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Worauf Sie in jedem Fall achten sollten
Wie weise ich meinen Chef auf das unübersehbare Stück Petersilie zwischen seinen Zähnen hin? Welche Themen helfen über eine peinliche Gesprächspause im Aufzug hinweg? StepStone gibt Tipps für den Umgang mit diesen und anderen unangenehmen Situationen im Berufsalltag.

Unterwegs mit dem Chef

Wenn man auf unterschiedlichen Wellenlängen liegt, kann eine Geschäftsreise mit dem Chef zum Krampfakt werden: Der Gesprächsstoff geht schon auf dem Hinweg aus und die gemeinsame Bahnfahrt zieht sich scheinbar stundenlang in die Länge.
Tipp: Wenn die geschäftlichen Themen ausgeschöpft sind, fragen Sie Ihren Chef, ob es in Ordnung ist, wenn Sie für ein paar Minuten in Ihrem Buch lesen.
Lädt Ihr Chef zum gemeinsamen Abendessen ein, sollten Sie nicht ablehnen. Allerdings braucht der Abend nicht erst im Morgengrauen enden. Galant aus der Affäre ziehen Sie sich beispielsweise mit dem Hinweis auf den frühen Termin am nächsten Morgen.

Den Kollegen im Aufzug treffen

Es soll Leute geben, die die Treppe nehmen, um sich die Fahrt im Aufzug mit den Kollegen zu „ersparen“. Für alle anderen ein paar Gesprächsthemen, um die unangenehme Stille zu durchbrechen:
Reden Sie z. B. über das Wetter oder die Verkehrslage auf dem Weg zur Arbeit. Auch gut: Die Frage nach Wochenendplänen. Das sind zwar banale, aber immer wieder dankbare Themen für einen Small Talk. Unterm Strich kommt es gar nicht darauf an, über was Sie im Einzelnen sprechen. Ihr Gegenüber wird Ihnen in jedem Fall dankbar sein, dass Sie die Initiative übernehmen und die peinliche Stille durchbrechen.

Mittagspause mit dem Vorgesetzten

Gerade zu Tisch macht sich eine schlechte Kinderstube bemerkbar. Viele Unternehmen bitten deshalb gezielt zum Jobinterview im Restaurant, um die Manieren eines Bewerbers auf die Probe zu stellen.
Tipp: Behalten Sie dies im Hinterkopf, wenn Sie das nächste Mal mit Ihrem Chef in Mittagspause gehen. Wie Sie mit guten Manieren punkten, zeigen wir Ihnen anhand der zehn wichtigsten Etikette-Regeln.

Sie haben da was…

Von der Mittagspause zurückgekehrt, bemerken Sie ein Stückchen Petersilie zwischen den Frontzähnen Ihres Chefs. Tipp: Weisen Sie ihn ruhig dezent darauf hin, lassen Sie dabei aber nicht durchblicken, dass Ihnen die Situation unangenehm ist. Erstens vermitteln Sie Ihrem Vorgesetzten auf diese Weise, dass es anscheinend einen Grund gibt, sich zu schämen. Damit machen Sie aus einer Mücke einen Elefanten. Zweitens wird Ihnen Ihr Chef dankbar sein, dass er nicht erst zehn weiteren Mitarbeitern begegnen muss, bis er endlich den rettenden Hinweis bekommt.

Den Chef in der Freizeit treffen

Sie treffen Ihren Vorgesetzten in einer alltäglichen Situationen: Gehen Sie offen auf ihn zu und wechseln Sie drei bis vier Sätze miteinander. Die Umgebung bietet hierfür den besten Gesprächsstoff. Wer sich zum Beispiel im Kino über den Weg läuft, kann über die Vorstellung sprechen. Sollten Sie in Begleitung Ihres Partner sein, stellen Sie ihn in jedem Fall vor. Nach einem kurzen Plausch können Sie sich getrost wieder verabschieden – und haben den Gesprächseinstieg für den nächsten Small Talk auf dem Büroflur.

