Du hast einen Ausbildungsberuf und überlegst dir, eine Weiterbildung zum Meister zu machen? Weiterbildung ist immer gut, denn wer kontinuierlich dazulernt, kann besser mit Herausforderungen im Job umgehen, und auch beruflich aufsteigen – und mehr verdienen. Doch wie lukrativ ist der Meisterbrief tatsächlich?
Für Malermeisterin Julia Ruser (37) hat es sich gelohnt. Seit 20 Jahren arbeitet sie schon als Malerin und Lackiererin, ließ sich im Betrieb ihres Vaters ausbilden und entschied sich dann, als Gesellin ihren Meister zu machen. Nun leitet sie ihren eigenen Betrieb in Tüttendorf (Schleswig-Holstein), ist Unternehmerin und Arbeitgeberin. “Ich beschäftige drei Gesellen, einen Minijobber und bilde eine Malerin aus”, erzählt sie am Telefon. Und das in einer noch recht männerdominierten Branche, wie sie sagt. Dafür ist der Meisterbrief die Voraussetzung.

Julia Ruser (37) ist Malermeisterin und leitet ihren eigenen Betrieb. Die Meisterausbildung neben dem Beruf war anstrengend, aber hat sich gelohnt. “Ich beschäftige drei Gesellen, einen Minijobber und bilde eine Malerin aus.”
Einen anderen Weg hat Louis Baureis (27) aus Sandhausen (Baden-Württemberg) eingeschlagen. Er arbeitet in der väterlichen Schreinerei, allerdings ist er Quereinsteiger. Nach seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und einer Führungsposition entschied er sich: Ich will doch die Schreinerei von meinem Vater übernehmen. Nun wechselt er zwischen Büro und Werkbank und studiert neben der Arbeit Management & Innovation.

Louis Baureis (27) ist auf der Karriereplattform LinkedIn als LinkedIn-Schreiner aktiv und schreibt über das Handwerk in Deutschland. „Durch meinen Bachelor könnte ich den Meister auch verkürzen, da ich die kaufmännischen Voraussetzungen erfülle.“
Der Meister-Abschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf Niveau 6 eingestuft und eröffnet somit auch Zugang zu akademischen Weiterbildungen oder einem anschließenden Studium. Das unterstreicht die hohe Qualifikation, die mit dem Meistertitel einhergeht – und ihn so attraktiv macht.
Wie viel lässt sich mit einem Meister tatsächlich verdienen? Wir haben die zehn bestbezahlten Berufe ermittelt, basierend auf den Daten des Stepstone Gehaltsplaners.
Beruf | Bruttogehalt pro Jahr (Median) |
|---|---|
Industriemeister/in (Chemie) | 79.000 € |
Netzmeister/in | 69.750 € |
Kälteanlagenbau-Meister/in | 64.750 € |
Molkereimeister/in | 64.750 € |
Abwassermeister/in | 63.000 € |
Industriemeister/in Metall | 59.000 € |
Industriemeister/in Elektrotechnik | 58.000 € |
Industriemeister/in Kunststoff | 58.000 € |
Polier/in Hochbau | 56.570 € |
Elektromeister/in | 56.250 € |
Über den Meisterbrief hinaus spielt auch die Berufserfahrung eine entscheidende Rolle bei der Gehaltsentwicklung im Handwerk. Mit jeder zusätzlichen Erfahrung im Berufsalltag wirst du nicht nur sicherer in deinem Handwerk, sondern kannst auch komplexere Aufgaben übernehmen, Verantwortung tragen und dein Wissen weitergeben – sei es in einer Führungsrolle oder als Ausbilder*in. Gerade in traditionellen Handwerksberufen zeigt sich, dass fundierte Berufserfahrung in Kombination mit Weiterbildungen wie dem Meisterbrief das Gehalt spürbar ansteigen lässt.
Wie sich Berufserfahrung konkret auf dein Einkommen auswirken kann, erfährst du in unserem umfassenden Gehaltsvergleich. Dort kannst du gezielt nach Handwerksberufen suchen und herausfinden, wie sich dein Gehalt mit wachsender Erfahrung und Qualifikation entwickelt.
