Unter der Lupe

So lesen Recruiter Ihre Bewerbungen
Der Lebenslauf ist für die Mehrheit der Recruiter das Herzstück einer Bewerbung, doch wie viel Zeit nehmen sich Personaler für die Begutachtung eines Lebenslaufs? Welche graphische Gestaltung des Lebenslaufs kommt am besten an? Diesen und weiteren Fragen ist das Unternehmen mindtake im Auftrag von StepStone Österreich nachgegangen und hat durch Face-to-Face-Befragungen und Eyetracking von Personalverantwortlichen Antworten gefunden.

Weniger als eine Minute Betrachtungszeit des Lebenslaufs

Der Lebenslauf der Kandidaten wird von 68 Prozent der Personaler als wichtigster Teil der Bewerbung angesehen. Es folgen mit weitem Abstand dahinter das Motivationsschreiben (22 Prozent) und mit 10 Prozent die Arbeitszeugnisse. Diese Ergebnisse zeigen, dass es von großer Bedeutung ist, den Lebenslauf übersichtlich und ansprechend zu gestalten. Die Befragung ergab zudem, dass 55 Prozent der Befragten den klassische CV im Vergleich zum grafisch aufbereiteten (45 Prozent) als ansprechender empfinden. Wichtig ist, dass der Lebenslauf übersichtlich gestaltet ist, da die Zeit, die sich Recruiter pro CV nehmen, sehr begrenzt ist. Während die Recruiter im Durchschnitt einen Zeitaufwand von zwei Minuten schätzten, betrug die durchs Eyetracking gemessene Zeit im Schnitt lediglich 43 Sekunden.

Lieber kein Foto als ein schlechtes

Ein professionelles Bewerbungsfoto hat für viele Personaler noch immer eine große Bedeutung. Dies ergaben sowohl die Befragungen als auch das Eyetracking. Der erste Blick bei der Betrachtung der Unterlagen fällt demnach auf das Foto und bei der Frage nach der Wichtigkeit belegt das Bewerbungsfoto innerhalb des Lebenslaufs den dritten Platz. Sollte ein Kandidat kein passendes Bewerbungsfoto von sich zur Verfügung haben, dann sollte lieber ganz auf das Foto verzichtet werden. Ein unpassendes Foto – wie zum Beispiel aus dem Urlaub – hinterlässt bei HR-Verantwortlichen einen schlechteren Eindruck als gar kein Foto.

Lücken im Lebenslauf sind kein No-Go

Für den Jobwechsel gibt es bei Kandidaten die unterschiedlichsten Gründe – diese zu erfahren, ist für 67 Prozent der Personaler von großem Interesse. Unter gewissen Umständen empfiehlt es sich sogar, die Wechselgründe anzugeben, um nicht als „Jobhopper“ zu gelten. Hier wirkt sich jedoch auch das Alter der Kandidaten mit aus. Während es in jüngeren Jahren in der Orientierungsphase noch gerechtfertigt ist, nach etwas kürzerer Zeit das Unternehmen zu wechseln, sehen Personalverantwortliche bei erfahrenen Kandidaten gerne Stabilität in der beruflichen Laufbahn. Und sollte es in der Vergangenheit zu Lücken im Lebenslauf gekommen sein, sehen dies 92 Prozent der Befragten nicht als No-Go an. Wichtig ist den Befragten an dieser Stelle, dass Kandidaten vorhandene Lücken begründen können.

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