Kreativität war schon immer deine Stärke und du möchtest sie auch im Beruf ausleben? Damit bist du nicht allein: Laut einer Umfrage des IfD Allensbach legt etwa jede*r vierte Deutsche großen Wert darauf, kreativ zu sein. Doch welche Branchen eignen sich, um kreativ zu arbeiten? Und gibt es überhaupt kreative Berufe, die gut bezahlt werden? Wir haben die Antworten für dich.
Zunächst einmal: Es gibt viele Berufe, in denen man kreativ sein kann. Du musst dafür nicht unbedingt in einer klassischen Kreativbranche arbeiten. Letztendlich kommt es immer darauf an, was Kreativität für dich bedeutet. Du kannst dich zum Beispiel genauso kreativ ausleben, wenn du als Programmierer*in eine einfallsreiche Zeile Code schreibst, wie wenn du als Maler*in ein fantasievolles Gemälde fertigstellst. Dennoch gibt es einige Branchen, die als besonders geeignet für Kreative gelten. Wir geben dir einen Überblick.
In der Werbe- und Marketingbranche ist Kreativität gefragt, um frische Ideen in die Entwicklung von Werbekampagnen, Markenstrategien und visuellen Inhalten einzubringen. Innovative Ansätze helfen dabei, Zielgruppen anzusprechen und Produkte oder Dienstleistungen effektiv zu vermarkten.
In der Medien- und Unterhaltungsbranche wird Kreativität genutzt, um Geschichten zu erzählen – sei es durch Film, Fernsehen, Animation oder Schauspiel. Kreative Köpfe sind entscheidend für die Entwicklung von Inhalten, die das Publikum fesseln und emotionale Verbindungen schaffen.
In der Designbranche geht es um die Balance zwischen Ästhetik und Funktionalität. Grafikdesign, Industriedesign, Webdesign und Modedesign schaffen innovative Lösungen, die sowohl visuell ansprechend als auch zweckmäßig sind.
Die klassische Kreativbranche ist das Kunsthandwerk. Künstler*innen nutzen ihre Vorstellungskraft, um originale Kunstwerke zu schaffen. Dazu gehören Malerei, Bildhauerei, Fotografie und andere Formen des kreativen Selbstausdrucks.
Die kreativen Köpfe der Musikindustrie komponieren Melodien, schreiben Songtexte und produzieren einzigartige Geräuschkulissen. Die Fähigkeit, Emotionen durch Musik zu transportieren, steht im Mittelpunkt der Branche.
In der Modebranche ist Kreativität bei der Gestaltung von Kleidung und Accessoires gefragt. Modedesigner*innen setzen Trends, experimentieren mit Materialien und kreieren neue Designs, die die Modebranche vorantreiben.
Architekt*innen und Innenarchitekt*innen setzen ihre Kreativität ein, um funktionale und ästhetisch ansprechende Räume zu schaffen. Dazu entwickeln sie Konzepte, die sowohl die Bedürfnisse der Nutzer als auch gestalterische Aspekte berücksichtigen.
Im Verlagswesen kommt es auf kreative Fähigkeiten beim Schreiben von Büchern, beim Redigieren von Texten und beim Gestalten von Buchumschlägen an. Wer fesselnde Geschichten erzählen kann und sich gerne mit Texten beschäftigt, bringt gute Voraussetzungen für eine Karriere im Verlag mit.
Bei der Entwicklung von Spielen sind kreative Köpfe gefragt, die sich mit visuellen Effekten, Benutzeroberflächen, dem Design von Charakteren und dem Erzählen von Geschichten beschäftigen.
Die kreative Arbeit im Theater umfasst nicht nur das Schauspiel, sondern auch die Gestaltung des Bühnenbildes, der Kostüme und der Beleuchtung, um eine eindrucksvolle und stimmungsvolle Aufführung zu schaffen.
In der Foto- und Videobranche geht es um die Fähigkeit, mit Bildern visuelle Geschichten zu erzählen. Fotografen und Videografen nutzen ihre Fähigkeiten, um besondere Perspektiven und visuelle Erlebnisse zu schaffen.
UX/UI-Designer*innen und Grafikdesigner*innen in der Technologiebranche sind für die Gestaltung attraktiver und benutzerfreundlicher digitaler Produkte und Plattformen verantwortlich.
Köche nutzen ihre Kreativität, um innovative Gerichte zu kreieren, mit Geschmackskombinationen zu experimentieren und das kulinarische Erlebnis für die Gäste zu verbessern.
In einigen kreativen Branchen wie Werbung, Filmproduktion und Softwareentwicklung sind die Gehaltschancen für ausgebildete und erfahrene Fachkräfte besonders vielversprechend. Dies gilt insbesondere für selbstständige Kreative: Wer als Freiberufler*in in der Lage ist, innovative und gefragte Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, kann oft hohe Honorare verlangen. Schlechter sieht es häufig bei künstlerischen Tätigkeiten aus. Hier ist der Markt weniger vorhersehbar und die Nachfrage schwankt stärker. Mit unserem Stepstone Gehaltsreport kannst du dir einen Überblick darüber verschaffen, welche kreativen Berufe wie gut bezahlt werden.
Generell gilt: Wenn dir das Gehalt bei der Jobsuche am wichtigsten ist, solltest du dir vielleicht noch einmal überlegen, ob ein kreativer Beruf das Richtige für dich ist. Du kennst dich selbst am besten, also stell dir folgende Frage: Wie wichtig ist es dir, neben deiner Freizeit auch im Berufsleben kreativ zu sein?