„Der Meistertitel bietet zahlreiche Chancen – ein höheres Gehalt, mehr Verantwortung und die Möglichkeit, einen eigenen Betrieb zu führen. In Berufen mit Meisterpflicht ist er zudem zwingend erforderlich, um als Unternehmer*in tätig zu sein. Doch dieser Gehaltsanstieg durch den Meisterbrief ist mühsam, so erzählt es Malermeisterin Julia Ruser.
„Ich glaube, wenn ich gekonnt hätte, dann hätte ich meinen Meister in Vollzeit gemacht. Mich nur auf die Schule zu konzentrieren wäre deutlich angenehmer gewesen.” - Julia Ruser, Malermeisterin
„Drei Jahre lang ging ich neben der Meisterausbildung in Vollzeit arbeiten, weil ich nicht ein Jahr auf das Gehalt verzichten konnte”, sagt sie. So wird es Vielen gehen, doch es gibt auch Fördermöglichkeiten für Menschen, die sich diese enorme Belastung nicht zutrauen, das weiß Jürgen Wittke.

Jürgen Wittke ist Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin. Ein Meisterbrief steht für handwerkliche Qualität und ist auch ein gutes Marketinginstrument, sagt er. "Ein Meister, das steht für Qualität im Handwerk. Das ist auch noch immer ein gutes Marketinginstrument."
Eine Möglichkeit sei das Aufstiegs-BaföG.
Julia Ruser entschied sich gegen diese Förderung, sagt aber heute: „Ich glaube, wenn ich gekonnt hätte, dann hätte ich meinen Meister in Vollzeit gemacht. Mich nur auf die Schule zu konzentrieren wäre deutlich angenehmer gewesen.” Um diese Doppelbelastung stemmen zu können, hatte sie ihr Pferd als Ausgleich, Reiten, das habe ihr Kraft gegeben.
Für Menschen, die gerade vor dieser Weggabelung stehen, bedeutet das: Bevor du dich zum Meister-Schritt entscheidest, solltest du dir über die Rahmenbedingungen im Klaren sein.
Wie lange dauert die Meisterschule im Handwerk?
Die Meisterschule dauert je nach Gewerbe, Unterrichtsform (Vollzeit oder Teilzeit) und Anbieter zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Logisch: In Teilzeit dauert es länger als in Vollzeit.
Welche Voraussetzungen brauche ich für den Handwerksmeister?
In der Regel brauchst du eine abgeschlossene Berufsausbildung im jeweiligen Handwerk und mehrjährige Berufserfahrung. Häufig ist die Gesellenprüfung Voraussetzung, in einigen Fällen kann aber auch eine einschlägige Tätigkeit ausreichen. Die genauen Anforderungen legt die zuständige Handwerkskammer fest.
Beispiel: Du machst eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK, bestehst die Gesellenprüfung und arbeitest danach mindestens zwei Jahre im Beruf. Danach kannst du dich (nach Absprache mit deinem Arbeitgeber) bei einer Meisterschule anmelden und die Meisterausbildung starten.
Wird die Meisterausbildung staatlich gefördert?
Ja, über das sogenannte Aufstiegs-BAföG (ehemals Meister-BAföG) erhalten Teilnehmer Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren – oft bis zu 75 Prozent Förderung. Über diese Möglichkeit solltest du dich vorher also unbedingt informieren, da sie finanziell einen enormen Unterschied machen kann.
Doch nicht nur der klassische Ausbildungsweg kann zum Meisterbrief führen: In den nächsten Jahren möchte Baureis noch mehr von seinem Vater lernen. „Ich bin zwar in der Schreinerei aufgewachsen, jeden Samstag bin ich mit meinem Vater hingefahren und habe kleine Aufgaben übernommen, aber eine Ausbildung als Schreiner habe ich nicht“, sagt er.
