Mann mit Bart steht in hellem Büro und lächelt in die Kamera, im Hintergrund ein langer Schreibtisch mit Laptops.
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Das Wichtigste in KürzeDiese Faktoren beeinflussen dein GehaltDie deutschen Bundesländer im großen GehaltsvergleichHamburgBaden-WürttembergBayernHessenBerlinBremenNordrhein-WestfalenNiedersachsenRheinland-PfalzSaarlandSchleswig-HolsteinSachsenThüringenSachsen-AnhaltBrandenburgMecklenburg-VorpommernMediangehälter in Städten – wo verdienst du am meisten?Der Gender-Pay-Gap: Unterschiede in DeutschlandFazit: Große Gehaltsunterschiede zwischen den Bundesländern – wichtig für deine StandortwahlFAQ – häufig gestellte Fragen

Hast du dich jemals gefragt, ob es einen Unterschied macht, in welchem Bundesland du arbeitest? Ob dein Gehalt in Bayern höher wäre als in Sachsen oder ob Hamburg tatsächlich die besten Chancen bietet? In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der bundesweiten Gehälter ein und werfen einen Blick auf die Einkommensverteilung in den 16 deutschen Bundesländern, basierend auf den offiziellen Zahlen aus unserem großen Gehaltsreport.

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Das Wichtigste in Kürze

Diese Faktoren beeinflussen das Gehalt

Wir starten mit einem bekannten Fakt: In Deutschland gibt es deutliche regionale Gehaltsunterschiede – und das nicht nur zwischen Ost und West, sondern auch zwischen Metropolen und ländlichen Regionen. Und auch zwischen den Bundesländern – dieser Vergleich steht in diesem Artikel im Mittelpunkt.

Aber nicht, ohne die Zusammenhänge zu berücksichtigen. Denn während manche Bundesländer mit Spitzengehältern glänzen, sind in anderen Regionen die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger, was das Netto vom Brutto relativiert. Doch wie hängen Gehälter, Branchenstruktur und Lebensqualität wirklich zusammen? Und welche Regionen sind die klaren Gewinner für Spitzenverdiener*innen? Auf Basis des aktuellen Stepstone Gehaltsreports liefern wir die aktuellen Mediangehälter für alle Bundesländer.

Was ist das Mediangehalt?

Das Mediangehalt ist eine wichtige Kennzahl, die häufig verwendet wird, um ein realistisches Bild von den Verdienstmöglichkeiten in einer Region oder Branche zu vermitteln. Im Gegensatz zum Durchschnittsgehalt berücksichtigt das Mediangehalt nicht alle Gehälter gleichgewichtig, sondern teilt die Gehaltsverteilung genau in zwei Hälften: 50 Prozent der Arbeitnehmenden verdienen mehr, 50 Prozent verdienen weniger als den Median.

Der Unterschied zum Durchschnittsgehalt ist, dass dieses durch eine einfache mathematische Berechnung ermittelt wird: Man addiert alle Gehälter in einer Gruppe und teilt sie durch die Anzahl der Gehälter. Dies kann jedoch irreführend sein, da sehr hohe Gehälter (etwa von Führungskräften) oder sehr niedrige Löhne den Durchschnitt stark verzerren können.

Ein Beispiel verdeutlicht den Unterschied: Angenommen, fünf Personen verdienen monatlich 2.000 Euro, 2.200 Euro, 2.500 Euro, 10.000 Euro und 12.000 Euro.

  • Das Durchschnittsgehalt beträgt in diesem Fall 5.740 Euro, was die Mehrheit der Gehälter jedoch nicht realistisch widerspiegelt und zu falschen Rückschlüssen führen kann.
  • Das Mediangehalt liegt hingegen bei 2.500 Euro, weil es genau den Wert in der Mitte der Verteilung darstellt. Für viele praktische Anwendungen ist der Median die realitätsnähere Abbildung.

Das Mediangehalt ist besonders nützlich, um Verzerrungen zu vermeiden und ein realistisches Bild der typischen Gehälter in einem bestimmten Kontext zu zeigen. Es wird daher oft herangezogen, wenn es darum geht, die Löhne in Regionen oder Branchen zu vergleichen.

Lebenshaltungskosten und Gehalt – alles relativ

Die Lebenshaltungskosten variieren stark zwischen den Regionen und beeinflussen, wie viel vom Gehalt tatsächlich übrig bleibt. In Großstädten sind Miet- und Freizeitkosten deutlich höher als auf dem Land oder in strukturschwachen Regionen. Zwar bieten Großstädte oft höhere Gehälter, doch die Kosten können den Vorteil aufzehren. Wer hingegen in ländlichen Gegenden arbeitet, hat oft weniger Ausgaben – auch wenn die Gehälter dort niedriger sind. Ein realistischer Vergleich sollte deshalb immer die Kaufkraft einbeziehen.

