Eine Frau gibt einem Mann die Hand, während sie ein Stück Holz festhält.
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Das Wichtigste in KürzeWann angeben?Beispielangaben15 FormulierungenNachträglich verschieben

Du bist auf Jobsuche und möchtest in deiner Bewerbung verdeutlichen, dass du schnellstmöglich in deine neue berufliche Herausforderung starten willst? Dann musst du dir erstmal im Klaren darüber werden, ab wann du überhaupt startklar bist. Wir zeigen dir, wie du den frühestmöglichen Eintrittstermin in deiner Bewerbung richtig formulierst, um deine Chancen auf einen schnellen Start erhöhen.

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Das Wichtigste in KürzeWann angeben?Beispielangaben15 FormulierungenNachträglich verschieben

Das Wichtigste in Kürze

Wann sollte ich meinen frühestmöglichen Eintrittstermin angeben?

Du solltest deinen frühestmöglichen Eintrittstermin immer dann angeben, wenn er in der Stellenausschreibung ausdrücklich gefordert wird. Arbeitgeber möchten damit schnell einschätzen, ab wann du für die Stelle verfügbar bist und wie sich dein möglicher Starttermin mit internen Planungen und Projekten vereinbaren lässt.

Doch auch, wenn in der Ausschreibung kein Eintrittsdatum verlangt wird, ist eine kurze Angabe ein starkes Signal. Du zeigst damit Motivation, Verbindlichkeit und echtes Interesse am Unternehmen. So machst du im Bewerbungsschreiben deutlich, dass du dich aktiv mit dem möglichen Arbeitsverhältnis auseinandergesetzt hast und bereit bist, den nächsten Schritt zu gehen.

Warum ist der frühestmögliche Eintrittstermin wichtig? Vorteile für Arbeitgeber und Bewerber*innen

Wenn du dich bei einem Unternehmen bewirbst, ist das frühestmögliche Eintrittsdatum eine wichtige Information für den Arbeitgeber und deswegen ein nicht zu unterschätzender Bestandteil des Bewerbungsanschreibens. Das Datum zeigt, dass du bereit bist, deine Karriere aktiv voranzutreiben und den nächsten beruflichen Schritt zu wagen. Vor allem hilfst du den Personalverantwortlichen mit der Angabe deines Eintrittstermins, den Bewerbungsprozess zu koordinieren und die passenden Bewerber*innen für den nächsten Schritt auszuwählen.

Mit einem zeitnahen Eintrittstermin zeigst du außerdem eine gewisse Flexibilität und Einsatzbereitschaft – so machst du dich als Kandidat*in attraktiver. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht unbedingt, dass deine Chancen schlecht stehen, wenn du erst Monate nach deiner Bewerbung startklar bist – das liegt oft nicht in deiner Hand und das wissen auch Personaler*innen. Auch diese Information ist aber für die weitere Planung wichtig.

Wie gebe ich den frühestmöglichen Eintrittstermin richtig an? (mit Beispielen)

Deinen frühestmöglichen Eintrittstermin platzierst du am besten im Bewerbungsschreiben kurz vor dem Schlusssatz. Der vorletzte Satz, also direkt vor deiner Bitte um ein Vorstellungsgespräch, ist der richtige Moment, um dein Eintrittsdatum klar zu nennen.

Tipp: Ein überzeugender Schlusssatz rundet dein Anschreiben ab. Er kann entscheidend dafür sein, ob du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Zeige dort deine Motivation und unterstreiche, dass du dein neues Arbeitsverhältnis im Unternehmen starten möchtest.

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Der Schlusssatz ist vorerst deine letzte Chance, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen – zeige Selbstbewusstsein und deine Vorfreude auf das Unternehmen. Mach klar, dass du den nächsten Schritt gehen möchtest.

- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneClosing quote for citation

Lara Kieninger

Lara Kieninger ist Senior Talent Acquistion Manager bei Stepstone und unterstützt seit Juni 2021 verschiedene Fachbereiche dabei, das "Perfect Match” für ihre Teams zu finden und den Bewerbungsprozess optimal zu gestalten. Als erfahrende Personalerin stand sie im Laufe ihrer Karriere sowohl verschiedenen Unternehmen als auch zahlreichen Arbeitssuchenden und Bewerber*innen beratend zur Seite. Was sind NoGos im Lebenslauf? Wie verändert KI unseren Bewerbungsprozess und welche Tipps & Tricks gibt es bei der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch? Lara Kieninger weiß Antwort. Als Expertin und Gastautorin für das Stepstone Magazin “about work” hat sie die Trends und Entwicklungen der Arbeitswelt genau im Blick und hilft mit ihren wertvollen Insights allen Leser*innen dabei, sich in der ständig wandelnden Job-Landschaft zurechtzufinden. Zu Laras Themenschwerpunkte gehören unter anderem die Themen Gehalt, Anschreiben & Lebenslauf, Vorstellungsgespräche sowie Diversity & Inklusion.

Hier erfährst du mehr zum Schlusssatz in deiner Bewerbung, wie Tipps, Beispiele und Fehler.

Den frühestmöglichen Eintrittstermin richtig angeben

Du formulierst deinen frühestmöglichen Eintrittstermin am besten mit einem konkreten Datum und in Verbindung mit deiner Kündigungsfrist oder deinem Ausbildungsende. Hier sind einige Beispiele:

Wichtig ist hierbei, dass du realistisch bleibst. Überleg dir, wie schnell du deinen derzeitigen Job beenden kannst. Dabei solltest du mögliche Kündigungsfristen oder wichtige Projekte, die du noch abschließen musst, berücksichtigen. So stellst du sicher, dass du deinen derzeitigen Arbeitgeber nicht vor den Kopf stößt und gleichzeitig Interesse am neuen Job signalisierst. Informier dich außerdem darüber, was du bei einer Kündigung berücksichtigen musst. Dein Arbeitsvertrag sollte hierbei helfen.

Was schreibe ich, wenn ich sofort verfügbar bin?

Wenn du sofort starten kannst, solltest du das im Bewerbungsschreiben klar und positiv hervorheben – zum Beispiel mit Signalwörtern wie „ab sofort“ oder „jederzeit“. Das gilt besonders dann, wenn schon die Stellenausschreibung nach einem schnellstmöglichen Eintrittsdatum verlangt.

Es bieten sich zum Beispiel folgende Formulierungen an:

Was schreibe ich, wenn ich noch nicht weiß, wann ich verfügbar bin?

Solltest du den genauen Eintrittstermin noch nicht wissen, kannst du das in deiner Bewerbung oder während des Vorstellungsgesprächs offen kommunizieren. Du kannst angeben, dass du den Eintrittstermin individuell mit dem potenziellen Arbeitgeber besprechen möchtest. Falls in der Stellenausschreibung nicht explizit nach einem Eintrittsdatum gefragt wird, kannst du diesen Satz einfach weglassen. Andernfalls bieten sich Formulierungen an, wie zum Beispiel:

„Meinen frühestmöglichen Eintrittstermin in Ihr Unternehmen bespreche ich gerne individuell und freue mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.“

Obwohl du noch kein genaues Eintrittsdatum nennen kannst, zeigst du so, dass du flexibel und offen für eine gemeinsame Vereinbarung bist. Im persönlichen Gespräch kannst du deine Situation dann gegebenenfalls auch besser erklären, als es im Anschreiben möglich ist.

Wichtig ist, dass du im Anschreiben dein Interesse an der Stelle zeigst und signalisierst, dass du offen für Absprachen bist. So kannst du gemeinsam mit deinem potenziellen Arbeitgeber einen Eintrittstermin finden, der euch beiden passt. Bleib in der Kommunikation aktiv und halte den Arbeitgeber über den aktuellen Stand auf dem Laufenden.

Frau sitzt am Laptop im Hintergrund sieht man eine Küche mit einer Hängeschaukel.
Überleg dir eine passende Formulierung für deine Bewerbung. © Addictive Stock Creatives

15 Beispiele für die Formulierung des Eintrittstermins in der Bewerbung

Ab sofort:

"Ich stehe Ihnen ab sofort zur Verfügung, um meine Fähigkeiten und Erfahrungen einzubringen."