Du bist mit der Schule fertig und möchtest später im Berufsleben einen kreativen Job ausüben? Gute Nachrichten: Es gibt viele Ausbildungsberufe, die sich besonders gut für einen Einstieg in kreative Berufe eignen. Hier findest du einige Beispiele:
Auch wenn du dich gegen eine Ausbildung und für ein Studium entscheidest, bieten sich dir einige Optionen, um später in einem kreativen Beruf arbeiten zu können.
Zum Abschluss noch einmal ein Überblick über die klassischen Kreativberufe:
Besonders gefragt sind kreative Berufe, die mit digitalen Medien, Technologie und innovativen Lösungen verknüpft sind. Dazu gehören unter anderem UX/UI-Designerinnen, Content Creator, Game Designerinnen, Motion Designer*innen oder Fachleute für digitale Kommunikation und Social Media. Auch Bereiche wie nachhaltiges Design, virtuelle Welten (z. B. AR/VR) und die Schnittstelle zwischen Kreativität und Künstlicher Intelligenz bieten spannende Perspektiven. Gleichzeitig gewinnen kreative Rollen im Marketing, Branding und Storytelling weiter an Bedeutung, da Unternehmen sich zunehmend über originelle Ideen und visuelle Konzepte differenzieren. Kurz gesagt: Kreative Berufe mit digitalem Fokus und Innovationskraft haben die besten Zukunftsaussichten.
Ganz gleich für welchen kreativen Beruf bzw. Job du dich interessierst: Digitale Kompetenz solltest du auf jeden Fall in deiner Bewerbung herausstellen. Unsere Karriere-Expertin Lara empfiehlt:
- Lara Kieninger, Karriere-Expertin und Personalerin bei StepstoneMein Tipp: Heb deine digitalen Kompetenzen auf jeden Fall in deiner Bewerbung hervor, ganz gleich für welchen Job du dich bewirbst. Welche Tools und welche Software-Programme setzt du regelmäßig bei der Arbeit ein? Welche digitalen Arbeitsweisen habt ihr bei deinem bisherigen Arbeitgeber praktiziert? Hast du an Fortbildungen teilgenommen? Praktisch jeder Arbeitgeber weiß digitale Kompetenz zu schätzen, denn die Digitalisierung betrifft so gut wie alle Branchen und Berufe. Zudem entstehen laufend neue Jobprofile, bei denen digitale Kompetenz gefragt ist.

Lara Kieninger ist Senior Talent Acquistion Manager bei Stepstone und unterstützt seit Juni 2021 verschiedene Fachbereiche dabei, das "Perfect Match” für ihre Teams zu finden und den Bewerbungsprozess optimal zu gestalten. Als erfahrende Personalerin stand sie im Laufe ihrer Karriere sowohl verschiedenen Unternehmen als auch zahlreichen Arbeitssuchenden und Bewerber*innen beratend zur Seite. Was sind NoGos im Lebenslauf? Wie verändert KI unseren Bewerbungsprozess und welche Tipps & Tricks gibt es bei der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch? Lara Kieninger weiß Antwort. Als Expertin und Gastautorin für das Stepstone Magazin “about work” hat sie die Trends und Entwicklungen der Arbeitswelt genau im Blick und hilft mit ihren wertvollen Insights allen Leser*innen dabei, sich in der ständig wandelnden Job-Landschaft zurechtzufinden. Zu Laras Themenschwerpunkte gehören unter anderem die Themen Gehalt, Anschreiben & Lebenslauf, Vorstellungsgespräche sowie Diversity & Inklusion.
Um herauszufinden, welcher kreative Beruf wirklich zu dir passt, lohnt es sich, zuerst deine Stärken, Interessen und Arbeitsweisen genauer zu betrachten. Frag dich: Arbeitest du lieber visuell, mit Sprache oder im handwerklichen Bereich? Auch Persönlichkeitstests oder Karriere-Checks können hilfreiche Orientierung geben, da sie deine Neigungen mit möglichen Berufsbildern abgleichen. Gleichzeitig ist es sinnvoll, Einblicke in verschiedene Branchen zu gewinnen – etwa durch Praktika, Workshops oder Gespräche mit Berufstätigen. So merkst du schnell, ob dich ein kreativer Beruf eher inspiriert oder überfordert. Am Ende ist es die Kombination aus Leidenschaft, Talenten und realistischen Perspektiven, die dir zeigt, wo deine Kreativität am besten zur Geltung kommt.
Es gibt zahlreiche kreative Berufe, darunter Künstler*innen, Designer*innen, Schriftsteller*innen, Fotograf*innen, Videoproduzent*innen, Webentwickler*innen, Architekt*innen oder Illustrator*innen. Die Kreativwirtschaft bietet vielfältige Möglichkeiten in den Bereichen Kunst, Design, Medien, Kommunikation und Unterhaltung. Je nach Interessen und Fähigkeiten gibt es viele spannende Karrierewege für kreative Köpfe.
Zu den vergleichsweise gut bezahlten kreativen Berufen gehören zum Beispiel UX/UI-Designer*innen, Art Director, Creative Director, Softwareentwickler*innen, Architekt*innen oder kreative Datenwissenschaftler*innen. Diese Positionen erfordern oft spezielle Fähigkeiten, Erfahrung und Fachwissen, was zu höheren Gehältern führen kann. Der finanzielle Erfolg hängt jedoch stark von der Branche, der Berufserfahrung und der Region ab.
Kreativität ist in einer Vielzahl von Berufen der Kreativbranche gefragt. Auch in traditionellen Bereichen wie Wissenschaft und Bildung kann Kreativität einen wichtigen Beitrag leisten. In Berufen, in denen Problemlösung, Innovation und originelles Denken gefragt sind, werden kreative Fähigkeiten häufig geschätzt.
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