Deutliches Stadt-Land-Gefälle bei den Gehältern

In Metropolen wie München, Berlin oder Hamburg sind die Gehälter oft höher, da hier spezialisierte Branchen wie IT, Medien und Finanzwesen ansässig sind. Auf dem Land fallen die Löhne dagegen oft geringer aus, was durch niedrigere Lebenshaltungskosten ausgeglichen wird. Entscheidend ist die Abwägung zwischen Karrierechancen, höherem Gehalt und persönlicher Lebensqualität: Großstädte bieten mehr Dynamik und kulturelle Angebote, während ländliche Regionen oft eine bessere Work-Life-Balance ermöglichen.

Der Einfluss von Tarifverträgen

Tarifverträge haben großen Einfluss auf die Gehälter, besonders in Bundesländern wie Bayern und Nordrhein-Westfalen, wo die Tarifbindung hoch ist. Diese Verträge sichern faire Mindestlöhne und gute Arbeitsbedingungen. In ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen ist die Tarifbindung geringer, was oft zu niedrigeren Löhnen führt. Als Arbeitnehmer*in profitierst du langfristig von tarifgebundenen Arbeitgebern, besonders in Branchen wie der Automobilindustrie oder im öffentlichen Dienst.

Die deutschen Bundesländer im großen Gehaltsvergleich

Ausgestattet mit diesen Grundlagen kommen wir jetzt zum Kern des Artikels, dem großen Gehaltsvergleich der 16 deutschen Bundesländer. Dort nennen wir dir nicht nur die Zahlen, auf die es letztendlich ankommt, sondern auch dazugehörige Informationen, mit denen die Gehälter begründet werden.

Zwei Industriearbeiter mit Overalls, Schutzbrillen und Helmen unterhalten sich in einer Produktionshalle.
Standortwahl: Die Gehaltsunterschiede je nach Bundesland sind groß, doch auch weitere Faktoren wie Branche, Beruf und Geschlecht spielen eine Rolle.

Vorweg noch zum Vergleich: Laut Gehaltsreport 2025 beträgt das deutschlandweite Brutto-Mediangehalt beträgt 45.800 Euro.

Infografik, die Mediangehälter nach Bundesländern aufschlüsselt.
Infografik, die Mediangehälter nach Bundesländern aufschlüsselt.

 

 

Daraus ergibt sich die spannende Frage: Welche Bundesländer liegen darüber – und welche darunter? Die folgende Auflistung der Bundesländer ist nach den Mediangehältern geordnet, beginnend mit dem höchsten.

Hamburg

Hamburg, meine Perle: Hamburg glänzt mit einem Mediangehalt von 52.000 Euro und ist damit auch in Sachen Einkommen eine echte Perle. Die Hansestadt ist traditionell ein wichtiges Zentrum für Handel, Logistik und Medien. Der Hafen, einer der größten Umschlagplätze Europas, generiert zahlreiche gut bezahlte Arbeitsplätze in den Bereichen Schifffahrt, Ingenieurwesen und Infrastruktur.

Darüber hinaus ist Hamburg Heimat zahlreicher Verlagshäuser, Werbeagenturen und Fernsehproduktionen. Auch der Finanzsektor spielt eine Rolle, wenn auch weniger ausgeprägt als etwa in Frankfurt.

Allerdings solltest du die hohen Lebenshaltungskosten in Hamburg nicht außer Acht lassen. Mieten und Immobilienpreise liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt, was einen Teil des Gehaltsvorteils aufzehren kann. Dennoch schätzen viele Fachkräfte die vielfältigen kulturellen Angebote, die Nähe zum Wasser und das hohe Lebensniveau der Stadt. Für Menschen, die ihre Karriere mit internationalem Flair, kultureller Vielfalt und maritimem Charme verbinden möchten, ist Hamburg eine erstklassige Wahl.

Baden-Württemberg

Mit einem Mediangehalt von 50.250 Euro gehört Baden-Württemberg zu den Spitzenreitern in Deutschland, was die Verdienstmöglichkeiten betrifft. Die wirtschaftliche Stärke des Bundeslands beruht vor allem auf seiner Innovationskraft und den zahlreichen international bekannten Unternehmen. Besonders die Automobilindustrie mit Namen wie Daimler, Porsche und Bosch prägt die Region und bietet attraktive Gehälter, insbesondere für Ingenieur*innen, Techniker*innen und IT-Spezialist*innen.

Auch der Maschinenbau und die Medizintechnik sind starke Branchen, die gut bezahlte Stellen schaffen. Städte wie Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim sind bedeutende Zentren für Forschung, Entwicklung und Produktion. Hier finden sich zahlreiche mittelständische Unternehmen, die eine wichtige Rolle in der Lieferkette großer Konzerne spielen.

Darüber hinaus gibt es in Baden-Württemberg einen starken Fokus auf Bildung und Qualifizierung. Die Universitäten in Heidelberg, Freiburg und Tübingen genießen einen exzellenten Ruf und ziehen Talente aus aller Welt an. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten, insbesondere in Stuttgart und anderen Großstädten, überdurchschnittlich hoch.

Dies kann den finanziellen Vorteil der hohen Gehälter etwas relativieren. Insgesamt bleibt das Bundesland jedoch eine der attraktivsten Regionen für Fach- und Führungskräfte. Der steile Gehaltsaufstieg, der für das altbekannte „schaffe, schaffe, Häusle baue“ nötig ist, kann im Südwesten gerade von Industrieexperten erreicht werden.

