Besorgter Geschäftsmann sitzt am Schreibtisch im Büro
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Das Wichtigste in KürzeWarum so viele darüber nachdenkenTypische Warnsignale im ArbeitsalltagWas fehlt dir wirklich?Selbstcheck: Soll ich meinen Job wechseln?Gut vorbereitet in den JobwechselFazitFAQ

Arbeitszeit ist Lebenszeit. Deshalb solltest du in deinem Arbeitsalltag zufrieden sein. Wenn du dich in deinem Job dauerhaft überlastet, unterfordert oder nicht wertgeschätzt fühlst, lohnt es sich, über einen Jobwechsel nachzudenken. Und damit bist du nicht allein: Immer mehr Beschäftigte in Deutschland denken ernsthaft über einen Jobwechsel nach, wie eine aktuelle Stepstone Umfrage zeigt.

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Das Wichtigste in KürzeWarum so viele darüber nachdenkenTypische Warnsignale im ArbeitsalltagWas fehlt dir wirklich?Selbstcheck: Soll ich meinen Job wechseln?Gut vorbereitet in den JobwechselFazitFAQ

Laut aktuellem Stepstone Hiring Trends Update haben 68 Prozent der Menschen im vergangenen Halbjahr mehrmals im Monat über einen Wechsel nachgedacht. Aber warum steigt die Wechselbereitschaft so stark? Und wie findest du heraus, ob ein Wechsel für dich sinnvoll wäre? Hier findest du die wichtigsten Gründe, woran du Unzufriedenheit erkennst und welche Fragen du dir stellen solltest, bevor du eine Entscheidung triffst.

Das Wichtigste in Kürze

Warum denken aktuell so viele über einen Jobwechsel nach?

Die neue Stepstone Studie zeigt deutlich, dass die Wechselbereitschaft einen neuen Höchststand erreicht. 68 Prozent der Beschäftigten haben im vergangenen Halbjahr mindestens einige Male im Monat über einen Jobwechsel nachgedacht. 2023 waren es noch 64 Prozent, 2021 sogar nur 53 Prozent. Der Wunsch nach beruflicher Veränderung ist also kein spontaner Trend, sondern baut sich seit Jahren kontinuierlich auf.

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Der Wunsch nach beruflicher Veränderung wächst seit Jahren stetig. Das gilt besonders in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.

- Dr. Julius Probst, Arbeitsmarktexperte bei The Stepstone GroupClosing quote for citation

Dr. Julius Probst
Dr. Julius Probst

Dr. Julius Probst ist Ökonom bei The Stepstone Group und spezialisiert auf Arbeitsmarktanalysen sowie makroökonomische Entwicklungen. Er promovierte in Wirtschaftsgeschichte und besitzt einen Masterabschluss in Volkswirtschaftslehre der Universität Lund. Wissenschaftliche Stationen führten ihn unter anderem zur Europäischen Zentralbank. Vor seinem Einstieg bei The Stepstone Group war Julius drei Jahre bei Macrobond Financial tätig. Er verfolgt einen datenbasierten Ansatz, um Beschäftigungsdynamiken und wirtschaftliche Veränderungen besser zu verstehen.

Was steckt dahinter? Viele Unternehmen stehen unter Druck, Budgets werden gekürzt, Projekte verschoben, Teams verkleinert. Gehälter werden häufig nur zögerlich angepasst, obwohl die Lebenshaltungskosten für viele Menschen spürbar steigen. Im Alltag bedeutet das: mehr Aufgaben, mehr Verantwortung, aber nicht immer mehr Anerkennung oder Sicherheit. Wenn sich dieses Gefühl über längere Zeit hält, entsteht schnell der Eindruck, dass etwas Grundlegendes nicht mehr stimmt.

Gleichzeitig haben sich die Erwartungen an Arbeit verändert. Viele Beschäftigte fragen sich heute bewusster, ob ihr Job zu ihren Werten passt, ob sie sich weiterentwickeln können und ob ihre Leistung gesehen wird. Genau hier sieht Probst auch eine zentrale Ursache für die steigende Wechselbereitschaft: „Wenn Budgets gekürzt, Teams verkleinert, Gehälter kaum angepasst werden, während gleichzeitig die Lebenshaltungskosten steigen, denken viele über einen Jobwechsel nach.", weiß Dr. Julius Probst. Außerdem gilt: Je stärker der Druck im Arbeitsalltag wächst, desto größer wird der Wunsch nach einem Umfeld, das langfristig Perspektive bietet.

