Eine junge Frau hält eine Kamera, während sie an einem Laptop im Café sitzt
Inhalt
Das Wichtigste in KürzeWissenswertesAufbau und InhaltTechnische UmsetzungDo‘s & Dont‘sChecklisteFazitFAQ

Lebenslauf und Anschreiben, eventuell noch Zeugnisse – so sieht die klassische Bewerbung aus. Aber geht da vielleicht noch mehr? Wer in der Flut an Bewerbungen nicht untergehen möchte, wird kreativ. Bewerbungshomepages liegen im Trend und dafür gibt es mehrere gute Gründe. Wir sind dabei behilflich: Mit unseren Tipps und Tricks gestaltest du ganz einfach deine persönliche Bewerbungshomepage.

Inhalt
Das Wichtigste in KürzeWissenswertesAufbau und InhaltTechnische UmsetzungDo‘s & Dont‘sChecklisteFazitFAQ

Das Wichtigste in Kürze

Wissenswertes zur Bewerbungshomepage: Darum lohnt sie sich

Kreative Bewerbungen sind ein gutes Mittel, um aus der Masse an Bewerbern herauszustechen. Laufend erblicken neue Bewerbungstrends das Licht der Welt. Einer davon: die Bewerbungswebsite. Diese dient dem Zweck, alle wichtigen Informationen zu deiner persönlichen und beruflichen Qualifikation übersichtlich an einem Ort darzustellen. Die Website ist deine persönliche Online-Präsenz, deine digitale Visitenkarte, die jedoch über die Kontaktdaten hinausgeht und einem Unternehmen alle relevanten Informationen über deine Person und deinen beruflichen Werdegang zur Verfügung stellt. Ein weiterer Effekt: Je nach Branche kannst du mit einer solchen Homepage zugleich auch deine Professionalität präsentieren.

Vorteile:

Nachteile:

Praxisbeispiel: So entfaltet eine Bewerbungshomepage ihre volle Wirkung

Der gute Eindruck, den du mit einer Bewerbungshomepage wecken kannst, wird anhand des folgenden Beispiels anschaulich:

Lara, Grafikdesignerin, bewirbt sich bei einer Agentur. Statt nur ein klassisches PDF-Portfolio mitzuschicken, hat sie eine eigene Bewerbungshomepage erstellt. Dort präsentiert sie ihre Projekte in einer klar strukturierten Galerie, ergänzt um kurze Beschreibungen zu Idee und Umsetzung. Die Seite ist modern gestaltet, mobil optimiert und lädt schnell, was sofort einen professionellen und fachkundigen Eindruck vermittelt.

Im Lebenslauf verlinkt sie die Homepage prominent neben ihren Kontaktdaten – das ist wichtig, um den Weg dorthin möglichst naheliegend zu machen. Beim anschließenden Bewerbungsgespräch erwähnt der Creative Director ausdrücklich, wie positiv ihm Laras Online-Auftritt aufgefallen ist, weil er nicht nur ihre Arbeiten zeigt, sondern auch beweist, dass sie digitale Medien versteht und eigenständig umsetzen kann. Dadurch hebt sie sich deutlich von anderen Bewerber*innen ab und unterstreicht ihre Kompetenz.

<div class="stst-css-1jk5hej video-placeholder-bCMF4" data-genesis-element="BASE"><span class="stst-css-zt7lik" data-genesis-element="TEXT" color="colorBrandLight">Bitte erlauben Sie Social-Media-Cookies, um diesen Inhalt zu sehen.</span><button class="stst-css-edeomg video-consent-rg2XV" data-genesis-element="BUTTON" aria-label="change me" aria-busy="false" type="button"><span class="stst-css-1bfj8tx" data-genesis-element="BASE"><span class="stst-css-1jx3vjx" data-genesis-element="BASE">Einstellungen verwalten</span></span></button></div>

Aber aufgepasst: Für wen lohnt sich eine Bewerbungshomepage eigentlich?

Dieses Beispiel wirft aber zugleich eine andere wichtige Frage auf. Nämlich, in welchen Fällen eine Bewerbungshomepage überhaupt sinnvoll ist – und wann nicht.

