Mutter betreut ihr krankes Kind, das zugedeckt auf der Couch liegt.
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Das Wichtigste in KürzeWas sind Kinderkrankentage?Anspruch & VoraussetzungenWie viele Kinderkrankentage?Kinderkrankengeld berechnenMehr Kinderkrankentage nötig?FazitFAQ

Kinderkrankheiten gehören leider zum Alltag aller Familien. Und sie bringen die Organisation von Privat- und Berufsleben gehörig durcheinander – insbesondere dann, wenn beide Elternteile arbeiten gehen. Immerhin gibt es rechtliche Regelungen, die dich unterstützen, wenn dein Kind krank wird und du dich kümmern musst, ohne dass du auf Einkommen verzichten musst. Hier erfährst du, wie viele Kind-krank-Tage dir pro Jahr zustehen, was du beim Kinderkrankengeld beachten musst und wie du eine Krankschreibung richtig einreichst.

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Das Wichtigste in KürzeWas sind Kinderkrankentage?Anspruch & VoraussetzungenWie viele Kinderkrankentage?Kinderkrankengeld berechnenMehr Kinderkrankentage nötig?FazitFAQ

Das Wichtigste in Kürze

Was sind Kindkrankentage und was bringen sie dir?

Kind-krank-Tage ermöglichen dir die Freistellung von der Arbeit, wenn dein Kind krank ist und betreut werden muss. In dieser Zeit übernimmt nicht dein Arbeitgeber die Lohnfortzahlung, sondern deine Krankenversicherung springt mit dem sogenannten Kinderkrankengeld ein.

Wichtig: Kinderkrankentage gelten ausschließlich für den Fall, dass dein Kind wirklich krank ist. Schließt zum Beispiel eine Kita aus anderen Gründen wie Personalmangel, kannst du nicht auf Kinderkrankentage zurückgreifen.

Anspruch auf Kinderkrankentage: Das sind die Voraussetzungen

Ob du für dein krankes Kind Tage freinehmen kannst, hängt von bestimmten Voraussetzungen ab. Im Wesentlichen gilt:

Bist du dir nicht sicher, ob du alle Voraussetzungen erfüllst, kannst du dich bei deiner Krankenkasse informieren. Das Gleiche gilt, wenn du privat versichert bist oder eine komplizierte Familiensituation hast. In manchen Fällen sind eigene Regelungen im Versicherungsvertrag, die vom gesetzlichen Standard abweichen können, vereinbart.

 

Mutter betreut ihr krankes Kind, das zugedeckt auf der Couch liegt.
Quality Time: Kranke Kinder brauchen ihre Eltern – und das deutsche Sozialgesetzbuch sieht das genauso.

Wie viele Kinderkrankentage stehen dir zu?

Ist dein Anspruch bestätigt, geht es im nächsten Schritt um die Zahl der Kinderkrankentage:

Falls du mehrere Kinder hast, liegt die Obergrenze bei 35 Tagen je Elternteil und bei Alleinerziehenden bei nicht mehr als 70 Arbeitstagen.

Beispiel 1: Du hast ein Kind und lebst mit deinem bzw. deiner Partner*in zusammen. Jeder von euch hat fünfzehn Tage Anspruch. Zusammen kommt ihr also auf 30 Tage im Jahr, soviel wie ein*e Alleinerziehende*r.

Beispiel 2: Du bist alleinerziehend mit zwei Kindern. Dann hast du 70 Kinderkrankentage (35 pro Kind).

Wie hoch ist das Kinderkrankengeld? Berechnung erklärt

Während deiner Kinderkrankentage beziehst du in der Regel kein Geld von deinem Arbeitgeber, sondern erhältst Kinderkrankengeld von deiner Krankenkasse. Dieses liegt meist bei 90 Prozent deines ausgefallenen Nettoverdienstes, kann aber auf 100 Prozent steigen, wenn du Einmalzahlungen (zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld) bekommst. Gleichzeitig gibt es eine Obergrenze von 70 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze.

In den meisten Fällen reicht das Kinderkrankengeld aus, um deinen Verdienstausfall gut abzufedern. Tipp dazu: Schicke alle Unterlagen schnellstmöglich an deine Krankenkasse, um Verzögerungen bei der Auszahlung zu vermeiden.

