Eine junge Frau liegt auf dem Bett und surft auf ihrem Laptop im Internet.
Inhalt
Vorlagen für Bewerbungsschreiben aus Ratgebern eins zu eins übernehmenIn der Anrede des Bewerbungsschreibens falsche*n Ansprechpartner*in nennenName der Konkurrenzfirma nicht austauschenBewerbungsmappe zu umfangreich und überladenMit Selbstdarstellung übertreibenAnsprechpartner*in vergessenBeim Bewerbungsgespräch Anrufe auf dem Handy annehmen

Es ist simpel, peinlich und ärgerlich - der Schreibfehler in deiner Bewerbung. Schleicht er sich in dein Bewerbungsschreiben in den ersten Absatz ein, ist das Bewerbungsverfahren für dich gelaufen. Wenn du im Bewerbungsprozess einen dieser Fehler machst, hast du die Aussicht auf den Job schon verloren. Wir sagen dir, was die Personaler*innen am meisten ärgert und wie du peinliche Ausrutscher vermeiden kannst.

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Vorlagen für Bewerbungsschreiben aus Ratgebern eins zu eins übernehmenIn der Anrede des Bewerbungsschreibens falsche*n Ansprechpartner*in nennenName der Konkurrenzfirma nicht austauschenBewerbungsmappe zu umfangreich und überladenMit Selbstdarstellung übertreibenAnsprechpartner*in vergessenBeim Bewerbungsgespräch Anrufe auf dem Handy annehmen

Vorlagen für Bewerbungsschreiben aus Ratgebern eins zu eins übernehmen

Bitte übernimm auf keinen Fall Bewerbungsschreiben oder Lebensläufe eins zu eins aus Ratgebern. Personalchefs erkennen sofort, ob du ein Bewerbungsschreiben verwendet hast, das aus Ratgeberbüchern übernommen wurde und auf jede Stelle passt. Das kann deine Chance auf den Job drastisch mindern. Schick daher nur individuelle Bewerbungen ab. Auch wenn Ratgeber hilfreiche Tipps geben, solltest du nicht einfach Textpassagen oder Muster-Layouts kopieren. Der Inhalt und das Design müssen zu deiner Berufsgruppe, deinem Qualifikationsprofil und deiner Persönlichkeit passen sowie den Anforderungen des Stellenangebots entsprechen. Denk daran, dass Personalverantwortliche die Ratgeber oft besser kennen als du. Sie bekommen hunderte von Bewerbungsschreiben und können oft sofort erkennen, aus welchem Ratgeber abgeschrieben wurde.

In der Anrede des Bewerbungsschreibens falsche*n Ansprechpartner*in nennen

Wie peinlich! Du hast dein Bewerbungsschreiben an Frau Behrmann adressiert, obwohl du mit Frau Sehmann telefoniert hast. Du musst damit rechnen, dass Frau Sehmann von deiner Unachtsamkeit wenig begeistert sein wird. Selbst bei einem weniger sensible*n Personalentscheider*in hinterlässt ein solcher Fehler einen negativen Eindruck. Würdest du anders handeln? Wenn dein*e Berater*in bei der Bank oder dein*e Ansprechpartner*in im Reisebüro deinen Namen falsch ausspricht oder schreibt, macht er nicht gerade einen sympathischen Eindruck. Denk also bei deiner Bewerbung daran, den Namen des Personalverantwortlichen richtig zu schreiben. Lass dir den Namen bei einem Telefongespräch buchstabieren, falls du das Gefühl hast, ihn nicht richtig verstanden zu haben.

Frau will sich an den Tisch mit dem Laptop setzen
Prüf sorgfältig, ob du den richtigen Namen deiner Ansprechperson in der Bewerbung geschrieben hast. © Marco Govel/Stocksy

Name der Konkurrenzfirma nicht austauschen

Prüf mehrmals deine Bewerbungsunterlagen, bevor du sie an den potenziellen Arbeitgeber schickst. Es wäre peinlich, wenn du dein älteres Bewerbungsschreiben verschickst oder den Namen der Konkurrenzfirma in der Adresszeile hast oder sogar im Absatz über deine Bewerbungsmotivation erwähnst. Solche Fehler bringen die Personaler*innen auf die Palme. Wenn du einen dieser Fehler machst, hast du schon verloren.