„Durch meinen Bachelor könnte ich den Meister auch verkürzen, da ich die kaufmännischen Voraussetzungen erfülle.“ - Louis Baureis, Groß- und Außenhandelskaufmann
Doch das soll nicht so bleiben, denn wenn er nun weiter in der Schreinerei arbeitet, kann er gemäß Handwerksordnung nach etwa fünf Jahren im Beruf auch ohne Ausbildung eine Gesellenprüfung ablegen. Und hat somit auch die Voraussetzung erreicht, um einen Meister zu machen. „Das kann ich mir schon gut vorstellen“, sagt er.
Zwar ist sein Vater noch im Betrieb und es gibt auch einen angestellten Meister, der ausbilden könne, aber den Titel Meisterschreinerei möchte Baureis auch in Zukunft auf keinen Fall verlieren. „Durch meinen Bachelor könnte ich den Meister auch verkürzen, da ich die kaufmännischen Voraussetzungen erfülle.“ Ein Meister, das steht für Qualität im Handwerk, so Jürgen Wittke. Das sei auch noch immer ein gutes Marketinginstrument.
Meisterausbildung mit Bachelor verkürzen – wann ist das möglich?
Wenn du bereits einen Bachelor-Abschluss besitzt oder bald besitzen wirst, kann dieser Titel möglicherweise deine Meisterausbildung verkürzen. Von entscheidender Bedeutung ist die fachliche Nähe: Hast du beispielsweise einen Meistertitel in Elektrotechnik, kannst du dir für den Elektromeister geht einzelne Inhalte oder Prüfungsteile anrechnen lassen. Eine vollständige Anrechnung ist jedoch unüblich und hängt von der Handwerkskammer sowie dem konkreten Bildungsgang ab.
Welche Meisterprüfung am schwersten ist, lässt sich kaum beantworten. So unterschiedlich sind die Berufe, wie leicht einem das Lernen fällt und natürlich auch das Talent. Doch Julia Ruser ist sich sicher: “Es ist ein anderes Lernen als an der Schule, man liebt den Job und ist deshalb wissbegierig. Deshalb wollte ich alles verstehen und im Kopf behalten.”
Eine Meisterausbildung kostet neben dem zeitlichen Investment auch Geld. "Pauschal lässt sich nicht beziffern, wie viel”, so Wittke. Mit ein paar tausend Euro sollte man rechnen, bei den Handwerkskammern gibt es die Möglichkeit, sich über Förderungen zu informieren.
Bei Julia Ruser waren es um die 10.000 €, sagt sie. Auch, weil sie ihre Ausbildung auf einer Privatschule machte. Kosten fielen auch für Schulgebühren, Prüfungsmaterialien und die wöchentlichen Fahrten nach Husum an. Ihre betriebswirtschaftliche Prüfung machte sie in einem dreimonatigen Vollzeit-Crashkurs. Auch weil die Schule versprach, dass sie den Kurs wiederholen dürfe, sollte sie durchfallen. Sie fiel nicht durch und das Geld war gut investiert, sagt sie. Aber, und das gehört auch zur Wahrheit: Es gibt auch Meisterausbildungen, in denen zumindest der Lohnanstieg eher niedrig ist.
Als groben Rahmen kannst du dir also merken: Die Kosten für die Meisterausbildung liegen in der Regel zwischen 4.000 und 10.000 €, abhängig vom Handwerk, der Meisterschule und den Prüfungsgebühren. In der Praxis tragen viele Absolvent*innen die Kosten selbst, oft jedoch mit Unterstützung durch Fördermittel oder ihren Arbeitgeber. Der tatsächlich gezahlte Betrag wird dadurch verringert, und das ist noch vor der Steuer.
Immerhin: Falls du die hohen Kosten vollständig oder teilweise selbst tragen musst, kannst du dir davon einen guten Teil zurückholen.
Deine Steuerersparnis ist dann etwas geringer als bei dem Weg über die Werbungskosten – trotzdem lohnt es sich.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es unumgänglich, sich fortzubilden. Es muss aber nicht zwangsläufig über eine Meisterprüfung laufen: Sei es, um betriebswirtschaftliches Wissen aufzubauen, neue Prozesse zu etablieren oder ein Verständnis für künstliche Intelligenz zu erlangen. “Das gilt im Handwerk ebenso wie in anderen Branchen”, sagt Jürgen Wittke. So schafft man sich selbst auch einen Wettbewerbsvorteil für gute Jobs und auch 10 % mehr Brutto-Gehalt machen sich netto auf dem Konto bemerkbar.
