Zwei junge Männer sitzen an einem Bürotisch und unterhalten sich.
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Mehr als die Hälfte der Akademiker*innen im Personalwesen ist fachfremdWoher kommen die Quereinsteiger*innen im HR-Segment?Quereinsteiger*innen im Personalwesen: Wie hoch ist das Gehalt?Hochschulabschluss zahlt sich auch bei Quereinstieg in HR ausFazit: So bist du als Quereinsteiger*in im HR-Bereich erfolgreich

Du bist in deinem bisherigen Job nicht zufrieden und suchst eine neue Herausforderung? Wie wäre es dann mit einem Branchenwechsel? Vielen Arbeitnehmer*innen in Deutschland geht es wie dir und sie wagen auch noch nach vielen Jahren im Beruf den Quereinstieg in eine andere Branche. Auffallend viele Quereinsteiger*innen setzen beim Wechsel aufs Personalwesen. Wir zeigen dir, welche Berufsgruppen dabei besonders häufig vertreten sind und welche Verdienstmöglichkeiten es im HR-Bereich gibt.

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Mehr als die Hälfte der Akademiker*innen im Personalwesen ist fachfremdWoher kommen die Quereinsteiger*innen im HR-Segment?Quereinsteiger*innen im Personalwesen: Wie hoch ist das Gehalt?Hochschulabschluss zahlt sich auch bei Quereinstieg in HR ausFazit: So bist du als Quereinsteiger*in im HR-Bereich erfolgreich

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten mit Studienabschluss im Personalwesen ist fachfremd

Rund 37 % der Beschäftigten im Personalwesen haben einen Hochschulabschluss. Der „Klassiker“ ist ein BWL-Studium, wenn es um die Berufsqualifikation für einen Job im Personalwesen geht, denn im BWL-Studium kannst du deinen Schwerpunkt auf den Bereich „Personal“ bzw. Human Resources legen. Es gibt aber noch viele andere Studiengänge, die in einen HR-Beruf münden können.

Woher kommen die Quereinsteiger*innen im HR-Segment?

Zu den gängigsten Quereinsteiger*innen im Personalwesen gehören Rechtswissenschaftler*innen, Sozialwissenschaftler*innen und Psycholog*innen.

  1. Rechtswissenschaften: Viele HR-Quereinsteiger *innen haben ein Jurastudium abgeschlossen. Das kommt nicht von ungefähr: Diese Absolvent*innen bringen unter anderem theoretische Grundlagen im Arbeits- und Vertragsrecht mit, die sie im Unternehmen nützlich einsetzen können.
  2. Sozialwissenschaften: Ein weiterer Anteil von Quereinsteiger*innen im Personalwesen sind Gesellschafts- und Sozialwissenschaftler*innen. Hast du Sozialwissenschaften studiert, bist du es meist gewohnt, besonders analytisch zu arbeiten. Darüber hinaus bist du in der Regel kreativer und innovativer, wenn es um neue Lösungswege geht.
  3. Psychologie: Ein Großteil der studierten Personaler*innen haben einen Abschluss in Psychologie. Auch dieser Quereinstieg ist nicht unüblich und für jedes Unternehmen von Nutzen. Anhand von objektiven Messkriterien können Psycholog*innen Persönlichkeitsmerkmale von beispielsweise Bewerber*innen rationaler beurteilen und so subjektive Einflüsse eher ausschließen.
  4. Lehramt/Erziehungswissenschaften: Es gibt eine große Zahl an Lehramtsabsolvent*innen, die nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums auf ihr Referendariat verzichten und stattdessen den Weg in die Human Resources einschlagen. Und insbesondere Personalentwickler bleiben häufig der Lehre treu, sie arbeiten dann in der Aus- und Weiterbildung.
  5. Kulturwissenschaften: Quereinsteiger*innen im Personalwesen sind häufig Absolvent*innen der Sprach- und Kulturwissenschaften. Hier gilt Learning on the Job. Doch auch diese Akademiker*innen bringen Skills mit wie eine schnelle Auffassungsgabe und ein höheres Maß an Empathie, das für die Arbeit im Personalwesen wichtig ist.
  6. Ingenieurwesen: Tatsächlich wechseln auch Ingenieur*innen als Quereinsteiger*innen in den Personalbereich. Solche beruflichen Wechsel finden häufiger innerhalb einer Branche statt, sodass die Beschäftigten weiterhin, wenn auch eingeschränkt, ihre Fachkenntnisse einsetzen können.
Zwei Männer sitzen sich am Bürotisch gegenüber und besprechen sich.
Wer den Quereinstieg ins Personalwesen wagt, kann vor allem als Akademiker*in punkten. © Alto Images /Stocksy

Quereinsteiger*innen im Personalwesen: Wie hoch ist das Gehalt?

Finanziell betrachtet, ist der Quereinstieg in den Personalbereich durchaus lohnenswert: Im Median verdienen Personalentwickler, z.B. als Referent*in für Personalentwicklung 56.000 € im Jahr. Als Personalleiter sind als Mediangehalt 66.750€ pro Jahr möglich.
Geringer fällt das Gehalt als Sachbearbeiter*in Buchhaltung & Personalwesen aus. Hier kannst du im Median 40.250€ nach deinem Quereinstieg verdienen.
Ein wichtiger Faktor für die Höhe deines Gehalts im Personalwesen ist die Führungsverantwortung. Bist du nach deinem Wechsel eine Führungskraft, sind 59.250 € im Median möglich. Das sind 12.000 € pro Jahr mehr als du ohne Personalverantwortung als Mediangehalt einplanen kannst.