Treffen auf dem stillen Örtchen

Für viele eine unangenehme Situation: den eigenen Chef beim Toilettengang treffen.
Reichen Sie ihm ausnahmsweise nicht die Hand. Sollte er Ihnen seine geben, nehmen Sie sie an, falls Ihnen das nicht unangenehm ist.
Sofern die Waschräume in Ihrer Firma über abgetrennte Toilettenkabinen verfügen, reicht ein höfliches Zunicken. Heikel wird es, wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen, sondern eines der Urinale benutzen müssen. Je nachdem, wie viele davon zur Verfügung stehen, lassen Sie idealer Weise einen Platz zwischen sich und Ihrem Chef frei, um weder zu viel Nähe, noch zu viel Distanz zu demonstrieren.

Guten Tag, ich bin der Neue

Neu im Team? Hier die wichtigsten Regeln: Seien Sie freundlich. Stellen Sie sich persönlich vor. Gehen Sie wenn möglich mit in die Mittagspause. Gespräche ergeben sich von ganz alleine, wenn Sie an Ihren neuen Aufgaben und Ihren Kollegen Interesse zeigen. Das wirkt zudem immer sehr sympathisch.

Als Neuzugang zum Betriebsfest eingeladen

Als neuer Kollege kommt man sich auf Betriebsfesten schon mal etwas verloren vor. Im Kollegenkreis existieren meist kleine Grüppchen, die sich dann an Tischen zusammenfinden und eigene Gesprächsthemen haben.
Ob neu im Team oder nicht – Sie gehören nun dazu. Nutzen Sie die Chance, Ihre neuen Kollegen in privater Atmosphäre näher kennenzulernen oder mit Kollegen aus anderen Abteilungen ins Gespräch zu kommen. Betriebsfeste werden genau zu diesem Zweck veranstaltet. Wichtig: Erwarten Sie nicht, dass die anderen auf Sie zukommen, sondern zeigen Sie Eigeninitiative. Gesellen Sie sich zu einem der größeren Grüppchen hinzu. So können Sie sich unverkrampft an der Gesprächsrunde beteiligen oder sich erst einmal zurückhaltend geben.

Gehaltsverhandlung

Vielen sind Gehaltsverhandlungen ein Graus. Tipp: Rufen Sie sich in Erinnerung, dass Sie kein Bittsteller sind. Überlegen Sie sich im Vorfeld ganz genau, welche Argumente für eine Gehaltserhöhung sprechen. Im Prinzip gibt es nur eins: Leistung. Die haben Sie in letzter Zeit gesteigert? Projekte erfolgreich abgeschlossen? Kunden gewonnen? Weisen Sie konkrete Ergebnisse vor. Damit führen Sie nicht nur Ihrem Chef, sondern vor allem sich selbst vor Augen, dass Ihr Gehaltswunsch gerechtfertigt ist.

Trauerfall in der Familie des Kollegen

Den meisten fällt es schwer, ihr Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen, wenn ein enger Freund ein Familienmitglied verloren hat. Beklagt ein Kollege einen Trauerfall, ist es noch schwieriger, die richtigen Worte zu finden. Eine Umarmung ist bei einem eher distanzierten Kollegenverhältnis unangenehm. Wenn Gesten wegfallen, bleiben allerdings nur Worte. Viele befürchten, dass ihre Beileidsbekundungen deshalb wie leere Floskeln klingen. Meist sind alle ratlos, wenn der Kollege nach ein paar Tagen Urlaub zurück ins Büro kommt.
Tipp: Warten Sie zunächst ab, ob der Kollege ein Mitteilungsbedürfnis signalisiert. In diesem Fall sollten Sie darauf eingehen. Ansonsten kommen Sie in einer ruhigen Minute auf ihn zu und sprechen Ihr aufrichtiges Beileid aus. Respektieren Sie aber auch, wenn der Kollege nicht weiter darauf eingehen möchte.

 

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