Du bist auf der Suche nach einem neuen Job und durchforstest das Internet nach vielversprechenden Stellenangeboten? Oder du hast eine Nachricht mit einem unwiderstehlichen Jobangebot erhalten? Auch wenn die Jobsuche online sehr komfortabel und erfolgversprechend ist, gilt es dabei aufmerksam und vorsichtig zu sein. "Job Scamming", also der Identitätsdiebstahl bei der Online-Bewerbung, ist eine verbreitete Masche von Betrügerinnen und Betrügern im Internet. Ob gefälschte Stellenanzeige oder Nachricht über WhatsApp – wir sagen dir, wie du den Betrugsversuch erkennen kannst und geben dir Tipps für eine sichere Bewerbung.
Bevor wir uns den Schutzmaßnahmen widmen, werfen wir einen Blick darauf, was Job Scamming überhaupt ist. Es handelt sich um eine betrügerische Aktivität, bei denen Kriminelle zum Beispiel gefälschte Jobangebote erstellen, um an deine persönlichen Informationen zu gelangen oder dich finanziell auszubeuten. Diese Betrüger*innen treten oft äußerst professionell auf und sind manchmal sogar nur schwer von seriösen Anbietern zu unterscheiden.
Eine besonders perfide Variante des Job Scammings erfolgt über den beliebten Messaging-Dienst WhatsApp. Hierbei werden ahnungslose Jobsuchende direkt auf ihrem Smartphone kontaktiert. Die Betrüger*innen geben sich oft als potenzielle Arbeitgeber oder Online-Jobportale aus und locken ihre Opfer mit vermeintlich lukrativen Jobangeboten. Sie nutzen die vertraute Umgebung von WhatsApp, um persönliche Informationen wie Adresse, Geburtsdatum oder sogar Bankdaten zu erschleichen. Sei besonders wachsam, wenn du Nachrichten von unbekannten Kontakten erhältst, die dich sofort mit Jobangeboten überhäufen. Denke daran, dass seriöse Arbeitgeber in der Regel nicht über WhatsApp kommunizieren, bevor sie dich nicht persönlich kennengelernt haben. Bleibe vorsichtig und schütze deine persönlichen Informationen.
In den letzten Tagen haben einige Menschen in Deutschland betrügerische SMS bzw. iMessage-Nachrichten von fiktiven Recruiter*innen erhalten, die vorgeben, für das 'Stepstone Produkttester-Team' zu rekrutieren.
Uns liegt die Sicherheit unserer Nutzer*innen am Herzen, daher möchten wir dich auch hier darüber informieren, dass es sich hierbei um Betrugsversuche handelt. Diese Nachrichten kommen nicht von Stepstone. Falls du betroffen bist: Bitte ignorier diese Nachrichten, melde sie als "Spam" und blockiere den Kontakt.
Job Scamming kann in vielen verschiedenen Formen auftreten. Hier sind einige der gängigsten Arten im Überblick:
Du durchforstest Online-Jobportale und stolperst über ein verlockendes Stellenangebot. Es klingt nahezu perfekt – aber halt! Bevor du dich freust, überprüfe sorgfältig, ob du a) auf einer seriösen Jobbörse unterwegs bist und b) ob die Anzeige echt ist. Manchmal schaffen es Betrüger, gefälschte Jobanzeigen zu schalten, die dich am Ende um dein Geld bitten.
Die Identitätstäuschung ist eine häufige Masche. Die Schwindler geben sich oft als Vertreter einer Agentur, einer Regierungsbehörde oder eines seriösen Unternehmens aus. Sie könnten sogar nach einer Gebühr fragen, um deinen Jobantrag zu bearbeiten. Spätestens hier solltest du skeptisch und vorsichtig sein.
Plötzlich landet eine E-Mail in deinem Posteingang oder du erhältst sogar eine WhatsApp-Nachricht von jemandem, der behauptet, deine Bewerbung auf einer Jobbörse gefunden zu haben. Vorsicht, nicht alle diese Nachrichten sind echt. Einige könnten darauf abzielen, sensible Informationen wie Ausweisdokumente oder Bankkontonummern abzugreifen.
Einige Schwindler bieten vermeintliches Informationsmaterial zu einem Jobangebot an. Sie geben vor, Karriereexpert*innen zu sein, die dir gegen eine Gebühr maßgeschneiderte Informationen anbieten können – zum Beispiel um dich auf ein Job-Interview beim jeweiligen Unternehmen vorzubereiten. Unser Tipp: Nutze zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch doch besser unser Stepstone Magazin oder andere öffentlich zugängliche Informationen.
