Du hast eine Einladung zum Bewerbungsgespräch erhalten? Herzlichen Glückwunsch! Spätestens, wenn das Gespräch näher rückt, stehst du vor der Frage: Was ziehe ich an? Wir zeigen dir, was du in Sachen Bewerbungs-Outfit beachten kannst, damit du deinem Wunschjob ein Stück näherkommst.
Um eine vermeintlich komplizierte Frage einfach zu beantworten: Zum Bewerbungsgespräch solltest du Kleidung tragen, die gepflegt, professionell und zur Branche sowie Unternehmenskultur passend ist. Ziel ist es, einen kompetenten und sympathischen ersten Eindruck zu hinterlassen – ohne over- oder underdressed zu wirken.
Und es gilt: Lieber etwas zu formell als zu leger. Die Kleidung sollte zeigen, dass du den Termin ernst nimmst und dich vorbereitet hast.
Tipp dazu: Falls möglich, informiere dich vorab über die Kleiderkultur des Unternehmens, zum Beispiel über Team-Fotos auf der Webseite, bei Mitarbeitenden auf LinkedIn oder anhand von Social-Media-Posts des Unternehmens. Die Außendarstellung, die dort präsentiert wird, ist normalerweise nah an der Realität.
Aber warum spielt die Kleidung überhaupt so eine große Rolle? Klar ist: Kleider machen Leute – und das bedeutet, dass dein Outfit im Bewerbungsgespräch maßgeblich dazu beiträgt, wie du auf die personalverantwortliche Person wirkst. Das Unterbewusstsein spielt hier nämlich eine große Rolle und wird durch die Kleidung des Gegenübers schnell beeinflusst. Schnitt, Farbe und Stil deiner Kleidung: All das hat einen Einfluss auf den Eindruck geht, den du bei deinem Vorstellungsgespräch hinterlässt.
Nicht nur unterschiedliche Kleidungsstile, sondern auch verschiedene Farben entfachen ihre ganz eigene Wirkung. Mit der Wahl bestimmte Farben kannst du beim Vorstellungsgespräch nicht nur deine Persönlichkeit unterstreichen, sondern auch beeinflussen, wie du nach außen wirkst:
Neben der Farbe deines Outfits für dein Bewerbungsgespräch ist dein Kleidungsstil genauso entscheidend. Denn auch wenn Grau für Logik und analytisches Denken steht, gilt das wohl kaum für eine graue Jogginghose. Ein Blick auf die bekanntesten Stilrichtungen „Casual“, „Business Casual“ und „Business“ zeigt, wie unterschiedlich deine Wirkung ausfallen kann:
Folgende Faustregel gilt für dein Bewerbungs-Outfit im Casual-Look: Deine Kleidung darf lässig, aber nicht nachlässig sein.
Denn Casual bedeutet zwanglos und locker. Unter einem Casual-Outfit versteht man daher bequeme Kleidung, die in der Freizeit getragen wird. Beispiele sind klassische Jeans, schlichte Shirts, Freizeitblusen und Sneaker. Für letztere gilt:
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneOb Sneakers im Interview die richtige Wahl für dich sind, hängt vom Unternehmen ab, in dem du dich bewirbst, von der Branche, von der Unternehmenskultur. Falls du dir unsicher bist: Schau dir die Unternehmensseite und den Social Media-Auftritt an: Wie sind die Mitarbeitenden gekleidet? Fest steht: Sneakers werden in immer mehr Unternehmen akzeptiert.
Unter Business Casual versteht man seriöse, aber nicht zu elegante Kleidung.
Natürlich kannst du auch einen Anzug tragen. Der darf für den Business-Casual-Look aber etwas lässiger sitzen und auch die Krawatte kannst du weglassen.
Lautet der Dresscode „Business“, dann ist damit ganz klar ein klassischer dunkler Anzug mit Krawatte, ein Hosenanzug oder ein Kostüm gemeint.
In den wenigsten Fällen wird dir allerdings mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch auch ein Dresscode verraten. Deshalb stehen viele Bewerber*innen vor der Frage: Welches Outfit ist denn nun das Richtige für mein Bewerbungsgespräch? Hier kommen die verschiedenen Branchen ins Spiel. Shirt, Hemd oder doch Anzug? Die Branche gibt oft Aufschluss darüber – denn was dort im Job-Alltag angesagt ist, gilt auch für das Bewerbungsgespräch.
