Digitale Kompetenz auf dem VormarschDefinition: Was sind digitale Kompetenzen?Wie verändern sich digitale Skills durch künstliche Intelligenz und Automatisierung?Warum ist digitale Kompetenz so wichtig?Beispiele: Wie du deine digitale Kompetenz verbessern kannstNachweise der eigenen digitalen KompetenzKleine Schritte auf dem Weg zum digitalen ErfolgFAQs – Häufig gestellte Fragen
Wir leben im digitalen Zeitalter: Jeden Tag begegnen uns neue Tools und Technologien, auch im Job. Deswegen ist es für dich auf dem Arbeitsmarkt von heute essenziell, deine digitale Kompetenz auf dem neusten Stand zu halten. Welchen Unterschied digitale Kompetenzen für deine Karriere machen und wie du deine verbessern kannst, erfährst du hier.
Inhalt
Digitale Kompetenz auf dem VormarschDefinition: Was sind digitale Kompetenzen?Wie verändern sich digitale Skills durch künstliche Intelligenz und Automatisierung?Warum ist digitale Kompetenz so wichtig?Beispiele: Wie du deine digitale Kompetenz verbessern kannstNachweise der eigenen digitalen KompetenzKleine Schritte auf dem Weg zum digitalen ErfolgFAQs – Häufig gestellte Fragen
Das Wichtigste in Kürze
Digitale Kompetenz ist in der heutigen Arbeitswelt von entscheidender Bedeutung und umfasst nicht nur grundlegende Computerkenntnisse, sondern auch z.B. die Nutzung von Software-Tools, die kritische Bewertung von Informationen und Cybersicherheit.
Neue Technologien, insbesondere KI, verändern den Arbeitsmarkt ständig und erfordern von Arbeitnehmer*innen, dass sie ihre digitalen Fähigkeiten kontinuierlich verbessern, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Digitale Kompetenzen helfen, die Produktivität zu steigern und Kosten zu senken, was für Unternehmen besonders attraktiv ist und die Bedeutung dieser Kompetenzen weiter erhöht.
Es gibt viele einfache und oft kostenlose Möglichkeiten, deine digitalen Kompetenzen zu verbessern, zum Beispiel Online-Kurse, Tutorials und Lernplattformen.
Um deine digitalen Kompetenzen unter Beweis zu stellen, solltest du sie in deinem Lebenslauf und Anschreiben hervorheben, in Vorstellungsgesprächen anhand von Beispielen erläutern und in Online-Profilen präsentieren.
Digitale Kompetenz auf dem Vormarsch
Wenn es etwas gibt, das die heutige Arbeitswelt kennzeichnet, dann ist es der ständige Wandel. Neue Technologien und Job-Trends verändern den Arbeitsalltag in vielen Branchen und Berufen und Arbeitnehmer*innen müssen mit der Zeit gehen.
Künstliche Intelligenz (KI) beschleunigt den Wandel auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich: Es gibt noch mehr Möglichkeiten, noch mehr Tools, die in immer kürzeren Abständen auf den Markt gebracht werden – damit aber auch noch mehr Herausforderungen für Arbeitnehmer*innen. Eins ist sicher: KI wird so schnell nicht mehr aus unserem (Berufs-)Alltag verschwinden. Deswegen müssen Arbeitnehmer*innen heute mehr denn je über die technologischen und digitalen Kompetenzen verfügen, um auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.
In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, was digitale Kompetenzen sind, warum sie so wichtig sind und wie du die wesentlichen Skills entwickeln kannst, die du für die zukünftige Arbeitswelt benötigst. Los geht's!
Adobe, das US-amerikanische Softwareunternehmen, das aktuell in Sachen KI zu den Vorreitern gehört, definiert digital literacy zu deutsch als „die Fähigkeit, online zu navigieren und Informationen zu bewerten oder in einem digitalen Format zu kommunizieren“. In einer Arbeitswelt, die immer stärker von technologischen und digitalen Skills abhängt, ist das ein wichtiger Bestandteil der technischen Kompetenz.
Es geht nicht nur um grundlegende Computerkenntnisse: Dass du tippen und eine Computermaus bedienen kannst, setzen die meisten Arbeitgeber heutzutage voraus. Digital Literacy bedeutet, dass du weißt, wie man:
Software-Tools wie Microsoft Office, verschiedene Google-Produkte sowie die gängigen E-Mail-Clients und Suchmaschinen nutzt.
Informationen im Internet findet und kritisch bewertet. Du solltest dich fragen, woher die Informationen wirklich stammen, ob sie vertrauenswürdig sind und ob sie nützlich sind oder nicht.
Informationen digital erstellt und mit anderen teilt. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Dateien zu versenden und zu empfangen, und verschiedene Arbeitgeber handhaben das in vielen Fällen unterschiedlich.
Online mit anderen kommuniziert. Mit der Zunahme von Home-Office und der hybriden Arbeit ist es besonders wichtig geworden, dass du dich mit Teams, Slack & Co. gut auskennst.
