Du bist auf der Suche nach einer Ausbildung und stehst jetzt vor der Herausforderung, eine gute Bewerbung zu erstellen? Keine Panik! Wir helfen dir, das perfekte Bewerbungsschreiben für deine Ausbildung zu schreiben, geben dir wertvolle Infos und Tipps rund um die Bewerbung und haben auch eine gratis Vorlage für dein Bewerbungsschreiben zum Download.
Ein gutes Bewerbungsschreiben für eine Ausbildung beantwortet diese drei Fragen:
Unsere fünf Tipps helfen dir, überzeugende Antworten auf die drei Fragen zu formulieren – mit Erfolgsgarantie, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden!
Mit dem ersten Satz deines Bewerbungsschreibens hast du die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen. Wir empfehlen dir daher: Sei gerne ein bisschen originell und hebe dich von anderen Bewerbungen ab. Den Satz „Hiermit bewerbe ich mich um eine Ausbildung als __________“ haben bestimmt schon hundert andere Bewerber*innen verwendet. Trau dich, deine Bewerbung ein bisschen anders zu gestalten und auf deine Persönlichkeit abzustimmen.
Du kannst für den ersten Satz ganz unterschiedliche Punkte aufgreifen:
All diese Dinge eignen sich dafür, sie in einem ersten Satz zu verpacken. Hier ein paar Beispiele:
„Als ich Ihr Unternehmen auf der Karrieremesse in Hamburg kennenlernen durfte, wusste ich sofort, dass ich genau hier meine Ausbildung absolvieren möchte.“
„Mein Schnuppertag in Ihrem Unternehmen am 04.03.2024 hat mir gezeigt: Sie sind der richtige Ausbildungsbetrieb für mich.“
„2023 wurde Ihr Unternehmen zum beliebtesten Ausbildungsbetrieb des Jahres ausgewählt. Das hat mich neugierig gemacht, denn für meinen Berufseinstieg möchte ich nur von den Besten lernen.“
„Bei so vielen spannenden und vielseitigen Erfahrungsberichten von ehemaligen Auszubildenden konnte ich gar nicht anders als zu sagen: Auch ich will hier meine Ausbildung absolvieren.“
Hier findest du weitere spannende Tipps für den ersten Satz in deiner Bewerbung: Einleitungssatz in der Bewerbung: Tipps und Beispiele für den Einstieg
Ein wichtiger Teil des Bewerbungsschreibens ist die Begründung, wieso du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden hast. Es geht hier einerseits um deine Motivation; also was dir an diesem Ausbildungsberuf gefällt, welche Tätigkeiten du spannend findest und wieso du das machen möchtest. Andererseits spielst auch du eine wichtige Rolle. Rücke demnach deine Stärken in den Vordergrund und begründe, wieso du glaubst, diesen Beruf gut ausüben zu können.
Keine Panik, wenn dir hier nicht gleich etwas einfällt. Wir haben einen kleinen Tipp für dich:
Hier findest du einen Selbsttest „Was sind meine Stärken?“, der dir hilft, deine persönlichen Stärken herauszufinden: Soft Skills in der Bewerbung
Das Unternehmen möchte genau wissen, warum du dich für diesen Ausbildungsplatz entschieden hast. Deshalb gilt: Sieh dir die Unternehmenswebsite genau an und finde heraus, was das Unternehmen macht und was es in der Branche oder der Region besonders macht. Auch soziale Medien wie Instagram, TikTok oder YouTube liefern oft spannende Einblicke.
Viele größere Unternehmen stellen Erfahrungsberichte von Auszubildenden online. Dort erfährst du, wie die Ausbildung abläuft und was den Betrieb auszeichnet. Such dir zwei bis drei Punkte heraus, die dich wirklich beeindrucken, und baue sie als Gründe in dein Bewerbungsschreiben ein.
Falls du jemanden kennst, der dort schon eine Ausbildung gemacht hat und dir positiv davon berichtet hat, kannst du das ebenfalls als Argument nutzen. So zeigst du echtes Interesse und eine klare Entscheidung für genau diesen Betrieb.
Das Ziel deiner Bewerbung ist klar: Du willst den Ausbildungsplatz bekommen. Der erste Schritt dahin ist meist ein Vorstellungsgespräch. Dort hat das Unternehmen die Chance, dich persönlich kennenzulernen und du kannst zeigen, warum du die richtige Wahl bist.
