Junge Frau fährt mit dem Fahrrad in der Stadt
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Das Wichtigste auf einen BlickNachhaltige MobilitätEnergieeffizienz im BüroNachhaltige Ernährung am ArbeitsplatzZug statt InlandsflugMails löschenEcosia statt GoogleVerzichte auf StreamingRessourcenschonung im BüroVorbildcharakter statt DrückebergerDas kann dein Arbeitgeber tunFAQ: Nachhaltig Leben

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Er beschreibt das Prinzip, Ressourcen so zu nutzen, dass sie auch zukünftigen Generationen zur Verfügung stehen. Im Kontext des Berufsalltags bedeutet das, Maßnahmen zu ergreifen, die den ökologischen Fußabdruck minimieren und soziale sowie wirtschaftliche Verantwortung fördern. Doch wie lässt sich ein nachhaltiger Lebensstil in den Arbeitsalltag integrieren? Hier sind einige nützliche Tipps.

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Das Wichtigste auf einen Blick

Nachhaltige Mobilität

Ein wesentlicher Aspekt eines nachhaltigen Lebensstils beginnt schon mit dem Weg zur Arbeit. Mobilität hat einen enormen Einfluss auf unsere Umwelt, denn der Verkehrssektor gehört zu den größten Verursachern von CO₂-Emissionen. Viele Menschen pendeln täglich weite Strecken, meist mit dem Auto, was nicht nur die Umwelt belastet, sondern auch Stress und Kosten verursacht. Eine bewusste Entscheidung für umweltfreundlichere Verkehrsmittel kann daher einen bedeutenden Unterschied machen. Fahrräder, öffentliche Verkehrsmittel oder die Bildung von Fahrgemeinschaften sind hervorragende Alternativen, die sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel schonen. Darüber hinaus bieten viele Unternehmen mittlerweile die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, was den täglichen Pendelverkehr vollständig überflüssig macht und gleichzeitig Energie im Büro spart.

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Energieeffizienz im Büro

Neben der Mobilität spielt auch der Energieverbrauch am Arbeitsplatz eine zentrale Rolle. Büros sind oft wahre Energiefresser, sei es durch den Betrieb von Computern, Beleuchtung oder Heiz- und Kühlsystemen. Häufig werden Geräte unnötig lange eingeschaltet gelassen, auch wenn sie nicht in Gebrauch sind, und die Beleuchtung bleibt selbst dann an, wenn niemand im Raum ist. Um diesem Energieverschleiß entgegenzuwirken, ist es wichtig, bewusst mit den Ressourcen umzugehen. Dies kann beispielsweise durch die Anschaffung energieeffizienter Geräte geschehen oder durch einfache Verhaltensänderungen wie das Ausschalten von Geräten und Licht, wenn sie nicht benötigt werden. Auch die Temperaturregelung sollte bedacht erfolgen, da sowohl übermäßiges Heizen als auch starkes Kühlen nicht nur Energie verschwendet, sondern auch die Gesundheit beeinträchtigen kann.

Wusstest du, dass elektronische Geräte nicht nur im Stand-by-Modus, sondern sogar im ausgeschalteten Zustand Strom verbrauchen? Nach deinem Arbeitstag solltest du also deine Arbeitsgeräte wenn möglich vom Strom trennen. Monitore, Computer oder Kaffeemaschinen müssen nachts nicht eingesteckt bleiben.

Aber Achtung: Bei einigen Geräten ergibt es durchaus Sinn, sie über Nacht eingesteckt zu lassen. Tintenstrahldrucker beispielsweise starten nach dem Einstecken in die Steckdose häufig einen energieaufwändigen Reinigungsdurchlauf. Informier dich am besten vorher, welche Geräte du bedenkenlos vom Strom trennen kannst.

Abgesehen davon kannst du mit reduzierter Helligkeit und Lautstärke den Akku von Laptops und Mobilgeräten schonen.