Sich sicher online bewegt. Ein wichtiger Teil der digitalen Kompetenz ist das Verständnis für die grundlegenden Bedrohungen der Cybersicherheit. Du solltest in der Lage sein, verdächtige E-Mails, Websites u. ä. zu erkennen und dich richtig verhalten. Im Zweifel wendest du dich am besten direkt an deine IT-Abteilung.
Wie verändern sich digitale Skills durch künstliche Intelligenz und Automatisierung?
Neue Technologien verändern ganze Branchen und Berufsbilder. Dem Hype um KI-Produkte wie ChatGPT von OpenAIoder Bard von Googlebegegnen viele Arbeitnehmer*innen skeptisch. Viele Menschen fürchten, dass KI ihnen die Arbeitsplätze streitig macht.
Laut Dr. Kyle Elliott, Gründer der Karriere-Coaching-Firma caffeinatedkyle.com, ist es wichtig, sich von der vermeintlichen Bedrohung KI nicht einschüchtern zu lassen. „Wahrscheinlicher ist, dass KI neue Arbeitsplätze schaffen wird“, sagt er. „Man darf nicht vergessen, dass jemand die KI entwickeln, verwalten, überwachen, optimieren und darüber berichten muss. Das sind alles Arbeitsplätze, die geschaffen werden.“
Und es ist nicht nur KI, die sich auf die Arbeitswelt auswirkt: Andere neuere Technologien werden bereits von einer Vielzahl von Branchen genutzt, so zum Beispiel Blockchain.Blockchain meint das technische Fundament von Kryptowährungen, wie Bitcoin oder NFT. In Bereichen wie dem Finanzwesen und dem Glücksspiel wird bereits stark in sie investiert, während sie auch in Bereichen wie dem Lieferkettenmanagement und der Datenspeicherung eingesetzt wird.
Unternehmen geht es beim Einsatz fortschrittlicher Technologien vor allem darum, die Produktivität zu steigern und Kosten zu senken. Kein Wunder also, dass KI die Automatisierung in vielen Branchen weiter vorantreiben.
Deswegen sei es wichtiger denn je, am Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsmarkt insgesamt über digitale Kompetenzen zu verfügen, so Elliott. „Fast jeder Job beinhaltet irgendeine technologische Komponente, vom Stempeln der Arbeitszeit über Urlaubsanträge bis hin zur Kommunikation mit aktuellen und potenziellen Kunden“, erklärt er gegenüber Stepstone.
Das bedeutet: Im Zuge des beschleunigten Wandels durch KI und andere Technologien werden sich früher oder später auch deine Branche und die Anforderungen an dich als Arbeitnehmer*in verändern. Indem du auf dem Laufenden bleibst und deine digitalen Skills immer weiterentwickelst, bleibst du also wettbewerbsfähig.
Beispiele: Wie du deine digitale Kompetenz verbessern kannst
Es ist also wichtig, die eigenen digitalen Fähigkeiten auf dem neuesten Stand zu halten, um die Karriere zukunftssicher zu machen – aber wie geht das? Ist das nicht kompliziert und zeitaufwändig? Keine Sorge, laut Dr. Elliott ist es – ironischerweise dank der Technologie – „einfacher denn je, sich für das digitale Zeitalter weiterzubilden“. Es gibt unzählige, auch kostenlose Kurse, die per Mausklick online verfügbar sind, wie z. B. den kostenfreien Onlinekurs „Elements of AI“ der IHK, das KI Camp: Content – Tipps, Trends, Praxis und Umsetzung der Hamburg Media School oder verschiedene Kurse und Tutorials beim deutschen KI-Campus.
„Auch YouTube ist eine großartige Quelle, um sich über die neuesten Technologien auf dem Laufenden zu halten“, rät Elliott. „Wichtig ist, dass du kein formales Zertifikatsprogramm absolvieren musst, um deinen Lebenslauf oder dein LinkedIn-Profil mit Fähigkeiten oder Software zu ergänzen. Es geht vielmehr darum, dass du in einem Vorstellungsgespräch über dein angewandtes Wissen sprechen kannst und in der Lage bist, die entsprechenden digitalen Skills oder die Software in deinem Arbeitsumfeld einzusetzen“, sagt er. Das Wichtigste ist, sich über neue Technologien und Trends auf dem Laufenden zu halten, „damit du der Zeit voraus bist und weißt, was auf dich zukommt – und zwar bevor KI deinen Job und die Anforderungen an dich verändert“.