Schließe dein Bewerbungsschreiben deshalb mit einem selbstbewussten Satz ab, in dem du um ein Gespräch bittest. Zum Beispiel kannst du formulieren, dass du deine Motivation gerne persönlich erklären möchtest oder dass du den Ausbildungsbetrieb im direkten Austausch besser kennenlernen willst. So wirkst du entschlossen, offen und interessiert.
Hier findest du weitere hilfreiche Tipps und Fehler, die du beim Schlusssatz in deiner Bewerbung vermeiden solltest: Schlusssatz in deiner Bewerbung: Tipps, Fehler und Beispiele
Die erste Bewerbung ist für viele Berufseinsteiger*innen ein aufregender Moment – und damit bist du nicht allein. Genau hier kann dir Künstliche Intelligenz helfen, den Einstieg leichter zu machen. Lara Kieninger, Karriereexpertin und Personalerin bei Stepstone, empfiehlt:
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneMein Rat: Verwende KI als Hilfsmittel, um dein Anschreiben gut zu strukturieren und Formulierungen zu finden, die sich professionell lesen und zu deinem Lebenslauf bzw. zur Stellenbeschreibung passen. Auf dieser Grundlage lässt sich super weiterarbeiten: Personalisiere den Text, indem du mit eigenen Worten beschreibst, warum gerade du zu dieser speziellen Stelle passt und welchen Mehrwert du für das Unternehmen mitbringst. Durch ein individuelles Anschreiben beweist du echtes Interesse am Unternehmen.

Lara Kieninger ist Senior Talent Acquistion Manager bei Stepstone und unterstützt seit Juni 2021 verschiedene Fachbereiche dabei, das "Perfect Match” für ihre Teams zu finden und den Bewerbungsprozess optimal zu gestalten. Als erfahrende Personalerin stand sie im Laufe ihrer Karriere sowohl verschiedenen Unternehmen als auch zahlreichen Arbeitssuchenden und Bewerber*innen beratend zur Seite. Was sind NoGos im Lebenslauf? Wie verändert KI unseren Bewerbungsprozess und welche Tipps & Tricks gibt es bei der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch? Lara Kieninger weiß Antwort. Als Expertin und Gastautorin für das Stepstone Magazin “about work” hat sie die Trends und Entwicklungen der Arbeitswelt genau im Blick und hilft mit ihren wertvollen Insights allen Leser*innen dabei, sich in der ständig wandelnden Job-Landschaft zurechtzufinden. Zu Laras Themenschwerpunkte gehören unter anderem die Themen Gehalt, Anschreiben & Lebenslauf, Vorstellungsgespräche sowie Diversity & Inklusion.
Der KI-gestützte Stepstone Anschreiben-Generator hilft dir dabei, in wenigen Minuten ein aussagekräftiges und individuelles Bewerbungsanschreiben zu erstellen. Einfach ein paar Eckdaten eingeben und das Tool erstellt automatisch einen passenden Entwurf für dein nächstes Anschreiben, das du individuell anpassen kannst.
Hilfreiche Tipps, wie du dein Bewerbungsschreiben individuell gestalten kannst, findest du hier: Bewerbungsschreiben: Format, Aufbau und Inhalt (mit Vorlagen, Beispielen und Checkliste)
Ein professionelles Bewerbungsschreiben für eine Ausbildung gestaltest du wie einen klassischen Brief, das gilt auch, wenn du deine Bewerbung per Mail an das Unternehmen verschickst.
Hier findest du einen ausführlichen Guide, wie du ein professionelles Bewerbungsschreiben im Briefformat gestaltest: Bewerbungsschreiben: Format, Aufbau und Inhalt (mit Vorlagen, Beispielen und Checkliste)
Damit du bei deinem Bewerbungsschreiben nicht bei null anfangen musst, haben wir dir ein kostenloses Muster erstellt. In dieser Word-Vorlage findest du alle wichtigen Eckpunkte, die dein Bewerbungsschreiben für eine Ausbildungsstelle enthalten sollte.
Achtung: Übernimm dieses Musterschreiben nicht 1:1, sondern adaptiere es und passe es an deine Person an. Nur so überzeugst du mit einer individuellen Bewerbung und kannst dich selbst optimal in Szene setzen. Damit überzeugst du bestimmt das Unternehmen deiner Wahl.
→ Muster Bewerbungsschreiben Ausbildung für Word jetzt herunterladen
Wenn du unser Muster für deine Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz nutzt, solltest du ein paar formale Punkte unbedingt beachten:
Das Bewerbungsschreiben sollte maximal 1 Seite lang sein.