Auch spielt die Art des Jobs und der Beschäftigung eine Rolle. Bewirbst du dich beispielsweise als Saisonarbeiter*in für einen Teilzeitjob in der Gastronomie oder als Lagerist*in, lohnt sich der Aufwand kaum, da die Homepage für solche Jobs keinen wirklichen Mehrwert bietet.

Aufbau und Inhalt deiner Bewerbungswebsite: Das sollte die Homepage bieten

Mit dem strukturellen Aufbau der Bewerbungsinhalte steht und fällt deine Website. Überlege dir  daher vorab genau, wie du die Gliederung vornehmen möchtest. Wie auch bei der digitalen oder gedruckten Bewerbungsmappe empfehlen wir einen klassischen Aufbau.

Folgende Infos sollten auf deiner Bewerbungshomepage auf jeden Fall enthalten sein:

Startseite

Die Startseite ist wie das Deckblatt einer Bewerbungsmappe. Sie dient der ersten Orientierung und liefert Informationen darauf, was den Besucher auf der Website erwartet. Versehe die Startseite daher mit deinem Namen (gerne auch mit Foto), einer Begrüßung sowie einem kurzen Hinweis auf das Ziel der Seite.

Kontaktdaten

Ist ein Personaler bereits auf deiner Website gelandet und findet dich als Kandidat interessant, möchte er vielleicht gar nicht zurück ins E-Mail klicken, um dich zu kontaktieren. Daher ist es wichtig, dass deine Bewerbungshomepage bereits alle wichtigen Kontaktinformationen einfach auffindbar enthält. Dazu zählen dein vollständiger Name, deine Anschrift, E-Mail-Adresse und Handynummer.

Lebenslauf

Der Lebenslauf sollte generell genauso aufgebaut sein, wie das auch bei einer klassischen Bewerbung üblich ist. Unser Artikel über den perfekten Lebenslauf liefert dir Tipps und Tricks zur Erstellung. Wichtige Komponenten sind dabei dein beruflicher Werdegang, Aus- und Weiterbildungen, Sprachkenntnisse sowie Kompetenzen im Bereich der Hard Skills und Soft Skills. Vergesse dabei auch nicht auf das Bewerbungsfoto, das beim Lebenslauf ebenfalls nicht fehlen sollte.

Persönliches Profil / Kurzprofil / Über mich

Auf dieser Seite hast du die Möglichkeit, dich kurz vorzustellen. Mit einer gelungenen, aber dennoch möglichst knapp formulierten Selbstpräsentation kannst du beim Personaler punkten. Aber Achtung: Speziell, wenn du dich  bei mehreren Firmen gleichzeitig bewirbst, solltest du darauf achten, dass dein persönliches Profil so konkret wie möglich aber auch allgemein wie nötig gehalten ist, damit es auf alle angeschriebenen Unternehmen und Positionen passt.

Downloadbereich

Im Downloadbereich sollten alle Dokumente, die du sonst in einer Bewerbungs-E-Mail mitsendest übersichtlich als PDF zum Download bereitstehen. Dazu zählen: der Lebenslauf, Zeugnisse, Referenzschreiben, dein Kurzprofil. Bedenke, dass ein Personaler die Unterlagen eventuell dem Abteilungsleiter in Papierform vorlegen muss. In diesem Fall wäre es sehr mühsam, die einzelnen Inhalte erst mühsam zusammenkopieren zu müssen. Genau darin liegt auch der Vorteil deiner Bewerbungswebsite: Alle Dokumente sind an einem Ort frei zugänglich und der Personaler entscheidet, was ihn interessiert.

Nice to have: PDF als Bonus

Ein Bonuspunkt kann es ebenfalls sein, zusätzlich alle Dokumente in einem PDF anzubieten, in einer sogenannten digitalen Bewerbungsmappe, die alle Informationen enthält. Sollte der Personaler nämlich wirklich alle Dokumente benötigen, muss er diese nicht mühsam einzeln herunterladen, sondern kann dies mit nur einem Klick erledigen. In unserem Artikel über die Bewerbungsmappe erhältst du Tipps zur Erstellung.

Arbeitsproben

Diese solltest du nur dann anfügen, wenn es in der Branche üblich ist bzw. wenn sie auch welche haben. Branchen, in denen Arbeitsproben gerne gesehen werden: Grafiker, Architekten, Designer, Journalisten, Texter, Redakteure.

