Das Jahresgespräch

So bereiten Sie sich vor
Zahlreiche Unternehmen ergreifen diese Maßnahme zum Ende des Jahres, oder aber zu Beginn des neuen Jahres: das Jahresgespräch mit den Mitarbeitern. In erster Linie dient das Gespräch zur Förderung und Motivation der Mitarbeiter. Außerdem skizziert es, was der Mitarbeiter zur Erreichung der Unternehmensziele beigetragen hat.

Viele Mitarbeiter befürchten, ein Jahresgespräch könne unangenehm und kein Gespräch auf Augenhöhe sein. Dabei sollte ein Mitarbeitergespräch nicht durch Angst und Unsicherheit seitens des Mitarbeiters geprägt sein – das bringt weder den Chef noch Sie wesentlich weiter. Sie werden in diesem Jahresgespräch zwar beurteilt, aber das muss Sie nicht direkt in Panik versetzen. Wie Sie sich am besten auf das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten vorbereiten und worauf Sie auf jeden Fall achten sollten, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Eine Rolle im Gespräch einnehmen

Die Haltung, mit der Sie im Gespräch auftreten, ist von entscheidender Wichtigkeit. Welche Rolle spielen Sie während des Gespräches? Sind Sie nur Gast im Büro des Chefs, der nur Rede und Antwort steht? Oder sind Sie ein gleichwertiger, geschätzter Gesprächspartner, der gleichermaßen seine eigene Meinung und die von ihm für wichtig empfunden Themen anspricht?

Finden Sie den goldenen Mittelweg: Sie müssen Ihrem Chef nicht in allen Punkten beipflichten wenn Sie anderer Meinung sind und diese auch belegen können. Seien Sie nicht schüchtern und ängstlich, aber auch nicht zu forsch und fordernd.

Wichtig ist auch: Bleiben Sie immer respektvoll und sachlich. Auch wenn der Chef Kritik anbringt – vielleicht ist Ihnen der von Ihrem Chef kritisierte Punkt auch schon aufgefallen und Sie können sich entweder erklären, oder ihm beipflichten und Besserung versichern. Sollten Sie die Kritik des Vorgesetzten nicht nachvollziehen können, fragen Sie nach Beispielen, um die Sichtweise des Chefs zu verstehen. Demonstrieren Sie sowohl Kritikfähigkeit als auch Lernbereitschaft und bieten Sie Ihrem Vorgesetzten an, dieses Problem beiderseits in den nächsten Monaten zu beobachten, damit man sich danach noch einmal zusammensetzen kann.

Sich gut auskennen und die eigenen Interessen vertreten können

Wichtige Fragen, mit denen Sie sich vor dem Jahresgespräch beschäftigen sollten:

  • Wie schätzen Sie sich selbst ein? Notieren Sie sich vorher von Ihnen erreichte Ziele oder erfolgreich umgesetzte Projekte – alles, was Sie an Erfolgen vorweisen können, sollten Sie sich persönlich noch einmal bewusst machen. Bringen Sie Ihre Erfolge gerne im Gespräch ein!
  • Ein Blick zurück ins vergangene Jahr: Mit welchen Ergebnissen sind Sie besonders zufrieden, was wollten Sie persönlich erreichen und haben Sie diese Ziele tatsächlich erreicht? Wo könnten Sie sich selbst weiterentwickeln und was könnten Sie verbessern? Gab es auch Dinge, mit denen Sie nicht zufrieden waren?
  • Und ein Blick in die Zukunft: Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt? Möchten Sie irgendetwas an Ihrer Arbeitsweise verändern? Wollen Sie an Ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten arbeiten, beispielsweise Ihr Englisch verbessern? Möchten Sie vielleicht neue Aufgaben übernehmen?

Wenn Ihr Chef merkt, dass auch Sie sich Gedanken gemacht haben – nicht nur in den letzten Tagen oder Wochen, sondern über das gesamte Jahr verteilt – wird er das mit Sicherheit wertschätzen. Haben Sie sich gut vorbereitet, kann Ihnen in Ihrem Jahresgespräch eigentlich nichts mehr passieren, denn Sie sind für jede Situation gewappnet.

So starten Sie sicher und selbstbewusst in Ihr Jahresgespräch

Bereiten Sie sich langfristig auf Ihr Jahresgespräch vor und gehen Sie mit der richtigen Haltung an die Sache heran. Selbst wenn der Chef Kritik äußert oder Sie auf möglicherweise nicht erreichte Ziele anspricht, kann das Gespräch Ihnen die Chance bieten, sich sachlich dazu zu äußern und schlussendlich daran zu wachsen. Sollte Ihr Chef nur Gutes über Sie und Ihre Arbeit berichten – umso besser! Dann gibt Ihnen das Jahresgespräch nicht nur ein gutes Gefühl, Sie können sich gegebenenfalls sogar über Bonuszahlungen oder eine Gehaltserhöhung freuen.

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