Formalitäten und Antrag im Überblick

Der vollständige Ablauf sieht folgendermaßen aus:

  1. Sobald dein Kind Symptome zeigt, vereinbarst du möglichst schnell einen Arzttermin.
  2. Dort wird untersucht, ob und wie lange dein Kind zu Hause bleiben sollte.
  3. Du erhältst ein Attest, das die Krankheit deines Kindes bescheinigt.
  4. Du übermittelst das Attest deinem Arbeitgeber bei nächster Gelegenheit.
  5. Eine weitere Ausfertigung (oder ein digitales Dokument, falls unterstützt) schickst du an deine Krankenkasse.
  6. Du füllst bei der Krankenkasse den Antrag auf Kinderkrankengeld aus. Manche Kassen bieten dafür Onlineportale oder Apps an.

Die formellen Schritte sind damit erledigt und du erhältst Kinderkrankengeld, sofern du die im Jahr zulässigen Tage noch nicht erreicht hast. Wie lange das dauert, variiert je nach Krankenkasse. Plane im Zweifel ein, dass ein bis zwei Wochen vergehen können.

Telefonische Kindkrankmeldung

Optional gibt es auch die Möglichkeit der telefonischen Abwicklung, falls diese angeboten wird. Das ist vor allem unter besonderen Umständen praktisch. Zum Beispiel, wenn ein Besuch in der Praxis für dein Kind nicht zumutbar wäre oder ein hohes Ansteckungsrisiko besteht.

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Digitale Übermittlung

Digitale Systeme sind längst auch in Arztpraxen angekommen und im Zuge dessen auch die Online-Krankschreibung. In diesem Fall wird die Krankschreibung deines Kindes direkt an die Krankenkasse übermittelt.

Die Kinderkrankentage reichen nicht aus – was tun?

Es ist durchaus möglich, dass dein Kind im Laufe des Jahres häufiger erkrankt, sodass das komplette Kontingent an Kinderkrankentagen aufgebraucht wird. Dann sind Alternativen gefragt, damit du dich trotzdem um dein Kind kümmern kannst:

Bei chronischen Erkrankungen oder einer Behinderung deines Kindes solltest du dich bei der Krankenkasse über Sonderregelungen informieren.

Fazit: Kinderkrankentage sind eine große Hilfe – wenn auch nicht unbegrenzt

Kinderkrankentagen sind eine große Erleichterung für berufstätige Eltern. Sie helfen dir dabei, dich komplett auf die Genesung deines Kindes zu konzentrieren und nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

Hast du ein ärztliches Attest und bist gesetzlich versichert, kannst du dich entsprechend freistellen lassen und erhältst das Kinderkrankengeld. Bei mehreren Kindern oder einer Alleinerziehenden-Situation gibt es größere Kontingente.

Allerdings lassen sich nicht alle Fälle zu 100 Prozent über Kinderkrankentagen abdecken. Wenn das Kontingent aufgebraucht ist oder eine schwere Erkrankung vorliegt, musst du nach Alternativen suchen. Hier ist offene Kommunikation mit Arbeitgeber und Krankenkasse das A und O, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Disclaimer: Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft. Die in diesem Artikel veröffentlichten Rechtsgrundlagen wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben aber keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Richtigkeit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr wird nicht übernommen. Insbesondere übernimmt The Stepstone Group Deutschland GmbH keinerlei Haftung für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die direkte oder indirekte Nutzung der bereitgestellten Inhalte entstehen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie viele Kinderkrankentage 2025 pro Kind?

Auch 2025 gelten weiterhin die bekannten fünfzehn Tage pro Jahr und Kind, 30 Tage für Alleinerziehende. Bei mehreren Kindern erhöht sich die Obergrenze auf 35 Tage je Elternteil bzw. 70 Tage für Alleinerziehende.

Wie viele Tage bekomme ich frei, wenn mein Kind krank ist?

Bist du gesetzlich versichert, stehen dir pro Kind zehn Kinderkrankentagen im Jahr zu, bei Alleinerziehenden sind es 20. Achtung: Diese Tage gelten nicht automatisch als Urlaub, sondern müssen mit einem ärztlichen Attest bei der Krankenkasse beantragt werden.

Wie viele Kinderkrankentage pro Elternteil?

Für jeden Elternteil stehen bis zu fünfzehn Tage je gesetzlich versichertem Kind im Jahr zur Verfügung. Bei mehreren Kindern liegt die Grenze für Elternteile bei 35 Tagen, für Alleinerziehende bei 70 Arbeitstagen.

Wie viel Lohn bekomme ich, wenn mein Kind krank ist?

Statt Lohn beziehst du Kinderkrankengeld von deiner Krankenkasse. Dieses beträgt meist 90 Prozent deines Nettoverdiensts, bei Einmalzahlungen bis zu 100 Prozent. Eine Obergrenze von 70 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze kann zusätzlich greifen.

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