New Leadership, New Work Leadership, agiles Führen – die Liste an Buzzwords, die uns rund um moderne Führungsprinzipien begegnen, ist lang. Doch wie definiert man eigentlich New Leadership und wo liegen die Unterschiede zwischen traditionellen und modernen Führungskonzepten? Wir zeigen dir anhand einiger Paradebeispiele, woran du sie erkennst, und schauen uns die Vor- und Nachteile moderner Führung einmal genauer an.
Mit dem Begriff New Leadership wird heute eine moderne Art der Führung bezeichnet, die sich von traditionellen Führungsstilen und -methoden stark unterscheidet. Das Konzept zielt darauf ab, Führungskräften und Managern in der sich ständig verändernden modernen Arbeitswelt zum Erfolg zu verhelfen.
„Wie kann ich helfen“ – ein Satz, der in der Serie New Amsterdam ziemlich oft zu hören ist. Er ist quasi der Slogan des Krankenhausdirektors Max Goodwin. Und Max ist ein super Beispiel für New Leadership: ständig in Bewegung, sehr um seine Mitarbeiter*innen (und Patienten) bemüht, immer verrückte, aber auch effektive Ideen auf Lager, um jede noch so ungewöhnliche Herausforderungen zu bewältigen. Wie viele moderne Führungskräfte versucht er, seine Mitarbeiter*innen mitzunehmen und sie zu motivieren, kreativ und eigenverantwortlich zu handeln. Deutlich weniger Freiräume gibt’s für Angestellte beim klassischen Führungsstil. Hier gilt es eher, offene Aufgaben in einem eng gesteckten Rahmen abzuarbeiten.
Während Max Goodwin als New Leadership Paradebeispiel Konflikte jederzeit konstruktiv löst und aus ihnen lernt, ist sein Gegenpart der konfliktscheue David Brent aus der Serie The Office. Der Anhänger des traditionellen Führungsstils beharrt auf starre Regeln, an die sich jeder halten soll, um lästige Konflikte zu vermeiden. Auch Fehler werden nicht gern gesehen und können Konsequenzen nach sich ziehen.
In herkömmlichen Führungsmodellen setzen Führungskräfte in erster Linie individuelle Ziele für ihre Mitarbeiter*innen – jede Person wird gesondert betrachtet und vor allem nach ihrer individuellen Leistung beurteilt. Moderne Führungskräfte hingegen legen den Fokus auf die Teamleistung: Sie setzen übergreifende Teamziele und betrachten auch den gemeinsamen Weg sowie den Beitrag jedes*r Einzelnen bei der Erreichung dieser Ziele.
Miranda Priestly in Der Teufel trägt Prada macht schnell klar, wer hier das Sagen hat, nämlich sie, und zwar ausschließlich sie. Ein weiteres Merkmal traditioneller Führung: Die Entscheider*innen haben das letzte Wort – auch wenn es qualifizierte Gegenstimmen gibt. Ganz im Gegensatz zu moderner Führung, in der Hierarchien deutlich flacher sind. In diesem Arbeitsumfeld darf und soll jede*r Einzelne etwas zu sagen haben.
Und wenn wir schon bei kritischen Führungskräften sind, darf Herr Stromberg nicht fehlen. Er denkt nur an seine eigene Karriere. Seine Mitarbeiter*innen sind für ihn nur Mittel zum Zweck und ein Menschenfreund ist er auch nicht gerade. Und genau das unterscheidet ihn von einer modernen Führungskraft, der eine harmonische Arbeitsatmosphäre mindestens ebenso wichtig ist wie das Wohl jedes Teammitglieds.
Du siehst, New Leadership unterscheidet sich deutlich von den traditionellen Führungsstilen. Um zu erkennen, ob dein*e Chef*in bereits zu den „New Leadern“ gehört oder du selbst als Führungskraft auf der agilen „Führungswelle“ mitsurfst, haben wir hier die typischen Merkmale für dich noch einmal zusammengefasst:
Befähigen statt Befehlen: Anstelle von hierarchischer Kontrolle und Mikromanagement, tritt bei moderner Führung das Delegieren von Verantwortung und das Empowern von Mitarbeiter*innen in den Vordergrund. Dadurch entstehen mehr Eigenverantwortung und Kreativität in den Teams.
