Junge Frau arbeitet in einem Café.
Inhalt
Das Wichtigste in KürzeWas ist ein Midijob?Minijob vs. MidijobGleitzone erklärtMidijob und SteuernMidijob: Vor- & NachteileMidijob-BeispieleFazit zum MidijobFAQs

Ein Midijob stellt den Mittelweg zwischen Minijob und regulärer Vollzeitbeschäftigung dar. Wegen seiner besonderen Merkmale ist er für viele Menschen eine interessante Option – vielleicht auch für dich. Falls du über einen Midijob nachdenkst, erfährst du in diesem Artikel, was einen Midijob auszeichnet, was ihn vom Minijob unterscheidet und welche Verdienstmöglichkeiten und Vor- und Nachteile es gibt.

Inhalt
Das Wichtigste in KürzeWas ist ein Midijob?Minijob vs. MidijobGleitzone erklärtMidijob und SteuernMidijob: Vor- & NachteileMidijob-BeispieleFazit zum MidijobFAQs

Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein Midijob und welchen Zweck erfüllt er?

Ein Midijob ist eine Beschäftigungsform, bei der dein monatliches Einkommen zwischen 538,01 und 2.000 Euro liegt.

Der Midijob wurde 2003 im Rahmen der Sozialgesetzgebung eingeführt. Das Modell soll Anreize schaffen, damit Arbeitnehmer, die bisher nur geringfügig beschäftigt waren (Minijob), einen höheren Verdienst erzielen können, ohne direkt mit den vollen Sozialabgaben belastet zu werden.

Wichtig: Die Unterschiede zwischen Minijob und Midijob

Der Minijob in Kürze erklärt

Die Verdienstobergrenze von Minijobs wurde zum 1. Januar 2024 erneut angehoben. Dabei handelte es sich um die Anpassung an den ebenfalls gestiegenen Mindestlohn, der zum Jahreswechsel von 12,00 auf 12,41 Euro pro Stunde erhöht wurde.

Damit ergeben sich folgende Rahmenbedingungen für Minijobs:

Wichtig ist hierbei, dass letztendlich das Jahreseinkommen relevant ist. Dieses darf 6.456 Euro nicht überschreiten, damit ein Minijob noch als solcher behandelt wird. Die nächste Änderung ist übrigens auch schon fix terminiert: Zum 1. Januar 2025 steigt der Mindestlohn auf 12,82 Euro pro Stunde an; für Minijobs wird dann die Obergrenze von 556 Euro im Monatsmittel gelten.

Midijob kurz erklärt: Grafik
Fakten und Zahlen über den Minijob. © stepstonegroup

Midijob als Steigerung des Minijobs

Als Folge der Anhebungen bei Mindestlohn und Minijob-Obergrenze ist auch die untere Grenze für Midijobs gestiegen. Der Midijob setzt schließlich exakt dort an, wo der Minijob endet.

Das bedeutet:

Die Hauptunterschiede zwischen Minijob und Midijob liegen also im Verdienstbereich sowie in der Steuer- und Sozialversicherungspflicht. Während Minijobber*innen praktisch keine Abgaben zahlen müssen, sind Midijobber*innen steuer- und sozialversicherungspflichtig, profitieren aber von reduzierten Beiträgen dank der Gleitzonenregelung.

Gleitzone im Detail: Berechnungsgrundlage, Formel und Beispielrechnungen

Auf die Gleitzone, die wir bereits mehrfach erwähnt haben, möchten wir jetzt noch etwas näher eingehen. Diese entscheidet nämlich über die Höhe der Sozialabgaben, die du im Midijob abführen musst. Dabei handelt es sich um Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Die Höhe dieser Abgaben beeinflusst schließlich direkt, welcher Anteil deines Verdiensts am Ende als Nettogehalt bei dir ankommt.

