Ein Mann bindet sich die Krawatte.
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Die Historie der KrawatteAuf die Krawattenbindung kommt es anDie wichtigsten Krawattenknoten erklärtTipps und TricksWann ist die Krawatte noch ein Muss?Krawatte binden leicht gemachtFAQ

Ob für ein Bewerbungsgespräch, ein wichtiges Meeting oder den Berufsalltag: Eine gut gebundene Krawatte rundet deinen Look ab und verschafft dir einen professionellen Auftritt. In diesem Guide erfährst du, welche Knoten dir als Grundlage ausreichen, für welche Anlässe sie geeignet sind und wie du die verschiedenen Bindungen meisterst – Anleitung inklusive.

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Die Historie der KrawatteAuf die Krawattenbindung kommt es anDie wichtigsten Krawattenknoten erklärtTipps und TricksWann ist die Krawatte noch ein Muss?Krawatte binden leicht gemachtFAQ

Auch in der modernen Arbeitswelt ist die Krawatte noch weit verbreitet. Das bedeutet: Trotz Trends wie New Work, der mit moderner Unternehmenskultur und oft auch einem lockeren Kleidungsstil verbunden ist, kann es auf deinem Karriereweg weiterhin Situationen geben, in denen du eine Krawatte binden musst.

Die Historie der Krawatte – eine europäische Produktion

Und das liegt an der Bedeutung, die dem Stoff-Accessoire auch jetzt noch, in der Moderne, beigemessen wird. Die Krawatte an sich ist rund 400 Jahre alt und immer noch fest in der Modewelt verankert. Eine lange Reise kurz zusammengefasst:

Das Resultat dieser Erfolgsgeschichte siehst du in der Auswahl, die dir zur Verfügung steht: Sowohl bei der Breite als auch bei den Stoffen und Motiven gibt es keine einheitliche Norm mehr, sondern etliche Stilvarianten, aus denen du dich für bestimmte Zwecke und deine persönlichen Vorlieben bedienen kannst.

Kurze Info zur Krawatte allgemein.
Alles, was du zur Krawatte wissen musst.  © stepstonegroup

In einem Punkt ist sich die Krawatte jedoch treu geblieben, nämlich in dem Statement, das sie vermittelt. Und hierfür ist eine gekonnte Bindung entscheidend.

Auf die Krawattenbindung kommt es an: Der erste Eindruck zählt – genau wie dein Selbstbewusstsein

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Das gilt bei einem Vorstellungsgespräch genauso wie an deinem ersten Arbeitstag. Dabei möchtest du auch durch dein Outfit signalisieren, dass du zum Unternehmen passt. Und wenn dazu eine Krawatte gehört, dann dabei spielt die Krawatte aufgrund ihrer Präsenz eine zentrale Rolle. Eine gut gebundene Krawatte signalisiert Stilbewusstsein, Sorgfalt und Professionalität. Doch es gilt auch der Umkehrschluss: Ein schlecht oder gar falsch gebundener Knoten wird schnell zum Problemfall für den gesamten Look.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen: Wenn du weißt, dass dein Outfit makellos sitzt, fühlst du dich automatisch selbstbewusster, und das wirkt sich positiv auf deine Körpersprache aus. Das Wissen, dass deine Krawatte perfekt gebunden ist, kann dir den nötigen Schub geben, um sicher und überzeugend aufzutreten – ein wichtiger Punkt, da Kommunikation bekanntlich größtenteils non-verbal stattfindet.

Royales Flair oder Einfachheit? Die wichtigsten Krawattenknoten erklärt

Je nach Quelle gibt es bis zu 85 verschiedene Krawattenknoten. Aber keine Sorge – du benötigst nur einen Bruchteil davon, um für alle Modesituationen gewappnet zu sein. Denn unter den Dutzenden Varianten haben sich einige Formen als besonders erfolgreich erwiesen, und zwar aus gutem Grund. Diese stellen wir im Folgenden vor.

Die Knoten für die Krawatte

Der einfache Knoten (Four-in-Hand)

Wann und warum dieser Knoten?