Bayern

Servus, hohe Einkommen: Das Mediangehalt in Bayern beträgt 50.000 Euro, was dem „Mia san Mia“-Lebensgefühl im Freistaat sicher zuträglich ist. Außerdem bedeutet der Wert den dritten Platz im Ranking. München, die Landeshauptstadt, ist eines der bedeutendsten Wirtschafts- und Finanzzentren Deutschlands. Unternehmen wie BMW, Allianz und Siemens bieten gut bezahlte Jobs, insbesondere in technischen, wirtschaftlichen und innovativen Bereichen. Nürnberg ist ein wichtiger Standort für Automobilzulieferer und die IT-Branche, während Ingolstadt mit VW-Tochter Audi eine der stärksten Premium-Automobilmarken Deutschlands beherbergt.

Doch auch in ländlicheren Regionen Bayerns, wie dem Allgäu, gibt es viele gut bezahlte Stellen, insbesondere im Maschinenbau und in der Medizintechnik. Hinzu kommt eine anhaltend starke Tourismusbranche, die jedoch oft niedrigere Gehälter bietet.

Darüber hinaus ist Bayern für seine hohe Lebensqualität bekannt. Die Alpen, zahlreiche Seen und historische Städte sowie die Nähe zu Südeuropa machen das Bundesland attraktiv für Arbeitnehmende. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten, vor allem in München, die höchsten in Deutschland. Ein hohes Gehalt ist deshalb notwendig, um bequem leben zu können. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Bayern ein Magnet für Fachkräfte aus aller Welt, und das nicht nur zum Oktoberfest.

Hessen

Dank Banken, Börse und Bembel punktet Hessen mit einem Mediangehalt von 50.250 Euro. Dieses wird in erster Linie von der Finanzmetropole Frankfurt am Main getragen. Klassischerweise sind dort Banken, Versicherungen und Beratungsunternehmen konzentriert, die zu den bestbezahlenden Arbeitgebern in ganz Deutschland zählen. Für Berufe in der Finanzindustrie, der IT oder im Consulting ist Frankfurt daher ein echter Hotspot. Ebenfalls nicht zu vergessen: Der Frankfurter Flughafen unweit der City ist ein Jobmotor, der weiterhin wächst.

Zugleich beherbergt Hessen bedeutende Chemie- und Pharmaunternehmen, etwa im Raum Darmstadt. Viele Fachkräfte in diesen Branchen profitieren von Tarifverträgen, die überdurchschnittliche Löhne und sichere Arbeitsbedingungen garantieren. Auch Wiesbaden, die Landeshauptstadt, ist ein wichtiger Verwaltungs- und Dienstleistungsstandort mit attraktiven Gehältern, insbesondere im öffentlichen Sektor oder in großen Konzernen.

Die Lebenshaltungskosten in Städten wie Frankfurt und Wiesbaden sind allerdings hoch, besonders bei den Wohnungsmieten. Wer im ländlicheren Umfeld wohnt und in der Stadt arbeitet, kann jedoch von einem guten Einkommens-Preis-Verhältnis profitieren – beste Voraussetzungen für Pendler also. Insgesamt bleibt Hessen ein attraktives Bundesland für gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte, die in einem dynamischen, international geprägten Umfeld arbeiten möchten.

Gehaltsvergleich 2026

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Berlin

Arm, aber sexy? In Sachen Einkommen gilt diese Selbstironie jedenfalls nicht (mehr). Denn mit einem Mediangehalt von 48.250 Euro hat sich Berlin in den letzten Jahren zu einem attraktiven Arbeitsmarkt entwickelt, insbesondere für die junge und kreative Generation. Die größte Stadt der Bundesrepublik ist ein Hotspot für die Start-up-Szene, den IT-Sektor und die Kreativwirtschaft. In der Softwareentwicklung, im Marketing und im Produktmanagement bieten Unternehmen wie Zalando, Delivery Hero und zahlreiche kleinere Tech-Firmen spannende und gut bezahlte Jobs.

Der öffentliche Sektor spielt aufgrund des Regierungsstandorts ebenfalls eine wichtige Rolle. Zahlreiche Bundesministerien, Behörden und internationale Organisationen bieten sichere und attraktive Arbeitsplätze. Im Vergleich zu westdeutschen Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg fallen die Gehälter in Berlin jedoch etwas niedriger aus, was durch die geringeren Lebenshaltungskosten in der Hauptstadt ausgeglichen wird. Zumindest, wenn du nicht gerade in Trend-Vierteln wie Prenzlauer Berg auf Wohnungssuche bist.

Allerdings gibt es auch große Unterschiede innerhalb der Stadt: Während die Gehälter in der Tech- und Finanzbranche attraktiv sind, bieten Jobs in der Gastronomie, im Einzelhandel oder im Kunst- und Kreativsektor oft nur moderate Einkommen. Berlin bleibt jedoch eine Stadt der Möglichkeiten, mit viel Verständnis für den Wunsch, neben deiner Karriere auch deinen Lifestyle optimal auszuleben.