Du profitierst in der Gleitzone von einer schrittweisen Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge. Bei einem Einkommen im unteren Bereich der Gleitzone zahlst du folglich weniger Beiträge als am oberen Ende der Gleitzone. Die Gleitzone ist so gestaltet, dass du bei steigendem Einkommen langsam mehr Sozialabgaben zahlst, ohne sofort die vollen Abgaben eines regulären Jobs tragen zu müssen. Dies ermöglicht beispielsweise einen sanften Übergang von einem Minijob zu einer voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

So werden deine Midijob-Sozialabgaben berechnet

Zunächst ein Blick auf die Formel. Von zentraler Bedeutung sind dabei drei Faktoren:

Die Berechnung für die Sozialabgaben deines Midijob-Verdiensts geschieht dann mit folgender Formel:

RV-BMG = F x (SV-BMG - 1.000) + 1.000

Nehmen wir für ein Rechenbeispiel einen Bruttolohn von 1.300 Euro pro Monat an. Dieser wird in der Formel an der Stelle des SV-BMG eingesetzt, sodass wir den für dich relevanten RV-BMG berechnen können:

RV-BMG = 0,6846 x (1.300 - 1.000) + 1.000

                  = 0,6846 x 300 + 1.000

                  = 205,38 + 1.000

                  = 1.205,38 Euro

Was bedeutet dieser Betrag nun? Ganz einfach: Das Endergebnis dieser Rechnung, der RV-BMG, beschreibt wie oben erwähnt ein fiktives Bruttoarbeitsentgelt. Dieses dient als Berechnungsgrundlage deiner Sozialabgaben und da es um 94,62 Euro niedriger ist als dein tatsächliches Bruttogehalt, sinkt deine Belastung. Du erhältst einen finanziellen Vorteil.

Für deinen Arbeitgeber gilt das allerdings nicht: Dieser führt seinen Anteil an deinen Sozialabgaben auf Basis des vollen Bruttogehalts ab, also 1.300 Euro in diesem Fall.

Beispielrechnung: Hier liegt das Sparpotenzial von Midijobs

Zahlen machen den Unterschied anschaulich. Dazu berechnen wir den Rentenversicherungsbeitrag, der 2024 bei 18,6 Prozent liegt, von denen dein Arbeitgeber jedoch die Hälfte übernimmt, also 9,3 Prozent. Als Grundlage dient erneut ein Monatsbruttogehalt von 1.300 Euro:

Du sparst in diesem Beispiel dank Gleitzonenregelung also 8 Euro monatlich, was beinahe 100 Euro im Jahr sind, und das alleine bei der Rentenversicherung. Für Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung gilt schließlich dasselbe Prinzip, sodass sich die Ersparnisse addieren.

Das bedeutet für dich ein prozentual höheres Nettoeinkommen als in einem regulären Vollzeitjob, in dem auch deine eigenen Abgaben auf Basis des vollen Betrags berechnet werden.

Der Midijob und die Steuer

Ein Midijob ist im Gegensatz zum Minijob steuerpflichtig, doch dank der Gleitzone zahlst du weniger Sozialabgaben. In der Gleitzone fallen geringere Sozialversicherungsbeiträge an, während der Arbeitgeberanteil konstant bleibt. Dadurch erhöht sich dein Nettogehalt im Vergleich zu einer regulären sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung außerhalb der Gleitzone.

Steuerklassen und Freibeträge: Die Situation für Midijobber*innen

Die Sozialversicherung macht nur einen Teil deiner Abgaben aus. Für den anderen Teil deiner Brutto-Netto-Differenz ist die Einkommenssteuer verantwortlich – und hier gibt es keine Sonderregelung für Midijobs. Die Gleitzone bezieht sich nämlich ausschließlich auf die Sozialabgaben.

Im Gegensatz zum Minijob bist du im Midijob somit voll steuerpflichtig. Doch immerhin: Aufgrund des eher niedrigen Einkommens fällt die Steuerlast in der Regel sehr gering aus. Entscheidend dafür ist, wo du dich im Midijob-Einkommensspektrum befindest. So macht es logischerweise einen großen Unterschied für deine Steuerlast, ob du nur 600 oder ganze 1.900 Euro im Monat verdienst.