Nachhaltige Ernährung am Arbeitsplatz

Ein weiterer Aspekt, der oft unterschätzt wird, ist die Ernährung am Arbeitsplatz. Viele greifen in der Mittagspause zu schnellen, oft ungesunden und in Plastik verpackten Snacks. Dabei bietet die Ernährung ein enormes Potenzial, um den eigenen Lebensstil nachhaltiger zu gestalten. Der bewusste Verzicht auf Einwegverpackungen und die Entscheidung für regional und saisonal produzierte Lebensmittel können einen großen Unterschied machen. Nicht nur wird dadurch die Umwelt weniger belastet, sondern auch die eigene Gesundheit profitiert. Zudem ist die Umstellung auf eine vegetarische oder vegane Ernährung nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz, da die Produktion tierischer Produkte einen hohen Ressourcenverbrauch mit sich bringt.

Der Konsum von tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch, Milch und Eiern ist einer der größten Umweltbelastungen, die durch Ernährung verursacht werden. Um ein Kilogramm Rindfleisch herzustellen, werden rund 15.500 Liter Wasser benötigt, was die immense Ressourcennutzung in der Fleischproduktion verdeutlicht. Darüber hinaus verursacht die landwirtschaftliche Tierhaltung erhebliche Mengen an Treibhausgasen, die maßgeblich zur Klimakrise beitragen. Das Umweltbundesamt hat berechnet, dass bei der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch etwa 30,5 Kilogramm CO₂ freigesetzt werden – das ist mehr als das Zehnfache der Emissionen, die bei der Herstellung von Fleischalternativen entstehen, welche nur 2,8 Kilogramm CO₂ verursachen.

Wenn man die Auswirkungen einer vegetarischen und einer veganen Ernährung vergleicht, zeigt sich, dass eine rein pflanzliche Ernährung weitaus klimafreundlicher ist. Während eine vegetarische Ernährung etwa 25 Prozent der Treibhausgase einspart, reduziert eine vegane Ernährung die Emissionen sogar um über 53 Prozent. Im Vergleich zu einer omnivoren Ernährung, die auch Fleisch und Fisch umfasst, entstehen bei einer veganen Ernährung sogar 75 Prozent weniger Treibhausgase.

Indem man bewusst auf pflanzliche Lebensmittel setzt und tierische Produkte reduziert oder ganz vermeidet, kann jeder Einzelne einen großen Unterschied machen. Eine vollkommen vegetarische oder vegane Ernährung wäre natürlich am besten für die Umwelt, aber auch kleine Schritte machen bereits einen Unterschied. Mit einem Veggie-Freitag reduzierst du deinen ökologischen Fußabdruck, ganz ohne dich groß einzuschränken. Und nebenbei tust du auch noch deiner eigenen Gesundheit was Gutes!

Tipp: Leitungswasser ist eine ausgezeichnete Wahl, um deinen Durst jederzeit zu stillen, und in Deutschland kannst du es bedenkenlos trinken. Um unterwegs nicht zur Plastikflasche greifen zu müssen, lohnt es sich, immer eine wiederverwendbare Trinkflasche dabei zu haben, die du einfach mit Leitungswasser nachfüllen kannst.

Zwei junge Mitarbeiterinnen machen eine entspannte Mittagspause in der Büroküche. Sie essen gesunde Smoothies und Vollkornbrot.
Unter ökologischen Aspekten sind saisonale und regionale Produkte die beste Wahl, um Umwelt und Klima zu schützen. © valbar STUDIO/Stocksy

Zug statt Inlandsflug

Je nach Job und Unternehmen sind Geschäftsreisen für viele Arbeitnehmer*innen in Deutschland an der Tagesordnung. Bei Dienstreisen entscheiden sich viele Menschen fürs Fliegen – oft auch innerhalb Deutschlands. Das ist aber aus vielen Gründen nicht die beste Option. Allen voran unser Planet dankt es dir, wenn du dich für eine andere Art der Anreise entscheidest. Laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt verursachen Inlandsflüge durchschnittlich 214 Gramm CO2 pro Person pro Kilometer. Im Vergleich: Die Bahn liegt im Fernverkehr bei 29 Gramm.