Weitere Gehälter im HR-Bereich im Überblick: Das ist nach deinem Quereinstieg möglich:

HR Berufsbezeichnung

Mediangehalt in €

Director Personal

125.500

Head of Human Management

96.000

Head of Human Resources

88.000

Head of Recruitment

84.000

Senior HR Manager*in

74.250

Leiter*in Personalentwicklung

73.750

Senior HR Business Partner

71.250

Payroll Manager*in

67.750

HR Manager und Business Partner

66.000

Referent*in Personalentwicklung

59.250

HR Project Manager

59.000

Personalentwickler*in

57.000

HR Recruiter*in

50.250

HR Coordinator*in

49.000

HR Administrator*in

45.500

Personalsachbearbeiter*in

44.750

Junior HR Manager*in

43.500

Lohn- und Personalsachbearbeite*in

42.750

Junior-Personalreferent*in

42.000

Personaldienstleister*in

39.500

Personaldienstleistungskaufleute

37.500

Praktikant*in Human Resources

33.750

Ein Hochschulabschluss zahlt sich auch bei Quereinstieg in den Personalbereich aus

HRler verdienen ohne Studienabschluss deutlich weniger, wie die Daten aus dem Stepstone Gehaltsplaner belegen. Demnach verdienen Akademiker*innen im Personalwesen rund 9.250 € im Median mehr. Sie erhalten als Mediangehalt 57.500€ pro Jahr, während Beschäftigte ohne Studienabschluss auf 47.250 € im Median kommen.

Fazit: So bist du als Quereinsteiger*in im HR-Bereich erfolgreich

Wenn du im Personalwesen den Quereinstieg wagen möchtest, hast du mit einem Studienabschluss gute Karten. Die Verdienstmöglichkeiten sind höher als ohne Studium. Darüber hinaus kannst du aus fast jedem Fachbereich ins Personalwesen überwechseln. Wichtig sind neben der fachlichen Eignung vor allem auch deine Softskills, die dich für die Arbeit mit Personal qualifizieren.

So haben wir die Daten erhoben

Um die Gehälter für HR-Jobs zu ermitteln, haben wir auf Daten aus dem Stepstone Gehaltsplaner zurückgegriffen. Berücksichtigt wurden die Angaben von Arbeitnehmer*innen, die in Vollzeit arbeiten. Die Gehaltsdaten der Jahre 2022 und 2023 sind auf das Niveau von 2024 projiziert. Damit spiegeln die hier angegeben Gehälter das Gehaltsniveau für das erste Halbjahr 2024 wider. Es werden ausschließlich Medianwerte angegeben: 50% verdient weniger, 50% verdient mehr.

Hinweis: Die Gehaltsdaten in diesem Beitrag basieren auf dem Stepstone Gehaltsplaner und beziehen sich auf eine Analyse aus 2025. Aktuelle Gehaltsdaten für 2026 finden sich unter anderem hier: Der große Gehaltsvergleich.

FAQ zum Quereinstieg ins Personalwesen

Was brauche ich, um in einer Personalabteilung zu arbeiten?

Viele Quereinsteiger*innen in Personalabteilungen bringen ein abgeschlossenes Studium in BWL, Psychologie, Pädagogik oder Jura mit. Entscheidend für eine erfolgreiche Karriere im Personalwesen sind jedoch vor allem Skills wie Empathie, Konfliktfähigkeit, Durchhaltevermögen und ein hohes Maß an diplomatischem Geschick.

Wie komme ich von meinem Job in den Personalbereich?

Der Wechsel in den Personalbereich ist von fast allen Berufen aus möglich. Wichtig ist, dass du die Bereitschaft mitbringst, dich in deinem neuen Berufsfeld kontinuierlich weiterzubilden. So solltest du z.B. Weiterbildungsangebote wahrnehmen, um dich rechtlich, aber auch psychologisch oder kommunikativ für die neue Rolle zu qualifizieren.

Sind Personaler*innen gefragt?

Aufgrund des hohen Fachkräftemangels werden Expert*innen für das Personalwesen in vielen Unternehmen händeringend gesucht. Denn diese Profis sind es, die Unternehmen dabei helfen, Mitarbeitende zu gewinnen, aber auch zu halten, um so die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Innovationskraft zu bewahren.

Was verdient man als Personaler?

Als Mitarbeiter*in im Personalwesen kannst du gut verdienen. Wie in allen Berufen hängt die Höhe deines Gehalts auch im HR-Bereich von deiner Berufserfahrung, der Unternehmensgröße und dem Umfang deiner Führungsverantwortung ab. Als HR Director sind im Median Bruttogehälter von 114.000 € möglich, als HR Manager*in kannst du mit einem Bruttomediangehalt von 62.750 € rechnen.

Wie komme ich über eine Weiterbildung zum Quereinstieg ins Personalwesen?

Es gibt viele Möglichkeit, um dich für die Arbeit im Personalbereich fit zu machen. Neben rein fachlichen Weiterbildungen sind auch Weiterbildungsangebote empfehlenswert, in welchen du wertvolle Softskills für künftige Aufgaben als Personalreferent*in oder Payroll Manager*in erlangst. Denke deshalb bei der Suche nach einer geeigneten Qualifikationsmaßnahme immer auch über den Tellerrand.

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