Aber selbst in den oberen Bereichen des Midijob-Einkommens bleibt die Steuerlast überschaubar. Auch hierzu einfache Zahlen:

Für alle Beträge, die darüber hinausgehen, fallen Steuern an. Wie hoch die Besteuerung letztendlich ausfällt, hängt von der Steuerklasse ab. In Deutschland gibt es sechs Steuerklassen und deine persönliche Situation bestimmt, welche Steuerklasse für dich gilt. So fallen ledige Arbeitnehmer*innen ohne Kinder in Steuerklasse I; besonders unter jungen Menschen ist diese Steuerklasse folglich vorherrschend. Ehepartner haben dagegen die Wahl aus verschiedenen Steuerklassenkombinationen; hier entscheidet die Höhe der beiden Einkommen über die beste Lösung.

Vor- und Nachteile eines Midijobs einfach zusammengefasst

Kurz und bündig hier die wesentlichen Eigenschaften des Midijob-Prinzips:

Die Vorteile

Die Nachteile

  • Sozialleistungen

  • Verringerte Sozialabgaben

  • Höhere Rentenansprüche

  • Schutz vor Arbeitslosigkeit

  • Flexibilität

  • Steuerpflicht

  • Minijob-Falle

  • Begrenztes Einkommen

<div class="stst-css-es4wy8 instagram-iframe-hh7Xb" data-genesis-element="BASE">&lt;div class=&quot;stst-css-noiqwp instagram-placeholder-NjyNa&quot; data-genesis-element=&quot;BASE&quot;&gt;&lt;span class=&quot;stst-css-zt7lik&quot; data-genesis-element=&quot;TEXT&quot; color=&quot;colorBrandLight&quot;&gt;Bitte erlauben Sie Social-Media-Cookies, um diesen Inhalt zu sehen.&lt;/span&gt;&lt;button class=&quot;stst-css-edeomg&quot; data-genesis-element=&quot;BUTTON&quot; aria-label=&quot;change me&quot; aria-busy=&quot;false&quot; type=&quot;button&quot; width=&quot;fit-content&quot;&gt;&lt;span class=&quot;stst-css-1bfj8tx&quot; data-genesis-element=&quot;BASE&quot;&gt;&lt;span class=&quot;stst-css-1jx3vjx&quot; data-genesis-element=&quot;BASE&quot;&gt;Einstellungen verwalten&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/button&gt;&lt;/div&gt;<style data-emotion="stst-css noiqwp zt7lik edeomg 1bfj8tx 1jx3vjx">.stst-css-noiqwp{box-sizing:border-box;margin:0;min-width:0;display:-webkit-box;display:-webkit-flex;display:-ms-flexbox;display:flex;}.stst-css-zt7lik{box-sizing:border-box;margin:0;min-width:0;font-size:16px;line-height:24px;font-family:Relative Pro,Arial,sans-serif;color:#0C2577;text-align:center;word-break:auto-phrase;color:#DBE2F6;}.stst-css-edeomg{box-sizing:border-box;margin:0;min-width:0;display:-webkit-inline-box;display:-webkit-inline-flex;display:-ms-inline-flexbox;display:inline-flex;-webkit-appearance:none;-moz-appearance:none;-ms-appearance:none;appearance:none;-webkit-align-items:center;-webkit-box-align:center;-ms-flex-align:center;align-items:center;-webkit-box-pack:center;-ms-flex-pack:center;-webkit-justify-content:center;justify-content:center;-webkit-transition:background-color ease 0s;transition:background-color ease 0s;transition-duration:200ms;-webkit-user-select:none;-moz-user-select:none;-ms-user-select:none;user-select:none;position:relative;white-space:nowrap;vertical-align:middle;outline:none;width:auto;border-radius:999px;font-family:Relative Pro,Arial,sans-serif;min-width:40px;color:#0C2577;padding:0;border:none;cursor:pointer;font-weight:700;-webkit-text-decoration:none;text-decoration:none;background-color:#E1F6F7;font-size:16px;line-height:24px;height:48px;padding-left:16px;padding-right:16px;box-shadow:none;padding:16px;}.stst-css-edeomg:disabled,.stst-css-edeomg:disabled:focus,.stst-css-edeomg:disabled:hover,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true],.