Das Wichtigste in KürzeDefinition: Was sind Zukunftskompetenzen?Beispiele: Welche Zukunftskompetenzen gibt es? Hard vs. Soft SkillsTipps: So arbeitest du an deinen Zukunftskompetenzen
Globalisierung, Vernetzung, Digitalisierung: Die Gesellschaft verändert sich und mit ihr der Arbeitsmarkt. Der Bedarf an Zukunftskompetenzen oder sogenannten Future-Skills steigt. Doch was genau sind Zukunftskompetenzen? Welche Kompetenzen sind für Arbeitnehmer*innen heute und künftig besonders wichtig? Wir zeigen dir Beispiele und geben dir Tipps, wie du dich fit für die Arbeitswelt von morgen machst.
Inhalt
Das Wichtigste in KürzeDefinition: Was sind Zukunftskompetenzen?Beispiele: Welche Zukunftskompetenzen gibt es? Hard vs. Soft SkillsTipps: So arbeitest du an deinen Zukunftskompetenzen
Das Wichtigste in Kürze
Definition und Bedeutung: Zukunftskompetenzen sind Fähigkeiten, die Arbeitnehmer*innen benötigen, um in den kommenden Jahren mit den Entwicklungen der Arbeitswelt Schritt zu halten.
Hard Skills vs. Soft Skills: Zukunftskompetenzen umfassen sowohl technische (Hard Skills) als auch soziale Fähigkeiten (Soft Skills), abhängig von der Berufsbranche.
Konkrete Beispiele für Future Skills: Digitale Kompetenzen wie Big Data- oder KI-Kenntnisse sowie Soft Skills wie Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit und emotionale Intelligenz sind in der Arbeitswelt gefragt.
Lebenslanges Lernen ist zentral: Durch Selbstreflexion, Fortbildungen, Networking oder spezielle Online-Kurse hältst du deine Kompetenzen zukunftsfähig. Viele Unternehmen bieten auch interne Weiterbildungen an.
Definition: Was sind Zukunftskompetenzen?
Der Begriff „Zukunftskompetenzen“ (oder Englisch: „future skills") bezeichnet Fähigkeiten, die Arbeitnehmer*innen mitbringen oder erlernen sollten, um in den nächsten fünf Jahren mit den Entwicklungen der Arbeitswelt und Gesellschaft Schritt zu halten. Dementsprechend beschreibt man damit Skills, die auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft gefragt sein werden und kontinuierlich an Bedeutung gewinnen. Zukunftskompetenzen umfassen nicht nur technologische Fähigkeiten wie digitale Kompetenz und Datenanalyse, sondern auch soziale und emotionale Intelligenz, Kreativität, Problemlösungsfähigkeiten und Anpassungsfähigkeit. Diese Kompetenzen ermöglichen es, flexibel auf Veränderungen zu reagieren, innovative Lösungen zu entwickeln und in komplexen, vernetzten Umgebungen effektiv zu agieren.
Globalisierung, Digitalisierung, Automatisierung: Aus diesen Veränderungen entstehen ständig neue Anforderungen an Arbeitnehmer*innen. Beispiel Produktion und Automatisierung: In einer großen Produktionshalle bewegen sich mechanische Greifarme völlig selbstständig. Wenn ein Roboter die Montage übernimmt, müssen Menschen nicht mehr montieren. Sie müssen aber die Maschine beaufsichtigen und konfigurieren. Auch im Supermarkt ist die Digitalisierung spürbar: Menschen scannen ihre Produkte selbst an automatisierten Kassen. Die Mitarbeitenden im Supermarkt koordinieren den automatisierten Betrieb und stehen Kund*innen zum Beispiel bei Fragen zur Seite.
Beispiele: Welche Zukunftskompetenzen gibt es? Hard vs. Soft Skills
Future-Skills lassen sich aufteilen in fachliche und soziale Kompetenzen. Fachliche, vor allem technische Kompetenzen werden als Hard Skills bezeichnet, soziale Kompetenzen als Soft Skills. Welche Zukunftskompetenzen für einen Job relevant werden, hängt zunächst vom Tätigkeitsfeld und Berufsbild ab.
So wird im Projektmanagement internationaler Unternehmen das Arbeiten in interkulturellen Teams immer wichtiger. Das bedeutet: Angestellte eines Unternehmens kommen häufiger aus verschiedenen Ländern, sprechen unterschiedliche Sprachen und bringen individuelle kulturelle Voraussetzungen mit. Der Job im Projektmanagement erfordert daher bestimmte Soft Skills, zum Beispiel gute Kommunikationsfähigkeiten.
