Sich finanziell absichern und den ein oder anderen Wunsch erfüllen: Mit einem monatlichen Einkommen von über 10.000 Euro sollte das leicht zu erreichen sein. Aber wie lassen sich 10.000 € verdienen? Möglichkeiten gibt es viele, aber in einigen Jobs ist die Chance besonders hoch.
Es gibt viele Möglichkeiten, 10.000 € im Monat zu verdienen (auf ganz legalem Wege, versteht sich 😉). Mit einem Vollzeitjob mit 40 Stunden pro Woche muss dein Stundenlohn 57,47 € betragen, um auf diese Summe zu kommen. Es gibt allerdings Berufe, in denen monatliche Gehälter von 10.000 € oder mehr keine Seltenheit sind.
Die folgenden Zahlen spiegeln die Median-Werte aller ausgewerteten Brutto-Monatsgehälter für 2023 wider. Das bedeutet, dass 50 % weniger und 50 % mehr verdienen als das angegebene Gehalt.
Beruf | Brutto-Gehalt (Median-Wert, in €) |
|---|---|
Chefarzt/ärztin | 15.750 |
Leitende/r Oberarzt/ärztin | 12.250 |
Vice President | 11.250 |
Oberarzt/ärztin | 10.250 |
Vorstandsmitglied | 9.250 |
Chief Officers | 9.000 |
Director | 9.000 |
Patentanwalt/anwältin | 9.000 |
Facharzt/ärztin | 8.250 |
Der Median liegt genau in der Mitte einer Datenverteilung. Bezogen auf das Jahresgehalt bedeutet das, dass 50 % der Befragten weniger und 50 % mehr verdienen als den angegebenen Betrag.
Beim Blick auf unser Ranking fällt auf, dass gleich mehrere medizinische Berufe vertreten sind. Und mehr noch: Drei der Top 4 fallen auf Ärztinnen und Ärzte! Daneben wird die Liste von branchenunabhängigen Top-Management-Positionen dominiert. Es handelt sich um Positionen mit oder ohne leitende Funktion, die in vielen Branchen zu finden sind. Knapp unter der 10-k-Grenze hat es noch der*die Patentanwält*in als Beruf aus dem Rechtsbereich in die Rangliste der höchsten Gehälter geschafft.
In medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern gibt es mehrere Hierarchieebenen, und wenig überraschend steigt mit der Rangordnung auch das Gehalt. Ganz oben stehen Chefärztinnen und -ärzte mit einem mittleren Monatsgehalt von 15.750 €, gefolgt von der*dem Leitende*n Oberarzt/-ärztin mit 12.250 €. Oberärzt*innen ohne leitende Position verdienen mittlere 10.250 € im Monat, und Fachärzt*innen liegen mit 8.250 € knapp unter der 10.000-Euro-Grenze.
Du interessierst dich für einen Job im medizinischen Bereich? Hier eine kurze Beschreibung der Positionen mit hohem Monatsgehalt:
An der Spitze eines medizinischen Fachbereichs steht der Chefarzt oder die Chefärztin. Diese Position trägt die Gesamtverantwortung für die medizinische Abteilung oder den Fachbereich innerhalb eines Krankenhauses oder einer medizinischen Einrichtung. Wie man eine solche Position erreicht? Also: Chefärzt*innen müssen nach einem sehr guten Abitur ein Medizinstudium beginnen, das in der Regel sechs Jahre dauert und mit einem Staatsexamen abschließt. Danach folgen eine Approbation, die Assistenzärzt*innentausbildung und die Fachärzt*innenausbildung – das Ganze nimmt nochmals fünf bis sechs Jahre in Anspruch. Mit langjähriger Berufserfahrung kann dann der Titel Chefarzt oder Chefärztin angestrebt werden. An einer Universitätsklinik darf diese Berufsbezeichnung allerdings nur von Professor*innen getragen werden.
Direkt unter dem Chefarzt oder der Chefärztin agiert der leitende Oberarzt oder die leitende Oberärztin. Diese Person trägt in der Regel die Verantwortung für eine Fachabteilung oder einen Teilbereich einer Klinik und unterstützt mit spezifischem Fachwissen bei dessen innovativer Weiterentwicklung. Durch ihre leitende Position verdient sie mehr als Oberärzt*innen ohne leitende Funktion oder Fachärzt*innen, aber etwas weniger als Chefärzt*innen.
Eine besondere Rolle sowohl in der Patientenversorgung als auch im Teammanagement nehmen die Oberärzte und Oberärztinnen ein. Sie stehen zwischen Chefarzt/ärztin und den Assistenz- und Fachärzt*innen und sind meist für eine oder mehrere Stationen einer Klinik verantwortlich.