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:focus,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:hover,.stst-css-edeomg[data-disabled],.stst-css-edeomg[data-disabled]:focus,.stst-css-edeomg[data-disabled]:hover{color:#A7B3D3;cursor:not-allowed;background-color:#CFD6E7;box-shadow:none;}.stst-css-edeomg:disabled:focus,.stst-css-edeomg:disabled:focus:focus,.stst-css-edeomg:disabled:hover:focus,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:focus,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:focus:focus,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:hover:focus,.stst-css-edeomg[data-disabled]:focus,.stst-css-edeomg[data-disabled]:focus:focus,.stst-css-edeomg[data-disabled]:hover:focus,.stst-css-edeomg:disabled[data-focus],.stst-css-edeomg:disabled:focus[data-focus],.stst-css-edeomg:disabled:hover[data-focus],.stst-css-edeomg[aria-disabled=true][data-focus],.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:focus[data-focus],.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:hover[data-focus],.stst-css-edeomg[data-disabled][data-focus],.stst-css-edeomg[data-disabled]:focus[data-focus],.stst-css-edeomg[data-disabled]:hover[data-focus]{color:#A7B3D3;-webkit-text-decoration:none;text-decoration:none;background-color:#CFD6E7;}.stst-css-edeomg:disabled:hover,.stst-css-edeomg:disabled:focus:hover,.stst-css-edeomg:disabled:hover:hover,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:hover,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:focus:hover,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:hover:hover,.stst-css-edeomg[data-disabled]:hover,.stst-css-edeomg[data-disabled]:focus:hover,.stst-css-edeomg[data-disabled]:hover:hover{color:#A7B3D3;background-color:#CFD6E7;}.stst-css-edeomg:disabled:active,.stst-css-edeomg:disabled:focus:active,.stst-css-edeomg:disabled:hover:active,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:active,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:focus:active,.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:hover:active,.stst-css-edeomg[data-disabled]:active,.stst-css-edeomg[data-disabled]:focus:active,.stst-css-edeomg[data-disabled]:hover:active,.stst-css-edeomg:disabled[data-active=true],.stst-css-edeomg:disabled:focus[data-active=true],.stst-css-edeomg:disabled:hover[data-active=true],.stst-css-edeomg[aria-disabled=true][data-active=true],.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:focus[data-active=true],.stst-css-edeomg[aria-disabled=true]:hover[data-active=true],.stst-css-edeomg[data-disabled][data-active=true],.stst-css-edeomg[data-disabled]:focus[data-active=true],.stst-css-edeomg[data-disabled]:hover[data-active=true]{color:#A7B3D3;background-color:#CFD6E7;}.stst-css-edeomg:focus-visible{box-shadow:0 0 0 2px #87DAE0;}.stst-css-edeomg:hover{color:#0C2577;background-color:#C3ECEF;}.stst-css-edeomg:active,.stst-css-edeomg[data-active=true]{color:#0C2577;background-color:#87DAE0;}.stst-css-edeomg:active:hover,.stst-css-edeomg[data-active=true]:hover{color:#0C2577;}.stst-css-1bfj8tx{box-sizing:border-box;margin:0;min-width:0;display:-webkit-box;display:-webkit-flex;display:-ms-flexbox;display:flex;-webkit-flex-direction:row;-ms-flex-direction:row;flex-direction:row;-webkit-box-flex-wrap:wrap;-webkit-flex-wrap:wrap;-ms-flex-wrap:wrap;flex-wrap:wrap;-webkit-align-items:center;-webkit-box-align:center;-ms-flex-align:center;align-items:center;}.stst-css-1jx3vjx{box-sizing:border-box;margin:0;min-width:0;}</style></div>

Für wen eignen sich Midijobs besonders gut?

