Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte. Unsere Körpersprache umfasst neben Mimik auch Körperhaltung und Gestik. Insbesondere bei Präsentationen in der Uni oder im beruflichen Kontext wollen wir mit selbstsicherem und positivem Auftreten Eindruck hinterlassen. Wir geben dir Tipps, wie du deine Körpersprache beim Präsentieren perfektionieren kannst.
Wir alle kennen diese Situation: Es steht eine wichtige Präsentation, wie z. B. die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch an. Die Worte hast du dir vorher zurechtgelegt, doch nicht nur dein Gesagtes ist hier ausschlaggebend – auch deine Körpersprache sendet in diesem Zusammenhang wichtige Signale, die deine Zuhörer*innen gut zu deuten wissen.
In der Präsentation agierst du als offenes Buch, denn jeder Gesichtsausdruck und jede Handbewegung sprechen für sich – und im besten Fall für dich. Sei dir also bewusst, dass dein Körper bei verbaler Kommunikation auch nonverbal agiert. Die Körpersprache ist beim Präsentieren deshalb aus mehreren Gründen wichtig:
Insgesamt ist die Körpersprache in der Präsentation eine wahre Wunderwaffe, um eine überzeugende und ansprechende Präsentation zu halten. Es lohnt sich also, sich bewusst mit der eigenen Körpersprache auseinanderzusetzen.
Du bist kein Mensch vieler Worte? Dann nutze deine Körpersprache beim Präsentieren, um dein Gesagtes zu untermauern. Diese besteht aus verschiedenen Elementen, die bewusste und unbewusste Signale senden. Du wirst sehen: Je mehr du mit deiner Körpersprache arbeitest, desto eher kannst du deine Ausstrahlung nach außen beeinflussen. Klingt easy? Ist es eigentlich auch! Von uns erfährst du, wie du deine Körpersprache optimieren kannst.
Sobald du den Raum betrittst, fängt dein Körper an, nonverbale Signale zu senden. Kommst du mit eingesunkenen Schultern, gekrümmtem Rücken und hängendem Kopf in den Raum, strahlst du Unsicherheit, Nervosität und Angst aus. Um bei deinen Zuhörer*innen also nicht als eingeschüchtert und zaghaft in Erinnerung zu bleiben, ist eine offene, zugewandte und aufrechte Körperhaltung wichtig.
Was für die Körperhaltung gilt, trifft auch auf die Sitzhaltung zu: Offen und zugewandt lautet die Devise. Achte also darauf, dass du die Arme nicht verschränkst. Platzier sie stattdessen locker auf der Tischfläche oder auf den Armlehnen. Kopf, Oberkörper und Beine sollten deinen Zuhörer*innen zugewandt sein, um Wohlwollen und Interesse zu signalisieren.
Was die geeignete Sitzposition für die Präsentation angeht, fragst du dich vielleicht, ob du die Beine überschlagen oder parallel auf dem Boden platzieren solltest. Grundsätzlich sind beide Varianten eine legitime Option. Um deinem Gegenüber nonverbal Sicherheit zu signalisieren, solltest du jedoch ein nervöses Wippen mit den Beinen vermeiden.
Mimik vermittelt bewusst und unbewusst eine breite Palette an Emotionen und Signalen. Wenn du beispielsweise jemandem anlächelst, ist dies ein bewusster Einsatz der Mimik. Riechst du etwas Unangenehmes und rümpfst die Nase, passiert das vielleicht unbeabsichtigt. Die entscheidenden Signalgeber sind Augen, Mund und Stirn. So kannst du mit dem Einsatz deiner Mimik bei der Präsentation punkten:
Mit Handbewegungen unterstreichst du Aussagen, du kannst damit jedoch auch falsche Signale senden. Gesten sollten nicht hektisch, sondern langsam und in einem kleinen Radius erfolgen. Bewusst platzierte Gesten betonen Souveränität und wirken besser als Hände, die passiv im Schoß liegen. Eine häufig verwendete Geste ist das leichte Aneinanderlegen der Fingerspitzen im Stehen zu einem Dreieck. Diese Geste wirkt professionell und souverän. Mit geübter Gestik kannst du sogar deinen Sprachstil verbessern.
Besonders wichtig: Achte auf unbewusste Gesten, die auf Nervosität schließen lassen. Dazu zählen Herumspielen an den Haaren oder mit Gegenständen, ein Berühren der Nase, Kopfkratzen und Jucken. Ein weiterer wichtiger Faktor: Ein selbstbewusstes, nicht zu schlaffes und nicht zu kräftiges Händeschütteln, sofern ein Händedruck angeboten wird. Die Hände gehören übrigens niemals in die Hosentasche, denn das wirkt im schlimmsten Fall unsicher oder sogar unprofessionell.
