Du bist beim letzten Satz deiner Bewerbung angekommen und fragst dich: Wie formuliere ich den perfekten Abschluss? Ein gelungener Schlusssatz vermittelt Selbstbewusstsein, Motivation und Gesprächsbereitschaft. Dein Schlusssatz ist deine letzte Chance, einen positiven und bleibenden Eindruck mit deiner Bewerbung zu hinterlassen.
Ob klassisch, zurückhaltend, kreativ, selbstbewusst oder professionell: In diesem Beitrag findest du konkrete Tipps, typische Fehler und viele Beispiele, mit denen dein Schlusssatz überzeugt und dir die Einladung zum Vorstellungsgespräch sichert.
Ein guter Schlusssatz rundet dein Bewerbungsschreiben ab und ist entscheidend dafür, ob du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst.
Im Optimalfall ist dein gesamtes Anschreiben oder Motivationsschreiben durchdacht und überzeugend. Dabei ist neben einem guten Einleitungssatz in der Bewerbung vor allem auch der richtige Abschluss wichtig. Denn hier sind die Personalverantwortlichen beim Lesen besonders aufmerksam. Du musst dabei nicht zwingend kreativ werden: Ein innovativer Schlusssatz in der Bewerbung bleibt zwar im Gedächtnis – empfehlenswerter ist aber der Ausblick auf ein persönliches Kennenlernen.
Vier typische Fehler, die du bei deinem Schlusssatz vermeidest, sind:
Der Schlusssatz in deiner Bewerbung ist deine letzte Chance, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Umso wichtiger ist es, diese vier typischen Fehler zu vermeiden, da diese deine Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch verringern.
Hier zeigen wir dir anhand von fünf konkreten Formulierungen, wie du einen Schlusssatz in der Bewerbung nicht formulierst, und erklären dir, warum:
Ein überzeugender Schlusssatz zeigt: Du bist motiviert, selbstbewusst und bereit für das nächste Gespräch. Mit klaren Formulierungen und der richtigen Haltung machst du am Ende deines Bewerbungsschreibens den entscheidenden Unterschied.
Hier findest du vier konkrete Tipps, wie dein Schlusssatz einen bleibenden Eindruck hinterlässt, und das, ohne aufdringlich zu wirken und mit echtem Wirkungspotenzial:
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneDer Schlusssatz ist vorerst deine letzte Chance, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen – zeige Selbstbewusstsein und deine Vorfreude auf das Unternehmen. Mach klar, dass du den nächsten Schritt gehen möchtest.

Lara Kieninger ist Senior Talent Acquistion Manager bei Stepstone und unterstützt seit Juni 2021 verschiedene Fachbereiche dabei, das "Perfect Match” für ihre Teams zu finden und den Bewerbungsprozess optimal zu gestalten. Als erfahrende Personalerin stand sie im Laufe ihrer Karriere sowohl verschiedenen Unternehmen als auch zahlreichen Arbeitssuchenden und Bewerber*innen beratend zur Seite. Was sind NoGos im Lebenslauf? Wie verändert KI unseren Bewerbungsprozess und welche Tipps & Tricks gibt es bei der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch? Lara Kieninger weiß Antwort. Als Expertin und Gastautorin für das Stepstone Magazin “about work” hat sie die Trends und Entwicklungen der Arbeitswelt genau im Blick und hilft mit ihren wertvollen Insights allen Leser*innen dabei, sich in der ständig wandelnden Job-Landschaft zurechtzufinden. Zu Laras Themenschwerpunkte gehören unter anderem die Themen Gehalt, Anschreiben & Lebenslauf, Vorstellungsgespräche sowie Diversity & Inklusion.
Ein guter Schlusssatz bringt deine Motivation auf den Punkt, zeigt Selbstbewusstsein und ebnet dir den Weg zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch. Je nach Branche, Stelle und deiner persönlichen Haltung gibt es verschiedene Möglichkeiten, diesen Abschluss wirkungsvoll zu formulieren:
Die folgenden Beispiele helfen dir dabei, einen passenden Schlusssatz für dein Bewerbungsschreiben zu finden. Wie für die gesamte Bewerbung gilt auch hier: Inhalt und Stil der Formulierung müssen sowohl zu dir passen, als auch zum Unternehmen, der Branche und zum ausgeschriebenen Job. Orientiere dich am Tonfall des Unternehmens, wie du ihn etwa in der Stellenausschreibung und auf der Website des Unternehmens findest.
Ein klassischer Schlusssatz am Ende deiner Bewerbung ist prägnant, professionell und freundlich, ohne übertrieben zu wirken. Solche Formulierungen sind bewährt und universell einsetzbar, da sie zu fast jeder Stelle passen.
Wenn du am Anfang deiner Karriere stehst, formulierst du deinen Schlusssatz lieber etwas zurückhaltender. Denn, gerade als Berufseinsteiger*in kommt es darauf an, höflich aufzutreten und gleichzeitig echtes Interesse und Einsatzbereitschaft zu zeigen.