Bremen

Bremen weist mit 47.750 Euro ein recht ansehnliches Mediangehalt auf, was zum Teil auf die maritime Wirtschaft und den Hafen zurückzuführen ist. Der Stadtstaat profitiert von seiner Rolle als wichtiger Knotenpunkt für Logistik und Handel. Unternehmen wie BLG Logistics oder ArcelorMittal sorgen für gut bezahlte Stellen in Bereichen wie dem Ingenieurwesen, der Stahlproduktion und dem Supply Chain Management.

Zudem hat Bremen eine traditionsreiche Luft- und Raumfahrtindustrie, in der Branchenriesen wie Airbus ansässig sind. Besonders Ingenieur*innen und Techniker*innen finden hier spannende Projekte und attraktive Gehaltsaussichten. Die Universität Bremen und diverse Forschungseinrichtungen bringen regelmäßig neue Innovationen hervor, was den Arbeitsmarkt positiv beeinflusst.

Dass Bremen neben dem deutlich größeren Hamburg oft etwas in den Hintergrund rückt, hat auch Vorteile, denn die kleinere Hansestadt überzeugt mit vergleichsweise moderaten Lebenshaltungskosten. Wer ein Faible für maritimes Flair und hanseatische Kultur hat, findet in Bremen eine gute Mischung aus solider Wirtschaftskraft, kulturellem Angebot und bezahlbarem Wohnraum. Allerdings bleibt der Arbeitsmarkt in manchen Bereichen, etwa im Dienstleistungssektor, unterdurchschnittlich bezahlt.

Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen beträgt das Mediangehalt 47.250 Euro. Das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands beheimatet Metropolen wie Köln, Düsseldorf und Essen. Besonders wichtig ist dort der Bereich zwischen Kö und Kölsch. Düsseldorf gilt als wichtiger Finanzstandort, der Bank- und Versicherungsjobs mit hohen Gehältern bietet. Zudem hat Telekommunikations-Riese Vodafone dort seinen Deutschland-Hauptsitz und schafft damit viele Jobs. Aber auch Köln ist für seine Medienlandschaft bekannt: Große, alteingesessene Institutionen wie der WDR und die RTL-Sendergruppe, umgeben von zahlreichen Agenturen und anderen Dienstleistern – dieser Mix lockt viele Kreative an.

Unweit davon entfernt lockt das Ruhrgebiet, einst Zentrum für Kohle und Stahl. Zwischen Zeche und Zukunft ist der Strukturwandel mit Fokus auf Dienstleistungen und Technologie heute in vollem Gange. Für die Zukunft ist daher weiter mit der Ansiedlung von IT- und Logistikunternehmen zu rechnen, mit positiven Effekten für die Lohnstruktur. Gleichzeitig gibt es im Pott nach wie vor Regionen mit vergleichsweise niedrigem Lohnniveau – diese ziehen den Schnitt entsprechend nach unten.

Als Folge variieren auch die Lebenshaltungskosten in NRW stark. Während Köln und Düsseldorf in puncto Mieten und Konsum stark steigende Preise verzeichnen, gibt es in anderen Städten noch erschwinglichere Wohnmöglichkeiten.

Niedersachsen

Niedersachsen erreicht ein Mediangehalt von 44.750 Euro. Das Bundesland, das sich selbst als nicht schnell, aber solide bezeichnet, lebt seit Jahrzehnten von seinem starken Agrarsektor und der Automobilindustrie. Letztere konzentriert sich bekanntlich in Wolfsburg, Sitz der Volkswagen-Gruppe. Logisch: Die Region ist seit jeher attraktiv für Fachkräfte in der Produktion, Forschung und Entwicklung.

Auch der Maschinenbau, die Chemiebranche und die Logistik spielen eine bedeutende Rolle, vor allem in den Regionen Hannover und Braunschweig. In ländlichen Gebieten sind die Löhne hingegen spürbar niedriger, was jedoch durch niedrigere Mieten und geringere Lebenshaltungskosten zum Teil ausgeglichen wird.

In Sachen Lebensqualität punktet Niedersachsen vor allem landschaftlich. Zwischen Nordsee, Lüneburger Heide und Mittelgebirge ist die Region attraktiv für naturverbundene Menschen. Für Berufspendler*innen bieten Städte wie Hannover gute Verkehrsanbindungen in andere Teile Deutschlands.

Rheinland-Pfalz

Chemie, Wein und Lebensfreude: Rheinland-Pfalz kommt auf ein Mediangehalt von 45.250 Euro, was bereits knapp unter dem bundesweiten Mediangehalt von 45.800 € liegt. Abseits der Moselhänge zeichnet sich „RP“ durch seine ausgeprägte Chemie- und Pharmaindustrie aus. Das Vorzeigebeispiel ist traditionell Ludwigshafen am Rhein, wo der Chemieriese BASF sitzt und entsprechend wichtig für den Gehaltsdurchschnitt des gesamten Bundeslandes ist.

