Du bist neu im Job, beginnst gerade deine Ausbildung oder hast bisher nur wenige berufliche Mails geschrieben? Dann geht es dir wie vielen anderen, die gerade im Berufsleben durchstarten: Was schreibe ich am Ende meiner Mail? Welche Grußformel ist passend?
In diesem Beitrag findest du leicht verständliche Erklärungen, viele Beispiele für passende Grußformeln, hilfreiche Tipps zur Formulierung und typische Fehler. So fällt es dir bald leicht, deine Mails sicher und souverän zu beenden.
Die Grußformel am Ende einer Mail ist ein wichtiger Teil der digitalen Kommunikation, da sie beeinflusst, wie eine Botschaft nachwirkt. Die passende Grußformel rundet deine Mail ab und setzt den Ton für die zukünftige Kommunikation. Ähnlich wie eine Verabschiedung im echten Leben entscheidet die Grußformel darüber, wie offen, professionell oder nahbar dein Gegenüber dir auch künftig begegnet.
In der digitalen Kommunikation ersetzt die Schlussformel den professionellen Handschlag, das freundliche Winken und Lächeln beim Gehen oder die liebevolle Umarmung. Die Wahl der Grußformel beeinflusst also maßgeblich den Ton, der für die weitere Kommunikation gesetzt wird. Ob du an Kolleg*innen, Kund*innen oder eine externe Person schreibst. Jede Mail endet mit einem kleinen, aber wirkungsvollen Signal. Genau wie bei der Anrede zeigt auch die Verabschiedung, wie du dein Gegenüber siehst und welche Beziehungsebene du anbietest.
Es gibt zwei verschiedene Kategorien von E-Mail-Grußformeln:
Die passende Grußformel für deine digitale E-Mail-Kommunikation wählst du je nach Anlass, Beziehung zum*zur Empfänger*in und Ton der Mail.
Formelle Grußformeln wie „Mit freundlichen Grüßen“ sind professionell und respektvoll und setzen einen neutralen, sachlichen Ton am Ende deiner Nachricht.
Als Grundregel gilt: Immer, wenn du dein Gegenüber siezt oder es sich um einen ersten Kontakt handelt, sind formelle Grußformeln die richtige Wahl. Formelle Grußformeln zeigen Respekt gegenüber dem*der Empfänger*in und eignen sich besonders gut für den geschäftlichen Schriftverkehr oder in der Kommunikation mit Behörden.
Beispiele für formelle Grußformeln:
Informelle Grußformeln wie „Liebe Grüße“ sind persönlich und wertschätzend und vermitteln Nähe. Informelle Grußformeln nutzt du in Mails an Personen, mit denen du bereits vertrauter bist.
Die Grundregel lautet: Informelle Grußformeln nutzt du immer dann, wenn du dein Gegenüber duzt oder ihr euch schon vertraut seid. Gerade im Kontakt mit Kolleg*innen, Freund*innen oder in modernen Unternehmen sorgen solche Grüße für einen freundlichen Ton auf Augenhöhe.
Beispiele für informelle Grußformeln:
Die Grußformel am Ende einer E-Mail ist kein bloßer Abschluss, sondern ein wichtiges Signal in der Kommunikation. Die richtige Grußformel prägt den letzten Eindruck, zeigt Respekt, stellt Nähe her oder wahrt bewusst Distanz. Deshalb reicht eine Standardformel nicht immer aus.
Wichtige Aspekte bei der Wahl der richtigen E-Mail-Grußformel sind:
Die Branche, in der du arbeitest, hat großen Einfluss auf die passende Grußformel.
In konservativen Bereichen wie Finanzen, Recht oder öffentlicher Verwaltung sind formelle Abschlüsse üblich, wie z. B. „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Mit respektvollen Grüßen“.
In kreativen Branchen wie Medien, Design oder bei Start-ups ist der Ton meist lockerer. Hier passen persönliche Formulierungen wie „Liebe Grüße“, „Herzliche Grüße“ oder sogar ein „Bis bald“.
Die Unternehmenskultur bestimmt maßgeblich, wie du dich in einer Mail verabschiedest.
In modernen Unternehmen mit flachen Hierarchien und gelebter Duz-Kultur sind informelle Grußformeln wie „Liebe Grüße“ oder „Herzliche Grüße“ völlig angemessen, auch im Austausch mit Führungskräften.
In traditionelleren Unternehmen, in denen Wert auf klare Hierarchien und formelle Kommunikation gelegt wird, ist Zurückhaltung gefragt. Hier eignen sich formelle Grußformeln wie „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Mit besten Wünschen“, um einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.
