Der Sicherheitsgurt des Kindes wird von der Stewardess angelegt.
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Das Wichtigste in KürzeWie werde ich Stewardess?Benötigte SkillsSpezialisierung & KarriereArbeitsalltagFazitFAQ

Als Steward*ess bzw. Flugbegleiter*in bist du für die Betreuung der Passagiere an Bord eines Flugzeugs verantwortlich. Zu deinen Aufgaben gehören die Sicherheitsunterweisungen, der Service von Speisen und Getränken sowie die Unterstützung in Notfällen. Zudem sorgst du für eine angenehme Atmosphäre und stehst den Fluggästen bei Fragen oder besonderen Anliegen zur Verfügung.

Aber wie wirst du überhaupt Flugbegleiter*in? Wie sieht die Ausbildung aus und welche Voraussetzungen solltest du erfüllen? Wir erklären den Ausbildungsweg, das Berufsbild und die Karrieremöglichkeiten.

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Das Wichtigste in Kürze

Wie werde ich Stewardess? Alle Infos zu Ausbildung und Voraussetzungen

Die Ausbildung zur Stewardess erfolgt in der Regel direkt bei Fluggesellschaften und dauert meist zwischen sechs und zwölf Monaten. Während der Ausbildung erlernst du alles Wichtige rund um Sicherheitsvorschriften, Notfallmanagement, Gästebetreuung und den Service an Bord. Ein besonderer Fokus liegt auf der Kommunikation mit Passagieren und der Durchführung von Sicherheits- und Notfallmaßnahmen. Zudem wird auf die körperliche Fitness und den Umgang mit stressigen Situationen geachtet. Oft ist ein Schulabschluss erforderlich, und je nach Fluggesellschaft sind auch Sprachkenntnisse von Vorteil.

Die Analyse zeigt, dass Arbeitgeber häufig folgende Qualifikationen erwarten:

Im Folgenden werfen wir einen etwas genaueren Blick auf die wichtigsten Fragen rund um die Ausbildung zur Flugbegleiter*in.

Was sind die Voraussetzungen, um Stewardess zu werden?

Die persönlichen und formalen Kriterien, um Steward*ess werden zu können, können je nach Airline variieren. Aber grundsätzlich gilt:

  • Mindestalter: meist 18 bis 21 Jahre
  • Schulabschluss: mindestens Realschulabschluss oder (Fach-)Abitur
  • Gesundheit & Fitness: gute körperliche Verfassung, kein Rückenleiden (wie Bandscheibenvorfälle), gute Sehstärke
  • Sprachkenntnisse: fließendes Deutsch und Englisch, weitere Sprachen sind ein Plus
  • Soft Skills: Serviceorientierung, Freundlichkeit, Stressresistenz und Teamfähigkeit

Mit welcher Ausbildung werde ich Stewardess?

Eine klassische (einheitliche) Berufsausbildung gibt es nicht. Der Einstieg erfolgt über Schulungen der Airlines.

  • Airline-Schulung: verpflichtend, dauert sechs bis zwölf Wochen
  • Inhalte: Sicherheitstraining, Notfallübungen, Erste Hilfe, Service am Platz
  • Zertifikat: In Europa erhältst du nach Abschluss die EASA Cabin Crew Attestation
  • Vorbereitung: Sprach- und Servicekurse sind hilfreich, aber nicht verpflichtend

Die Ausbildungskosten übernimmt in der Regel die Airline, aber aufgepasst: Falls du in den ersten Monaten nach abgeschlossener Ausbildung kündigst, besteht möglicherweise eine Rückzahlungspflicht – dies ist individuell geregelt.

Wie läuft die Bewerbung bei einer Airline ab?

Der Bewerbungsprozess ist oft mehrstufig und umfasst folgende Phasen:

  1. Online-Bewerbung: mit Lebenslauf, Foto und Motivationsschreiben
  2. Online-Tests: Englisch, Logik, Reaktionsfähigkeit
  3. Casting oder Recruitment Day: Interviews, Rollenspiele, Gruppenaufgaben
  4. Medizinische Untersuchung: Nachweis der Flugtauglichkeit

Dieser Ablauf ist nicht immer exakt derselbe, hat sich allerdings bewährt und kommt deswegen oft in sehr ähnlicher Form vor.

In jedem Fall solltest du beherzigen: Als Steward*ess arbeitest du in der Luftfahrt, einer Branche, die für Internationalität steht. Entsprechend solltest du dich von Anfang an präsentieren – weltoffen, sprachgewandt, menschenbezogen und offen, deine Grenzen zu erweitern.

