaten der Person an. Dazu gehören neben dem Namen auch die Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

Wenn du dich auf einen Job im Ausland bewirbst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass zumindest das erste Vorstellungsgespräch virtuell stattfindet. Dabei musst du ein paar andere Dinge beachten als bei einem Gespräch vor Ort: Das Setting, die Technik – alles muss stimmen. Hilfreiche Tipps hierzu gibt es im Video:

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Tipps für Sprache und Tonfall im englischen Lebenslauf (CV)

Unsere drei Tipps helfen dir, einen überzeugenden englischen Lebenslauf (CV) zu schreiben:

  1. Positivität und Selbstbewusstsein ausstrahlen
  2. Action Verbs verwenden
  3. Anpassung an die Corporate Identity des Unternehmens

Tipp 1: Nutze einen positiven Ton, der Selbstbewusstsein ausstrahlt

Schlag in deinem Curriculum Vitae einen positiven, zuversichtlichen und selbstbewussten Ton an. Präsentier dich als jemand, der in seinen Jobs Herausforderungen sucht und Lösungen bietet.

Vermeide Formulierungen, die negativ klingen oder Unsicherheit ausstrahlen. Schreib beispielsweise „challenges“ statt „problems“ und sprich von „achieved“ statt „tried“.

Negative Erfahrungen aus früheren Jobs behältst du besser für dich. Das Gleiche gilt für Fehlschläge – es sei denn, sie waren nützlich für deine persönliche Entwicklung. Ein Beispiel: Bei einem komplexen Projekt wurde der Liefertermin nicht eingehalten, aber am Ende konntest du es trotz aller Schwierigkeiten erfolgreich abschließen? Gut. Du hast wertvolles Know-how aus den Herausforderungen des Projekts mitgenommen? Noch besser.

Auch die Adjektive, mit denen du dich selbst beschreibst, sollten selbstbewusst und positiv sein – aber bleib authentisch. Wenn du dich zum Beispiel als durchsetzungsfähig und dynamisch darstellst, sollte dein CV genau diese Eigenschaften belegen.

Sätze mit konkreten Informationen sind grundsätzlich besser als Adjektive. Behaupte nicht einfach nur, dass du „innovative” oder ein „overperformer” bist, sondern zeig auf, welche bahnbrechende Software-Lösung du implementiert oder welches Quartalsziel du übertroffen hast.

Tipp 2: Verwende action verbs, um motiviert und entschlossen zu wirken

Nutz nach Möglichkeit kraftvolle Verben, sogenannte action verbs, anstelle von steifen Konstruktionen mit Nomen, wenn du informative Sätze formulierst. Dazu zählen zum Beispiel:

Empfehlenswerte Action Verbs

Nutz nach Möglichkeit kraftvolle Verben, sogenannte action verbs, anstelle von steifen Konstruktionen mit Nomen, wenn du informative Sätze formulierst. Dazu zählen zum Beispiel:

A

  • accelerate = beschleunigen
  • accomplish = erreichen
  • achieve = erreichen
  • advise = beraten
  • analyse (britisch) / analyze (amerikanisch) = analysieren
  • arrange = arrangieren

C

  • capitalise (britisch) / capitalize (amerikanisch) = profitieren, kapitalisieren
  • centralise (britisch) / centralize (amerikanisch) = zentralisieren
  • collaborate = zusammenarbeiten
  • construct = konstruieren
  • create = erstellen, kreieren, erschaffen

D

  • deliver = liefern
  • develop = entwickeln, ausbauen
  • differentiate = differenzieren, unterscheiden
  • direct = lenken
  • drive = antreiben

E

  • ensure = sicherstellen
  • establish = einrichten, gründen
  • execute = ausführen
  • exceed = übertreffen
  • expand = erweitern

F

  • finalise (britisch) / finalize (amerikanisch) = finalisieren
  • forecast = vorhersagen
  • forge = schmieden
  • foster = fördern
  • found = gründen

G

  • guide = führen, lenken

H

  • handle = handhaben
  • head = leiten, steuern

I

  • identify = identifizieren
  • implement = umsetzenimprove = verbessern
  • increase = erhöhen, steigern
  • initiate = initiieren, einleiten
  • institute = einführen

L

  • launch = starten, herausbringen

O

  • optimise (britisch) / optimize (amerikanisch) = optimieren

P

  • perform = durchführen, ausführen
  • predict = vorhersagen
  • present = präsentieren
  • produce = produzieren

R

  • reach = erreichen
  • reduce = reduzieren
  • replace = ersetzen

S

  • sharpen = schärfen
  • simplify = vereinfachen
  • stimulate = anregen
  • steer = lenken, steuern
  • supervise = beaufsichtigen
  • surpass = übertreffen

T

  • train = trainieren, schulen

V

  • volunteer = sich freiwillig melden

Tipp 3: Passe deinen CV sprachlich an die Corporate Identity an

Pass dich sprachlich an den Stil und die Werte der Firma an, bei der du dich bewirbst. Das Firmenprofil in den sozialen Medien sowie die Website können als Orientierung dienen.