Fachärzt*innen haben sich nach dem allgemeinen Medizinstudium auf ein Fachgebiet wie z. B. Kardiologie, Chirurgie, Neurologie usw. spezialisiert. Sie können in verschiedenen medizinischen Einrichtungen und in eigenen Praxen tätig sein, wo sie eigenständig Patient*innen betreuen.
Die Monatsgehälter medizinischer Fachkräfte sind also ziemlich attraktiv, keine Frage. Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass sie auch hart erarbeitet sind.
Für diese Berufe solltest du dich nicht primär wegen der hohen Gehälter entscheiden, sondern dir gut überlegen, ob sie wirklich zu dir passen.
Manager*innen in den oberen Führungsetagen freier Wirtschaftsunternehmen haben gute Chancen auf ein 10-k-Monatsgehalt (oder weit darüber hinaus). Die folgenden Positionen sind in größeren Unternehmen verschiedener Branchen zu finden:
Diese Position ist in der Regel direkt dem Vorstand eines Unternehmens unterstellt. Der Vice President (auch VP genannt) verantwortet üblicherweise einen Bereich (wie z. B. Marketing oder Finance) und organisiert dort die Ziele innerhalb des Teams. Es kann also innerhalb eines Unternehmens mehrere Vice Presidents geben. Die Hälfte der Beschäftigten in dieser Position verdient 11.250 € oder mehr.
Mitglieder des Vorstands stellen die oberste Führungsebene eines Unternehmens dar. Sie tragen die Gesamtverantwortung für dessen strategische Ausrichtung und Leitung. Außerdem vertreten sie das Unternehmen nach außen. Das Mediangehalt liegt mit 9.250 € pro Monat unterhalb des Vice President und über Chief Officer und Director.
Die sogenannten C-Level-Positionen wie CEO, CFO, COO, CTO usw. beziehen sich auf die höchste Führungsebene eines Unternehmens und sind für einen bestimmten Unternehmensbereich verantwortlich. Beispiele: Der CEO (Chief Executive Officer) ist als Geschäftsführer in der Regel das Gesicht des Unternehmens und vertritt es gegenüber verschiedenen Interessensgruppen nach außen. Der CFO (Chief Financial Officer) verantwortet die Finanzaktivitäten wie Finanzstrategie, Budgetierung, Buchhaltung und Risikomanagement.
Der Director ist eine Führungskraft, die im mittleren Management eines Unternehmens angesiedelt ist. In der Regel ist sie für die Leitung einer bestimmten Abteilung oder eines bestimmten Teams verantwortlich. Zu ihren Aufgaben zählen die Entwicklung von Strategien, Überwachung von Leistungskennzahlen, Teamführung und Aufsicht über Projekte.
Management-Positionen wie diese spielen vor allem bei großen Unternehmen eine wichtige Rolle, wo viele Mitarbeiter*innen und ganze Abteilungen geleitet und verwaltet werden müssen. Den hohen Gehältern stehen häufig lange Arbeitszeiten und ein hohes Tempo im Arbeitsalltag gegenüber. Angestellte im oberen Management tragen in der Regel die Verantwortung für große Summen, eventuell auch für viele Arbeitsplätze.
Berufe der Rechtsbranche zeichnen sich generell durch hohe Gehälter aus. Ein mittleres Monatsgehalt von 9.000 € erreichen Patentanwält*innen. Sie beraten und vertreten Mandant*innen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes. Hier geht es um alle Schutzrechte des geistigen Eigentums, wie etwa Marken und Designs.
Aber aufgepasst: Patentanwält*innen sind nicht zwangsläufig Juristen – und damit stellen sie innerhalb dieses Bereichs einen Sonderfall dar. Der Weg dorthin führt nämlich über beliebe Qualifikationen (wie etwa Chemiker, Ingenieur oder Informatiker) mit jahrelanger Expertise, gefolgt von einer Zusatzqualifikation im Patentrecht inklusive Abschlussprüfung.
Bist du unzufrieden mit deinem aktuellen Gehalt? Oder steigst du demnächst ins Berufsleben ein und willst auf ein möglichst hohes Monatsgehalt hinarbeiten?
Wie viel du verdienst, ist nicht von deinen Skills bei der Gehaltsverhandlung abhängig. Anhand der Jobs in unserer Liste lassen sich einige Faktoren erkennen, die Spitzengehälter begünstigen:
Der Rest ist Verhandlungssache: Denn bei vielen Einstellungen besteht ein gewisser Spielraum und dafür ist es nützlich, wenn du deinen eigenen Marktwert kennst.