Flugbegleiterin werden: Mustervorlage für das Bewerbungsschreiben

Wie das in der Praxis aussehen könnte, siehst du im folgenden Musterbeispiel für die Ausbildungsbewerbung:

Bewerbung als Stewardess – Teilnahme an der Kabinenbesatzungsschulung

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Begeisterung bewerbe ich mich um einen Platz in Ihrer Kabinenbesatzungsschulung, um nach erfolgreichem Abschluss als Stewardess bei [Name der Airline] tätig zu werden. Der Beruf der Flugbegleiterin vereint für mich Serviceorientierung, interkulturellen Austausch und die Faszination des Fliegens – Eigenschaften, die mich schon lange begeistern.

Ich verfüge über sehr gute Englischkenntnisse, spreche fließend [weitere Sprache, falls vorhanden] und bringe eine ausgeprägte Kunden- und Serviceorientierung mit. In meiner bisherigen Tätigkeit als [zum Beispiel Hotelfachfrau / Gastronomie / Servicekraft] habe ich gelernt, freundlich und professionell mit unterschiedlichen Menschen umzugehen – auch in stressigen Situationen.

Besonders schätze ich an Ihrer Airline den hohen Qualitätsanspruch und die internationale Ausrichtung. Ich freue mich darauf, diese Werte als Teil Ihres Teams aktiv zu repräsentieren.

Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Motivation und freue mich über eine Einladung.

Mit freundlichen Grüßen
[Dein Name]

Weitere Tipps für deine Bewerbung zur Ausbildung als Stewardess

Um dein Bewerbungsschreiben individuell zu verfassen und dabei alle möglichen Punkte zu beachten, helfen dir die folgenden Tipps:

Beherzigst du diese Tipps, erhöhst du deine Chancen, es in den Rekrutierungsprozess zu schaffen.

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Das sagen die Fluggesellschaften: Diese Fähigkeiten und Kenntnisse solltest du mitbringen

Wie bereits erwähnt: Um als Steward*ess erfolgreich zu sein, sind Kundenorientierung, Kommunikationsfähigkeit und Belastbarkeit entscheidend. Du solltest in stressigen Situationen ruhig bleiben und flexibel arbeiten können, auch zu unregelmäßigen Zeiten. Teamfähigkeit und Problemlösungsfähigkeit sind ebenfalls wichtig, um den Arbeitsalltag an Bord reibungslos zu gestalten und unerwartete Herausforderungen zu meistern. Diese Eigenschaften helfen dir, den Beruf mit Freude und Erfolg auszuüben.

Interessant (und auch aus taktischer Sicht hilfreich für deine Bewerbung) sind deswegen die Angaben der Airlines.

Zu den am stärksten nachgefragten fachlichen Fertigkeiten zählen:

Besonders häufig werden folgende Soft Skills in den Stellenangeboten genannt:

Obwohl nicht sehr häufig genannt, werden in einigen Stellenangeboten folgende IT-Skills erwähnt:

Die Analyse zeigt, dass folgende Sprachkenntnisse gefordert werden:

Ein Führerschein der Klasse B wird in etwa 20 % der Stellenanzeigen als Voraussetzung genannt.

Spezialisierung & Karrierechancen für Stewardessen: Vielfältige Möglichkeiten

Der Beruf als Flugbegleiter*in erfreut sich einer konstanten Nachfrage, wie auch die Stellenausschreibungen auf Stepstone zeigen. Die Karrierechancen und beruflichen Perspektiven für Steward*essen sind vielfältig und bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Spezialisierung.

Durch Zusatzqualifikationen und Fortbildungen können Steward*essen ihre beruflichen Perspektiven weiter ausbauen. Dazu gehören beispielsweise:

Diese Fortbildungen können entweder durch interne Programme der Fluggesellschaften oder durch externe Kurse erworben werden. Es gilt also: Wer sich kontinuierlich weiterbildet, erhöht nicht nur seine Aufstiegschancen, sondern kann sich auch auf attraktive Spezialgebiete innerhalb der Luftfahrtbranche konzentrieren.

Dein Arbeitsalltag als Stewardess: Darauf kommt es wirklich an

Bereits während der Ausbildung lernst du die Praxis gut kennen. Grob zusammengefasst ist die Jobbeschreibung recht einfach: Als Steward oder Steward sorgst du für das Wohl der Passagiere und einen reibungslosen Ablauf an Bord.

Oft unterschätzt: Sicherheit als zentraler Aspekt

Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele dieser Tätigkeiten im Hintergrund, also unbemerkt von den Passagieren stattfinden. Das sind beispielsweise die Kontrolle der Notfallausrüstung vor dem Boarding oder die Überprüfung der Notausgänge und deren Funktionsfähigkeit. Ebenfalls unsichtbar ist das Sicherheits- und Crew-Briefing vor jedem Flug, bei dem Notfallszenarien und Abläufe besprochen werden. Und während des Flugs findet eine regelmäßige Überwachung der Kabine statt, um ungewöhnliche Geräusche, Gerüche oder verdächtiges Verhalten frühzeitig zu erkennen.

