Wie viel Potenzial schlummert in deinen Prozessen? Wäre es nicht toll, wenn du mit weniger Aufwand mehr erreichen könntest? Prozessoptimierung ist der Schlüssel zu mehr Effizienz, besserer Qualität und gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit. Hier erfährst du, was dahinter steckt, welche Methoden du kennen solltest und wie du Schritt für Schritt vorgehst, um echte Verbesserungen zu erzielen.
Ein praktisch selbsterklärender Begriff: Prozessoptimierung beschreibt die systematische Verbesserung bestehender Abläufe innerhalb eines Unternehmens. Ziel ist es, Prozesse schlanker, schneller, kostengünstiger und qualitativ hochwertiger zu gestalten. Dabei geht es nicht um einmalige Anpassungen, sondern um kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserungen, die dauerhaft bleiben.
Typische Ziele der Prozessoptimierung sind:
Die Optimierung kann einen oder auch mehrere Faktoren betreffen, abhängig von Situation, Bedarf und Mitteln.
Aufgrund der Ähnlichkeit der Begriffe an dieser Stelle eine Abgrenzung zum Prozessmanagement:
Obwohl es logische Schnittstellen zwischen den beiden Begriffen gibt, ist es dennoch wichtig, die Trennlinie zu verstehen und zu beachten.
Prozessoptimierung lohnt sich überall dort, wo wiederkehrende Abläufe bestehen und Potenzial für Verbesserungen vorhanden ist. Besonders häufig findest du Ansatzpunkte in folgenden Bereichen:
In diesem Zusammenhang kommt auch das Prinzip des Magischen Dreiecks ins Spiel. Dieses setzt die kritischen Dimensionen eines Projekts zueinander in Relation, was für Optimierungsprozesse eine notwendige Voraussetzung ist. Ebenfalls schadet es nicht, einen Blick auf agile Methoden zu werfen, da auch diese bei der Umsetzung von Verbesserungspotenzialen behilflich sein können.
Manche Methoden zur Prozessoptimierung haben sich besonders etabliert und kommen weltweit zum Einsatz. Die ideale Wahl hängt stets von der Branche und anderen Faktoren ab; dennoch lohnt es sich, die wichtigsten Begriffe zu kennen.
Ursprünglich aus der Automobilindustrie (Toyota) stammend, zielt Lean auf die Eliminierung von Verschwendung in allen Formen ab, allen voran:
Beispiel: Ein Maschinenbauunternehmen identifiziert durch Lean-Workshops unnötige Transportwege in der Fertigung und spart dadurch täglich Stunden an Arbeitszeit.
Six Sigma setzt auf statistische Auswertungen zur Fehlervermeidung. Ziel: Die Qualität eines Prozesses auf nahezu null Fehler zu bringen (maximal 3,4 Fehler pro Million Vorgänge).
Ideal für: Prozesse mit hoher Komplexität oder starker Kundenrelevanz.
Beispiel: Ein Automobilzulieferer nutzt Six Sigma, um die Fehlerrate bei der Fertigung von Airbags durch präzise Datenanalysen und Prozessanpassungen drastisch zu senken.
Kaizen ist japanisch für „Veränderung zum Besseren“. Hier stehen kleine, ständige Verbesserungen im Mittelpunkt, idealerweise angestoßen von Mitarbeitenden selbst.
Beispiel: Ein Team im Kundenservice verbessert im wöchentlichen Stand-up kontinuierlich seine Antwortzeiten durch kleine Prozessanpassungen.
Bei dieser Methode stehen Ideenfindung und Nutzerfokus im Zentrum. Design Thinking eignet sich besonders für kreative, teamorientierte Optimierungen von Dienstleistungen und Schnittstellenprozessen.
Beispiel: Ein Softwareunternehmen entwickelt mit Design Thinking eine neue App, indem es Nutzer*innen von Anfang an in den Ideenfindungs- und Testprozess einbezieht, um genau ihre Bedürfnisse zu treffen.
Ein strukturierter Ablauf hilft dir, Optimierungspotenziale gezielt zu identifizieren und umzusetzen. Der typische Prozess besteht aus sechs Phasen:
Nützliche Tools:
Klar ist: Die Hinzunahme eines Tools bedeutet zunächst weiteren Aufwand. Bei treffender Auswahl und ausreichend digitaler Kompetenz macht sich dieses Investment jedoch schnell bezahlt.
Eine mittelständische Firma hatte seit Jahren mit langen Einstellungsprozessen zu kämpfen. Bewerber*innen warteten oft Wochen auf Rückmeldung.
Prozessoptimierung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Weg zur Verbesserung. Ob Lean, Six Sigma, Kaizen oder kreative Ansätze wie Design Thinking – entscheidend sind tiefes Prozessverständnis, Einbindung der Kolleg*innen und ein klarer Fokus auf messbare Ergebnisse. So wird dein Unternehmen effizienter, agiler und zukunftsfähiger.
Die vier typischen Schritte der Prozessoptimierung sind: Zuerst analysierst du den Ist-Zustand des Prozesses, dann definierst du klare Ziele für die Verbesserung, entwickelst geeignete Lösungsansätze und setzt diese im letzten Schritt um – inklusive Erfolgskontrolle.
Bei der Prozessoptimierung analysierst du bestehende Abläufe auf Schwachstellen, überflüssige Schritte oder Fehlerquellen und entwickelst gezielt Maßnahmen, um sie effizienter, schneller oder fehlerfreier zu gestalten – je nach Zielsetzung und Bedarf auch mit Hilfe passender Methoden oder Software.
Typische Beispiele sind die Automatisierung von Routineaufgaben in der Verwaltung, die Einführung eines digitalen Bewerbermanagements in der Personalabteilung oder die Optimierung von Produktionsprozessen durch reduzierte Rüstzeiten und verbesserte Materialflüsse.
Die Prozessoptimierung läuft meist in mehreren Phasen ab: Du startest mit einer Analyse der aktuellen Abläufe, definierst dann konkrete Optimierungsziele, entwickelst und implementierst Verbesserungen und prüfst am Ende, ob die Änderungen tatsächlich den gewünschten Effekt bringen.
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