Erkenn deine Qualifikationslücken
Folg den führenden Köpfen der Branche in den sozialen Medien, führ Gespräche mit Kolleg*innen und Vorgesetzten und informier dich über die neuesten Veränderungen in deinem Fachgebiet und deiner Branche. Auf diese Weise erkennst du frühzeitig, wo sich eine Qualifikationslücke auftut, und kannst genau da ansetzen, um dich weiterzubilden und dir einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Auch wenn der Gedanke an die rasanten Fortschritte in der Technologie überwältigend sein kann, hast du in der Hand, ob du dich unterkriegen lässt oder rechtzeitig auf den Zug aufspringst. „Wenn du dich technisch weiterbilden möchtest", sagt Elliott, "solltest du dir kleine, erreichbare Lernziele setzen, die einen großen Einfluss auf Ihre Karriere haben werden. Das könnte so aussehen, dass du jeden Monat den Umgang mit einem neuen Tool lernst.“
Nachweise der eigenen digitalen Kompetenz
Es ist eine Sache, die notwendigen digitalen Kompetenzen zu haben – aber wenn du eine Stelle suchst, musst du den Personalverantwortlichen auch zeigen, dass du sie besitzt. Hier sind einige Möglichkeiten, das zu tun:
Heb sie in deinem Lebenslauf und Anschreiben hervor. Führ die relevanten Softwareprogramme oder Plattformen auf, die du beherrschst, und erwähn ausdrücklich, welche digitalen Fähigkeiten du bei der Arbeit regelmäßig einsetzt
Halte für Vorstellungsgespräche Antworten bereit, die zeigen, wie du deine digitale Kompetenz in der Praxis einsetzt.
Sprich darüber, wie du dich über die neuesten technologischen Trends oder Entwicklungen in deinem Job oder deiner Branche auf dem Laufenden hältst.
Wenn es sinnvoll ist, erstell ein digitales Portfolio in Form einer Website oder einer PDF-Datei. Damit kannst du eine Reihe digitaler Skills präsentieren, die dir bei deiner Bewerbung einen Vorteil verschaffen könnten.
Mein Tipp: Heb deine digitalen Kompetenzen auf jeden Fall in deiner Bewerbung hervor, ganz gleich für welchen Job du dich bewirbst. Welche Tools und welche Software-Programme setzt du regelmäßig bei der Arbeit ein? Welchedigitalen Arbeitsweisen habt ihr bei deinem bisherigen Arbeitgeber praktiziert?Hast du an Fortbildungen teilgenommen?Praktisch jeder Arbeitgeberweiß digitale Kompetenz zu schätzen, denn die Digitalisierung betrifft so gut wie alle Branchen und Berufe. Zudem entstehen laufend neue Jobprofile, bei denen digitale Kompetenz gefragt ist.
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei Stepstone
Betone deine digitale Kompetenz in Bewerbungsprozessen, aber auch auf deinen Online-Profilen bei LinkedIn & Co. So erkennen Führungskräfte und Personaler*innen, dass du dir des technologischen Wandels bewusst bist, mit den neuen Anforderungen moderner Arbeitsaufgaben umgehen kannst und dich an sie anpassen kannst.
Kleine Schritte auf dem Weg zum digitalen Erfolg
Wir können den technischen Fortschritt nicht aufhalten. Dr. Elliott rät, „die Vorteile der Technologie anzunehmen und zu überlegen, wie man sie sich im Laufe der Karriere zunutze macht. Wenn du zum Beispiel in der Personalabteilung arbeitest, kannst du darüber nachdenken, wie KI die Erfahrungen von Bewerber*innen und Mitarbeiter*innen verbessern wird.“
Der Schlüssel ist, in kleinen Schritten vorzugehen: Halte deine digitalen Kompetenzen mit Schulungen, Workshops and Learning-by-Doing auf dem neuesten Stand und mach deine Karriere so zukunftssicher wie möglich.
FAQs – Häufig gestellte Fragen
Warum sind digitale Kompetenzen wichtig?
Der digitale und technologische Fortschritt reißt nicht ab. Ganze Berufsbilder und Branchen werden durch die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung verändert. Dabei ist es wichtig, dass du als Arbeitnehmer*in nicht auf der Strecke bleibst. Indem du dich auf dem Laufenden hältst und deine digitalen Kompetenzen stetig weiterentwickelst, bleibst du für deinen Arbeitgeber interessant und auf dem Arbeitsmarkt relevant und wettbewerbsfähig.
Welche Kompetenzen sind in der digitalen Arbeitswelt gefragt?
Die Anforderungen an die digitalen Kompetenzen von Arbeitnehmer*innen sind je nach Branche und Beruf völlig unterschiedlich. Besonders wichtig:
Der sichere Umgang mit Software-Tools wie Microsoft Office, verschiedene Google-Produkte sowie die gängigen E-Mail-Clients und Suchmaschinen
Die Fähigkeit, Informationen im Internet zu finden, kritisch zu bewerten und einzuordnen
Die digitale Erstellung und das Teilen von Informationen
Digitalisierung im (Arbeits-)Alltag meint das Verlagern von analogen Prozessen, Informationen und Objekten in digitale Formate. Meeting-Notizen werden also nicht mehr handschriftlich erstellt, bzw. in ausgedruckter Form mit Kolleg*innen geteilt, sondern digital z. B. per E-Mail versendet. In vielen Unternehmen finden Termine immer häufiger virtuell statt und Konferenzräume bleiben leer. Auch das Einstempeln am Arbeitsplatz findet seltener mit Schlüsselkarte o.ä. statt, sondern erfolgt mit entsprechenden Tools am Computer. Diese und viele weitere Veränderungen bringt die Digitalisierung im Arbeitsalltag mit sich.
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