Für ein gutes Bewerbungsfoto solltest du einige Aspekte beachten und grundlegende Tipps beherzigen. Denn auch wenn Bewerbungsschreiben und Lebenslauf sicherlich wichtiger sind als ein gut gelungenes Foto, ist das von großer Bedeutung für den ersten Eindruck. Diese Dinge solltest du bei Bewerbungsfotos beachten – und diese typischen Fehler vermeiden.
Bewerbungsfotos sind keine Pflicht. Dies ist im Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG - auch „Antidiskriminierungsgesetz“ genannt), welches 2006 in Kraft trat, geregelt. Potenzielle Arbeitgeber dürfen also kein Foto zu deiner Bewerbung fordern. Wenn du kein Foto mitschickst, darf das kein Ausschlusskriterium sein. Es ist jedoch nach wie vor üblich, eines beizulegen. Zwar gibt es keine Verpflichtung und als Faustregel gilt: Besser kein Foto als ein schlechtes..
Dennoch ist ein Bewerbungsfoto eher die Regel als die Ausnahme und ein gutes Foto kann definitiv deine Chancen erhöhen. Vielmehr hast du als Bewerber*in mit einem Bewerbungsfoto die Chance, dich von einer offenen und sympathischen Seite zu zeigen.
Ein professionelles Bewerbungsfoto ist kein Muss, kann dir aber klare Vorteile bringen. Vor allem dann, wenn es gut gemacht ist und zu dir sowie zur angestrebten Branche passt.
Es ist in aller Regel eine gute Idee, Bewerbungsfotos im Fotostudio machen zu lassen. Dabei gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten: Zunächst ist es entscheidend, dass du ein Studio wählst, das auf Bewerbungsfotos spezialisiert ist. Ein erfahrener Fotograf weiß genau, wie er dich ins richtige Licht rückt und welche Posen professionell wirken. Achte darauf, dass der Hintergrund neutral ist und du passende Kleidung trägst, die zum angestrebten Job passt.
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneEin Bewerbungsfoto ist keine Pflicht. Es spricht jedoch auch nichts gegen ein Bewerbungsfoto, solange du ein paar Regeln befolgst und die Qualität stimmt. Denn ein Foto als Baustein einer Bewerbung ist hierzulande immer noch weitverbreitet und kann ausschlaggebend für den Erfolg deiner Bewerbung sein.

Lara Kieninger ist Senior Talent Acquistion Manager bei Stepstone und unterstützt seit Juni 2021 verschiedene Fachbereiche dabei, das "Perfect Match” für ihre Teams zu finden und den Bewerbungsprozess optimal zu gestalten. Als erfahrende Personalerin stand sie im Laufe ihrer Karriere sowohl verschiedenen Unternehmen als auch zahlreichen Arbeitssuchenden und Bewerber*innen beratend zur Seite. Was sind NoGos im Lebenslauf? Wie verändert KI unseren Bewerbungsprozess und welche Tipps & Tricks gibt es bei der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch? Lara Kieninger weiß Antwort. Als Expertin und Gastautorin für das Stepstone Magazin “about work” hat sie die Trends und Entwicklungen der Arbeitswelt genau im Blick und hilft mit ihren wertvollen Insights allen Leser*innen dabei, sich in der ständig wandelnden Job-Landschaft zurechtzufinden. Zu Laras Themenschwerpunkte gehören unter anderem die Themen Gehalt, Anschreiben & Lebenslauf, Vorstellungsgespräche sowie Diversity & Inklusion.
Der Preis für professionelle Bewerbungsfotos kann variieren. Im Durchschnitt kannst du mit Kosten zwischen 50 und 150 Euro rechnen, abhängig vom Umfang des Angebots.
Manchmal sind auch professionelle Nachbearbeitungen oder mehrere Outfitwechsel im Preis inbegriffen. Es lohnt sich, im Vorfeld verschiedene Studios zu vergleichen und auch auf Bewertungen zu achten, um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Gute Bewerbungsfotos sind eine Investition in deine berufliche Zukunft und können den entscheidenden Unterschied machen.