Verwende Schriftarten, die gut lesbar sind. Bewährt sind Schriftarten wie Arial oder Times New Roman. Die Schriftgröße sollte zwischen 11 und 13 Punkten liegen. Fett gedruckte Stellen setzt du sparsam ein – der Betreff darf aber gerne hervorgehoben sein.
Du hast zwar noch nicht viel berufliche Erfahrung, dennoch brauchst du auch bei deiner Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz einen Lebenslauf.
Hier findest du einen umfangreichen Guide, wie du einen überzeugenden Lebenslauf schreibst: Lebenslauf schreiben: Inhalt, Aufbau und Tipps zum Design (mit Vorlagen)
Bei einem Lebenslauf für eine Ausbildungsbewerbung stehen deine persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen im Vordergrund. Hast du z. B. Hauptfächer, Projekte, Schwerpunkte, die besonders gut zu deinem Ausbildungswunsch passen? Dann nenne sie unbedingt.
Erwähne Praktika, Nebenjobs und relevante Erfahrungen, insbesondere wenn sie inhaltlich zur Ausbildung passen. Nenne besondere Kenntnisse wie Sprachkenntnisse oder EDV-Kenntnisse. Je relevanter deine Soft Skills und Hard Skills zu deiner Ausbildungsstelle passen, desto besser. Hobbys und Interessen können einen persönlichen Eindruck vermitteln. Achte auf eine einheitliche Formatierung und Rechtschreibung.
Ausbildungen sucht man idealerweise schon sehr früh und zwar im Herbst des letzten Pflichtschuljahres.
Viele Ausbildungen werden bereits im August und September ausgeschrieben und du hast hier genügend Zeit, dich erst einmal umzusehen und in Ruhe zu entscheiden, was gut zu dir passen könnte.
Wenn du noch unsicher bist, welcher Ausbildungsberuf zu dir passt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Orientierung zu bekommen. Besuche zum Beispiel eine Karriere- oder Berufsinformationsmesse. Dort sind viele Unternehmen vor Ort und stellen sich vor. Größere Unternehmen bieten manchmal auch Schnuppertage an, bei denen du den Betrieb und die Möglichkeiten, die es dort gibt, vorab schon mal kennenlernen kannst. So kannst du besser entscheiden, welche Ausbildungen und welches Unternehmen am besten zu dir passen.
Wichtig ist: Mach dir selbst keinen Druck. Auch wenn die ersten Ausbildungsstellen bereits im August bzw. September für das nächste Jahr ausgeschrieben werden, bedeutet das nicht, dass du da bereits deine Bewerbung absenden musst. Überlege dir lieber in Ruhe, welchen Ausbildungsberuf du erlernen möchtest, welcher Ausbildungsbetrieb am besten zu dir passen könnte und sende dann erst die Bewerbung.
Auf stepstone.de findest du viele offene Ausbildungsstellen. Bestimmt ist auch die richtige Ausbildung für dich dabei. Schau direkt rein: Offene Ausbildungsstellen auf Stepstone
Bis wann du dich für eine Ausbildung bewerben solltest, lässt sich nicht pauschal sagen. Das hängt auch sehr stark von der Branche bzw. vom Ausbildungsberuf selbst ab, da manche beliebter sind als andere. In den meisten Branchen sind Bewerbungen bis Januar empfehlenswert, in anderen solltest du schon bis Dezember deine Bewerbungsunterlagen gesendet haben. Oft ist eine Bewerbung auch noch in den ersten Monaten des Jahres, in dem du die Ausbildung starten möchtest, noch OK. Manche Ausbildungsstellen werden sogar erst zwischen Januar und März ausgeschrieben.
Beachte dabei aber immer, ob eine Frist in der Ausschreibung angegeben ist. Wenn das so ist, solltest du dich auf jeden Fall an diese Frist halten. Und keine Panik: Auch für Kurzentschlossene gibt es auch danach immer mal wieder Restplätze für Ausbildungen. Durchforste einfach immer wieder das Internet bzw. stepstone.de nach neuen Stellen.
Du weißt bereits, welchen Ausbildungsberuf du erlernen möchtest und hast auch ein Lieblingsunternehmen, in dem du deine Ausbildung gerne machen möchtest, aber dort sind keine Ausbildungsplätze (mehr) ausgeschrieben? Du hast auch die Möglichkeit, eine Initiativbewerbung zu senden. Das ist eine Bewerbung, die sich nicht auf eine Ausschreibung bezieht, sondern mit der du auf gut Glück versuchst, dir dort einen Ausbildungsplatz zu angeln.