Wer erstmal keinen Meister machen möchte, für den können auch Fortbildungen zu Zukunftstechnologien spannend sein, sagt Wittke. Etwa zur Fachkraft für Solartechnik oder zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten. Festgelegte Tätigkeiten, das sind Aufgaben im Bereich Elektronik, die von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden dürfen, ohne eine umfassende Ausbildung im gesamten Elektrohandwerk zu haben.
Doch auch mit dem Meisterbrief hört das Lernen für die Malermeisterin Julia Ruser nicht auf. Sie beschäftigt sich vor allem mit Materialien und neuen Arbeitsweisen: “Die Farben werden immer umweltfreundlicher und auch weniger schädlich für die Gesundheit.”
Es ist im Handwerk notwendig, sich regelmäßig auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und auch digital fit zu werden. Das lebenslange Lernen, das mittlerweile in so vielen Bereichen vorausgesetzt wird, macht also auch im Handwerk keine Ausnahme.
Den deutschen Handwerksbetrieben geht es wirtschaftlich gut. Besonders in Berufen mit Meisterpflicht ist die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften und Meister*innen hoch, da sie für die Qualität und Zukunftssicherung der Betriebe eine zentrale Rolle spielen. Lediglich 15 Prozent der Betriebe würden ihre aktuellen Geschäftsergebnisse als schlecht bewerten.
Das macht Handwerksbetriebe zu einem sicheren Arbeitgeber. Und es gibt viele freie Stellen im Handwerk – auch auf Meisterebene droht in vielen Branchen der Fachkräftemangel.
Trotzdem ist das Handwerk besonders beim Thema Nachwuchs und Personal herausgefordert. Gründe dafür sind der demografische Wandel und auch, dass viele Menschen gerne studieren möchten (Stichwort Akademisierung). Dabei gibt es gerade im Handwerk hohe Einstiegsgehälter für Auszubildende und viele Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.
Du willst mehr über die Löhne im Handwerk erfahren? Hier geht zu unserem Branchenüberblick Handwerk.
Besonders gefragt sind Handwerksberufe, die sich mit Energie, Mobilität, Bauen und Gesundheit befassen. Der Fachkräftemangel und der Klimawandel verstärken den Bedarf zusätzlich. Zukunftssichere Handwerksberufe sind zum Beispiel:
Außerdem wichtig: Im Gegensatz zu vielen Bürojobs, aber auch anderen Tätigkeiten wie im Transport, Einzelhandel oder Produktion, sind diese Berufe in absehbarer Zeit kaum durch KI zu ersetzen. Du setzt damit auf Karrieresicherheit – und mit einem Meistertitel umso mehr.
Seit einigen Jahren gibt es eine Imagekampagne des Handwerks. Doch die beste Imagekampagne sind wahrscheinlich Menschen wie Julia Ruser und Louis Baureis, die ihren Job lieben und begeistert von ihrer Arbeit und ihrem Handwerk erzählen.
Die realistische Möglichkeit auf hohe Gehälter tut ihr Übriges, um den Ausbildungsweg im Vergleich zur akademischen Schulung interessanter zu machen.
In Zeiten des Fachkräftemangels ist der Handwerks-Meister gefragter denn je. Er ist weiterhin ein sinnvoller Karriereschritt: Er bietet dir gute Aufstiegschancen, ermöglicht die Selbständigkeit und das Ausbilden von neuen Fachkräften. In vielen Berufen lohnt sich der Meister direkt finanziell, außerdem bekommst du mehr Verantwortung und langfristige Sicherheit. Allerdings gilt das nicht für alle Gewerke im gleichen Maße. Informiere dich deshalb vorher, ob sich der Aufwand in deinem konkreten Berufsfeld wirklich rechnet.
