Das Wichtigste in KürzeWarum kommt die Frage?Im Vorstellungsgespräch Wie souverän antworten? VorbereitungBeispiele für „gute“ Schwächen?„gute“ Schwächen positiv darstellenAllgemeine TippsFazitFAQs
„Was sind Ihre größten Schwächen?“ – da ist sie, eine der unangenehmsten Fragen im Vorstellungsgespräch. Viele Bewerber*innen sind verunsichert und fürchten, dass ihre Antwort unsympathisch oder unprofessionell wirken könnte. Kein Grund zur Panik: In diesem Beitrag erfährst du, wie du gelassen und überzeugend auf die Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch reagierst.
Inhalt
Das Wichtigste in KürzeWarum kommt die Frage?Im Vorstellungsgespräch Wie souverän antworten? VorbereitungBeispiele für „gute“ Schwächen?„gute“ Schwächen positiv darstellenAllgemeine TippsFazitFAQs
Das Wichtigste in Kürze
Ziel der Bewerbungsfrage: Personaler*innen möchten nicht herausfinden, ob du perfekt bist, sondern wie ehrlich, reflektiert und lernbereit du bist.
So antwortest du souverän: Sei ehrlich, authentisch und zeig, wie du mit der genannten Schwäche umgehst und daran arbeitest.
Das solltest du vermeiden: Floskeln wie „Ich bin zu perfektionistisch“ oder humorvolle Ausflüchte wie „Schokolade“ wirken unehrlich oder unpassend.
„Gute“ Schwächen: „Gute“ Schwächen sind solche, die echt sind, aber keine Schlüsselkompetenz der Stelle betreffen.
Beispiele für „gute“ Schwächen: Konzentrationsschwierigkeiten, Wissenslücken, Selbstkritik oder Introvertiertheit.
Warum fragen Personaler*innen im Vorstellungsgespräch nach Schwächen?
Personaler*innen fragen im Vorstellungsgespräch nach deinen Schwächen, weil sie herausfinden möchten, wie selbstreflektiert du bist und ob du bereit bist, an dir zu arbeiten. Denn, bei dieser Bewerbungsfrage geht es vor allem darum, einen tieferen Einblick in deine Persönlichkeit zu erhalten.
Einerseits dient die Frage dazu, herauszufinden, ob du wirklich für die Stelle geeignet bist oder ob die ein oder andere Eigenschaft dagegenspricht. Wer sich zum Beispiel für einen Job als Projektmanager bewirbt, hat im besten Fall keine Schwierigkeiten im Organisieren oder Priorisieren von Aufgaben.
In erster Linie möchten Personaler*innen aber sehen, wie du mit Herausforderungen umgehst und wie gut du in der Lage bist, dich selbst zu reflektieren. Denn, dass du (wie jeder andere Mensch) nicht nur positive Eigenschaften hast, ist ihnen klar. Sie möchten wissen, ob du dich mit deinen Schwächen auseinandersetzt und bereit bist, an dir zu arbeiten. Deswegen ist die Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch deine Chance, deine Authentizität unter Beweis zu stellen und dein Engagement für persönliches Wachstum zu präsentieren.
Wie wird im Vorstellungsgespräch nach den Schwächen gefragt?
Nach deinen Schwächen wird im Vorstellungsgespräch meist indirekt gefragt. Die klassische Frage „Was sind Ihre Schwächen?“ ist dabei nur eine von vielen Varianten.
Personaler*innen verpacken sie gern auf unterschiedliche Art und Weise – hier ein paar Beispiele:
„Welche Situationen haben Sie bei Ihrer bisherigen Arbeit besonders herausgefordert?“
„Wo sehen Sie Raum für persönliches Wachstum?“
„Wie gehen Sie damit um, wenn Sie an Ihre Grenzen stoßen und wie entwickeln Sie sich weiter?“
„Gibt es Eigenschaften, die Sie an sich ändern würden?“
„Wie würden Freund*innen Sie beschreiben?“
Wenn du so oder so ähnlich gefragt wirst, wendest du die Tipps aus diesem Artikel ebenfalls an.
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Wie antworte ich souverän im Vorstellungsgespräch auf die Frage nach meinen Schwächen? 8 Tipps
Auf die Frage nach deinen Schwächen im Vorstellungsgespräch antwortest du souverän, indem du ehrlich bleibst und zeigst, wie du an deinen Schwächen arbeitest.