Der einfache Knoten, auch Four-in-Hand genannt, ist der wohl einfachste Knoten überhaupt. Er eignet sich hervorragend für den täglichen Gebrauch und passt zu nahezu allen Kragenformen. Durch seine schmale und asymmetrische Form wirkt er lässig, aber elegant zugleich. Ein echter Allrounder also, dessen Bindung meistens schon nach wenigen Versuchen perfekt gelingt.

Und so bindest du den einfachen Knoten:

  1. Lege die Krawatte um den Hals, wobei das breite Ende länger als das schmale Ende sein sollte.
  2. Kreuze das breite Ende über das schmale Ende.
  3. Führe das breite Ende unter dem schmalen Ende hindurch und dann erneut über das schmale Ende.
  4. Ziehe das breite Ende durch die entstandene Schlaufe um den Hals.
  5. Führe das breite Ende durch die Vorderseite des Knotens.
  6. Ziehe den Knoten fest und richte ihn so aus, dass er mittig sitzt.
Anleitung Four-in-hand Knoten
So bindest du einen Four-hand Knoten. © stepstonegroup

Der Windsor-Knoten

Wann und warum dieser Knoten?

Der Windsor-Knoten ist etwas voluminöser und symmetrischer als der einfache Knoten und eignet sich daher besonders für formelle Anlässe und Hemden mit einem weiten Kragen. Ganz seinem königlichen Namen entsprechend vermittelt der Windsor-Knoten ein gesundes Maß an Autorität und Selbstbewusstsein.

Und so bindest du den Windsor-Knoten:

  1. Genau wie beim einfachen Knoten, sollte das breite Ende beim Anlegen der Krawatte um den Hals länger als das schmale Ende sein.
  2. Kreuze das breite Ende über das schmale Ende.
  3. Führe das breite Ende unter dem schmalen Ende hindurch und ziehe es durch die neu entstandene Schlaufe um den Hals.
  4. Führe das breite Ende nach unten und ziehe es erneut über das schmale Ende.
  5. Ziehe das breite Ende durch die Schlaufe um den Hals und dann durch die Vorderseite des Knotens.
  6. Ziehe den Knoten fest und richte ihn passend aus.
Anleitung Windsor Knoten
Deine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Windsor Knoten © stepstonegroup

Der halbe Windsor-Knoten

Wann und warum dieser Knoten?

Der halbe Windsor-Knoten ist eine etwas kleinere und einfachere Variante seines Namensgebers. Er eignet sich für mittlere bis weite Kragen und ist eine gute Wahl für Geschäftsanlässe und formelle Events.

Und so bindest du den halben Windsor-Knoten:

  1. Lege die Krawatte um den Hals, wobei das breite Ende länger als das schmale Ende sein sollte.
  2. Kreuze das breite Ende über das schmale Ende.
  3. Führe das breite Ende unter dem schmalen Ende hindurch und ziehe es dann durch die entstandene Schlaufe um den Hals.
  4. Führe das breite Ende nach unten und ziehe es noch einmal über das schmale Ende.
  5. Ziehe das breite Ende durch die Schlaufe um den Hals und dann durch die Vorderseite des Knotens.
  6. Ziehe den Knoten fest und bringe ihn in Form.
Anleitung halber Windsor Knoten
Folge den Schritten, um dir einen halben Windsor Knoten zu binden. © stepstonegroup

Der doppelte Windsor-Knoten

Wann und warum dieser Knoten?

Der doppelte Windsor-Knoten, auch bekannt als Full Windsor, ist voluminöser und symmetrischer als das einfache Original. Eine perfekte Wahl für breite Kragen und formelle Anlässe, bei denen Eleganz gefragt ist.

Und so bindest du den doppelten Windsor-Knoten:

  1. Lege die Krawatte um den Hals. Auch bei diesem Knoten sollte das breite Ende länger als das schmale Ende sein.
  2. Jetzt kreuzt du das breite Ende über das schmale Ende.
  3. Führe das breite Ende unter dem schmalen Ende hindurch und ziehe es dann durch die entstandene Schlaufe um den Hals.
  4. Führe das breite Ende nach unten und ziehe es erneut über das schmale Ende.
  5. Ziehe das breite Ende durch die Schlaufe um den Hals und dann durch die Vorderseite des Knotens.
  6. Ziehe den Knoten straff und richte ihn aus.