Umfassende aktuelle Gehaltsdaten findest du auf der Seite "Der große Gehaltsvergleich" oder in unserem Fact Sheet:
Hinweis: Die Gehaltsdaten in diesem Beitrag basieren auf dem Stepstone Gehaltsplaner und beziehen sich auf eine Analyse aus 2025. Aktuelle Gehaltsdaten für 2026 finden sich unter anderem hier: Der große Gehaltsvergleich.
Die schwerste Ausbildung im Handwerk in Deutschland zu bestimmen, ist schwierig, da dies davon abhängt, worin du gut bist und was deine Interessen sind. Einige Handwerksberufe sind jedoch allgemein als besonders anspruchsvoll bekannt, sei es wegen der körperlichen Anstrengung oder der technischen Komplexität. Ein*e Maurer*in muss viel über Statik wissen und ein*e Dachdecker*in sollte schwindelfrei sein, Elektroniker*innen müssen wiederum sehr präzise arbeiten. Die Wahl einer passenden Ausbildung hängt also stark von den individuellen Stärken und Schwächen und deinen persönlichen Vorlieben ab.
Im Handwerk gibt es zahlreiche Weiterbildungen. Der Meister ist gleichwertig mit einem Bachelor-Abschluss und qualifiziert dazu, einen Betrieb zu leiten oder Andere auszubilden. Der Betriebswirt, also die Ausbildung zum*r Geprüften Kaufmännischen Fachwirt*in (HwO), bereitet auf das Management kleinerer und mittlerer Betriebe vor. Diese Weiterbildung ist die höchste Ausbildung im Handwerk und mit einem Master gleichzusetzen.
Das Handwerk ist ein zentraler Wirtschaftsbereich in Deutschland. Laut des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks sind aktuell 1.037.073 Betriebe im Handwerksregister und im Verzeichnis handwerksähnlicher Gewerbe eingetragen. Dort sind etwa 5,6 Millionen Menschen beschäftigt und rund 350.000 junge Menschen machen eine Ausbildung. Somit arbeiten 12,2 Prozent aller Erwerbstätigen und 28,2 Prozent aller Auszubildenden in Deutschland im Handwerk. Im Jahr 2023 erzielte das Handwerk einen Umsatz von rund 765,6 Milliarden € (ohne MwSt).
Ja, das ist möglich. Wenn du über ausreichend Berufserfahrung verfügst, kannst du nach etwa fünf Jahren die Gesellenprüfung ablegen, auch ohne eine klassische Ausbildung absolviert zu haben. Damit erfüllst du die Voraussetzung, den Meistertitel zu machen – was in Berufen mit Meisterpflicht besonders wichtig ist.
Es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten, darunter das Aufstiegs-BaföG, Bildungsprämien oder regionale Zuschüsse. Informiere dich bei deiner Handwerkskammer über weitere Optionen.
Die Kosten variieren je nach Beruf und Ausbildungsstätte. Im Durchschnitt solltest du mit mehreren Tausend Euro rechnen, wobei Privatschulen teurer sind als öffentliche Einrichtungen.
In den meisten Berufen führt der Meisterbrief zu einem deutlichen Gehaltsanstieg, in einigen Fällen sogar bis zu 63 %. Allerdings gibt es auch Berufe, in denen der finanzielle Vorteil geringer ausfällt. Ein Gehaltsvergleich kann hier helfen, Klarheit zu schaffen.
Es gibt viele Weiterbildungsmöglichkeiten, wie z. B. eine Qualifikation zur Fachkraft für Solartechnik, zur Elektrofachkraft oder andere spezialisierte Schulungen, die dir neue Karrierechancen eröffnen können.
Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen: fachpraktischer Teil, Fachtheorie, Betriebswirtschaft und Berufs- und Arbeitspädagogik. Der letzte Teil hat die geringsten Durchfallquoten, der dritte Teil gilt dagegen als der anspruchsvollste. Die Prüfung wird von der zuständigen Handwerkskammer abgenommen und kann je nach Gewerk mehrere Monate Vorbereitungszeit erfordern.
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