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Der Wunsch nach einem Arbeitsplatz, der Stabilität, Entwicklung und faire Bedingungen verspricht, wird größer.

- Dr. Julius Probst, Arbeitsmarktexperte bei The Stepstone GroupClosing quote for citation

Was laut Studie besonders fehlt:
Für viele Menschen geht es dabei aber nicht nur ums Geld. Es geht vielmehr um den Wunsch nach Perspektiven, Wertschätzung und Bedeutung. Zu den am häufigsten genannten Gründen, warum Berufstätige unzufrieden sind und über einen Jobwechsel nachdenken, gehören die folgenden:Was den Menschen besonders fehlt:

Auch wenn die Arbeit als zu eintönig empfunden wird und die eigenen Ideen kein Gehör finden, lässt das viele Menschen über einen anderen und, so die Hoffnung, besseren Job nachdenken.


Infografik zeigt die Top-Gründe für den Wunsch nach beruflicher Veränderung
Der Wunsch nach beruflicher Veränderung kann viele Gründe haben, von fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten bis hin zu eintöniger Arbeit und fehlendem Sinn. © The Stepstone Group

Typische Warnsignale im Arbeitsalltag

Viele Beschäftigte spüren, dass ihr Job ihnen nicht mehr das gibt, was sie brauchen. Doch die große Frage lautet: Woran merkst du persönlich, dass du in einer ähnlichen Situation bist?
Nicht jede turbulente Phase oder anstrengende Woche ist ein Grund für einen sofortigen Wechsel. Aber es gibt klare Muster, die in der Studie besonders häufig genannt wurden – und die auch im Alltag deutlich spürbar sind. Wenn mehrere dieser Warnsignale regelmäßig auftreten, lohnt es sich, genauer hinzuschauen:

Sinn, Entwicklung oder Anerkennung – finde heraus, was dir wirklich fehlt

Bevor du eine Entscheidung triffst, ist wichtig zu verstehen, welcher Aspekt für dich am entscheidendsten ist. Drei Fragen helfen dir dabei:

  1. Entwicklung: Wächst du oder trittst du auf der Stelle? Frag dich:
    „Lerne ich aktuell etwas Neues, das mich beruflich weiterbringt? Oder mache ich seit Monaten dasselbe?“
    Wenn Weiterbildung, neue Aufgaben oder konkrete Entwicklungsgespräche ausbleiben, ist das ein häufig unterschätzter Wechselgrund.
  2. Anerkennung: Fühlst du dich gesehen? Anerkennung ist mehr als Lob. Du merkst es auch an:
    - ernst genommenen Ideen
    - klar definierten Erwartungen
    - fairen Entscheidungen
    - Beteiligung an wichtigen Themen
    Fehlt all das, sinkt die Motivation schnell.
  3. Sinn: Weißt du, warum du etwas tust? Sinn entsteht, wenn du verstehst:
    - welchen Beitrag deine Arbeit leistet
    - warum deine Rolle wichtig ist
    - und wie deine Aufgaben mit deinen Werten zusammenpassen.

Wenn du dich fragst: „Warum mache ich das hier eigentlich?“, ist das ein starker Hinweis.

Selbstcheck: Sollte ich meinen Job wechseln?

Beantworte diese Fragen für dich anhand unserer Checkliste,  je ehrlicher, desto besser.

Checkliste

Bist du reif für den Jobwechsel?

Wenn du mehrere Fragen mit „nein“ beantworten musst, ist es sinnvoll, aktiv über Alternativen nachzudenken.

Wie du deinen Wechsel gut vorbereitest

Ein Jobwechsel sollte kein spontaner Impuls sein. Mit der richtigen Vorbereitung findest du eine Stelle, die wirklich zu dir passt.

  1. Kläre deine Prioritäten
    Was ist dir wichtiger: Entwicklung, Sinn, Gehalt, Sicherheit oder Flexibilität?
  2. Aktualisiere deinen Lebenslauf
    Nutze dafür gern den Stepstone Lebenslauf-Generator – schnell, klar und kompatibel mit allen Bewerbungsprozessen.
  3. Führe ein Entwicklungsgespräch
    Manchmal lässt sich vieles intern klären. Manchmal zeigt das Gespräch dir aber auch: Es wird sich eher nichts ändern.
  4. Nutze Gehalts- und Marktdaten
    Der Stepstone Gehaltsplaner hilft dir zu verstehen, was realistisch ist – und wie du mehr herausholen kannst.
  5. Sprich mit Leuten, denen du vertraust
    Freundinnen, Kolleginnen oder Mentor*innen erkennen oft Muster, die du selbst übersiehst.
  6. Plane den richtigen Zeitpunkt
    Manchmal lohnt es sich, rechtzeitig ins neue Jahr, nach Projektphasen oder nach Gehaltssprüngen zu wechseln.