Projektarbeit:

"Nach erfolgreichem Abschluss meines letzten Projekts zum [Datum], stehe ich Ihnen sofort zur Verfügung."

Nach dem Studium:

"Mit meinem frisch erworbenen Abschluss stehe ich Ihnen ab dem [Datum] zur Verfügung, um einen Beitrag zu Ihrem Team und Ihrem Unternehmen zu leisten."

Bei Kündigungsfrist:

"Aufgrund meiner Kündigungsfrist stehe ich Ihnen ab dem [Datum] zur Verfügung und freue mich darauf, mich Ihnen anzuschließen."

Bei befristetem Vertrag:

"Da mein aktueller Vertrag am [Datum] endet, bin ich ab dem [Datum] verfügbar und bereit, mich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen."

Bei bevorstehendem Umzug:

"Aufgrund meines bevorstehenden Umzugs in die Region stehe ich Ihnen ab [Datum] zur Verfügung und bin hochmotiviert, meinen Beitrag zu leisten."

Bei Weiterbildung:

"Mit dem erfolgreichen Abschluss meiner Weiterbildung stehe ich Ihnen ab [Datum] zur Verfügung und bin gespannt darauf, mein neues Wissen in die Praxis umzusetzen."

Nach Rückkehr aus Elternzeit:

"Nach meiner Elternzeit, die [Datum] endet, bin ich bereit, wieder ins Berufsleben einzusteigen und meine Fähigkeiten einzubringen."

Als Berufsanfänger:

"Als Berufsanfänger stehe ich Ihnen ab sofort zur Verfügung und bin motiviert, meine ersten beruflichen Schritte in Ihrem Unternehmen zu machen."

Nach erfolgreicher Selbstständigkeit:

"Nach dem erfolgreichen Abschluss meines selbstständigen Projekts bin ich ab dem [Datum] bereit, mein Fachwissen in einer neuen Position einzubringen."

Als Quereinsteiger:

"Als Quereinsteiger mit umfassender Vorbereitung stehe ich Ihnen ab sofort zur Verfügung, um meine Leidenschaft und Fähigkeiten in Ihrem Unternehmen einzusetzen."

Nach erfolgreicher Praktikumszeit:

"Nach einer inspirierenden Praktikumszeit stehe ich Ihnen ab dem [Datum] zur Verfügung, um meine Erfahrungen in einer festen Position zu vertiefen."

Bei Interesse an kurzfristigen Projekten:

"Mit Interesse an kurzfristigen Projekten stehe ich Ihnen ab sofort zur Verfügung und bin bereit, meine Expertise flexibel einzusetzen."

Bei Interesse an Teilzeitarbeit:

"Mit dem Wunsch nach Teilzeitarbeit stehe ich Ihnen ab sofort zur Verfügung und freue mich darauf, meine Fähigkeiten in dieser Kapazität einzubringen."

Bei kurzfristigem Bedarf:

"Mit Flexibilität und der Bereitschaft, kurzfristig einzusteigen, stehe ich Ihnen ab sofort zur Verfügung und freue mich darauf, einen Beitrag zu leisten."

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Kann ich meinen frühestmöglichen Eintrittstermin nachträglich verschieben?

Du kannst deinen frühestmöglichen Eintrittstermin nachträglich verschieben. Wichtig dabei ist, dass du das offen, frühzeitig und gut begründet kommunizierst.

Es gilt: Je früher du das deinem neuen Unternehmen mitteilst, desto besser können sie den Bewerbungsprozess und ihre Ressourcen planen. Es ist wichtig, deutlich zu machen, dass die Verschiebung nicht auf mangelndes Interesse an der Stelle zurückzuführen ist. Daher ist es ratsam, transparent und offen über die Gründe für eine mögliche Verschiebung zu sprechen und gemeinsam eine neue Vereinbarung zu treffen, die für beide Seiten akzeptabel ist. Zeig auch in diesem Fall, dass du flexibel und bereit bist, eine alternative Lösung zu finden.

