Ein Bewerbungsfoto ist oft das Erste, was ein*e Personaler*in von dir sieht – und damit dein persönlicher Türöffner zu einem neuen Job. Aber keine Sorge: Du musst dafür nicht ins Fotostudio. Mit etwas Vorbereitung, dem richtigen Licht und ein paar einfachen Tipps kannst du dein Bewerbungsbild ganz einfach selbst machen.
In diesem Artikel erfährst du, worauf du bei Kamera, Hintergrund, Kleidung und Nachbearbeitung achten solltest, um dein Foto optimal in Szene zu setzen. So gelingt dir ein überzeugendes Ergebnis, das zu dir und deiner Bewerbung passt.
Du kannst auch selbst ein professionelles Bewerbungsfoto machen und dafür brauchst du nicht einmal eine professionelle Kamera. Denn die meisten Smartphones haben heutzutage hochauflösende Kameras verbaut. Zusätzlich gibt es verschiedene kostenlose Apps, die dir zahlreiche Bildbearbeitungsmöglichkeit bieten. So erstellst du dir ganz einfach von zuhause aus ein professionelles Bewerbungsfoto – und sparst bares Geld.
Hier findest du weitere Tipps für ein überzeugendes Bewerbungsfoto: Bewerbungsfoto: Tipps, Fehler, Beispiele
Eine hochwertige Kamera liefert zwar meist die besten Bilder, aber auch moderne Smartphones haben Kameras, mit denen du ein professionell wirkendes Bewerbungsfoto aufnehmen kannst. Wichtig ist, dass du auf gute Lichtverhältnisse, einen passenden Hintergrund und die richtige Einstellung achtest. Mit etwas Geduld und Übung erzielst du so ein überzeugendes Ergebnis – ganz ohne teure Ausrüstung.
Das sind unsere sechs Tipps für ein professionelles, selbstgemachtes Bewerbungsfoto:
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneOb vom Profi-Fotografen oder selbstgemacht: Für mich persönlich ist bei Bewerbungsfotos eine gute Beleuchtung und ein ruhiger Hintergrund das A und O. So stellst du sicher, dass dein Foto professionell wirkt und du im besten Licht präsentiert wirst.

Lara Kieninger ist Senior Talent Acquistion Manager bei Stepstone und unterstützt seit Juni 2021 verschiedene Fachbereiche dabei, das "Perfect Match” für ihre Teams zu finden und den Bewerbungsprozess optimal zu gestalten. Als erfahrende Personalerin stand sie im Laufe ihrer Karriere sowohl verschiedenen Unternehmen als auch zahlreichen Arbeitssuchenden und Bewerber*innen beratend zur Seite. Was sind NoGos im Lebenslauf? Wie verändert KI unseren Bewerbungsprozess und welche Tipps & Tricks gibt es bei der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch? Lara Kieninger weiß Antwort. Als Expertin und Gastautorin für das Stepstone Magazin “about work” hat sie die Trends und Entwicklungen der Arbeitswelt genau im Blick und hilft mit ihren wertvollen Insights allen Leser*innen dabei, sich in der ständig wandelnden Job-Landschaft zurechtzufinden. Zu Laras Themenschwerpunkte gehören unter anderem die Themen Gehalt, Anschreiben & Lebenslauf, Vorstellungsgespräche sowie Diversity & Inklusion.
Um einen professionellen Eindruck zu hinterlassen, ist es wichtig, eine gepflegte und ordentliche Frisur zu haben. Dir sollten keine Haare ins Gesicht fallen oder die Augen verdecken.
Achte unabhängig von der Länge deiner Frisur auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Dazu gehören frisch gewaschene, ordentlich gekämmte und eventuell gestylte Haare.
Die goldene Regel lautet: Wähle Kleidung, die zu dir und zur Branche passt, in der du dich bewirbst. Auch, wenn du dich am Dresscode der Branche orientierst, darf deine Persönlichkeit durchscheinen. Denn, wichtig ist, dass du dich wohlfühlst und nicht verkleidet wirkst. Wenn du authentisch und individuell auftrittst, lässt das dein Bewerbungsfoto natürlich und sympathisch wirken.