Der Pratt-Knoten (Shelby-Knoten)

Wann und warum dieser Knoten?

Beim Pratt-Knoten handelt es sich um einen mittleren Knoten, der symmetrisch und etwas breiter ist als der einfache Knoten. Verträgt sich hervorragend mit nahezu allen Kragenarten und ist damit ideal für geschäftliche und formelle Anlässe.

Und so bindest du den Pratt-Knoten:

  1. Lege die Krawatte um den Hals und achte darauf, dass das breite Ende länger als das schmale Ende ist.
  2. Drehe die Krawatte so, dass die Naht nach außen zeigt.
  3. Kreuze das breite Ende unter dem schmalen Ende.
  4. Führe das breite Ende über das schmale Ende und ziehe es dann durch die Schlaufe um den Hals.
  5. Führe das breite Ende durch die Vorderseite des Knotens.
  6. Straffe den Knoten und arrangiere ihn passend.
Anleitung Pratt-Shelby Knoten
Hier siehst du, wie du einen Pratt Knoten bindest. © stepstonegroup

Der Nicky-Knoten

Wann und warum dieser Knoten?

Der Nicky-Knoten ist eine elegante und schlanke Variante, die sich ausgezeichnet mit schmalen Kragen versteht. Er verleiht dem Outfit einen Touch Raffinesse und ist qualifiziert für formelle Anlässe, bei denen du einen subtilen und gleichzeitig stilvollen Look präsentieren möchtest.

Und so bindest du den Nicky-Knoten:

  1. Lege die Krawatte um den Hals. Dabei sollte das breite Ende länger als das schmale Ende sein.
  2. Kreuze das breite Ende über das schmale Ende.
  3. Führe das breite Ende unter dem schmalen Ende hindurch und ziehe es durch die neu entstandene Schlaufe um den Hals.
  4. Führe das breite Ende nach unten und ziehe es erneut über das schmale Ende.
  5. Ziehe das breite Ende durch die Schlaufe um den Hals und dann durch die Vorderseite des Knotens.
  6. Knoten festziehen und ausrichten.

Weitere Knoten nötig? Am Anfang nicht!

Neben diesen Knoten gibt es noch zahlreiche weitere Varianten. Wir haben die Auswahl jedoch bewusst eingegrenzt, da sie bereits ein breites Spektrum abdeckt. Mit dieser bist du für den Anfang bestens gerüstet und findest für jeden Anlass und jede Kragenform eine ideale Lösung. Die folgenden Tipps helfen dir beim finalen Feinschliff.

Ein Vater hilft seinem Sohn beim Krawatte binden lernen
Ob Text, Bild oder Video: Online findest du zahlreiche Anleitungen für jeden erdenklichen Krawattenknoten.

Tipps und Tricks für eine perfekte Krawattenbindung

Mit etwas Übung meisterst du die oben genannten und beliebige weitere Krawattenknoten im Handumdrehen. Doch neben der Technik gibt es noch andere Aspekte zu beachten. Diese fangen bei der Zusammenstellung des Looks an und reichen bis zu finalen Details.

Gleichzeitig gilt es, häufige Fehler zu vermeiden:

Denk immer daran: Eine gut gewählte, sorgfältig gebundene Krawatte gibt deinem Outfit den letzten Schliff. Deswegen lohnt es sich, etwas Zeit in die wichtigsten Basics zu investieren.

Zum Üben: Video-Tutorials zum Nachmachen

Ergänzend zu unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und den Tipps können auch Videos zum Thema hilfreich sein. Diese findest du beispielsweise auf YouTube in großer Menge; die Eingabe des Namens deines Wunschknotens zusammen mit Begriffen wie „Anleitung“ oder „Tutorial“ führt direkt zum Ziel.

Praktisch: Viele dieser Videos sind aus der Ich-Perspektive, also von oben mit Blick auf die Brust herab, gefilmt, sodass du die einzelnen Binde-Schritte einfach nachahmen kannst, ohne spiegelverkehrt denken zu müssen.

Freiheit oder Pflicht – wann ist die Krawatte noch ein Muss?