Je vertrauter du mit dem*der Empfänger*in bist, desto persönlicher darf auch die Grußformel klingen. Selbst wenn ihr euch siezt, ist bei langjähriger Zusammenarbeit oder regelmäßigem Kontakt eine wärmere Formulierung wie „Herzliche Grüße“ oder „Beste Grüße“ angemessen.
Kennst du die Person hingegen kaum oder handelt es sich um eine erste Kontaktaufnahme, wählst du besser eine formelle Grußformel wie „Mit freundlichen Grüßen“. Das gilt auch für Mails an Personen in höherer Position oder mit besonderem Status: hier zeigt eine distanzierte Verabschiedung wie „Mit verbindlichen Grüßen“ oder „Mit besten Wünschen“ professionellen Respekt.
Auch der Anlass deiner Mail spielt eine wichtige Rolle bei der Wahl der passenden Grußformel. Je nach Situation passt du den Ton bewusst an.
Gerade bei einer Bewerbung ist die Wahl der passenden Grußformel entscheidend, denn sie rundet dein Bewerbungsschreiben ab und hinterlässt einen letzten, bleibenden Eindruck:
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneDer Schlusssatz ist vorerst deine letzte Chance, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen – zeige Selbstbewusstsein und deine Vorfreude auf das Unternehmen. Mach klar, dass du den nächsten Schritt gehen möchtest.
Bei der Grußformel deiner Bewerbung gilt: im Zweifel lieber etwas formeller, um auf Nummer sicher zu gehen. „Mit freundlichen Grüßen“ ist der bewährte Klassiker und in nahezu jeder Bewerbung passend.
Tipp: Um dich von anderen Bewerber*innen abzuheben, hast du auch die Möglichkeit, eine kreative und personalisierte Grußformel zu nutzen. Achte nur darauf, dass deine Grußformel zur Unternehmenskultur passt. Hinweise dazu findest du oft schon direkt in der Stellenanzeige.
Häufige Fehler bei E-Mail-Grußformeln sind:
Ob im beruflichen Alltag, im Kundenkontakt oder bei einer Bewerbung: Schon kleine Ungenauigkeiten wirken unprofessionell oder verfälschen den Ton deiner Nachricht.
Nach der Grußformel wird kein Komma gesetzt. Auch dein Name folgt nicht direkt in derselben Zeile, sondern wird durch einen Absatz von der Grußformel getrennt.
Die korrekte Schreibweise lautet also:
Mit freundlichen Grüßen
[Dein Name]
Abkürzungen wie „MfG“ oder „LG“ wirken unpersönlich und nachlässig. Schreib Grußformeln daher immer ausformuliert, um Wertschätzung und Sorgfalt zu zeigen.
Formulierungen wie „Hochachtungsvoll“ gelten heute als überholt und wirken schnell unnahbar oder altmodisch.
Moderne E-Mail-Grußformeln setzen auf Persönlichkeit, Authentizität und einen zeitgemäßen Ton. Während „Mit freundlichen Grüßen“ weiterhin ein sicherer Klassiker für E-Mails bleibt, wünschen sich viele Unternehmen heute eine Kommunikation, die weniger distanziert und mehr auf Augenhöhe stattfindet. Ziel ist es, mit der Grußformel nicht einfach nur „Tschüss“ zu sagen, sondern nachhaltig Gemeinschaft zu fördern.
Hier sind ein paar moderne Alternativen:
Am Ende einer E-Mail steht immer eine Grußformel, die den Ton deiner Nachricht abrundet und den letzten Eindruck hinterlässt. Je nachdem, ob du formell oder informell schreibst, wählst du eine passende Schlussformel, z. B. „Mit freundlichen Grüßen“ im Beruf oder „Liebe Grüße“ an Kolleg*innen oder Freund*innen.
Die beste Grußformel ist „Mit freundlichen Grüßen“, weil sie sachlich, respektvoll und universell einsetzbar ist. Sie eignet sich besonders im beruflichen Umfeld, bei Erstkontakten oder immer dann, wenn du auf Nummer sicher gehen willst.
Eine Mail endet freundlich mit einer wertschätzenden Grußformel wie „Mit besten Wünschen“ oder „Herzliche Grüße“. Diese Varianten wirken warm und respektvoll und sind daher ideal bei vertrauterem Kontakt oder wenn du eine persönliche Note setzen möchtest.
In einer geschäftlichen E-Mail verabschiedest du dich mit einer formellen Grußformel wie „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Mit besten Grüßen“. Damit bleibst du professionell und hinterlässt einen souveränen Eindruck, das ist besonders wichtig bei neuen Kontakten oder offiziellen Anliegen.
Professionell verabschiedest du dich auf Englisch mit „Best regards“, „Kind regards“ oder bei sehr formellen Mails mit „Sincerely“. Diese Formulierungen sind im internationalen Geschäftsalltag etabliert und zeigen Respekt sowie Professionalität.
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