Für klassische Bürojobs eignet sich Business Casual. Hier bieten sich eine schicke Hose oder ein Rock kombiniert mit Bluse und Blazer an. Auch mit einem Anzug oder einer Stoffhose mit passendem Hemd liegst du genau richtig.
Für ein Vorstellungsgespräch bei einem Unternehmen in der Kreativbranche sind klassische Outfits passend: Mit einem gebügelten Hemd oder Shirt, das du mit einer Stoffhose kombinierst, bist du auf der sicheren Seite.
Einige Berufsfelder haben keinen klassischen Dresscode, da dort Arbeitskleidung getragen wird. Dazu gehören zum Beispiel Mediziner*innen, bestimmte Pflegekräfte und Handwerker*innen. Für das Vorstellungsgespräch muss es hier nicht unbedingt der Anzug sein – mit einem hochwertigen Shirt und einer sauberen Jeans oder Stoffhose bist du passend gekleidet.
Auch für soziale Berufe gilt: Casual oder Business Casual. Kombiniere zum Beispiel eine gute Jeans mit einer gebügelten Bluse oder einem Hemd mit Sakko.
Für ein Bewerbungs-Outfit in eher konservativen oder traditionellen Branchen wie beispielsweise Banken oder Versicherungen kommt der Business-Look infrage. Passend sind Kostüm, elegante Bluse und Anzug mit Krawatte.
Für die Gastronomie eignen sich weißes Hemd dunkle Hose und Schuhe, die farblich zur Hose passen. Im Gastronomiebereich geht es unter anderem auch darum, wie du auf Gäste wirkst – dein zukünftiger Arbeitgeber wird hier also voraussichtlich besonderen Wert drauf legen. Gepflegt und durchdacht ist hier sogar wichtiger als der Stil an sich.
Im Gegensatz zur Gastronomie wirst du im Call Center nur selten bis gar nicht vor Kund*innen in Erscheinung treten. Mit einem gepflegten Casual-Outfit liegst du hier beim Bewerbungsgespräch also genau richtig.
Auch für ein Vorstellungsgespräch im pädagogischen Bereich eignet sich ein Casual-Outfit. Während deiner zukünftigen Tätigkeit wirst du vor allem mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten und auch dort vorrangig Casual-Outfits tragen.
Hierbei kommt es – logischerweise – in erster Linie auf deinen Oberkörper an. Gepflegt, professionell und passend zum Job: Die Bekleidung deiner oberen Körperhälfte sollte genau diese Message vermitteln. Um Hose und Schuhe musst du dir dabei immerhin keine Gedanken machen.
Neben der Branche entscheidet auch das Unternehmen, bei dem du das Vorstellungsgespräch hast, über das passende Büro-Outfit Schließlich gibt es auch innerhalb einer Branche ganz unterschiedliche Unternehmen. Auch die individuellen Unternehmenskulturen können sich erheblich voneinander unterscheiden. Um herauszufinden, welcher Dresscode zur Unternehmenskultur deines potentiellen künftigen Arbeitgebers passt, kannst du dir zum Beispiel Fotos der Mitarbeiter*innen auf der Webseite anschauen. Einige Unternehmen haben auch Image-Videos anhand derer du dich orientieren kannst. Ein gekonnter Research lohnt sich also!
Das perfekte Outfit fürs Bewerbungsgespräch hängt jedoch nicht nur von Branche und Unternehmen ab, sondern auch von der Jahreszeit. Wer wettergerecht, aber dennoch professionell gekleidet erscheint, zeigt Planung und Stilbewusstsein. Wichtig ist, dass dein Look trotz Hitze, Regen oder Kälte gepflegt, angemessen und seriös bleibt.
In den wärmeren Monaten sind leichte Stoffe wie Baumwolle oder Leinen ideal.
Vermeide dagegen offene Schuhe oder Freizeitkleidung wie kurze Hosen.
In der kalten Jahreszeit darf dein Outfit gern etwas „schwerer“ ausfallen – sowohl farblich als auch stofflich.
Achte darauf, dass du deine Jacke vor dem Gespräch ausziehst und dein Outfit darunter vollständig und ordentlich sitzt.