Daneben spielt auch der Weinbau eine wichtige Rolle. Er schafft Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, im Tourismus und in der Lebensmittelindustrie, allerdings mit geringeren Löhnen als in der Industrie. Städte wie Mainz und Koblenz punkten hingegen mit vielfältigen Dienstleistungs- und Verwaltungsjobs, die gut bezahlt sein können, insbesondere wenn sie im öffentlichen Dienst oder bei internationalen Konzernen angesiedelt sind.

Das Bundesland ist außerdem ein Tourismus-Hotspot: Die landschaftliche Schönheit, etwa im Rheintal und in den Mittelgebirgen wie dem Hunsrück oder der Eifel, hat Rheinland-Pfalz zu überregionaler Bekanntheit verholfen. Außerhalb der Ballungszentren sind die Lebenshaltungskosten dennoch vergleichsweise niedrig. Das macht Rheinland-Pfalz für viele Fachkräfte interessant, die eine Kombination aus beruflichen Perspektiven und hoher Lebensqualität mit Fokus auf Natur suchen.

Saarland

Das Saarland erreicht ein Mediangehalt von 44.500 Euro. Die lange Tradition im Stahl- und Automobilzuliefersektor trägt dazu maßgeblich bei. Internationale Unternehmen wie ZF Friedrichshafen bieten solide Gehälter, insbesondere für technische und ingenieurwissenschaftliche Berufe. Dank der Lage im Dreiländereck zu Frankreich und Luxemburg ist die Region stark exportorientiert und international ausgerichtet.

Auch wenn die Gehälter oftmals niedriger ausfallen als in benachbarten Bundesländern wie Rheinland-Pfalz oder Hessen, profitieren Arbeitnehmende von vergleichsweise günstigen Lebenshaltungskosten. Viele Beschäftigte pendeln zudem ins nahegelegene Luxemburg, um von dortigen Spitzenlöhnen zu profitieren, während sie im Saarland wohnen.

Kulturell bietet das Saarland eine interessante Mischung aus deutscher und französischer Lebensart. Städte wie Saarbrücken punkten mit einem soliden Freizeitangebot, Universitäten und Forschungsinstituten. Für Fachkräfte, die einen internationalen Touch schätzen und gleichzeitig eine familiäre Region bevorzugen, kann das Saarland eine gute Option sein.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein liegt das Mediangehalt bei 43.750 Euro. Die maritime Wirtschaft, insbesondere Schiffbau und Hafenlogistik, spielt eine wichtige Rolle in Städten wie Kiel oder Lübeck. An den Küsten und auf Inseln wie Sylt oder Fehmarn sorgt die Touristik für Arbeitsplätze, wenn auch mit niedrigeren Löhnen.

Die Hoffnung auf eine frische Brise ist jedoch klar definiert: Eine wachsende Bedeutung kommt der Windenergie, sowohl On- als auch Offshore, zu. Unternehmen in der Windkraftbranche zahlen qualifizierten Fachkräften attraktive Gehälter, insbesondere für Ingenieur*innen und Techniker*innen. Zudem bietet die Nähe zu Hamburg Pendelmöglichkeiten für Berufstätige, die von den höheren Gehältern in der Hansestadt profitieren, aber nicht die hohen Mieten zahlen möchten.

Die Lebenshaltungskosten im Land zwischen den Meeren sind, abgesehen von begehrten Küstenlagen, meist moderat. Das Bundesland punktet durch seine landschaftliche Vielfalt zwischen Nord- und Ostsee, was es für Naturbegeisterte und Familien interessant macht. Dennoch ziehen viele junge Menschen weiterhin in die Metropolen, um von den noch höheren Gehältern in Hamburg profitieren.

Sachsen

Sachsen verzeichnet ein Mediangehalt von 40.750 Euro und liegt damit schon ein gutes Stück unterhalb des bundesweiten Medians. Immerhin: Die Arbeitsmarktsituation hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dresden ist ein wichtiges Zentrum für Mikroelektronik und Forschung. Mit Unternehmen wie Infineon und Globalfoundries, die IT- und Elektronik-Fachkräften attraktive Perspektiven bieten, ist Sachsen mehr als nur schöner Barock.

Leipzig, schon seit rund 15 Jahren eine der Trendstädte Deutschlands, hat sich zu einem dynamischen Standort für Logistik und Dienstleistung entwickelt. Amazon, DHL und Porsche sind nur einige Beispiele für große Arbeitgeber. Auch die Kreativwirtschaft und die Start-up-Szene gewinnen in Leipzig aufgrund des Zuzugs junger Menschen an Bedeutung. Trotzdem bleiben die Gehälter im Vergleich zu westdeutschen Metropolen wie München oder Frankfurt auf einem niedrigeren Niveau.

Mit Blick auf die Lebenshaltungskosten und die kulturelle Vielfalt in Dresden und Leipzig stellt Sachsen dennoch eine attraktive Region dar. Besonders für Berufseinsteiger*innen und junge Fachkräfte, die wertvolle Berufserfahrung sammeln möchten, bietet das Bundesland ein wachsendes Angebot an Jobs, aber ohne Mieten auf dem Niveau westdeutscher Ballungsräume.