Wichtig ist dabei, dass du dich vorab gut über das Unternehmen informierst und dir vor allem die Unternehmenswebsite genau ansiehst. Im Bewerbungsschreiben solltest du ganz genau darauf eingehen, wieso du dich für genau dieses Unternehmen entschieden hast und was dich an einer Ausbildung dort besonders reizt. Damit zeigst du ihnen, dass du genau weißt, was du willst und dass du über viel Engagement und Eigeninitiative verfügst.
Grundsätzlich ist es möglich, die Ausbildung zu wechseln. Das kann unterschiedliche Gründe haben: Vielleicht merkst du während der Ausbildungszeit, dass der Beruf doch nicht das richtige für dich ist. Oder der Ausbildungsbetrieb ist nicht ideal für dich, du fühlst dich dort nicht wohl oder die Bedingungen sind nicht gut. Egal, was es ist, man sollte sich einen Ausbildungswechsel vorher gut überlegen, um eine Lücke im Lebenslauf zu vermeiden.
Beachte auch: Wenn du einen anderen Ausbildungsberuf erlernen möchtest, beginnst du dort wieder bei null. Je nachdem, wie viel Zeit du also schon in die erste Ausbildung investiert hast, kann es auch Sinn ergeben, diese dennoch abzuschließen. Du kannst auch danach eine neue Ausbildung starten.
Wenn du denselben Ausbildungsberuf weiterhin erlernen möchtest, jedoch in einem anderen Ausbildungsbetrieb wechseln willst, empfehlen wir dir folgendes: Such nach einem neuen Ausbildungsplatz während du noch im alten Betrieb tätig bist. So verlierst du keine wertvolle Zeit beim Wechsel und kannst nahtlos von einem Betrieb zum anderen wechseln.
Achtung: Wenn du noch minderjährig bist, brauchst du zur vorzeitigen Auflösung der Ausbildung auch die Zustimmung deiner Eltern oder der*s gesetzlichen Vertreters.
Wer eine Ausbildung macht, hat damit einige Vorteile am Arbeitsmarkt. Neben der Tatsache, dass du mit einer Ausbildung früh lernst, selbstständig zu sein und dabei auch noch dein eigenes Geld verdienst, hast du damit auch in Zukunft gute Chancen am Arbeitsmarkt. Zu den Vorteilen einer Ausbildung zählen:
Kein Problem, Stepstone hilft dir mit einem großen Ratgeber-Bereich zum Thema Vorstellungsgespräch, was die typischen Fragen im Interview sind und wie du dich darauf vorbereiten kannst.
In einer Bewerbung für eine Ausbildung erklärst du, warum du dich für diesen Ausbildungsberuf und genau diesen Ausbildungsbetrieb entschieden hast. Dein Lebenslauf fasst deine schulische Laufbahn, Praktika, Nebenjobs und besondere Fähigkeiten übersichtlich zusammen.
Ein überzeugendes Anschreiben zeigt, warum du die richtige Person für den Ausbildungsplatz bist. Hebe dich gleich im ersten Satz von anderen Bewerber*innen ab. Erkläre anschließend, warum dich der Ausbildungsberuf begeistert und wieso du dich gerade bei diesem Unternehmen bewirbst. Schließe mit einem selbstbewussten Satz ab, in dem du dein Interesse an einem Vorstellungsgespräch betonst.
Zu einer vollständigen Ausbildungsbewerbung gehören ein Anschreiben, ein strukturierter Lebenslauf, deine letzten Zeugnisse und – falls erwünscht – ein Bewerbungsfoto. Manche Unternehmen freuen sich zusätzlich über Nachweise von Praktika, Nebenjobs oder Ehrenamt. Achte darauf, dass deine Bewerbungsunterlagen vollständig, übersichtlich und fehlerfrei sind.
Nenne Stärken, die zum Ausbildungsberuf passen, und verbinde sie mit Beispielen aus Schule, Praktikum oder Freizeit. Statt nur „teamfähig“ zu schreiben, erkläre konkret, wo du Teamarbeit unter Beweis gestellt hast. Überlege dir: Welche Fähigkeiten erwarten Unternehmen in diesem Beruf? Und wie kannst du mit deinen Erfahrungen zeigen, dass du diese Fähigkeiten bereits mitbringst?
Auch ohne Berufserfahrung kannst du überzeugen. Konzentriere dich auf deine schulischen Leistungen oder Projekte, die deine Fähigkeiten zeigen. Erwähne deine Motivation, deine Lernbereitschaft und dein echtes Interesse am Ausbildungsplatz. So machst du deutlich, dass du zwar noch am Anfang stehst, aber mit Begeisterung und Einsatz starten möchtest.
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