Eine berufsspezifische Kategorie

Je nachdem, für welche Stelle du dich bewirbst, kann es Sinn machen, eine weitere Seite zu erstellen, die spezielle Fähigkeiten in den Vordergrund stellt. Hier zwei Beispiele:

  • Du bist Reiseleiterin oder Fremdenführerin, arbeitest im Tourismus oder als Dolmetscherin? Dann kann eine eigene Seite zum Thema „Fremdsprachenkenntnisse“ vorteilhaft sein, auf der du– zusätzlich zur Erwähnung im Lebenslauf – genauer darauf eingehst, über welches Sprachniveau du bei den jeweiligen Fremdsprachen verfügst sowie welche Weiterbildungen, Fachvokabularbereiche und Zertifikate du vorweisen kannst.
  • Bist du in der IT tätig? Dann bietet sich eine separate Seite zu deinen Computerkenntnissen an, auf der du alle Programme, die du beherrschst, Weiterbildungen und Erfahrungen übersichtlich anführen kannst.

Technische Umsetzung: Wie erstelle ich eine Bewerbungshomepage?

Bezüglich der technischen Umsetzung gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Du kannst die Website selbst erstellen und programmieren. Dies ist vor allem dann empfehlenswert, wenn du dich für eine Position als Programmier*in oder Webdesigner*in bewirbst und die Unternehmenshomepage gleich als Arbeitsprobe heranziehen möchtest. Aber auch, wenn du dich für eine andere Position bewirbst, kann es sinnvoll sein, die Seite selbst zu erstellen, wenn du dies kannst, da du dann nicht auf vorgefertigte Designs zurückgreifen musst, sondern frei darüber bestimmen können, wie deine Website aussehen soll.
  2. Wenn du keine Programmierkenntnisse mitbringst, kannst du dennoch eine Bewerbungshomepage erstellen. Denn es gibt Anbieter, die dich dabei unterstützen. Durch das Zusammenbauen einzelner, vorgefertigter Bausteine kannst du dir so deine Seite nach deinen Wünschen selbst zusammenbauen. Die drei häufigsten Anbieter auf diesem Gebiet sind Jimdo, 1&1 und Wix, wobei Jimdo bei einigen Umfragen zum Testsieger gekürt worden ist.

Folgende Fragen solltest du dir bei der Auswahl des Anbieters stellen, um den für dich richtigen auszuwählen:

Gibt es Vorlagen für Bewerbungshomepages?

Ja, sehr viele sogar. Vorlagen gehen noch einen Schritt weiter als die oben genannten modularen Bausteine, da du sie nur noch mit deinen Inhalten füllen musst.

Solche Vorlagen sind vor allem dann praktisch, wenn du keine Programmierkenntnisse hast und schnell eine professionelle Online-Präsenz erstellen möchtest.

Do‘s & Dont‘s bei der Bewerbungswebsite

Bezüglich deiner Bewerbungswebsite gibt es noch einiges zu beachten. Wir haben dir die wichtigsten Do‘s und Dont’s zusammengefasst:

  • Die individuelle Ansprache

  • Den Mehrwert der Bewerbungswebsite vermitteln

  • Gute Nutzerfreundlichkeit, einfache Navigation

  • Wenn Login, dann für das Unternehmen individuell erstellt

  • Aussagekräftige URL für die Website

  • Halte die Seite aktuell

  • Hände weg von aufwändigen Spielereien

  • Vermeide private Inhalte

  • Nicht zu bunt, keine zu ausgefallenen Schriften

  • Besser keine Website, als eine schlechte

  • Die Website alleine reicht nicht aus

Hier die Do’s noch etwas genauer erläutert:

Und hier dasselbe für die Dont’s:

Checkliste vor dem Versand des Links

Ehe du den Link zu deiner  Bewerbungswebsite versendest, gehe die folgende Checkliste durch, um sicherzugehen, dass du nichts vergessen hast:

Checkliste

Checkliste vor dem Versand des Links

Fazit: Bewerbungshomepage kann dir Pluspunkte bringen – wenn alles passt

Eine Bewerbungshomepage kann ein wirkungsvolles Mittel sein, um dich von anderen Bewerber*innen abzuheben und deine digitale Kompetenz zu zeigen. Besonders in kreativen und digitalen Branchen überzeugt sie, weil sie nicht nur alle wichtigen Informationen bündelt, sondern auch als Arbeitsprobe dienen kann.