Thüringen

Trotz Goethe, Glas und Maschinenbau liegt Thüringen mit einem Mediangehalt von 40.250 Euro am unteren Ende der deutschen Skala. Doch der Freistaat hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Städte wie Erfurt, Jena und Weimar bilden die zentralen Wirtschaftsräume, in denen sich insbesondere die IT- und Forschungsbranche allmählich etabliert. In Jena sind Unternehmen wie Zeiss oder Jenoptik ansässig, die Fachleuten im Bereich Optik und Photonik gute Perspektiven bieten.

Die Automobil- und Maschinenbauindustrie ist in Thüringen ebenfalls von Bedeutung, wenn auch weniger stark vertreten als in Süddeutschland. Viele Mittelständler zahlen hier solide Löhne, die jedoch häufig hinter den Top-Gehältern der westdeutschen Bundesländer zurückbleiben. Dafür sind die Lebenshaltungskosten, vor allem in den ländlichen Regionen, sehr niedrig.

Kulturell kann Thüringen mit Sehenswürdigkeiten und einer hohen Lebensqualität punkten. Weimar ist ein Zentrum deutscher Literatur- und Kunstgeschichte, Erfurt beherbergt den Landtag und wichtige Verwaltungseinrichtungen. Für Fachkräfte, die Wert auf kurze Arbeitswege, ein historisches Ambiente, viel Natur und überschaubare Mietkosten legen, kann der Freistaat trotz der niedrigeren Gehälter durchaus attraktiv sein.

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt kommt auf ein Mediangehalt von 39.750 Euro und befindet sich damit im unteren Bereich des Bundesländer-Rankings. Besonders in ländlichen Regionen dominieren Landwirtschaft und kleinere mittelständische Betriebe. Diese können bei den Löhnen nicht mit den Großunternehmen anderer Bundesländer konkurrieren.

Dennoch gibt es auch in Sachsen-Anhalt wirtschaftliche Lichtblicke. Städte wie Magdeburg und Halle entwickeln sich zu Zentren für Logistik und Maschinenbau. Die erneuerbaren Energien, vor allem Windkraft und Solarenergie, gewinnen ebenfalls an Bedeutung.

Die Lebenshaltungskosten sind insgesamt niedrig, was für manche Berufstätige attraktiv sein kann, sofern die eigenen Einkommensansprüche nicht allzu hoch liegen. Die Hoffnung, dass gezielte Förderungen und Ansiedlungen neuer Industriezweige die Gehaltssituation in Sachsen-Anhalt weiter verbessern, sorgt außerdem für eine Perspektive.

Brandenburg

Brandenburg bietet ein Mediangehalt von 41.000 Euro – deutlich weniger als in Berlin, das vollständig von Brandenburg umgeben ist. Dennoch lohnt sich ein genauerer Blick auf das Bundesland mit der reichhaltigen Natur. Brandenburg ist stark von Landwirtschaft, erneuerbaren Energien und Logistik geprägt. Die Ansiedlung der Tesla-Gigafactory in Grünheide, eröffnet 2020, sorgte für zusätzliche Arbeitsplätze, darunter auch hochqualifizierte Stellen. Dank der Nähe zur Hauptstadt profitieren viele Menschen von den teils kurzen Pendelwegen nach Berlin, wo ein Arbeitsmarkt mit höheren Gehältern wartet.

Zwar bleiben die Gehälter in der Landwirtschaft und im Tourismus eher niedrig, doch es gibt durch die steigende Fachkräfte-Nachfrage im Bereich Elektrotechnik, aber auch in der IT und der Produktion positive Impulse. Besonders im Speckgürtel rund um Berlin siedeln sich zudem immer mehr mittelständische Unternehmen an, die attraktive Gehälter zahlen können.

Allerdings bleibt die Lohnstruktur in vielen ländlichen Gegenden Brandenburgs unterdurchschnittlich. Lebenshaltungskosten wie Mieten sind hier allerdings deutlich geringer als in Berlin selbst, was das Verhältnis von Gehalt zu Ausgaben relativiert. Für Menschen, die Wert auf Natur, Ruhe und erschwingliche Wohnbedingungen legen, kann Brandenburg eine attraktive Alternative zur Metropole sein. Gleichzeitig ermöglicht die gute Verkehrsanbindung vielen Pendler*innen das Beste aus beiden Welten: Arbeiten in Berlin, Leben in Brandenburg.

Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern liegt mit einem Mediangehalt von 39.500 Euro am unteren Ende der Lohnskala in Deutschland. Die Wirtschaft stützt sich hier vor allem auf Tourismus und Landwirtschaft, was in der Regel niedrigere Löhne bedeutet. Vor allem in der Hotellerie und Gastronomie ist das Gehalt im Vergleich zu anderen Bundesländern oft gering.

Gleichzeitig gibt es in einigen Regionen eine moderne maritime Wirtschaft mit Wachstumspotenzial. Werften in Rostock, Stralsund und Wismar bieten Arbeitsplätze in Schiffbau und -technik, die durchaus solide Gehälter zahlen. Auch die Offshore-Windenergie spielt eine zunehmende Rolle, sodass Menschen mit technischer Expertise eine Zukunftsperspektive finden. Mittel- und langfristig könnte mehr Meer also mehr Fortschritt bringen.