Das Midijob-Modell trifft keinerlei Aussage über die Art des Jobs; grundsätzlich ist diese Beschäftigungsform in allen Branchen und Berufen möglich.

Im Gegensatz dazu der Minijob: Hier geben die eher niedrige Bezahlung sowie die relativ geringe Stundenzahl natürliche Grenzen vor, was die mögliche Verantwortung und das Engagement im Job betrifft. Schließlich bedeuten maximal 538 Euro im Monat, dass du höchstens 43 Stunden arbeiten darfst, also nur etwas mehr als zehn Stunden pro Woche – und das beim Mindestlohn. Bekommst du einen höheren Stundenlohn, reduzieren sich deine Stunden noch weiter, um die Einkommensobergrenze nicht zu überschreiten.

Frau arbeitet mit Kopfhörern am Laptop im Büro.
Keine Brancheneinschränkung: Auch in vielen qualifizierten Berufen kannst du als Midijobber*in arbeiten.

 

Der Midijob bietet dir diesbezüglich deutlich mehr Freiheiten - und damit auch mehr Möglichkeiten, sowohl für die Gegenwart als auch für die Zukunft. Vor allem am oberen Ende des Einkommensbereichs kannst du praktisch wie eine Vollzeitkraft agieren, was dir eine tiefere Einbindung in Abläufe, Projekte und Tagesgeschäft erlaubt. Du gehörst fest zum Mitarbeiterstamm und kannst dich dort für höhere Aufgaben empfehlen. All das schafft dir eine Perspektive, um eines Tages richtig durchzustarten, wenn du das möchtest.

Und das gilt in vielen Situationen:

Damit wird deutlich, für wie viele ganz unterschiedliche Lebenslagen der Midijob eine interessante Option darstellt – und das erklärt den Erfolg des Modells quer durch alle Altersklassen.

Fazit: Midijob als starker Mix aus verschiedenen Beschäftigungsformen

Ein Midijob kann eine attraktive Option sein, wenn du eine Beschäftigung mit nicht zu niedrigem Einkommen suchst und gleichzeitig von reduzierten Sozialabgaben profitieren möchtest. Er bietet dir mehr Sicherheit und Sozialleistungen als ein Minijob, jedoch mit einer steuerlichen Belastung, die es zu berücksichtigen gilt. Wenn du die Vor- und Nachteile abwägst und die Verdienstmöglichkeiten im Auge behältst, kann ein Midijob eine lohnenswerte Beschäftigungsform für dich sein.

Denn mit einem Midijob bewegst du dich in einem flexiblen Einkommensbereich und profitierst von einem guten Mix aus Verdienstmöglichkeiten und sozialen Absicherungen. Dass sich das Midijob-Prinzip als Haupt- wie auch als Nebenbeschäftigung anbietet, erhöht die Flexibilität noch weiter.

FAQs – Häufig gestellte Fragen zum Midijob

Für wen lohnt sich der Midijob?

Ein Midijob lohnt sich für Arbeitnehmer, die mehr als 538,01 Euro, aber weniger als 2.000 Euro im Monat verdienen möchten. Er ist ideal für diejenigen, die sich zwischen einem Minijob und einer voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bewegen wollen. Typische Bevölkerungsgruppen sind beispielsweise Studierende, Wiedereinsteiger*innen oder (Früh-)Rentner*innen.

Wie viele Stunden darf man bei einem Midijob arbeiten?