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneDer wichtigste Tipp für das Vorstellungsgespräch? Kenne deinen eigenen Marktwert! Als Bewerber*in solltest du dir darüber klar sein, welche Bezahlung für deine Leistung und Branche angemessen ist. Dann gilt es, ein „Gehalts-Must-Have" und „Nice-to-Have" zu definieren und in der Verhandlung mit dem „Nice-to-Have" zu starten. Wird dies abgelehnt, so empfehle ich dir, dich nur maximal bis zu deiner Schmerzgrenze („Must-Have”) runterhandeln zu lassen. Alles darunter führt langfristig zu Frustration.
Weitere Tipps bekommst du in unserem Artikel „Mehr Geld verdienen: Diese Faktoren entscheiden über ein Spitzengehalt“.
Du bist in der beruflichen Orientierungsphase und wünschst dir einen Job, der dich finanziell absichert? Schau doch mal in unsere Artikel zu den bestbezahlten Berufen ohne Studium, den allgemein bestbezahlten Berufen, Jobs mit dem größten Gehaltsanstieg oder Jobs mit 100.000 € Jahresgehalt.
Hinweis: Die Gehaltsdaten in diesem Beitrag basieren auf dem Stepstone Gehaltsplaner und beziehen sich auf eine Analyse aus März 2024. Umfassende aktuelle Gehaltsdaten für 2026 findest du hier: Der große Gehaltsvergleich.
Ein monatliches Gehalt von 10.000 € ist viel, sehr viel sogar – aber kein unerreichbarer Traum, sondern in bestimmten Branchen und Positionen Realität. Besonders in der Medizin, im Top-Management und im Rechtswesen sind solche Einkommen schon nach einigen Jahren möglich.
Entscheidend dafür sind Faktoren wie fundierte Ausbildung, Berufserfahrung, Führungsverantwortung und die Wahl des richtigen Arbeitgebers. Mit einer klaren Karriereplanung und gezielten Weiterbildungen kannst du den Weg zu einem Spitzengehalt aktiv gestalten.
Laut Stepstone-Gehaltsreport 2024 liegt das aktuelle durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt von Arbeitnehmer*innen in Deutschland bei rund 50.000 €, was einem monatlichen Bruttoeinkommen von ca. 4.170 € entspricht. Demnach wären schon 10.000 € brutto (also vor Abzug der Steuern) ein im Vergleich hohes Gehalt. Mit einem monatlichen Nettogehalt von 10k gilt man also definitiv als Spitzenverdiener*in.
Besonders groß ist die Chance auf ein Gehalt über 10k im Monat unter Ärzt*innen und Manager*innen, vor allem im oberen Management eines Unternehmens.
Die Daten aus dem aktuellen Stepstone-Report zeigen auch die Unterschiede zwischen den Bundesländern beim Gehalt. Am meisten verdienen Beschäftigte in Hamburg mit einem jährlichen Medianeinkommen von 49.750 €, gefolgt von Hessen (47.500 €) und Baden-Württemberg (47.000 €).
Ein Monatsgehalt von 10.000 Euro brutto ist in Deutschland durchaus realistisch – allerdings vor allem in bestimmten Branchen und ab einem gewissen Erfahrungslevel. Top-Verdiener*innen in Medizin, Management, Beratung oder IT erreichen diese Marke häufig erst nach mehreren Jahren Berufserfahrung und mit Führungsverantwortung.
Ja, das ist möglich – insbesondere in Bereichen wie E-Commerce, digitalen Produkten, Coaching oder Affiliate-Marketing. Allerdings ist ein hohes Einkommen im Online-Business meist das Ergebnis harter Arbeit, fundierter Strategien und oft auch langjähriger Erfahrung.
Schnelle Wege zu einem hohen Gehalt bieten vor allem Berufe in der Unternehmensberatung, dem Investmentbanking, der Zahn- und Humanmedizin sowie dem IT-Management. Diese Bereiche kombinieren hohe Einstiegsgehälter mit schnellen Aufstiegsmöglichkeiten.
Neben einem Hochschulabschluss – etwa in Medizin, BWL, Jura oder Informatik – sind Berufserfahrung, Spezialisierungen und Führungsverantwortung die wichtigsten Faktoren für ein fünfstelliges Monatsgehalt. Zusatzqualifikationen wie ein MBA, relevante Zertifikate oder Auslandserfahrung können den Aufstieg zusätzlich beschleunigen.
Du möchtest aktuelle Tipps rund um Gehälter, Bewerbung und Karriere erhalten? Dann registriere dich kostenlos auf unserer Seite und bleib immer auf dem Laufenden.
Kostenlos registrieren