Ob beim Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung, eine feste Anstellung oder ein Praktikum – die Frage nach den Schwächen mag einschüchternd sein, aber mit der richtigen Herangehensweise meisterst du sie souverän. Wichtig ist, dass du authentisch bleibst, dich nicht selbst kleinredest und deine Antworten klug formulierst. So zeigst du nicht nur Selbstreflexion, sondern auch, dass du bereit bist, an dir zu arbeiten.
Tipps: Wie du deine Schwächen im Vorstellungsgespräch souverän darstellst
Hier sind ein paar Tipps, um die Frage nach den Schwächen erfolgreich anzugehen:
Authentizität zählt: Sprich ehrlich über deine Schwächen, aber ohne dich dabei selbst abzuwerten.
Nichts erfinden: Authentizität heißt auch, dass du keine Schwächen nennst, die eigentlich nicht auf dich zutreffen.
Standardantworten vermeiden: Es gibt einige Antworten, die Personaler*innen schon tausend Mal gehört haben und die unauthentisch klingen – lass davon am besten die Finger.
Relevanz für die Position: Wähl Schwächen, die für die Position keine kritische Rolle spielen. Schwächen, die direkt mit den Kernkompetenzen des Jobs zusammenhängen, erwähnst du also lieber nicht (und denke stattdessen noch einmal darüber nach, ob diese Stelle wirklich geeignet für dich ist).
Lösungsorientierung: Mach klar, dass du aktiv an deinen Schwächen arbeitest. Beschreib, wie du dich weiterentwickelst oder Weiterbildungen nutzt, um deine Fähigkeiten zu stärken.
Positive Entwicklung: Zeig, wie sich die aktive Arbeit an deinen Schwächen positiv auswirkt.
Selbstbewusstsein: Präsentier deine Antwort möglichst gelassen und selbstsicher. Nutz dabei klare, prägnante Sätze, um deine Botschaft deutlich zu vermitteln.
Beispiele: Schilder sowohl deine Schwächen als auch die Gegenmaßnahmen anhand von konkreten Situationen. Das zeigt, dass das, was du sagst, Substanz hat.
Wenn du einen positiven Eindruck hinterlassen möchtest, vermeidest du diese Antworten:
„Ich bin zu perfektionistisch.“
Ja, du magst sorgfältig arbeiten, aber Perfektionismus wird einfach zu oft als versteckte Stärke verwendet.
„Ich bin zu ungeduldig.“
Benenne Ehrgeiz ehrlich als deine Stärke und verstecke sie nicht als Schwäche.
„Ich bin Workaholic!“
Viel Engagement ist zwar positiv, stellt aber deine Fähigkeit zur Work-Life-Balance infrage – und außerdem wirkt diese Antwort einfach abgedroschen.
„Ich habe keine Schwächen.“
Diese Antwort wirkt unrealistisch – wer ist schon ohne Schwächen!? Zeig, dass du reflektiert und ehrlich bist, indem du deine Schwächen kennst und kommunizierst.
„Ich hasse Abspülen.“
Okay … Das mag vielleicht eine Schwäche sein, aber mit deinem Beruf hat sie nun wirklich nichts zu tun
„Schokolade!“
Auch diese lustig gemeinte Antwort verfehlt den Sinn der Frage und erweckt den Eindruck, dass du sie nicht ernst nimmst.
Dos and Dont’s: souveränes Antworten auf die Fragen nach den Schwächen
Bleib ehrlich: Nenne eine echte Schwäche, ohne dich selbst schlecht zu machen.
Zeig Selbstreflexion: Mach deutlich, dass du deine Schwächen kennst und bereit bist, daran zu arbeiten.
Bleib authentisch: Sag nichts, was nicht wirklich auf dich zutrifft, denn glaubwürdige Antworten kommen besser an.
Wähle passende Schwächen: Achte darauf, dass deine Schwäche keine Schlüsselqualifikation für den Job betrifft.
Zeig Lösungsansätze: Erklär, wie du an deinen Schwächen arbeitest, z. B. durch Weiterbildung oder neue Methoden.
Bleib selbstbewusst: Antworte ruhig, klar und ohne Unsicherheit, auch bei unangenehmen Fragen.
Nutze konkrete Beispiele: Beschreibe eine Situation, in der du deine Schwäche erkannt und aktiv daran gearbeitet hast.
Tarn keine Stärken als Schwächen: Aussagen wie „Ich bin zu perfektionistisch“ wirken schnell unauthentisch.