Fazit: Ein Jobwechsel ist dann richtig, wenn du wieder wachsen willst

68 Prozent der Beschäftigten denken über einen Jobwechsel nach und das oft aus nachvollziehbaren Gründen. Wenn dir Entwicklung, Anerkennung oder Sinn fehlen, ist es absolut legitim, dich neu zu orientieren. Denn echte Motivation entsteht nicht im Vakuum, sondern dort, wo Menschen ernst genommen und gefördert werden. Genau darauf weist auch Dr. Julius Probst hin: „Leistung und Motivation entstehen dort, wo Führungskräfte zuhören, fördern und Vertrauen schaffen.“

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Menschen wollen spüren, dass ihre Arbeit gesehen wird, dass sie sich entwickeln können und dass ihr Beitrag für den Gesamterfolg zählt.

- Dr. Julius Probst, Arbeitsmarktexperte bei The Stepstone GroupClosing quote for citation

Fehlt dieses Umfeld dauerhaft, ist ein Wechsel eine konsequente Entscheidung. Wichtig ist dabei, bewusst statt impulsiv zu handeln. Ein klarer Selbstcheck, ein ehrlicher Blick auf deine Prioritäten und eine gute Vorbereitung helfen dir dabei, den Job zu finden, der wirklich zu dir passt und in dem du langfristig wachsen kannst.

FAQ - Häufige Fragen rund um den Jobwechsel

Warum wollen aktuell so viele Menschen den Job wechseln?

Warum wollen aktuell so viele Menschen den Job wechseln? Vor allem wegen fehlender Entwicklungschancen, mangelnder Anerkennung und steigender Unsicherheit im Arbeitsumfeld. Die Stepstone-Studie zeigt: Diese Faktoren wiegen teilweise schwerer als das Gehalt.

Wie erkenne ich, dass es wirklich Zeit für einen Jobwechsel ist?

Typische Signale sind ausbleibendes Feedback, keine Entwicklung, wenig Sinn, ständige gedankliche Ausflüge zu anderen Jobs und ein dauerhaft belastendes Arbeitsgefühl.

Wie wichtig ist Sinn im Job?

Sehr wichtig – besonders für die Generation Z. Laut Studie sehen 32 Prozent der unter 30-Jährigen keinen Sinn in ihrer Arbeit.

Sollte ich zuerst intern nach Lösungen suchen?

Ja. Ein Gespräch mit deiner Führungskraft kann Perspektiven eröffnen. Wenn sich nichts ändert, ist ein Wechsel eine legitime Option.

Wie finde ich heraus, ob ich woanders glücklicher wäre?

Schreibe dir auf, was dir wirklich wichtig ist: Entwicklung, Team, Flexibilität, Impact, Gehalt. Vergleiche das mit deinem aktuellen Job – und mit neuen Angeboten.

Wie bereite ich einen Jobwechsel am besten vor?

Lebenslauf aktualisieren, Gehaltsdaten prüfen, klare Prioritäten setzen und frühzeitig bewerben. Tools wie der Stepstone Lebenslauf-Generator und der Gehaltsplaner helfen dir dabei.

Wie finde ich einen neuen Job?

Tools und Services wie unsere kostenlose Stepstone Jobsuche helfen dir, einen passenden Job zu finden. Du filterst Stellenangebote nach Stichworten wie Jobtitel, Qualifikation oder Firmenname, grenzt die Suche regional ein und definierst Arbeitsverhältnisse nach Vollzeit, Teilzeit und Home-Office-Option. Ansonsten helfen dir ein gutes Netzwerk und viel Selbstreflexion, um den Arbeitsmarkt zu erobern.

Wie viel mehr Gehalt bei Jobwechsel?

5, 10 oder gar 20% mehr Gehalt: Einen fixen Richtwert für die Höhe der Gehaltsanpassung gibt es nicht – dies ist je nach Unternehmen, Unternehmenssituation und Marktlage unterschiedlich. Auch individuelle Faktoren wie Branche, Berufserfahrung und Bildungsabschluss sind entscheidend. Du solltest deinen Marktwert kennen, um realistische Gehaltsforderungen zu stellen. Achte hier auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen deinen beruflichen und finanziellen Wünschen – wenn die Stelle recht genau deinen Vorstellungen entspricht, kannst du auch ggf. eine geringere Gehaltserhöhung in Kauf nehmen.

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