Die Kernaufgaben von Flugbegleiter*innen laut Personalverantwortlichen

Und das führt einem Gesamtbild bezüglich der Erwartungen seitens der Arbeitgeber. Unsere Analyse aktueller Stellenangebote auf Stepstone.de hat ergeben, dass Personalverantwortliche besonders häufig die folgenden Kernaufgaben erwarten:

Woher kommen die Daten zu den Berufsprofilen?

Für unsere Berufebilder haben wir bis zu 100 aktuelle Stellenangebote pro Beruf analysiert. Diese umfassende Untersuchung realer Jobanzeigen ermöglicht es uns, präzise darzustellen, welche Anforderungen Arbeitgeber bei diesem Beruf tatsächlich stellen und welche Qualifikationen Bewerber*innen mitbringen sollten. Durch die Auswertung dieser First-Hand-Daten präsentieren wir ein Berufsprofil, das direkt auf den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes basiert.

In welchen Bereichen sind Stewardessen tätig?

Steward*essen arbeiten in verschiedenen Bereichen der Luftfahrtindustrie.

Dein Berufsalltag ist also nicht auf kommerzielle Flüge beschränkt, auch wenn dies den Löwenanteil des Jobmarkts von Steward*essen ausmacht.

Was verdienen Stewardessen?

Dein Gehalt als Steward*ess steigt in der Regel stark mit der Berufserfahrung – wie in den meisten Jobs also. An folgenden Richtwerten kannst du dich orientieren:

Zu beachten: Diese Daten beziehen sich auf deutsche Airlines. Bei Fluggesellschaften mit Sitz in anderen Ländern können andere Werte gelten.

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Fazit: Stewardess ist ein Traumberuf, wenn der Joballtag zu dir passt

Der Beruf als Stewardess ist ideal für alle, die Serviceorientierung, Teamgeist und Reiselust mitbringen. Der Einstieg gelingt über eine kurze Airline-Schulung, sodass du oft schon nach wenigen Monaten deinen ersten Einsatz hast. Mit wachsender Erfahrung eröffnen sich vielfältige Karrierewege – vom Purser über VIP-Service bis hin zu spezialisierten Trainingsbereichen. Fortbildungen und Zusatzqualifikationen verbessern nicht nur deine Aufstiegschancen, sondern auch dein Gehalt.

Wer flexibel ist, gerne mit Menschen arbeitet und internationale Atmosphäre liebt, findet in diesem Beruf spannende Möglichkeiten und sichere Zukunftsperspektiven.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Kann man auch als Quereinsteiger Stewardess werden?

Ja, viele Airlines stellen Quereinsteiger ein. Eine spezielle Ausbildung ist nicht erforderlich, entscheidend sind Motivation, ein freundliches Auftreten und gute Englischkenntnisse. Berufserfahrung in serviceorientierten Bereichen wie Gastronomie oder Hotellerie ist ein Vorteil, aber keine Pflicht.

Welche bekannten Airlines bilden Stewardessen aus?

In Deutschland und Europa gehören Lufthansa, Eurowings, Swiss und Ryanair zu den größten Anbietern. International bilden auch Emirates, Qatar Airways oder Singapore Airlines regelmäßig neue Flugbegleiter aus. Die meisten Airlines veröffentlichen offene Stellen direkt auf ihren Karriereseiten oder auf Jobportalen wie Stepstone.

Wie viel verdient man als Stewardess in der Ausbildung und danach?

Während der Schulung gibt es in der Regel noch kein volles Gehalt. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt je nach Airline zwischen 1.800 und 3.000 Euro brutto im Monat. Langstreckenflüge und internationale Airlines bieten oft höhere Gehälter sowie zusätzliche Spesen und Übernachtungsgelder.

Wie stehen die Chancen, als Stewardess übernommen zu werden?

Die Übernahmechancen sind sehr gut. Airlines bilden in der Regel nur so viele Kandidaten aus, wie sie anschließend auch einstellen können. Wer die Schulung erfolgreich abschließt und die gesundheitlichen Anforderungen erfüllt, erhält meist direkt ein festes Arbeitsverhältnis.

Wie sehen die Arbeitszeiten einer Stewardess aus?

Die Arbeitszeiten einer Stewardess sind unregelmäßig und richten sich nach den Flugplänen der Airline. Dazu gehören Früh-, Spät- und Nachteinsätze sowie Wochenend- und Feiertagsarbeit. Auf Langstreckenflügen sind oft mehrere Reisetage am Stück üblich, gefolgt von längeren Ruhezeiten. Auf Kurz- und Mittelstrecken kann der Arbeitstag sehr früh beginnen oder spät enden, ist aber in der Regel auf acht bis zwölf Stunden begrenzt. Durch gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeiten und Ausgleichstage bleibt die Belastung dennoch gut planbar.

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