Mann steigt eine Holztreppe empor, die aus dem Wasser führt.
Inhalt
1. Entscheidungsfreude & Eigeninitiative2. Kommunikationsstärke3. Motivationsfähigkeit & Wertschätzung4. Rollenflexibilität5. Lösungsorientiertes Denken6. Delegationsfähigkeit & Vertrauen ins Team7. Selbstreflexion8. Selbstbewusstsein & Bescheidenheit9. Stressresistenz und Belastbarkeit

Du hast einige Jahre Berufserfahrung gesammelt und bist bereit, mehr Verantwortung im Job zu übernehmen. Aber was macht eine gute Führungskraft aus? Wichtige Eigenschaften, Fertigkeiten und Fähigkeiten erfolgreicher Chefs fasst dieser Überblick zusammen.

Inhalt
1. Entscheidungsfreude & Eigeninitiative2. Kommunikationsstärke3. Motivationsfähigkeit & Wertschätzung4. Rollenflexibilität5. Lösungsorientiertes Denken6. Delegationsfähigkeit & Vertrauen ins Team7. Selbstreflexion8. Selbstbewusstsein & Bescheidenheit9. Stressresistenz und Belastbarkeit

Eine gern gestellte Frage im Vorstellungsgespräch: Welche Eigenschaften machen eine gute Führungskraft aus? Hier findest du die besten Antworten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Entscheidungsfreude, Kommunikationsstärke & Eigeninitiative: Eine Führungskraft sollte eigeninitiativ sein, schwierige Entscheidungen treffen und offene Kommunikation pflegen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
  • Motivationsfähigkeit, Wertschätzung & Delegationsfähigkeit: Wertschätzung und konstruktives Feedback stärken das Vertrauen und die Motivation im Team, während das Delegieren von Aufgaben und Vertrauen ins Team essenziell sind.
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Bei der Bewerbung einer Führungskraft achte ich noch stärker auf Soft Skills als bei anderen Bewerber*innen, denn diese sind entscheidend für den Führungserfolg, ganz unabhängig von der fachlichen Ausprägung. Eigeninitiative, Kommunikationsstärke, lösungsorientiertes Denken, Stressresistenz – diese Eigenschaften sehen Unternehmen bei jedem Mitarbeitenden gerne, für eine Führungskraft sind sie jedoch unerlässlich. Mein Tipp: Heb alles, was deine Führungsqualitäten unterstreicht, besonders hervor, sei es im Anschreiben, im Lebenslauf oder im Vorstellungsgespräch.

- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneClosing quote for citation

1. Entscheidungsfreude & Eigeninitiative

Als Führungskraft wird von dir Eigeninitiative auf mehreren Ebenen erwartet. Zum einen hast du eine Vorbildfunktion für dein Team. Du solltest also nicht nur Motivation für deinen Job mitbringen, sondern diese Begeisterung auch deinen Mitarbeiter*innen zeigen. Zudem musst du bereit sein, auch mal schwierige Entscheidungen zu treffen: Risiken abschätzen und zeitnah eine fundierte Entscheidung treffen.

2. Kommunikationsstärke

Eine offene Kommunikation mit deinem Team beugt vielen Problemen vor. So könnt ihr gemeinsam Lösungen und Strategien entwickeln, bevor Probleme überhaupt auftreten. Bezieh deine Kolleg*innen in möglichst viele Aufgaben mit ein und bewältigt sie gemeinsam. Das ist produktiv und effizient für das gesamte Unternehmen – und gut fürs Betriebsklima.

Transparenz und Verbindlichkeit sind bei einer offenen Kommunikation besonders wichtig. Das gilt auch bei unbeliebten Entscheidungen.

3. Motivationsfähigkeit & Wertschätzung

Schau genau hin, was deine Mitarbeiter*innen leisten. Zeig Wertschätzung für den täglichen Einsatz, für das Aufspüren und Lösen von Schwierigkeiten und für die Unterstützung von Kolleg*innen. Vor allem solltest du deinem Team diese Wertschätzung offen und deutlich mitteilen. Nur dann fühlen sich deine Mitarbeiter*innen gesehen und ernst genommen – und du hast als Führungskraft echte Stärke bewiesen.

Aufmerksamkeit und konstruktives Feedback sorgen zudem für ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen dir und deinem Team. Das hat viele Vorteile, unter anderem: Sollte ein Konflikt aufkommen, lässt sich dieser in der Regel lösen, bevor er zu einem ernsten Problem wird.

Wertschätzung bedeutet auch, aktiv zuzuhören, Geduld zu beweisen und Verständnis für Schwächen zu zeigen. Denk dran: Fehler dürfen passieren, vor allem, wenn du oder dein Team etwas Neues ausprobiert. Je respektvoller du deinem Team diese Grundregel vermittelst, desto sicherer fühlen sich deine Mitarbeiter*innen. Sollten dann wirklich mal Fehler passieren, werden sie auf dich zukommen. So kannst du dein Team am besten unterstützen und durch schwierige Phasen führen.

Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch und sprechen über eine Zeichnung.
Regelmäßige Gespräche mit den Mitarbeitenden und eine offene Kommunikation gehören für eine gute Führungskraft dazu. © Maskot/EyeEm

4. Rollenflexibilität

Als Führungskraft ist dein Aufgabengebiet weitgefächert. Das bedeutet, dass es für dich wenig Routine gibt, sondern wechselnde Situationen und Anforderungen auf dich warten. Zunächst musst du in der Lage sein, die jeweiligen Herausforderungen überhaupt zu erkennen – und die können sehr vielfältig sein: Sie reichen von offensichtlichen Aufgaben (z. B. Dienstplan erstellen) über akute Probleme (z. B. eine hohe Krankheitsquote und daraus entstehende Personalengpässe) bis hin zu unterschwelligen oder bewusst vom Team im Hintergrund gehaltenen Schwierigkeiten (z. B. überforderte Mitarbeiter*innen, denen regelmäßig Fehler unterlaufen).

Es braucht neben Erfahrung vor allem die bereits erwähnte Offenheit sowie eine engagierte Nachfragekultur, um schwierige Situationen im Arbeitsalltag zu identifizieren. Das bedeutet: Zeig immer Interesse am Stand eines Projekts. Erkundige dich regelmäßig, wie es läuft und ob es Probleme gibt, nicht erst dann, wenn sich Schwierigkeiten bereits bemerkbar machen. So könnt ihr als Team gemeinsam Herausforderungen meistern und Probleme im Idealfall von Anfang an umgehen.

5. Lösungsorientiertes Denken

Eine weitere wichtige Eigenschaft einer Führungskraft ist lösungsorientiertes Denken und Handeln. Dafür musst du bereit sein, eine Situation aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Du musst außerdem in der Lage sein, unterschiedliche Rollen einzunehmen – im einen Moment bist du Moderator*in im Teammeeting und im nächsten Streitschlichter*in.

Jedes Team macht mal schwierige Zeiten durch: Wenn sich Pannen häufen, brauchen deine Mitarbeitenden dich als Quelle der Motivation. Sei dann die Person am Steuer, die das Schiff durch klare Entscheidungen wieder auf Kurs bringt. Für die Projektplanung musst du strategisch denken und immer nach neuen Wegen und Talenten Ausschau halten. Außerdem solltest du deine Mitarbeiter*innen durch konkrete Zielsetzungen und Fortbildungsangebote individuell fördern.

6. Delegationsfähigkeit & Vertrauen ins Team

Eine gute Führungskraft delegiert. Lös dich von dem Anspruch, alles allein schaffen zu müssen. Das geschieht häufig, wenn Menschen im Beruf aufsteigen und besonders glänzen wollen. Konzentrier dich stattdessen auf deine Hauptaufgaben und delegier Nebenaufgaben an dein Team.

Hilf deinen Mitarbeiter*innen, indem du sie mit allen relevanten Informationen für eine Aufgabe versorgst. Unterstütz auch konkret, falls es nötig ist, aber kontrollier nicht jeden ihrer Arbeitsschritte. Glaub an dein Team und gib ihnen so die Chance, an Aufgaben zu wachsen und Verantwortung zu übernehmen. Dieses Vertrauen aufzubringen, ist ebenfalls eine Stärke von guten Führungskräften.

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7. Selbstreflexion

Selbstreflexion ist eine der wichtigsten Eigenschaften einer Führungskraft. Niemand macht alles richtig oder kennt die Antworten auf alle Fragen. Führen heißt deshalb auch, sich immer wieder selbst zu reflektieren. Scheu dich nicht, deine persönlichen Werte, dein Zeitmanagement und generelle Verhaltensmuster kritisch zu hinterfragen. Nur so bleibst du offen für Veränderung und wirst zu einer wirklich guten Führungskraft.

Verschenk dabei nicht das Potenzial, das in deinen Mitarbeiter*innen schlummert. Sprecht gemeinsam darüber, welche Arbeitsabläufe das Team verbessern kann, was dafür nötig ist und wie du sie dabei unterstützen kannst. So könnt ihr effizient und harmonisch zusammenarbeiten – das Ziel eines jeden Teams.

8. Selbstbewusstsein & Bescheidenheit

Natürlich gehört ein gesundes Selbstbewusstsein dazu, wenn man ein Team leitet, motiviert, aber man auch für die eigenen Entscheidungen einsteht und diese auch mal in einer Runde verteidigen muss. Man muss von sich, seinen Entscheidungen und seinem Team überzeugt sein. Dennoch ist man als Führungskraft wesentlich sympathischer, wenn man dabei bescheiden bleibt.

9. Stressresistenz und Belastbarkeit

Wenn es um einen herum richtig stressig wird, musst du den Überblick behalten und dein Team mit Ruhe und Gelassenheit durch die schwierige Situation führen. Ein effizientes Zeit- und Selbstmanagement hilft dir dabei dem Druck standzuhalten.

Weitere Tipps findest du in unserem Bewerbungsratgeber für Fach- & Führungskräfte (PDF-Download).

Du bist motiviert, mehr Verantwortung zu übernehmen und bringst alle Eigenschaften erfolgreicher Führungskräfte mit? Hier findest du Ausschreibungen für offene Führungspositionen und mehr.

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