Es lohnt sich, die Wortwahl, den Tonfall sowie den Stil des CV für jede Bewerbung zu überarbeiten und dem Unternehmen anzupassen, bei dem du dich bewirbst. Schau dir dazu die Website der Firma an und achte darauf, wie das Unternehmen sich und das Team vorstellt. Welche Werte repräsentiert die Firma? Vertrauenswürdigkeit, Seriosität, Verlässlichkeit? Dynamik, Stärke, Führung? Service, Unterstützung, Kundenfreundlichkeit? Richte dich danach und zeichne ein Persönlichkeitsprofil von dir, das sich mit diesen Werten deckt.

Egal, ob du dich mehrfach bei derselben Firma bewirbst oder viele verschiedene Unternehmen anschreibst – nimm dir jedes Mal die Zeit, deinen Lebenslauf neu zu prüfen und zu optimieren. Besonders mühelos gelingt dir das mit dem Stepstone Lebenslauf-Generator.

Lass dich auch von Verwandten oder Freund*innen unterstützen, die dir möglicherweise wertvolle Verbesserungsvorschläge machen können. Hör dir jedes Feedback aufmerksam an und sei offen für Kritik – das Schreiben eines erfolgreichen CV ist ein kontinuierlicher Lernprozess.

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Englischer Lebenslauf Vorlage - kostenlos zum Download

Du willst deinen englischen Lebenslauf schreiben und suchst ein Muster, das du einfach anpassen kannst? Mithilfe des kostenlosen Lebenslauf-Generators von Stepstone gestaltest du auch deinen englischen Lebenslauf direkt im Browser:

6 Beispiele für einen Lebenslauf.
6 Beispiele für einen Lebenslauf.

Der Stepstone Lebenslauf-Generator ist einfach zu bedienen und am Ende erhältst du einen individuellen CV zum kostenlosen Download, der potenzielle, internationale Arbeitgeber beeindruckt. Probier’s hier aus:

Noch nicht überzeugt? Hier sind zwei Beispiele:

Muster aus dem Stepstone Lebenslauf-Generator.
Muster aus dem Stepstone Lebenslauf-Generator.
Muster aus dem Stepstone Lebenslauf-Generator.
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CV komplett? Die Checkliste

Dein CV ist geschrieben und versandfertig? Überprüf noch einmal, ob du an alles gedacht hast. Hier die Checkliste:

Checkliste

Konntest du jeden Punkt auf der Liste für dich abhaken? Dann bleibt uns nur noch, dir viel Erfolg bei deiner Bewerbung zu wünschen!

FAQ zum englischen Lebenslauf (CV)

Wann brauche ich einen Lebenslauf auf Englisch?

Du brauchst einen englischen Lebenslauf, wenn die Stellenausschreibung ausdrücklich danach fragt, wenn deine Bewerbung ins Ausland geht oder wenn du dich bei einem internationalen Unternehmen bewirbst, in dem Englisch Alltag ist.

Welche Angaben gehören in einen englischen Lebenslauf?

Ein typischer CV besteht aus diesen Abschnitten: Personal Details, Personal Profile, Objective, Work Experience, Education, Personal Interests und References. Wichtig ist, dass du deine Qualifikationen und Berufserfahrungen klar und antichronologisch darstellst.

Gehört ein Bewerbungsfoto in den englischen CV?

Nein. In Großbritannien und den USA sind Bewerbungsfotos unüblich. Arbeitgeber konzentrieren sich auf deine Fähigkeiten, Qualifikationen und Berufserfahrung.

Was sind typische Fehler im englischen Lebenslauf?

Vermeide es, sensible persönliche Angaben zu machen, den CV zu unterschreiben oder deutsche Umlaute zu verwenden. Schreib stattdessen zum Beispiel „Mueller“ statt „Müller“ oder „Koeln“ statt „Köln“.

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