Denk immer daran: Ein Bewerbungsfoto soll dich von deiner besten Seite zeigen, ist aber letztlich nur EIN Baustein deiner Bewerbung. Deine Fähigkeiten, Erfahrungen und deine Persönlichkeit spielen im Bewerbungsprozess eine viel größere Rolle. Zeig Empathie für dich selbst und vertrau auf deine Stärken.
Nein, Passbilder sollten niemals als Bewerbungsfotos benutzt werden. Auch, wenn Passbilder von einem*einer Fotograf*in gemacht sind, sind sie wenig schmeichelhaft. Das liegt daran, dass sie dich zweifelsfrei anhand von biometrischen Kriterien als Person identifizieren sollen. Anders als bei Bewerbungsfotos spielt deine Persönlichkeit bei Passfotos keine Rolle – und mit deiner Persönlichkeit überzeugst du letztendlich die Personaler*innen.
Ja, du kannst auch selbst ein professionelles Bewerbungsfoto machen, denn moderne Smartphones sind heutzutage mit professionellen Kameras vergleichbar. Die meisten Handys haben mittlerweile hochauflösende Kameras verbaut und bieten zahlreiche Bildbearbeitungsmöglichkeit. Dadurch erstellst du dir mit ein paar Tipps und Tricks auch von zuhause aus selbst ein professionelles Bewerbungsfoto – und sparst bares Geld.
Weitere Tipps und Tricks, wie dir dein homemade Bewerbungsfoto gelingt, erfährst du hier: Bewerbungsfoto selber machen für eine erfolgreiche Bewerbung
Ein Bewerbungsfoto sollte professionell, freundlich und authentisch wirken – ohne gestellt zu sein. Wichtig ist, dass du direkt in die Kamera schaust und dabei ein offenes, sympathisches Lächeln zeigst. Stehe vor einem neutralen Hintergrund, achte auf gute Bildqualität und darauf, dass dein Gesicht gut ausgeleuchtet ist. Auch Frisur und Make-up sollten gepflegt, aber natürlich bleiben.
Ein gutes Bewerbungsfoto zeigt dich so, wie du im Job auftreten möchtest: professionell, offen und authentisch. Dein Bewerbungsfoto vermittelt einen positiven ersten Eindruck und unterstützt deine Bewerbung. Welche Dos und Don’ts du dabei beachten solltest, erfährst du hier:
Direkt in die Kamera schauen
Ein freundliches Lächeln zeigen
Vor einem neutralen Hintergrund stehen
Auf gute Qualität und angemessene Helligkeit achten
Das Foto sollte im besten Fall von einem professionellen Fotografen gemacht werden
Bleibe natürlich und authentisch, auch in Sachen Frisur oder Make-up
Verzichte auf unvorteilhafte Posen
Wähle keine unpassende Kleidung
Vermeide eine schlechte Beleuchtung
Das Lächeln sollte natürlich aussehen
Verwende keine Ganzkörperaufnahmen
Profi-Tipp: Falls du schon bestimmte Arbeitgeber im Auge hast, kannst du die Corporate Colors geschickt in dein Bewerbungsfoto integrieren. So zeigst du Engagement und Interesse.
Dein Bewerbungsfoto sollte aktuell sein – idealerweise nicht älter als ein Jahr. Wichtig ist, dass du auf dem Bild genauso aussiehst wie beim Vorstellungsgespräch. Wenn sich dein Aussehen stark verändert hat, etwa durch eine neue Frisur oder Brille, lohnt sich ein neues Foto. So wirkst du authentisch und vermeidest Irritationen bei Personaler*innen.
Wähle Kleidung, die zu dir und zur Branche passt, in der du dich bewerben möchtest.
Du möchtest im Bankwesen arbeiten? Dann ist ein Anzug oder eine schicke Bluse angesagt. Du willst in der Kreativbranche durchstarten? Dann zieh dich ruhig etwas lässiger an. Dabei gilt: Du solltest dich wohlfühlen und dich nicht verkleidet fühlen. Auch, wenn du dich am Dresscode der Branche orientierst, darf deine Persönlichkeit durchscheinen. Denn, nur wenn du authentisch wirkst, entsteht ein stimmiger Gesamteindruck und genau der zählt bei einem guten Bewerbungsfoto.