Vermeide Floskeln: Standardantworten, die Personaler*innen schon tausend Mal gehört haben, wirken unoriginell.
Keine erfundenen Schwächen: Wenn deine Antwort nicht zu dir passt, wirkt sie gestellt und unglaubwürdig.
Nenn keine berufsfremden Schwächen: Aussagen wie „Ich hasse Abspülen“ oder „Schokolade“ gehören nicht ins Gespräch.
Sag nicht „Ich habe keine Schwächen“: Das wirkt unehrlich und zeigt mangelnde Selbstreflexion.
Mach dich nicht klein: Schwächen benennen heißt nicht, dich abzuwerten.
Lustige oder belanglose Antworten vermeiden: Humor ist okay, aber nur, wenn er zur Situation passt.
Vorbereitung: Wie du deine Schwächen erkennst und benennst
Du erkennst und benennst deine Schwächen am besten, indem du ehrlich zu dir selbst bist, dich reflektierst und bewusst damit auseinandersetzt, in welchen Situationen dir bestimmte Aufgaben schwerfallen. Denn, eine gute Antwort auf die Frage „Was sind Ihre Schwächen?“ ist vor allem eins: ehrlich. Dafür musst du aber erst einmal wissen, was deine Schwächen sind. Das fällt vielen alles andere als leicht. Mit diesen Schritten gelingt es dir:
Schritt 1: Selbstbewusstsein aufbauen
Zuerst machst du dir klar, dass niemand vollkommen frei von Schwächen ist – sie sind menschlich und bieten Raum für persönliches Wachstum. Mach dir also klar, dass deine Schwächen keine Makel sind. So gehst du offener und entspannter mit ihnen um.
Schritt 2: Selbstreflexion
Überleg ganz frei von Bewertung, welche Aufgaben oder Situationen du immer wieder als herausfordernd und schwierig empfindest, und schreibe sie dir auf.
Schritt 3: Feedback einholen
Wenn dir von allein wenig einfällt, fragst du vertraute Personen wie Freund*innen, Familienmitgliedern oder Kolleg*innen nach Feedback. Externe Perspektiven helfen dir, blinde Flecken in deiner Wahrnehmung zu erkennen und ein vollständigeres Bild deiner Schwächen zu erhalten.
Schritt 4: Tiefer eintauchen
Betrachte deine Schwächen im Kontext, sowohl beruflich als auch persönlich. Frag dich sowohl, in welchen Situationen sie auftreten, als auch, welche Ursachen dahinterstecken und was die Folgen sind. Das ermöglicht dir eine tiefere Einsicht in deine Schwächen.
Schritt 5: Selektieren
Während du deine Schwächen analysierst, berücksichtige auch die spezifische Stelle, für die du dich bewirbst. Welche Schwächen sind für diese Position weniger relevant? Dieser Schritt hilft dir, Schwächen auszuwählen, die deine Eignung für die Stelle nicht beeinträchtigen.
Schritt 6: Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen
Abschließend ist es wichtig, Schwächen als Entwicklungsmöglichkeiten zu sehen. Frag dich, wie du in Zukunft an ihnen arbeitest, und identifizier bereits ergriffene Maßnahmen zur Verbesserung. Diese Perspektive zeigt deinem potenziellen Arbeitgeber, dass du nicht nur Schwächen erkennst, sondern auch konstruktiv daran arbeitest.
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Was sind Beispiele für „gute“ Schwächen?
Gute Schwächen im Vorstellungsgespräch sind ehrlich, authentisch und zeigen, dass du dich selbst gut einschätzt. Hier findest du Beispiele für Schwächen, die in Bewerbungsgesprächen als reflektiert, sympathisch und glaubwürdig wahrgenommen werden:
Präsentationfähigkeit: Ich spreche nicht gern vor Publikum.
Konzentrationsschwierigkeiten: Ich bin manchmal unkonzentriert.
Direktheit: Ich bin sehr direkt.
Selbstkritik: Ich bin sehr selbstkritisch.
Genauigkeit: Ich verliere mich schnell im Detail.
Wissenslücken: Ich habe begrenzte Erfahrungen in einem bestimmten Themengebiet.
Introvertiertheit: Ich bin introvertiert und schnell von sozialen Kontakten überfordert.
Ambitionen: Ich denke oft zu groß.