Positiv ist zudem, dass die Lebenshaltungskosten in Mecklenburg-Vorpommern niedriger sind als in vielen westdeutschen Großstädten. Für Familien oder Menschen, die eine ruhigere Umgebung bevorzugen, kann das Bundesland demnach trotz der niedrigeren Löhne attraktiv sein. Bestärkt wird die Lebensqualität von der Küstenlandschaft und zahlreichen Seen. Und: Langfristig könnten der Ausbau erneuerbarer Energien und der Tourismus zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen.

Zum Vergleich: Mediangehälter in Städten – wo verdienst du am meisten?

Wir halten fest: Die Diskrepanz zwischen den Bundesländern ist sehr groß. So ist das Mediangehalt von Hamburg ganze 31,6 Prozent höher als das von Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern. Doch wie sieht es zwischen den Städten aus – bestätigen sich die Differenzen dort? Dafür zoomen wir einen Schritt hinein:

Infografik, die Mediangehälter nach Städten zeigt. Topstadt München mit 58.000 Euro und Durcschnitts-Stadt ist Korb mit 45.750 Euro.
Infografik, die Mediangehälter nach Städten zeigt. Topstadt München mit 58.000 Euro und Durcschnitts-Stadt ist Korb mit 45.750 Euro.

 

 

Die Infografik verdeutlicht mehrere Dinge:

Wenig überraschend, führen besonders große, wirtschaftlich starke Städte die Liste der Top-Verdiener an:

Dann die Auffälligkeiten im Vergleich der Städte zu den Bundesländern:

Und: Die Ost-West-Kluft ist auch auf Städte-Ebene vorhanden.

Zusammengefasst: Wo in Deutschland ist das Einkommen am höchsten – und warum?

Die mediane Gehaltsverteilung auf Stadtebene zeigt, dass Spitzengehälter stark mit großen, wirtschaftlich boomenden Metropolen verbunden sind.

München, Frankfurt und Stuttgart heben sich deutlich ab, da dort viele Unternehmen aus hochbezahlten Branchen wie Finance, IT, Ingenieurwesen, Automobilindustrie und Beratung sitzen und um Fachkräfte konkurrieren, während zugleich die Lebenshaltungskosten hoch sind. Dadurch orientieren sich die Löhne teils an internationalen Standards, um hochqualifizierte Talente anzuziehen und zu halten.

Gleichzeitig offenbaren die Zahlen, dass es auch innerhalb einzelner Bundesländer erhebliche Unterschiede zwischen den Städten gibt, abhängig von der Branchenstruktur und der wirtschaftlichen Ausrichtung.

Falls also auch für dich mehr Gehalt zu den wichtigsten Job-Vorsätzen dieses Jahres gehört, solltest du neben dem Gehalt an sich auch auf andere Faktoren achten.

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In welchen Berufen vergleichen sich die Gehälter zwischen Bundesländern besonders stark?

Auch innerhalb derselben Profession gibt es teils große regionale Gehaltsunterschiede.

Generell ist der Wohn- und Arbeitsort in vielen Berufsfeldern entscheidend für das Gehalt. Dabei zeigt sich: Je spezialisierter und wissensintensiver eine Tätigkeit ist, desto stärker wirkt sich die regionale Wirtschaftskraft auf das Gehalt aus.

Diese Unterschiede bestätigen einmal mehr, dass nicht nur Qualifikation und Berufsfeld, sondern auch der Standort entscheidend für die Einkommenshöhe ist. Merke dir deswegen: Für deine Karriereplanung solltest du neben Branche und Berufsbild auch das regionale Umfeld im Blick behalten.

Der Gender-Pay-Gap: Unterschiede in Deutschland

Ob Bundesland oder Stadt: Einen wichtigen, aber hochaktuellen Aspekt können die genannten Werte nicht abbilden. Nämlich den Gender-Pay-Gap: Dieser gibt an, wie viel Prozent Frauen im Durchschnitt weniger verdienen als Männer. In Deutschland liegt der unbereinigte Gender-Pay-Gap bei 18 Prozent, während der bereinigte Wert – der Faktoren wie Teilzeit oder Beruf berücksichtigt – auf 6 Prozent sinkt. Dennoch gibt es erhebliche regionale Unterschiede:

Die Ursachen dafür: Frauen sind häufiger in tendenziell schlechter bezahlten Berufen wie Bildung und Pflege vertreten, während Männer in besser vergüteten technischen Branchen sowie im Management dominieren. Hinzu kommt die sogenannte gläserne Decke, eine unsichtbare Barriere, die den Karrierefortschritt für Frauen ab einem gewissen Punkt verhindern kann.

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Maßnahmen wie transparente Gehaltsstrukturen, Förderprogramme und familienfreundliche Arbeitsmodelle könnten helfen, diese Lücke langfristig zu schließen.