Unser Joballtag verändert sich schnell und stetig. Deswegen ist es umso wichtiger, agil zu bleiben, auf Veränderungen zu reagieren und sich neuen Gegebenheiten anzupassen. New Leadership fördert deshalb die Fähigkeit von Mitarbeiter*innen, sich anzupassen und mit Herausforderungen flexibel umzugehen.
Ebenfalls zwei sehr wichtige Aspekte, wenn es um New Leadership geht: Empathie & soziale Intelligenz. Führungskräfte sollten nicht nur die Bedürfnisse und Perspektiven ihrer Mitarbeiter*innen erkennen und verstehen, sondern auf diese in angemessener Weise eingehen.
Beim New Leadership haben ethische Fragen, Auswirkungen auf die Umwelt und soziale Verantwortung oft Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen.
Zwei wichtige Aspekte der modernen Führung: Unternehmen fördern die Vielfalt von Teams und setzen sich für eine inklusive Arbeitsumgebung ein, in der alle Mitarbeiter*innen die gleichen Chancen haben.
Die Digitalisierung und zukunftsweisende Technologien wie KI spielen eine immer größere Rolle in Unternehmen und im Arbeitsalltag. Deswegen betont New Leadership auch die Bedeutung und den Nutzen von Technologien.
Komplizierter Begriff, einfache Erklärung: Bei der transformationalen Führung geht es darum, dass Führungskräfte eine inspirierende Vision haben und ihre Mitarbeiter motivieren, diese Vision auch zu teilen und zu verwirklichen.
Für uns ganz klar: wir sind Team „New Leadership“. Doch welche Vorteile bringt der neue Führungsstil zusammenfassend mit? Und gibt es Punkte, die auf den zweiten Blick nicht ganz so positiv erscheinen? Wir haben die wichtigsten Pros & Cons für euch gesammelt:
Mitarbeitermotivation ist ein echt wichtiges Thema, wenn es um New Leadership geht. Smarte Führungskräfte erkennen und fördern die individuellen Stärken und Talente ihrer Teammitglieder. Denn sie wissen genau, dass sich zufriedene Mitarbeiter*innen stärker einbringen, mehr erreichen und damit zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Baut ein Unternehmen auf moderne Führungsprinzipien, erlebst du oft flache Hierarchien und eine offene, vertrauens- und respektvolle Atmosphäre. Entscheidungen werden nicht mehr nur von einer Person getroffen, sondern gern gemeinschaftlich. Vorgesetzte begleiten ihre Mitarbeiter*innen eher als emphatische Mentor*innen und fördern sie individuell. Und es gibt bei modernen Führungsmethoden weniger Kontrolle, dafür mehr Arbeiten auf Augenhöhe.
Dank der flachen Hierarchien, wird jede*r Einzelne mehr gefordert, darf kreativ denken und auch mal schnell eigene Entscheidungen treffen. So können Ideen ohne großen Aufwand und lange Abstimmungsprozesse ausprobiert und umgesetzt werden. Das macht ein Unternehmen agil und wettbewerbsfähig.
Dass Mitarbeiter*innen eigenverantwortlich handeln und selbst entscheiden können entlastet wiederum die Führungskraft und verschafft ihr Freiraum. In dieser gewonnen Zeit können sie sich zum Beispiel um strategische Aufgaben oder größere Ziele kümmern.
Unsere Arbeitswelt befindet sich in einem ständigen Wandel. Plötzlich auftretende Probleme gehören inzwischen zum Alltag und genau das ist modernen Führungskräften völlig bewusst. Deswegen schaffen sie es, sich allen Gegebenheiten anzupassen, auch mal umzuschwenken und spontan die Richtung zu wechseln.
Statt einfach nur Ansagen zu machen, sind Führungskräfte heute deutlich mehr gefordert. Sie sind motivierende Mentor*innen, empathische Zuhörer*innen und aufmerksame Krisenmanager*innen. Alle Rollen zu erfüllen kann zu mehr Verantwortung und viel Druck führen. Gleichzeitig werden sie durch das vermehrte Delegieren von Aufgaben an ihre Mitarbeiter*innen im Tagesgeschäft entlastet.
Wer betreut welches Projekt, wer arbeitet an welchen Ideen und wer behält eigentlich die Deadlines im Blick? Agieren alle Mitarbeitenden selbständig, kann es für den*die Chef*in schwierig werden, den Überblick zu behalten – hier kann der Einsatz von Projektmanagementtools und regelmäßigen Update-Meetings Abhilfe schaffen.
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