Priorisierung: Ich habe manchmal Schwierigkeiten beim Priorisieren von Aufgaben.
Kontrollzwang: Ich kann schlecht Aufgaben abgeben.
Grenzen kommunizieren: Ich kann nur schwer Nein sagen.
Anpassung: Ich gewöhne mich nicht so schnell in neue Teams
Beispiele: Wie stelle ich meine „guten“ Schwächen im Vorstellungsgespräch positiv dar?
Du stellst deine Schwächen im Vorstellungsgespräch positiv dar, indem du sie ehrlich benennst und zeigst, wie du aktiv an ihnen arbeitest.
Hier kommt eine Liste mit guten Antworten auf die Frage nach den Schwächen, die dich sympathisch, authentisch und reflektiert wirken lassen.
Achtung: Nenn nur echte Schwächen von dir und reicher deine Antwort mit persönlichen Erfahrungen und Beispielen an.
Ich spreche nicht gern vor Publikum.
Es macht mich ziemlich nervös, vor vielen Menschen eine Rede zu halten oder etwas zu präsentieren. Dementsprechend mache ich das eher ungern. Aber ich arbeite daran, indem ich in kleineren Gruppen übe und meine Präsentationsfähigkeiten verbessere. Dadurch klappt es auch schon etwas besser.
Ich bin manchmal unkonzentriert.
Manchmal fällt es mir schwer, mich auf eine Sache zu konzentrieren. Deshalb ist es schon vorgekommen, dass ich eine Aufgabe nicht rechtzeitig erledigt habe, weil ich in Gedanken abgeschweift bin. Um das zu ändern, benutze ich Techniken wie die Pomodoro-Methode, um mich besser zu fokussieren.
Ich bin sehr direkt.
Ich bin jemand, der Dinge direkt anspricht – manchmal vielleicht zu direkt. Es gab schon Situationen, in denen ich jemandem ehrliches Feedback gegeben habe, aber es kam vielleicht etwas härter an als beabsichtigt. Deshalb versuche ich, mein Feedback sensibler zu verpacken und Rücksicht auf die Gefühle anderer zu nehmen.
Ich bin sehr selbstkritisch.
Ich stelle hohe Ansprüche an mich selbst, was gut sein kann, aber manchmal mache ich mir damit das Leben unnötig schwer. Es ist schon oft vorgekommen, dass ich viel zu lang an einer Aufgabe gesessen habe, weil ich alles perfekt machen wollte. Jetzt versuche ich, realistischere Erwartungen zu haben und auch mal stolz auf meine Fortschritte zu sein. Außerdem analysiere ich Aufgaben nach dem Pareto-Prinzip und versuche, mich auf die wichtigsten Aktivitäten zu konzentrieren, um möglichst effizient ans Ziel zu kommen.
Ich verliere mich schnell im Detail.
Ich muss zugeben, dass ich manchmal zu sehr in den Details versinke und den Überblick verliere. In einem Projekt bin ich mal so tief in Einzelheiten abgetaucht, dass ich nicht rechtzeitig fertig geworden bin und das Ziel verfehlt habe. Jetzt arbeite ich daran, den Fokus auf das Gesamtbild zu behalten. Bei meinen letzten Projekten habe ich versucht, klarere Meilensteine zu setzen, was sehr gut funktioniert hat.
Ich habe begrenzte Erfahrung in [einem bestimmten Themengebiet].
Ich bin nicht in allen Bereichen gleich erfahren. In einem bestimmten Fachgebiet fehlt mir vielleicht das Wissen, was mich hier und da vor Herausforderungen stellt. Aber ich bilde mich kontinuierlich weiter und frage auch erfahrene Kolleg*innen um Rat, um mein Wissen zu erweitern.
Ich bin introvertiert und schnell von sozialen Kontakten überfordert.
Ich bin eher der ruhige Typ und brauche viel Zeit für mich. Deswegen werde ich von meinen Kolleg*innen manchmal als abweisend wahrgenommen. Aber ich arbeite daran, offener auf sie zuzugehen und auch ehrlich zu kommunizieren, warum ich mich z. B. manchmal zurückziehe. Gleichzeitig bemühe ich mich um ausreichend Ruhezeiten, um meine Energie und Kreativität zu bewahren.
Ich denke oft zu groß.