Fazit: Große Gehaltsunterschiede zwischen den Bundesländern – wichtig für deine Standortwahl

Die Gehaltsunterschiede in Deutschland sind deutlich. Während Hamburg, Hessen und Baden-Württemberg an der Spitze stehen, gibt es in den ostdeutschen Bundesländern weiterhin Aufholbedarf. Zwischen den Städten lässt sich ebenfalls ein großes Gefälle feststellen, erwartungsgemäß mit den Metropolen an der Spitze.

Die Wahl des Arbeitsplatzes sollte jedoch nicht nur vom Gehalt abhängen: Lebenshaltungskosten, persönliche Präferenzen und Karrierechancen spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Wenn du dein Gehalt optimieren möchtest, lohnt sich ein Blick auf Branchen und Unternehmen, die in deinem Bundesland Spitzengehälter zahlen.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Welches Bundesland zahlt die besten Löhne?

Die besten Löhne werden in Hamburg gezahlt, mit einem Mediangehalt von 52.000 Euro. Die Hansestadt profitiert von ihrer internationalen Ausrichtung und starken Branchen wie Handel, Logistik und Medien. Auch andere Bundesländer wie Baden-Württemberg (50.250 Euro) und Bayern (50.000 Euro) bieten hohe Gehälter, vor allem in der Industrie und im Finanzwesen.

In welchem Bundesland verdient man mehr?

Wer in Branchen wie der Automobil- oder Maschinenbauindustrie arbeitet, findet in Baden-Württemberg und Bayern besonders attraktive Verdienstmöglichkeiten. In Hamburg hingegen profitieren Fachkräfte aus Logistik, Medien und Finanzen. Generell verdient man in westdeutschen Bundesländern wie Hessen, Hamburg oder Baden-Württemberg mehr als in ostdeutschen Bundesländern.

In welchem Bundesland bekommt man am meisten Geld?

Gemessen am Mediangehalt ist Hamburg Spitzenreiter mit durchschnittlich 52.000 Euro brutto pro Jahr. Dies liegt unter anderem an der Konzentration von gut bezahlten Berufen in der Hafenwirtschaft, im Finanzwesen und in der Medienbranche. Baden-Württemberg, Bayern und Hessen folgen knapp dahinter.

In welchem Bundesland sind die Löhne am niedrigsten?

Die niedrigsten Löhne werden in Mecklenburg-Vorpommern gezahlt, mit einem Mediangehalt von 39.500 Euro. Auch Sachsen-Anhalt (40.000 Euro) und Thüringen (40.500 Euro) liegen im unteren Bereich. Diese Bundesländer sind stärker von Landwirtschaft, Tourismus und mittelständischen Unternehmen geprägt, die oft geringere Löhne zahlen.

Welches Bundesland ist finanziell am besten?

„Finanziell am besten“ bedeutet nicht nur hohe Löhne, sondern auch, wie viel von diesen Löhnen nach Lebenshaltungskosten übrig bleibt. Hier sind westdeutsche Bundesländer wie Hessen, Hamburg und Bayern führend, auch wenn die Lebenshaltungskosten höher sind. Für ein gutes Verhältnis von Gehalt zu Kosten könnten ostdeutsche Bundesländer wie Sachsen oder Thüringen interessant sein, wo die Lebenshaltungskosten geringer sind.

In welchem Bundesland verdient man am meisten als Polizist?

Polizist*innen verdienen in der Regel in Bundesländern mit hohen Besoldungsstufen mehr. Besonders gut ist der Verdienst in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, wo die Besoldung für Beamte zu den höchsten in Deutschland gehört. In Berlin und Brandenburg fallen die Gehälter hingegen etwas niedriger aus. Die genauen Zahlen hängen von der Besoldungsgruppe (etwa A9 oder A13) und den Erfahrungsstufen ab.

Wie groß ist der Gehaltsunterschied zwischen Ost und West Bundesländern?

Betrachtet man die ostdeutschen Bundesländer ohne den Sonderfall Berlin, verdienen Beschäftigte in Westdeutschland im Median rund 16 Prozent mehr als in Ostdeutschland, was einem Unterschied von etwa 7.650 Euro pro Jahr entspricht (West: ca. 46.900 Euro, Ost: ca. 39.250 Euro). Die Ursachen dafür sind vor allem kleinere Unternehmen sowie strukturelle Unterschiede zwischen den Regionen. Wird Berlin in die Berechnung einbezogen, verringert sich das Ost-West-Gefälle zwar etwas, bleibt jedoch immer noch deutlich bestehen.

Welche Faktoren führen zu regionalen Gehaltsunterschieden in Deutschland?

Regionale Gehaltsunterschiede in Deutschland entstehen vor allem durch die Branchenstruktur, die Größe und Dichte von Unternehmen, die Tarifbindung sowie die regionale Wirtschaftskraft und Produktivität. Auch Arbeitsmarktlage und Fachkräftemangel, unterschiedliche Lebenshaltungskosten und historische Strukturen – insbesondere die wirtschaftlichen Folgen der Wiedervereinigung im Osten – prägen das Lohnniveau. Ballungsräume mit vielen Konzernzentralen und gut bezahlten Branchen bieten dadurch deutlich höhere Durchschnittsgehälter als strukturschwächere Regionen.

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