Du wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen und fragst dich, was du für diesen besonderen Anlass anziehen sollst? Hier findest du Inspiration: Dein Outfit fürs Bewerbungsgespräch: Mit der richtigen Kleidung zum Wunschjob
Branchenangepasste Kleidung: | Wähle ein Outfit, das zur Branche und Position passt (z.B. Anzug/Kostüm für konservative Berufe, Business-Casual für kreativere Bereiche). |
Neutrale Farben: | Setze auf dezente Farben wie Dunkelblau, Grau oder Weiß, die professionell wirken und nicht ablenken. |
Sauberkeit und Pflege: | Achte darauf, dass die Kleidung sauber, gebügelt und frei von Flecken oder Falten ist. |
Schlichte Accessoires: | Halte Accessoires minimalistisch, wie eine schlichte Krawatte oder dezenter Schmuck. |
Gepflegte Frisur und Make-up: | Achte auf eine ordentliche Frisur und dezentes Make-up, das natürlich wirkt. |
Passform der Kleidung: | Die Kleidung sollte gut sitzen und weder zu eng noch zu weit sein, um einen professionellen Eindruck zu hinterlassen. |
Vermeide diese sieben Fehler, wenn du dein Bewerbungsfoto selber machst:
Bei der Bildbearbeitung gilt: Weniger ist mehr. Du musst kein Photoshop-Profi sein, um dein Bewerbungsfoto ansprechend wirken zu lassen. Wenn Kamera und Lichtverhältnisse stimmen, reicht oft schon eine leichte Nachbearbeitung. Eine dezente Farbkorrektur oder das Ausgleichen kleiner Fehler im Licht können helfen, einen natürlichen Look zu erzielen.
Verzichte aber auf starkes Colorgrading oder Filter aus Apps wie Snapchat und Instagram, die dein Gesicht verfremden oder einen verspielten Effekt erzeugen.
Ansonsten sind beispielsweise kostenlose Apps wie
Du kannst Künstliche Intelligenz nutzen, um dein selbstgemachtes Bewerbungsfoto zu optimieren. KI-gestützte Tools können helfen, kleine Makel zu retuschieren, den Hintergrund zu bereinigen oder die Belichtung und Farben automatisch anzupassen, um ein professionelles Ergebnis zu erzielen. Achte jedoch darauf, dass du die Bearbeitungen dezent hältst, damit dein Foto natürlich bleibt und dich authentisch darstellt. Das sind Beispiele für nützliche KI-Apps:
Nutze natürliches Tageslicht und vermeide direkte Sonneneinstrahlung.
Stelle dich vor einen neutralen Hintergrund und halte etwas Abstand zur Wand.
Halte die Kamera oder das Smartphone auf Augenhöhe und verzichte den Kamerablitz.
Trage passende, gepflegte Kleidung, die zur angestrebten Position passt.
Nimm dir Zeit für mehrere Aufnahmen, um die beste Version auszuwählen.
Mache keine Selfies – das wirkt unprofessionell und kann zu Verzerrungen führen.
Übertreibe es nicht mit der Bildbearbeitung, um einen natürlichen Look zu bewahren.
Verwende kein Passfoto als Bewerbungsfoto
Nutze bei Online-Bewerbungen keine verkleinerte Version, sondern stets das Original-Foto.
Trage keine auffälligen Muster oder Farben, die vom Wesentlichen ablenken.
Du kannst Bewerbungsfotos selbst machen, indem du auf gutes Licht, einen neutralen Hintergrund und eine professionelle Kleidung achtest. Verwende ein Smartphone oder eine Kamera, stelle sie auf Augenhöhe ein und mache mehrere Aufnahmen, um die beste Version auszuwählen.
Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber oft erwartet und kann einen positiven ersten Eindruck vermitteln. Es ist eine gute Gelegenheit, Professionalität und Persönlichkeit zu zeigen.
Du kannst KI-Bewerbungsbilder mit speziellen Online-Tools und Apps erstellen, wie z.B. FaceApp, Adobe Photoshop Express oder PhotoRoom. Diese Anwendungen bieten Funktionen zur Bildoptimierung und Retusche, um dein Bewerbungsfoto professioneller wirken zu lassen.
Ein neutraler, heller Hintergrund ist ideal für dein Bewerbungsfoto. Eine einfarbige Wand in Weiß, Grau oder Beige lenkt nicht ab und lässt dein Gesicht im Mittelpunkt stehen. Wichtig ist, dass der Hintergrund ruhig wirkt und gut ausgeleuchtet ist – so erscheint dein Bewerbungsbild klar, professionell und authentisch.
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