In diesem Szenario wirst du plötzlich als Finalist für eine Position ausgewählt, für die du dich nie beworben hast. Dann wird ein Online-Interview über einen speziellen Messenger-Dienst angekündigt, bei dem du persönliche Informationen eingeben musst. Achtung: Genau diese Informationen könnten in die falschen Hände geraten.
Manche Betrüger behaupten, sie bräuchten Angaben zu deiner Kreditwürdigkeit, um deine Eignung für die Stelle zu überprüfen. Sie könnten dich etwa auffordern, für einen Kreditbericht zu zahlen, der letztendlich eine nicht autorisierte Gebühr verursacht.
Der Fall „Karriereberatung“ tritt auf, wenn sich eine Person als vermeintliche*r Karriereberater*in ausgibt und dich kontaktiert, weil dein Lebenslauf verbessert werden könnte. Sie bieten an, deinen Lebenslauf gegen eine Gebühr zu verbessern oder verweisen dich gegen eine Gebühr an angebliche Expert*innen.
Die genannten Beispiele sind nur einige der gängigen Formen von Job Scamming. Die Betrüger*innen werden raffinierter und erfinden ständig neue Tricks, um Jobsuchende zu täuschen. Die gute Nachricht: Du kannst die Methoden durchschauen. Hier sind einige Tipps, wie du dich vor Job Scamming schützen kannst:
Bevor du dich auf eine Stellenanzeige bewirbst, recherchiere den potenziellen Arbeitgeber. Achte auf Rechtschreibfehler oder ungewöhnliche Formulierungen in der Anzeige, die auf einen möglichen Betrug hinweisen könnten.
Sei skeptisch, wenn ein potentieller Arbeitgeber Kontoverbindungen oder sonstige persönliche Daten von dir verlangt. Seriöse Unternehmen verlangen in der Regel keine Vorauszahlungen für Einstellungstests oder Schulungen.
Achte auf die Qualität der Kommunikation mit dem potentiellen Arbeitgeber. Seriöse Unternehmen kommunizieren klar und professionell. Sei vorsichtig bei E-Mails, in denen du viele Rechtschreib- oder Grammatikfehler findest.
Wenn ein Jobangebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es wahrscheinlich genau das. Betrüger locken oft mit unrealistischen Versprechen, zum Beispiel überdurchschnittlich hohen Gehältern und einzigartigen Benefits.
Sei zurückhaltend bei der vorschnellen Weitergabe persönlicher Informationen wie deiner Sozialversicherungsnummer, Ausweis- oder Bankdaten. Seriöse Arbeitgeber werden solche Informationen erst im Laufe des Einstellungsprozesses anfordern.
Keine Sorge: Wenn du wachsam und kritisch bleibst, steht einer erfolgreichen Online-Jobsuche nichts mehr im Wege.
Manchmal kann es passieren, dass du trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auf einen Job Scam hereinfällst. Keine Panik, hier sind einige Schritte, die du unternehmen kannst:
Wenn du sensible finanzielle Informationen weitergegeben oder Geld überwiesen hast, kontaktiere sofort deine Bank. Sie können möglicherweise Maßnahmen ergreifen, um deine Finanzen zu schützen und betrügerische Transaktionen rückgängig zu machen.
Stelle sicher, dass der Betrüger nicht weiterhin Zugriff auf dich hat. Blockiere seine E-Mails, Anrufe oder Nachrichten und melde ihn als Spam.
In schwerwiegenden Fällen, insbesondere wenn es sich um einen ernsthaften Betrug handelt, ziehe in Betracht, rechtlichen Rat einzuholen und mit der Polizei zusammenzuarbeiten, um den Täter zu identifizieren. Dies kann auch erforderlich sein, wenn du rechtliche Schritte unternehmen möchtest.
Wenn du dem Betrüger Zugangsdaten gegeben hast, ändere sofort deine Passwörter, um deine Online-Konten zu schützen.
Denke daran, dass du nicht allein bist, wenn du auf Job Scamming hereinfällst. Es kann jedem passieren, aber mit ein wenig Vorsicht und Wachsamkeit kannst du das Risiko minimieren.
Betrüger nutzen in diesem Fall die Hoffnung auf einen neuen Job aus, um Menschen zu täuschen und auszunutzen. Doch wenn du die oben genannten Warnzeichen kennst und die genannten Schritte zur Prävention befolgst, kannst du verhindern, Opfer eines Jobbetrugs zu werden.
Disclaimer: Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft. Die in diesem Artikel veröffentlichten Rechtsgrundlagen wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben aber keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Richtigkeit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr wird nicht übernommen. Insbesondere übernimmt The Stepstone Group Deutschland GmbH keinerlei Haftung für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die direkte oder indirekte Nutzung der bereitgestellten Inhalte entstehen.
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