Mitarbeitende im Bereich Logistik wiederum arbeiten vermehrt mit Lieferantenmanagement- und Lagerverwaltungssystemen. Dafür sind Hard Skills, wie beispielsweise spezielle technologische Kenntnisse, erforderlich, die im Rahmen von Schulungen oder Weiterbildungen erworben werden können.
Welche Hard Skills sind Zukunftskompetenzen? Beispiele
Hard Skills sind Fachkenntnisse und Qualifikationen, die sich Arbeitnehmer*innen durch Ausbildungen und Weiterbildungen aneignen.
Gefragte fachliche Kompetenzen der Zukunft sind:
Digitale Kompetenz, vor allem im Bereich:
Big Data, wie der Umgang mit Big-Data-Tools, die Analyse und Aufbereitung großer Datenmengen, UX-Design – genauer gesagt die Verbesserung der Usability anhand erhobener Nutzungsdaten –, Softwareentwicklung etc.: Eine Umfrage unter unseren Nutzer*innen im Sommer 2020 hat ergeben, dass bereits mehr als jede*r zehnte der Befragten regelmäßig Big-Data-Analysen durchführt und etwa ebenso viele Menschen selbst im Netz programmieren.
Know-how im Umgang mit künstlichen Intelligenzen wie ChatGPT, die in den nächsten Jahren den Arbeitsalltag vieler Berufsbereiche massiv verändern könnten.
Fachwissen im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement, da viele Unternehmen verstärkt darauf setzen, ihre Produktion und Lieferketten umweltfreundlicher zu gestalten.
Gute Fremdsprachenkenntnisse für die Zusammenarbeit in internationalen Teams.
Mein Tipp: Heb deine digitalen Kompetenzen auf jeden Fall in deiner Bewerbung hervor, ganz gleich für welchen Job du dich bewirbst. Welche Tools und welche Software-Programme setzt du regelmäßig bei der Arbeit ein? Welchedigitalen Arbeitsweisen habt ihr bei deinem bisherigen Arbeitgeber praktiziert?Hast du an Fortbildungen teilgenommen?Praktisch jeder Arbeitgeberweiß digitale Kompetenz zu schätzen, denn die Digitalisierung betrifft so gut wie alle Branchen und Berufe. Zudem entstehen laufend neue Jobprofile, bei denen digitale Kompetenz gefragt ist.
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei Stepstone
Welche Soft Skills sind Zukunftskompetenzen? Beispiele
Allein mit fachlichen Qualifikationen ist es nicht getan. Wenn sich der Arbeitsmarkt im Zuge von Digitalisierung und Globalisierung unaufhörlich verändert, bedeutet das auch, dass die Mitarbeitenden immer neue Herausforderungen meistern müssen – und deshalb ihre persönlichen Stärken bzw. Talente stetig ausbauen sollten.
Zu diesen wichtigen persönlichen und sozialen Kompetenzen der Zukunft zählen:
Gerade diese Soft Skills ermöglichen uns, sich an neue Technologien, Arbeitsumgebungen und gesellschaftliche Veränderungen anzupassen. Im Detail:
Kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeit
Kritisches Denken ist die Fähigkeit, Informationen zu analysieren, zu bewerten und fundierte Entscheidungen zu treffen. Beispielsweise müssen Fachkräfte im Gesundheitswesen in der Lage sein, komplexe Diagnosen zu stellen und geeignete Behandlungspläne zu entwickeln, indem sie eine Vielzahl von Daten und medizinischen Erkenntnissen berücksichtigen.
In einer digitalisierten Welt ist Kreativität nicht nur Künstlern vorbehalten. Unternehmen benötigen kreative Köpfe, um neue Produkte zu entwickeln und innovative Lösungen zu finden. Ein Beispiel ist die Entwicklung von Apps, die auf Künstlicher Intelligenz basieren und personalisierte Gesundheitsberatung bieten.
Die Fähigkeit, digitale Technologien zu nutzen und weiterzuentwickeln, ist unerlässlich. Programmierkenntnisse oder das Verständnis von Datenanalyse gehören zu den gefragtesten Fähigkeiten. So müssen Datenwissenschaftler große Datenmengen analysieren und interpretieren, um Muster zu erkennen und Entscheidungsgrundlagen zu liefern.