Bewerbungsmappe zu umfangreich und überladen

Präzise, knackig und auf den Punkt gebracht sollte dein Bewerbungsschreiben sein. Ein maximal zweiseitiger Lebenslauf reicht dem Personalchef*der Personalchefin vollkommen aus, um sich einen Eindruck von deinen Qualifikationen und deinem Werdegang zu machen. Wenn sich rund 300 Kandidaten auf eine Stelle bewerben, hat der*die Personalverantwortliche im Schnitt zwei Minuten Zeit, um deine Bewerbungsunterlagen zu sichten. Dein Qualifikationsprofil soll deshalb auf den ersten Blick ersichtlich sein. Eine Bewerbung, die ein Bewerbungsschreiben, Deckblatt, die Inhaltsangabe, einen fünfseitigen Lebenslauf, ein Motivationsschreiben, ein Extrablatt mit Aufgaben und Projekten sowie die Zeugnisse enthält und 22 Seiten umfasst, hat ein großes Potenzial, im Papierkorb zu landen. Stell sicher, dass du dem Unternehmen nur die wesentlichen Unterlagen zukommen lässt. Eine Bescheinigung über ein erfolgreich absolviertes Betriebspraktikum in der 12. Klasse ist für den Job als Maschinenbauingenieur mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung nicht erforderlich.


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Mit Selbstdarstellung übertreiben

Es fällt dir schwer, die Schluss-Passage deines Bewerbungsschreibens zu verfassen. Hier möchtest du deine Soft Skills herausstellen und die besonderen Fähigkeiten zum Ausdruck bringen. Schreib nur die Eigenschaften auf, die zu dir passen, und übernehme keine Floskeln aus den Bewerbungsratgebern. Keine Standardphrasen: “Mein hohes Engagement und Organisationstalent verbunden mit Kommunikationsvermögen, Flexibilität, Kreativität und Zuverlässigkeit ermöglichen es, Aufgaben diverser Art gewissenhaft auszuführen.” Und um noch die letzten Bedenken des potenziellen Arbeitgebers aus dem Weg zu räumen: “Überzeug dich und gewinne einen Sympathieträger mit Know-how.” Unser Tipp: Erwähne nur die Qualitäten, die zu dir passen. Spätestens im Bewerbungsgespräch wird der Personalverantwortliche feststellen, ob deine Aussagen im Bewerbungsschreiben der Realität entsprechen.

Ansprechpartner*in vergessen

Du hast bereits eine wichtige Hürde genommen und es zum Bewerbungsgespräch geschafft. Nun bist du vor Ort und stellst fest, dass du den Namen des Gesprächspartners*der Gesprächspartnerin nicht mehr weißt. Die Person am Empfang telefoniert sich quer durch die Personalabteilung, um den*die für dich zuständige*n Personaler*in zu finden. Oder noch schlimmer: Du meinst, mit Frau Behrmann zu einem Bewerbungsgespräch verabredet zu sein. Laut der Empfangskraft gibt es aber keine Frau Behrmann im Hause. Es müsste aber die Frau Sehmann sein. Diese Peinlichkeit lässt sich ganz einfach vermeiden, indem du vor der Tür noch mal kurz auf das Einladungsschreiben schaust.

Beim Bewerbungsgespräch Anrufe auf dem Handy annehmen

Machst du dein Handy beim Bewerbungsgespräch immer aus? Oder ist es dir schon mal passiert, dass es während des Gesprächs mit dem*der Personalleiter*in bei dir geklingelt hat? Die Rekrutierer beobachten es viel zu oft, dass die Bewerbenden sofort rot werden und vergeblich versuchen, das Handy aus der Tasche zu ziehen, um den Anruf wegzudrücken. Es gibt aber auch einige, die ihre Gespräche annehmen. Es ist eben nicht für alle eine Selbstverständlichkeit, dass das Handy beim Bewerbungsgespräch ausgeschaltet werden muss.

 

 

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