Die folgenden Formulierungen sind ideal, wenn du in deinem Schlusssatz zwar zurückhaltend, aber dennoch hochmotiviert dein Interesse signalisieren möchtest:
Ein selbstbewusster Schlusssatz zeigt: Du kennst deinen Wert und weißt, wie du ein Unternehmen weiterbringst, auch wenn gerade keine neue Stelle ausgeschrieben ist. Gerade bei einer Initiativbewerbung ist es wichtig, deine Motivation und dein Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Unternehmen in den Vordergrund zu stellen.
Die folgenden Beispiele vermitteln Motivation, Selbstbewusstsein und Gesprächsbereitschaft:
Du bewirbst dich bei einem innovativen Start-up, einem Digitalunternehmen oder einem kreativen Team? Dann darf dein Schlusssatz gerne aus der Reihe tanzen, aber nur solange er zum Ton des Unternehmens passt und deine Professionalität nicht verloren geht. Die meisten modernen Unternehmen schätzen Individualität, Humor und Mut zur eigenen Note.
Ein kreativer Schlusssatz bringt frischen Wind in deine Bewerbung und bleibt im Kopf, besonders dann, wenn er gut formuliert, authentisch und zur Unternehmenskultur passend ist. Hier findest du inspirierende Beispiele für einen kreativen Schlusssatz:
Wenn du dich bei einem konservativen oder traditionell geprägten Unternehmen bewirbst, ist dein Schlusssatz besonders sachlich, respektvoll und klar formuliert. Kreative oder besonders emotionale Ausdrücke sind hier fehl am Platz. Stattdessen überzeugst du durch Höflichkeit, Souveränität und ein professionelles Auftreten.
Hier findest du geeignete Beispiele für einen professionellen Schlusssatz:
Ein guter Schlusssatz in der Bewerbung sollte kurz und prägnant sein – idealerweise umfasst er einen bis maximal zwei Sätze. Wichtig ist, dass er selbstbewusst, höflich und motiviert wirkt, ohne dabei zu ausschweifend oder aufdringlich zu sein. Das Ziel ist, einen positiven und professionellen Eindruck zu hinterlassen.
Kurz und prägnant formulieren, maximal ein bis zwei Sätze.
Selbstbewusst, aber höflich den Wunsch nach einem Gespräch äußern.
Dankbarkeit für die Berücksichtigung deiner Bewerbung zeigen.
Deine Motivation und Vorfreude auf das Unternehmen zum Ausdruck bringen.
Positiv abschließen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen.
Aufdringlich oder fordernd wirken, z.B. durch Ultimaten.
Unnötig lange oder komplizierte Formulierungen verwenden.
Zu bescheiden oder unsicher klingen, z.B. „Falls Sie Interesse haben...“.
Fehler oder negative Aspekte deiner Bewerbung thematisieren.
Wiederholen, was bereits im Hauptteil des Anschreibens steht.
Vergiss nicht, eine angemessene Grußformel und deine Unterschrift unter den Abschlusssatz zu setzen. Erst wenn deine gesamte Bewerbung inklusive des Schlusssatzes eine runde Sache ist, sendest du sie ab – unabhängig davon, ob du dich für den Postweg oder eine Online-Bewerbung entscheidest. Nutz auch die Zeit danach, um dich mit dem Bewerbungsprozess vertraut zu machen. Folgt dann die Einladung zum Vorstellungsgespräch, bist du gut vorbereitet. Die ersten wichtigen Schritte zu deinem nächsten Job sind damit schon getan.
Ein überzeugender Schlusssatz bringt deine Motivation, Gesprächsbereitschaft und dein Interesse am Unternehmen klar zum Ausdruck. Wichtig ist, dass du aktiv formulierst und selbstbewusst auf ein persönliches Kennenlernen eingehst, ohne dabei aufdringlich zu wirken.
Vermeide alles, was unsicher oder unhöflich wirkt. Zum Beispiel klingen Formulierungen im Konjunktiv wie „Ich würde mich freuen“ zögerlich, fordernde Aussagen wie „Ich erwarte Ihre Antwort bis...“ wirken unangebracht und vage Aussagen oder Suggestivfragen wie „Wann darf ich mich vorstellen?“ wirken fordernd oder überheblich. Setze stattdessen auf klare, aktive Sätze, die Selbstbewusstsein und Höflichkeit verbinden.
Es ist zwar nicht zwingend notwendig, aber empfehlenswert. Eine höfliche und selbstbewusste Gesprächsbereitschaft zeigt Initiative und rundet deine Bewerbung ab. Du musst dabei nicht direkt „um ein Gespräch bitten“, sondern kannst dein Interesse aktiv formulieren, z. B.: „Ich freue mich auf ein persönliches Kennenlernen.“ oder „Gerne überzeuge ich Sie in einem Gespräch von meiner Motivation und Eignung.“
Ein guter Schlusssatz besteht aus ein bis zwei prägnanten Sätzen, die klar und freundlich deine Motivation zum Ausdruck bringen.
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