Im Zeitalter der Automatisierung wird der zwischenmenschliche Umgang immer wertvoller. Führungskräfte mit hoher emotionaler Intelligenz können Teams effektiver leiten, indem sie Empathie zeigen, Konflikte lösen und ein positives Arbeitsklima schaffen.
Da sich die Arbeitswelt ständig verändert, ist die Fähigkeit, sich schnell neuen Bedingungen anzupassen, von entscheidender Bedeutung. Dies erfordert die Bereitschaft und Fähigkeit, kontinuierlich zu lernen und neue Fähigkeiten zu erwerben.
Bringst du diese Fähigkeiten mit, hast du sehr gute Chancen beim nächsten Vorstellungsgespräch und auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft. Ist es jetzt vielleicht nochmal an der Zeit, deinen Lebenslauf auf den neusten Stand zu bringen? Bei deiner nächsten Bewerbung hilft der Stepstone Lebenslauf-Generator dabei, deine Stärken und Future-Skills ins beste Licht zu rücken.
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Tipps: So arbeitest du an deinen Zukunftskompetenzen
Tipp: An der eigenen Persönlichkeit und seinem Skill Set zu arbeiten, ist nicht leicht, aber machbar. Nimm dir regelmäßig Zeit für eine Selbstreflexion. Wo liegen deine Stärken? Welche wichtigen Soft Skills sind noch ausbaufähig? Setz dir dann entsprechende Ziele mit konkreten Maßnahmen. Hapert es beispielsweise bei der Organisationsfähigkeit, suche dir Tipps zum besseren Zeitmanagement und wende sie im Arbeitsalltag an. Nach einer Weile führst du wieder eine Selbstanalyse durch: Was hat sich verbessert? Was kannst du weiter optimieren? Fällt es dir schwer, deine Soft Skills eigenständig zu verbessern? Dann ist ein professionelles Coaching eine gute Hilfe. Auch das Führen eines Journals kann dir bei der Selbstreflexion helfen.
Bist du dir darüber im Klaren, welche Kompetenzen du verbessern könntest, ergreife entsprechende Maßnahmen. Hier einige Anregungen:
Bücher und Podcasts: Lese regelmäßig Fachbücher und höre Podcasts zu Themen wie Technologie, Wirtschaft oder persönliche Entwicklung. Setze dir das Ziel, pro Monat mindestens ein Buch zu lesen oder zwei Podcasts zu hören.
Online-Kurse und MOOCs: Plattformen wie Coursera, edX oder Udemy bieten Kurse zu verschiedensten Themen an. Suche nach Kursen in Bereichen, die dich interessieren oder für deine berufliche Zukunft relevant sind.
Networking: Vernetze dich mit anderen. Der Austausch mit Kolleginnen, Mentorinnen oder Gleichgesinnten kann dir Perspektiven eröffnen, die deine eigene Sichtweise erweitern. Besuche Netzwerktreffen oder Online-Communities, um ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen.
Trainiere deine Soft Skills: Fähigkeiten wie Teamarbeit, Kommunikation und emotionale Intelligenz sind in der heutigen Arbeitswelt ebenso wichtig wie technische Kenntnisse. Übe diese Fähigkeiten aktiv, indem du in Projekten mit anderen zusammenarbeitest oder dich in ehrenamtlichen Tätigkeiten engagierst.
Digitale (Daten-)-Kompetenz: Verbessere deine Skills in Excel, Google Sheets oder setze dich mit spezialisierter Software wie Tableau oder Power BI auseinander. Online-Kurse und Tutorials helfen dir, dich in diese Programme einzuarbeiten.
Keine Angst vor ChatGPT & Co.: Versuche, dir die Nutzung von AI-Tools beruflich (und privat) zur Gewohnheit zu machen. Was du dabei beachten musst und welche Tools sich für welche Aufgaben anbieten, erfährst du im Beitrag "KI im Arbeitsalltag: 6 hilfreiche AI-Tools für deinen Job".
Neue Methoden gefragt? Ein Design Thinking Workshop kann dir als Inspiration dienen und Methoden zur kreativen Problemlösung vermitteln. Viele Organisationen bieten auch Einführungen und Übungen zu dieser Methode an.
Sprich mit deinem Arbeitgeber: Viele Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter*innen beim Ausbau zukunftsorientierter Skills und haben interne Weiterbildungsprogramme etabliert.
Eines steht fest: Wer seine Kompetenzen zukunftsfähig halten möchte, kommt um lebenslanges Lernen nicht herum. Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg dabei!
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