Biete mögliche Kompromisse an, wie beispielsweise die Möglichkeit, bereits vor dem offiziellen Termin bei Projekten zu unterstützen oder den verzögerten Eintritt anders aufzuholen. Hör aufmerksam zu, wenn der Arbeitgeber seine Bedenken äußert oder alternative Vorschläge macht. Gemeinsam könnt ihr sicher eine Lösung finden, die für beide Seiten passend ist. Sei dabei immer respektvoll, verständnisvoll und offen für die Bedürfnisse des Arbeitgebers, aber vergiss auch nicht, deine eigenen Interessen zu vertreten.

Die Änderung sollte schriftlich festgehalten werden. Das geschieht in der Regel über einen Zusatz zu deinem Arbeitsvertrag oder mit einer E-Mail-Bestätigung. Letztendlich ist eine offene Kommunikation der Schlüssel, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden und eine gute Arbeitsbeziehung aufzubauen.

Neuer Arbeitgeber verschiebt Eintrittstermin

Eine Verschiebung des Eintrittstermins in einen neuen Job geht nicht immer vonseiten der Arbeitnehmer*innen aus. In seltenen Fällen kann es passieren, dass dein neuer Arbeitgeber deinen vereinbarten Starttermin nach vorne oder aber auch nach hinten verschieben möchte. Das kann rechtlich gesehen nicht ohne deine Zustimmung erfolgen: Bist du also auf das Gehalt angewiesen und dein bisheriges Beschäftigungsverhältnis ist bereits entsprechend gekündigt, musst du der Änderung nicht zustimmen. Im schlimmsten Fall kann das aber dazu führen, dass dein Arbeitsvertrag aufgelöst wird und der Arbeitgeber den Job an eine*n Mitbewerber*in vergibt.

Auch eine Verschiebung des Arbeitseintritts nach vorne ist denkbar, wird aber in den meisten Fällen bereits im Arbeitsvertrag festgehalten. Als Eintrittsdatum wird dann z. B. „01. April 2024 oder früher“ festgehalten.

Disclaimer: Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft. Die in diesem Artikel veröffentlichten Rechtsgrundlagen wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben aber keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Richtigkeit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr wird nicht übernommen. Insbesondere übernimmt The Stepstone Group Deutschland GmbH keinerlei Haftung für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die direkte oder indirekte Nutzung der bereitgestellten Inhalte entstehen.

FAQ zum frühestmöglichen Eintrittstermin

Kann ich den Eintrittstermin auch nachträglich ändern?

In der Regel kann der Eintrittstermin in einem neuen Unternehmen in Absprache mit dem Arbeitgeber geändert werden. Es ist wichtig, frühzeitig zu kommunizieren, falls sich dein Einstieg ins neue Unternehmen verschieben sollte.

Wie formuliere ich den Eintrittstermin in einer Initiativbewerbung?

Auch in einer Initiativbewerbung ist die Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins wichtig. Formulier diesen einfach wie in einem regulären Bewerbungsschreiben. Beispiele dafür findest du weiter oben im Artikel.

Was ist, wenn ich meinen Eintrittstermin noch nicht genau festlegen kann?

Falls du deinen Eintrittstermin bisher nicht genau festlegen kannst, weil du beispielsweise noch durch andere Verpflichtungen eingespannt bist, kannst du das Thema auf ein persönliches Gespräch vertagen. Gib in deiner Bewerbung an, dass du den Eintrittstermin individuell mit dem Arbeitgeber besprechen möchtest.

Was antworte ich auf die Frage nach dem Eintrittstermin im Vorstellungsgespräch?

Nenne dein frühestmögliches Eintrittsdatum klar und ehrlich. Beziehe dich dabei auf deine Kündigungsfrist oder dein Ausbildungsende und zeig, dass du flexibel bist, falls es Spielraum gibt.

Frühestmöglicher Eintrittstermin bei Kündigungsfrist – wie berechne ich das?

Die Kündigungsfrist steht in deinem Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag. Addiere die Dauer der Frist zu dem Tag, zu dem du kündigst – so ergibt sich dein frühestmöglicher Eintrittstermin.

Sollte man beim Eintrittstermin verhandeln?

Ja, wenn es deine Situation erlaubt. Du kannst mit dem Arbeitgeber über einen früheren oder späteren Start sprechen. Wichtig ist, dass du transparent bleibst und gemeinsam eine Lösung findest, die beiden Seiten passt.

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