Voraussetzung ist allerdings, dass die Seite professionell gestaltet, übersichtlich aufgebaut und technisch einwandfrei ist – eine schlecht gemachte Homepage hinterlässt schnell einen negativen Eindruck. Für klassische oder handwerkliche Berufe lohnt sich der Aufwand meist nicht, hier bleibt die traditionelle Bewerbung der bessere Weg.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie professionell wirkt eine Bewerbungshomepage bei Arbeitgebern?

Eine gut gestaltete Bewerbungshomepage wirkt sehr professionell und zeigt, dass du digitale Medien sicher beherrschst. Besonders in kreativen oder digitalen Branchen gilt sie als Arbeitsprobe. Wichtig sind ein seriöses Design, klare Struktur und schnelle Ladezeiten – eine schlechte Seite kann eher schaden als nutzen.

Wie verlinke ich meine Bewerbungshomepage in Lebenslauf oder Anschreiben?

Platziere den Link im Lebenslauf bei deinen Kontaktdaten, am besten in der Kopfzeile. Nutze eine einfache URL wie www.deinname.de, falls noch verfügbar. Im Anschreiben kannst du am Ende eines Absatzes darauf hinweisen, zum Beispiel: „Weitere Arbeitsproben finden Sie auf meiner Bewerbungshomepage unter www.deinname.de.“

Was kostet eine Bewerbungshomepage?

Die Kosten für eine Bewerbungshomepage hängen stark von der gewählten Methode ab. Am teuersten, aber auch am professionellsten ist es, eine*n Programmierer*in oder Webdesigner*in zu beauftragen – hier können je nach Umfang 500 bis 2.000 Euro anfallen. Günstiger sind Baukastensysteme wie Wix oder Jimdo: Basisversionen sind oft kostenlos, allerdings mit Werbung, während professionelle Pakete mit eigener Domain und ohne Werbung zwischen 5 und 20 Euro monatlich kosten. Am günstigsten ist die Eigenumsetzung mit WordPress oder eigener Programmierung, hier fallen meist nur Hosting- und Domainkosten von unter 100 Euro pro Jahr an, allerdings musst du viel Zeit investieren.

Wie sichere ich meine Bewerbungshomepage rechtlich ab (Impressum, Datenschutz)?

Du brauchst ein Impressum mit Name, Adresse und E-Mail sowie eine Datenschutzerklärung, wenn du Daten erhebst. Achte auf SSL-Verschlüsselung und informiere Besucher über Cookies, die nicht zwingend notwendig sind, mit der Möglichkeit, sie abzulehnen.

Wie lange dauert es, eine Bewerbungshomepage zu erstellen?

Mit einem Baukastensystem kannst du eine einfache Bewerbungshomepage oft in wenigen Stunden erstellen, besonders mit Vorlagen. Für eine individuell gestaltete Seite solltest du mehrere Tage einplanen, da Design und Struktur mehr Zeit erfordern. Lässt du sie professionell erstellen, kann es ein bis zwei Wochen dauern.

Welche Fehler sollte ich bei einer Bewerbungshomepage unbedingt vermeiden?

Vermeide ein unübersichtliches Design, lange Ladezeiten und veraltete Inhalte. Auch private Informationen haben dort nichts zu suchen. Eine schlecht gemachte Seite wirkt unprofessionell und kann mehr schaden als nutzen – dann lieber ganz darauf verzichten.

Kann eine Bewerbungshomepage eine klassische Bewerbung ersetzen?

Nein, sie ergänzt die Bewerbung nur. Anschreiben und Lebenslauf sind weiterhin Pflicht, aber die Homepage bietet zusätzlichen Raum für Arbeitsproben und Referenzen und kann dir so einen Vorteil im Bewerbungsprozess verschaffen.

Wertvolle Werkzeuge für deine Karriere

Weitere interessante Themen für dich

Newsletter

News-Service

Du möchtest aktuelle Tipps rund um Gehälter, Bewerbung und Karriere erhalten? Dann registriere dich kostenlos auf unserer Seite und bleib immer auf dem Laufenden.

Kostenlos registrieren