Ich neige dazu, große Pläne zu schmieden, die nicht immer realistisch sind. Dafür bin ich aber sehr kreativ und produziere viele gute Ideen. Trotzdem versuche ich, meine Ideen und Pläne realistisch zu bewerten und wenn nötig umzudenken, um meine Ziele zu erreichen. Bei meinen letzten Projekten hat meine Kreativität das Brainstorming im Team sehr bereichert – später wurden unrealistische Ideen dann angepasst oder gestrichen. Das hat super geklappt.
Ich habe manchmal Schwierigkeiten beim Priorisieren von Aufgaben.
Mir fällt es nicht immer leicht, die wichtigen Aufgaben von den weniger wichtigen zu unterscheiden. Das hat mich schon des Öfteren in Zeitnot gebracht. Aber ich arbeite an meinem Zeitmanagement und nutze To-do-Listen, um meine Arbeit besser zu organisieren.
Ich kann schlecht Aufgaben abgeben.
Ich muss zugeben, dass es mir schwerfällt, Aufgaben aus der Hand zu geben – ich stelle eben gern sicher, dass die Arbeit nach meinen Ansprüchen erledigt wird. Mir ist aber klar, dass ich nicht immer alles selbst machen kann und dass gerade die Arbeit im Team sehr bereichernd sein kann. Deswegen arbeite ich daran, Vertrauen in mein Team zu haben und Aufgaben nach ihren Stärken zu verteilen. Bei meinem letzten Projekt habe ich deshalb aktiv Aufgaben delegiert und war überrascht von dem großartigen Ergebnis.
Ich kann nur schwer Nein sagen.
Ich finde es oft schwierig, Nein zu sagen, wenn mich jemand um Hilfe bittet. Das hat mich schon in Situationen gebracht, in denen ich meine eigenen Aufgaben kaum erledigt bekommen habe. Jetzt lerne ich, meine eigenen Grenzen zu erkennen, um meine Zeit effektiver zu nutzen. Ich habe dadurch schon mehr Selbstbewusstsein bekommen – aber leicht fällt mir das Nein sagen weiterhin nicht; daran muss ich noch weiterarbeiten.
Ich gewöhne mich nicht so schnell in neue Teams ein.
Es kann etwas dauern, bis ich mich in neuen Teams richtig wohlfühle. Bei meiner letzten Arbeitsstelle habe ich mich anfangs auch länger unsicher gefühlt. Aber ich arbeite daran, offener auf meine Teamkolleg*innen zuzugehen und die Gelegenheit zu bieten, dass wir uns schneller kennenlernen. Deshalb bleibe ich z. B. Freitagabend noch auf einen Drink im Büro oder versuche, die Mittagspause mit den Kolleg*innen zu verbringen. Und ich merke, dass mir dieser Kontakt dabei hilft, mich schneller einzugewöhnen.
Allgemeine Tipps für souveränes Auftreten im Vorstellungsgespräch
Die berüchtigte Schwächen-Frage ist nicht das Einzige, was vor und bei einem Bewerbungsgespräch für Nervosität sorgt. Mach dir bewusst, dass das ganz natürlich ist – es geht hier schließlich um etwas! Trotzdem gibt es ein paar Dinge zu beachten, um möglichst selbstsicher und entspannt durchs Job-Interview zu kommen.
Zuallererst ist es wichtig, sich gut auf das Gespräch vorzubereiten. Recherchier das Unternehmen, seine Kultur und die ausgeschriebene Stelle gründlich. So fühlst du dich sicher und stellst auch gezielte Rückfragen, was Interesse und Motivation zeigt.
Egal ob vor Ort im Unternehmen oder zu Hause vor dem Bildschirm: Wähl für das Vorstellungsgespräch ein Outfit, das zum einen zur Unternehmenskultur, aber in erster Linie auch zu dir passt. Wichtig ist, dass du dich zu 100 % wohlfühlst, denn nur so wirkst du selbstbewusst und ausgeglichen.
Mach dir keinen Kopf, wenn du auf eine Frage nicht sofort eine Antwort parat hast. Nimm dir einen Moment Zeit, um über deine Antwort nachzudenken. Das ist überhaupt nicht schlimm, sondern zeugt im Gegenteil von Überlegtheit und Ruhe.