Die Vorbereitung ist wichtig: Plane deine Outfit-Optionen vor dem Fototermin. Das hilft besonders dann, wenn du noch passende Kleidung kaufen musst. Bring mindestens ein Outfit für die seriösen Fotos mit und eines, in dem du dich besonders authentisch fühlst. So kannst du verschiedene Aufnahmen machen und später die besten auswählen. Überleg dir dabei, welchen Outfit-Typ du an deinem möglicherweise neuen Arbeitsplatz verkörpern möchtest.
Vielleicht weißt du noch gar nicht so genau, wohin deine berufliche Reise gehen soll – und deshalb weißt du auch nicht, für welchen Job du dich auf dem Bewerbungsbild kleidest. Oder aber du bewirbst dich auf verschiedene Stellen und möchtest nicht mehr Geld als nötig ausgeben. Kein Problem! Es gibt beim Bewerbungsfoto Kleidung, die immer passend ist.
Ein gut sitzendes, einfarbiges Hemd oder eine schlichte Bluse in neutralen Farben wie Weiß, Schwarz oder Hellblau strahlt immer Professionalität aus. Ein schmeichelnder Blazer kann sowohl für Männer als auch für Frauen eine elegante und seriöse Ergänzung sein. Wichtig ist, dass die Kleidung nicht nur modisch, sondern auch zeitlos ist und dass du dich darin wohl und authentisch fühlst. Vermeide übermäßige Accessoires und wähle Schmuck, der dezent ist und nicht ablenkt.
Dress for the job you want, not the one you have: Wähl dein Outfit entsprechend der Branche, für die du dich bewirbst.Du hast mit deiner Bewerbung überzeugt und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten? Jetzt fragst du dich, was du zum Bewerbungsgespräch anziehen sollst?
Antworten darauf und viele weitere Tipps zur Vorbereitung auf dein Vorstellungsgespräch findest du hier: Vorstellungsgespräch: Ablauf und Vorbereitung (mit Tipps, Fehlern und einer Checkliste)
Die Bedeutung eines Bewerbungsfotos ist nicht zu unterschätzen, denn es ist oft der erste Eindruck, den potenzielle Arbeitgeber von dir gewinnen. Das heißt, du solltest gut zu erkennen sein und im Mittelpunkt stehen. Von der Wahl der richtigen Kleidung auf dem Bewerbungsfoto bis hin zur Zusammenarbeit mit Fotostudios zählt jeder Schritt, um Authentizität und Professionalität zu vermitteln.
Doch bei aller Vorbereitung und Beratung: Das Wichtigste ist, dass du dich in deiner Haut wohlfühlst und selbstbewusst auftrittst. Denn nur dann kann ein Foto wirklich das Beste von dir zeigen. Find den Mut und das Selbstvertrauen, dich so zu präsentieren, wie du bist und sei stolz auf jeden Schritt deines Berufsweges. Glaub an dich und deine Fähigkeiten.
Disclaimer: Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft. Die in diesem Artikel veröffentlichten Rechtsgrundlagen wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben aber keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Richtigkeit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr wird nicht übernommen. Insbesondere übernimmt The Stepstone Group Deutschland GmbH keinerlei Haftung für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die direkte oder indirekte Nutzung der bereitgestellten Inhalte entstehen.
Du solltest gepflegt und professionell aussehen, mit passender Kleidung und einem ordentlichen Erscheinungsbild.
Auch wenn es keine Pflicht ist, kann ein gutes Bewerbungsfoto deine Bewerbung positiv hervorheben und einen guten ersten Eindruck hinterlassen.
Ein Bewerbungsfoto sollte nicht unscharf, unprofessionell oder ungepflegt wirken. Vermeide Selfies und Freizeitkleidung.
Ein freundliches Lächeln ist empfehlenswert, es sollte natürlich und sympathisch wirken.
Das Make-up sollte dezent und natürlich sein, um deine Gesichtszüge zu betonen, ohne aufdringlich zu wirken.
Rechne mit durchschnittlich 50 bis 150 Euro, je nach Studio und Umfang des Angebots.
Das Foto sollte aktuell sein und dich realistisch darstellen, idealerweise nicht älter als ein Jahr.
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