Mit deinen Augen sendest du die meisten unbewussten Signale und unterstreichst jeden Gesichtsausdruck. Deine Augen können unter anderem folgende Zustände einnehmen:
Wie du siehst, sind die Augen ein wesentlicher Bestandteil deiner Mimik, die schnell einen weniger positiven Eindruck bei deinen Zuhörer*innen hinterlassen können. Versuch deine Augen stattdessen in folgende Position zu bringen:
Die richtige Körpersprache beim Präsentieren gelingt dir, indem du typische Fehler vermeidest und dein äußeres Auftreten regelmäßig trainierst. Besonders tricky: Bereits ein falsches Signal kann alle positiven Eigenschaften in den Schatten stellen. Das besagt der sogenannte Horn-Effekt aus der Psychologie. Doch keine Angst: Eine perfekte Körpersprache bei der Präsentation beherrschen meist nur jahrelang geübte Profis – und das wissen auch deine Zuhörer*innen.
Unsere Tipps dienen dir als Leitfaden, um typische Fehler zu vermeiden und ein souveränes Auftreten an den Tag zu legen:
Fehlender oder ausweichender Blickkontakt stößt den meisten Zuhörer*innen sauer auf. Auch Anstarren zählt zu den Red Flags in der Körpersprache beim Präsentieren. Wichtig ist, dass du Blickkontakt suchst und hältst – vor allem bei Fragen und Antworten. Kleine Faustregel: Mindestens eine Sekunde und nicht viel länger als drei Sekunden. Besonders wichtig: Bei ernsten Fragen solltest du nie mit dem Blick ausweichen oder nach unten schauen. Üb deine Mimik in der Präsentation daher am besten vorab mit deiner Familie oder Freund*innen.
Lächeln will regelmäßig und gut platziert angewendet werden: Zur Begrüßung, zum Abschied oder bei humorvollen Kommentaren während der Präsentation. Bei wichtigen oder ernsten Themen gilt: Weniger ist mehr. Vermeid ein verkrampftes Grinsen, nervöses Kichern oder ein Grinsen mit fest zusammengepressten Lippen.
Nervosität lässt sich schwer verstecken und zeigt sich daher auch in der Körpersprache bei der Präsentation. Du nestelst an Ketten, drehst nervös die Ringe, spielst mit den Haaren, fasst dir ins Gesicht oder kratzt dir den Kopf. Auch wippende Füße oder ein auf und ab hüpfendes Knie sprechen von Nervosität. Versuch, deinen Körper ruhig und zentriert zu halten, falls du sitzt, sitz auf der ganzen Stuhlfläche. Versuch nicht herumzurutschen und setz deine Gestik in der Präsentation präzise und sparsam ein.
Achte während der gesamten Präsentation auf eine aufrechte, offene und gerade Körperhaltung. Hängende Schultern oder einen krummen Rücken solltest du dir daher am besten abtrainieren. All das gilt auch für die Sitzhaltung: Sitz mit geradem Oberkörper und leichter Körperspannung, ohne steif oder verkrampft zu wirken. Der Oberkörper ist am besten leicht vorgeneigt. Lass dich möglichst nicht zu lässig gegen die Stuhllehne sinken, verschränk auf keinen Fall die Arme und positionier die Beine entweder überschlagen oder möglichst parallel auf dem Boden.
Üb die Präsentation mehrfach mit Freund*innen oder der Familie und bitte dein Gegenüber, gezielt auf deine Körpersprache beim Präsentieren zu achten. So kannst du dir Feedback einholen und gleichzeitig gezielt an einem souveränen Auftreten arbeiten. Deine Gestik und Mimik in der Präsentation kannst du alternativ auch prima vor dem Spiegel üben.
Körpersprache ist eine der wichtigsten Sprachen – und sie ist rein nonverbal. Die wenigsten sind sich jedoch der eigenen Körpersprache und Körperhaltung bei der Präsentation bewusst. Dabei kannst du mit souveräner, freundlicher Körpersprache Emotionen erzeugen und eine positive Wirkung erzielen. Mit Blickkontakt und Lächeln drückst du Offenheit, Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Wohlwollen aus. Eine gerade Körperhaltung bei der Präsentation, ein fester Stand und ein selbstbewusster Händedruck stehen wiederum für Selbstsicherheit. Durch Blickkontakt oder gezielte Gesten kannst du zudem die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer*innen lenken oder Interesse aufrechterhalten.
Wenn du diese Punkte verinnerlichst, kannst du Kolleg*innen oder Kommiliton*innen in deiner nächsten Präsentation überzeugen. Übrigens: Mit einer gelungenen Präsentation im Vorstellungsgespräch steigen automatisch auch deine Chancen bei der Jobsuche.
Nutz deine Hände dazu, um gelegentlich Aussagen zu unterstreichen. Die meiste Zeit solltest du sie jedoch ruhig und offen auf den Tisch legen oder nah am Körper lassen.
Ein Lächeln an geeigneten Stellen wirkt freundlich, offen und positiv. Das gilt auch für angemessenen Augenkontakt und eine leicht vorgebeugte, zugewandte Körperhaltung ohne verschränkte Arme.
Die Kleidung sollte zum Kontext der Präsentation passen: Bei einem Vortrag auf der Arbeit kannst du in deinem Standard-Büro-Outfit erscheinen. Für Vorstellungsgespräche oder Messen greifst du am besten auf den klassischen Anzug oder eine schicke Bluse zurück.
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