Fazit: So gehst du mit Schwächen im Vorstellungsgespräch um
So verunsichernd die Frage nach den Schwächen zunächst scheinen mag – mit der richtigen Vorbereitung hast du nichts zu befürchten. Wir alle haben unsere Macken und das ist auch okay. Wichtig ist nur, sich ihnen bewusst zu sein und offen damit umzugehen. Mach dir also im Vorfeld Gedanken, welche Schwächen du im Job-Interview im Hinblick auf die Stelle nennen möchtest und wie du sie am besten präsentierst. Offenheit und Selbstreflexion werden in jedem Fall belohnt. Und jetzt: Viel Erfolg beim Vorstellungsgespräch!
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FAQ zu Schwächen im Vorstellungsgespräch
Welche Schwächen soll man beim Vorstellungsgespräch nennen?
Nenne ehrliche, persönliche Schwächen, die keine Schlüsselanforderungen der Stelle betreffen. Ideal sind solche, an denen du bereits arbeitest und die deine Lernbereitschaft zeigen – z. B. Präsentationsangst, Schwierigkeiten beim Delegieren oder eine gewisse Detailverliebtheit.
Ist es schlimm, wenn mir auf Anhieb keine Schwächen einfallen?
Wenn du kurz überlegen musst, bevor du antwortest, ist das kein Problem. Lass dein Gegenüber einfach wissen, dass du einen Moment nachdenken musst. Problematisch wird es erst, wenn dir überhaupt keine Antwort einfällt oder du sogar angibst, keine Schwächen zu haben.
Was sind sympathische Schwächen?
Es kommt weniger auf die Schwäche an als auf die Art und Weise, wie du sie verpackst. Sprich selbstbewusst über deine Schwächen und werte dich dabei nicht ab. Außerdem solltest du betonen, wie du daran arbeitest, deine Schwäche auszugleichen.
Wie formuliert man Schwächen positiv?
Schwächen formulierst du positiv, indem du ehrlich bleibst, aber gleichzeitig erklärst, was du unternimmst, um mit dieser Schwäche besser umzugehen. Zeig, dass du dich weiterentwickelst – z. B. durch Feedback, Methoden oder Weiterbildung.
Was sind berufliche Schwächen?
Berufliche Schwächen sind Eigenschaften oder Verhaltensmuster, die dich in bestimmten Arbeitskontexten herausfordern – etwa Schwierigkeiten beim Priorisieren, Probleme mit Zeitmanagement oder Unsicherheiten im Umgang mit Gruppen.
Wie viele Schwächen sollte ich nennen?
Eine gut gewählte Schwäche reicht vollkommen. Wenn du sehr souverän auftrittst, nennst du zwei – wichtig ist, dass du für jede Schwäche eine klare Entwicklung oder Lösung aufzeigst.
Ist es ratsam, keine Schwächen zu nennen?
Nein. Wer sagt, er*sie habe keine Schwächen, wirkt unglaubwürdig oder unehrlich. Zeig lieber, dass du reflektiert bist und bereit bist, an dir zu arbeiten – das macht einen besseren Eindruck.
Wie kann ich mich auf die Frage nach den Schwächen vorbereiten?
Reflektiere deine beruflichen Erfahrungen: In welchen Situationen hattest du Schwierigkeiten? Hol dir Feedback von anderen ein, analysiere deine Schwächen im Kontext der Stelle und überleg dir, wie du an ihnen arbeitest. Mit etwas Übung wirst du sicher in deiner Antwort.
Warum werden Bewerbende nach ihren Schwächen gefragt?
Personaler*innen möchten sehen, wie gut du dich selbst einschätzt, ob du bereit bist, an dir zu arbeiten, und wie du mit Herausforderungen umgehst. Die Frage zielt auf deine Persönlichkeit ab, nicht auf deine Fehler.
Wie kann man seine Bereitschaft zur Selbstverbesserung betonen?
Zeig konkret, was du bereits unternimmst, um an einer Schwäche zu arbeiten – etwa Trainings, neue Methoden, Feedbackgespräche oder bewusste Verhaltensänderung. So vermittelst du: „Ich kenne meine Schwächen und entwickle mich weiter.“
Was ist die beste Antwort auf die Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch?
Die beste Antwort ist ehrlich, wird selbstbewusst vorgetragen und orientiert sich an dieser Formel:
1. Beschreibung der Schwäche, idealerweise anhand von konkreten Beispielen
2. Lösungsansätze, die zeigen, wie du an deinen Schwächen arbeitest.
3. Positive Entwicklung durch die aktive Arbeit an deinen Schwächen.
Du siehst: Die eine perfekte Antwort gibt es nicht – du musst sie individuell für dich erarbeiten.
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