Die Anzahl der Stunden, die du bei einem Midijob arbeiten darfst, hängt von deinem Stundenlohn ab. Es gibt keine festgelegte maximale Stundenzahl, solange dein monatliches Einkommen zwischen 538,01 und 2.000 Euro liegt. Der gesetzliche Mindestlohn gibt allerdings eine logische Grenze vor, da du bei 12,41 Euro pro Stunde höchstens 161 Stunden im Monat arbeiten dürftest, um die 2.000 Euro nicht zu übersteigen. Mit einem höheren Stundenlohn liegt die Stundenzahl entsprechend niedriger.

Ist ein Midijob steuerfrei?

Nein, ein Midijob ist nicht steuerfrei. Dein Einkommen aus einem Midijob ist grundsätzlich steuerpflichtig, je nach Höhe kann die Steuerlast jedoch sehr gering ausfallen oder sogar vollständig entfallen.

Wie hoch ist der Lohn bei Midijob?

Der Lohn bei einem Midijob darf zwischen 538,01 und 2.000 Euro im Monat liegen. Die genaue Höhe hängt von deinem Stundenlohn und der Anzahl der gearbeiteten Stunden ab. Wichtig ist, dass dein monatliches Einkommen innerhalb dieses Bereichs liegt, um als Midijob zu gelten und damit du von der Gleitzone profitierst.

Was ist besser für Arbeitnehmer: Midijob oder Teilzeit?

Ob ein Midijob oder eine Teilzeitbeschäftigung besser ist, hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Lebensumständen ab. Ein Midijob punktet mit geringeren Sozialabgaben und kann daher finanziell attraktiver sein, falls du nicht mehr Einkommen benötigst. Eine Teilzeitbeschäftigung hingegen kann dir mehr Arbeitsstunden, mehr Gehalt und oft auch bessere Karriereperspektiven bieten – auch das hängt jedoch von der individuellen Situation ab.

Wann darf ein Midijob nicht angewendet werden?

Ein Midijob darf nicht angewendet werden, wenn dein monatliches Einkommen unter 538,01 Euro oder über 2.000 Euro liegt. In solchen Fällen handelt es sich entweder um einen Minijob (bis 538 Euro) oder eine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (über 2.000 Euro). Auch wenn du mehrere Jobs hast, müssen die Einkünfte zusammen innerhalb der Midijob-Grenzen bleiben, um als Midijob zu gelten.

Welche Steuerklasse hat man bei einem Midijob?

Die Steuerklasse hat nichts mit dem Midijob an sich zu tun, sondern hängt alleine von deinen persönlichen Verhältnissen ab – genau wie bei anderen Beschäftigungsverhältnissen also. Es gibt sechs Steuerklassen in Deutschland, die abhängig von deinem Familienstand und deiner Lebenssituation sind. Beispielsweise fällt ein lediger Arbeitnehmer ohne Kinder in Steuerklasse I, während ein verheirateter Arbeitnehmer mit einem geringverdienenden Ehepartner in Steuerklasse III fallen kann, sofern er das möchte.

Wie wirkt sich ein Midijob auf die Rente aus?

Ein Midijob wirkt sich positiv auf deine Rente aus, da du in die Rentenversicherung einzahlst. Die Rentenansprüche, die du dadurch aufbaust, sind höher sind als bei einem Minijob. Folglich profitierst du im Alter von einer höheren Rente.

Ist ein Midijob eine Hauptbeschäftigung?

Ein Midijob kann sowohl als Hauptbeschäftigung als auch als Nebenbeschäftigung ausgeübt werden. Entscheidend ist, wie viel du verdienst und wie viele Stunden du arbeitest. Wenn du beispielsweise neben deinem Hauptjob noch einen Midijob annimmst, musst du darauf achten, dass dein Gesamteinkommen die gesetzlichen Grenzen nicht überschreitet und dass du deine Arbeitszeitregelungen einhältst.

Wertvolle Werkzeuge für deine Karriere

Weitere interessante Themen für dich

Newsletter

News-Service

Du möchtest aktuelle Tipps rund um Gehälter, Bewerbung und Karriere erhalten? Dann registriere dich kostenlos auf unserer Seite und bleib immer auf dem Laufenden.

Kostenlos registrieren