Doch bevor du dich an die perfekte Wicklung machst, solltest du herausfinden, ob diese Arbeit überhaupt nötig ist. Heutzutage ist das nämlich längst nicht immer der Fall – die Veränderungen in der Arbeitswelt betreffen schließlich auch die Moderegeln.

Zur Orientierung helfen dir folgende Punkte:

Allerdings: Eine Garantie ist all das nicht. Jedes Unternehmen hat seine eigene Leitkultur und diese beinhaltet den Dresscode. Das bedeutet auch, dass die Branchenzugehörigkeit zwar einen Hinweis auf die Notwendigkeit einer Krawatte geben kann, aber nicht als ausreichender Indikator verstanden werden sollte.

So findest du heraus, ob eine Krawatte nötig ist

Der offensichtliche Weg wäre die direkte Nachfrage beim Ansprechpartner im Unternehmen. Es geht jedoch auch anders – zumindest in vielen Fällen. Und zwar in Form deines eigenen Researchs, der im Idealfall in kurzer Zeit zum Ziel führt:

Diese Möglichkeiten erlauben es dir, weder under- noch overdressed in das Vorstellungsgespräch zu gehen, ohne das Thema beim Unternehmen selbst ansprechen zu müssen. Und das heißt: Wenn du weißt, dass eine Krawatte gefragt ist, kannst du dich mit vollem Engagement an die Bindung machen.

Fazit: Krawatte binden leicht gemacht – dank steiler Lernkurve

Das Krawattenbinden mag auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, doch mit etwas Übung wirst du schnell zum Experten. Ob einfacher Knoten, Nicki-, Windsor- oder Pratt-Knoten – jede Variante hat ihre eigenen Vorzüge und passt zu unterschiedlichen Anlässen, Hemdkragen und Körperformen. Für welchen Knoten du dich auch entscheidest: Achte einfach darauf, dass die Krawatte immer ordentlich gebunden und gepflegt ist, um die Rahmenbedingungen für einen perfekten Auftritt zu schaffen!

FAQ:

Welche Krawattenknoten sind modern?

Moderne Krawattenknoten sind der Windsor, der Halbe Windsor und der Pratt-Knoten. Dank ihrer Vielseitigkeit sind sie für formelle als auch für informelle Anlässe gleichermaßen geeignet. Auch einfache Knoten wie der Four-in-Hands sind heutzutage sehr beliebt, da sie sich als unkomplizierte Alltagslösungen eignen.

Wo muss die Krawatte enden?

Die Krawatte sollte am Gürtel oder leicht darüber enden, um einen ausgewogenen Look zu kreieren. Kleine Abweichungen in beide Richtungen sind möglich, der Abstand zur Gürtelschnalle sollte jedoch nicht so groß sein, dass er heraussticht.

Wann trägt man heute noch Krawatte?

Krawatten sind bei formellen Anlässen wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geschäftsmeetings und offiziellen Veranstaltungen sowie in vielen Berufen häufig noch der Standard. Hierbei kommt es jedoch auf die jeweilige Situation an: In klassisch-konservativen Berufsfeldern wie etwa in Anwaltskanzleien und im Bankwesen ist die Krawatte weiterhin unverzichtbar, während es in anderen Bereichen deutlich flexibler zugeht. Dennoch solltest du dabei immer bedenken, dass die Branche alleine meistens keine endgültige Antwort auf die Dresscode-Frage liefert.

Warum trägt man keine Krawatte mehr?

Der Trend zu lässigerer Kleidung und weniger formellen Dresscodes führt dazu, dass Krawatten grundsätzlich seltener getragen werden. Komfort und Individualität haben an Bedeutung gewonnen und die meisten Branchen erlauben inzwischen viele Freiheiten bei der Kleidungswahl, sodass die Krawatte oft nicht mehr obligatorisch ist.

Kann ich einen Anzug auch ohne Krawatte tragen?

Ja, du kannst einen Anzug in vielen Situationen auch ohne Krawatte tragen. Stichwort Business Casual: Keine Krawatte, lediglich ein sportliches Sakko mit Hemd, dazu eine farblich passende Jeans – mit dieser Kombi triffst du genau den Grat zwischen leger und stilbewusst. Wichtig dabei: Ein gut sitzendes, gepflegtes Hemd ist in Abwesenheit einer Krawatte umso wichtiger.

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