Im Gegenzug gilt bekanntlich: Wer durch sein Outfit negativ auffällt, riskiert, als unprofessionell oder unvorbereitet wahrgenommen zu werden – unabhängig von deinen fachlichen Qualifikationen. Schon kleine Details können den Gesamteindruck trüben. Deshalb gilt: Seriosität, Zurückhaltung und Sorgfalt sind entscheidend.
Hier die bekanntesten Fashion-Fail-Klassiker im Überblick:
Mit einer neutralen, qualifizierten Zweitmeinung verringerst du das Risiko weiter, in eines (oder mehrere) dieser Mode-Fettnäpfchen zu treten. Halte es simpel und bleib lieber schlicht als zu experimentell, nach dem Motto: Authentizität vor Selbstdarstellung.
Ein passendes Outfit ist weit mehr als nur Kleidung – es ist deine visuelle Visitenkarte. Wer gut gekleidet ins Bewerbungsgespräch geht, zeigt Respekt, Vorbereitung und Selbstbewusstsein.
Achte darauf, dass dein Look zur Branche und zum Unternehmen passt, verzichte auf modische Extreme und setze auf gepflegte, seriöse Basics. So schaffst du die perfekte Grundlage für einen starken ersten Eindruck – und kannst dich ganz auf deine Inhalte konzentrieren.
Dein Ziel: Kleidung, die dich nicht verkleidet, sondern dabei unterstützt, authentisch und kompetent aufzutreten.
Ja, Jeans können zum Bewerbungsgespräch getragen werden, wenn das Unternehmen einen eher lockeren Dresscode pflegt – zum Beispiel in Start-ups oder kreativen Branchen. Wichtig ist, dass die Jeans dunkel, schlicht und sauber ist. Auffällige Waschungen, Risse oder ausgefallene Schnitte wirken schnell unprofessionell. In konservativen oder formellen Bereichen solltest du besser zu einer Stoffhose greifen.
Im Sommer ist leichte, luftdurchlässige Kleidung ideal – etwa aus Leinen oder Baumwolle. Helle, zurückhaltende Farben wirken frisch und gepflegt. Aber auch bei hohen Temperaturen gilt: Dein Outfit sollte seriös wirken. Kurze Hosen, offene Schuhe, Tanktops oder schulterfreie Oberteile sind im Bewerbungsgespräch nicht angebracht, selbst bei lockeren Unternehmen.
Beim Casual-Look handelt es sich um bequeme Freizeitkleidung, die für ein Bewerbungsgespräch aber trotzdem gepflegt sein muss. Der Business-Dresscode ist klassisch: Anzug oder eine abgestimmte Kombination aus Jacke und Rock bzw. Hose sind hier die Standards. Business-Casual ist die Mischung aus beidem, also beispielsweise Jeans kombiniert mit Hemd und Sakko, aber ohne Krawatte.
Start-ups gelten oft als lockerer, was auch die Kleiderwahl betrifft. Dennoch solltest du nicht zu nachlässig auftreten. Eine schlichte, gut sitzende Jeans kombiniert mit einem Hemd, einer Bluse oder einem Blazer ist meistens eine gute Wahl. Wichtig ist, dass dein Outfit gepflegt wirkt und zeigt, dass du dir Gedanken gemacht hast – auch wenn das Unternehmen leger auftritt.
Dezente Farben wie Dunkelblau, Grau, Weiß oder Beige strahlen Seriosität, Ruhe und Professionalität aus. Wer möchte, kann mit gedeckten Akzentfarben wie Bordeaux oder Dunkelgrün Individualität zeigen. Auffällige Muster, grelle Farben oder metallische Töne solltest du hingegen vermeiden, da sie schnell vom Wesentlichen ablenken.
Schau dir die Unternehmenswebsite an: Sind dort Fotos von Mitarbeiter*innen in ihren Business-Outfits abgebildet? Halte auch Ausschau nach Social-Media-Accounts und Image-Videos des Unternehmens. Wenn du dich in deinem Outfit fürs Bewerbungsgespräch dann auch noch so richtig wohlfühlst, ist das schonmal ein gutes Zeichen dafür, dass du und das Unternehmen gut zusammenpassen könnten.
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