Aber nicht nur die Umwelt profitiert, wenn du dich für Zug statt Flugzeug entscheidest. Es gibt keine Begrenzung bei deinem Gepäck, du kannst deinen eigenen Proviant einpacken und so Geld und Müll sparen und dank WLAN und Tischen kannst du die Reisezeit sogar produktiv fürs Arbeiten nutzen. Und apropos Reisezeit: Die ist übrigens in vielen Fällen mit dem Flugzeug gar nicht unbedingt kürzer als mit dem Zug. Natürlich ist der Flug als solcher in Nullkommanix erledigt, dazu kommen aber auch noch die Anreise zum Flughafen, der Check-in, Security-Check und das Warten aufs Boarding. Unterm Strich bist du oft also mindestens genauso lange unterwegs wie mit dem Zug. Da ist eine Zugreise doch deutlich komfortabler, oder?

Mails löschen statt sammeln

Wer überwiegend am Computer arbeitet und täglich E-Mails bekommt oder verschickt weiß, wie schnell das Postfach überquillt. Jede E-Mail, die wir verschicken, und selbst das Aufbewahren von Mails, verbraucht Energie. E-Mails werden auf Servern gespeichert, die in Rechenzentren stehen und gekühlt und hochgefahren werden müssen.

Je weniger Mails und Daten du also aufbewahrst, desto weniger belastest du die Server und Rechenzentren. Nimm dir doch mal einen Vormittag Zeit für einen digitalen Frühjahrsputz. Lösch alte Mails, die du garantiert nicht mehr brauchst, kündige Newsletter, die du sowieso immer nur in den Papierkorb verschiebst und schon bist du einen kleinen, aber effektiven Schritt gegangen.

Ecosia statt Google

„Ich google das mal schnell!“ Den Satz haben wir bestimmt alle schon mal gesagt und daran ist auch nichts verkehrt. Es geht aber auch umweltfreundlicher – mit Ecosia.

Ecosia ist eine Suchmaschine und funktioniert wie Google. Aber was macht diese Suchmaschine umweltfreundlicher als andere? Ganz einfach! Einen Großteil des Gewinns investiert das Unternehmen in das Pflanzen von Bäumen überall auf der Welt. In Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen hat Ecosia bereits in mehr als 35 Ländern Bäume gepflanzt. Aktuell steht der Baumticker bei fast 180 Mio. gepflanzten Bäumen (Stand Mai 2023). Einfacher kannst du dich wirklich nicht für unseren Planeten einsetzen.

Unser Tipp: Ecosia lässt sich ganz bequem als Standardsuchmaschine einstellen. Einmal eingerichtet sollte diese Veränderung in deinem Arbeitsalltag also kaum bis gar nicht spürbar sein.

Verzichte auf Streaming

In vielen Büros sorgt Musik den ganzen Tag über für die richtige Stimmung. Wenn du dafür einen Online-Dienst nutzt und die Songs streamst, werden ständig Daten übertragen und die Server müssen dauerhaft arbeiten – das verbraucht enorm viel Energie. Besser ist es, deine Lieblingsplaylists herunterzuladen und offline abzuspielen. So vermeidest du das ständige Streaming und sparst Energie.

Ressourcenschonung im Büro

Der tägliche Büroalltag ist auch in puncto Ressourcenverbrauch oft ineffizient. Der Papierverbrauch ist in vielen Unternehmen immer noch hoch, obwohl es längst Alternativen wie digitale Dokumente gibt. Selbst im Zuge der Digitalisierung wird in vielen Unternehmen weiterhin sehr analog gearbeitet, das heißt: E-Mails, Geschäftsberichte und dergleichen werden ausgedruckt. Im Umkehrschluss bedeutet das auch: Mehr und mehr Bäume werden abgeholzt. Aber nicht nur das! Wusstest du, dass für die Produktion von einem Kilo Papier etwa 10 Liter Frischwasser benötigt werden? Jedes gedruckte Blatt Papier bedeutet nicht nur einen Eingriff in unsere Wälder, sondern auch einen erheblichen Energie- und Wasserverbrauch in der Produktion. Die Lösung dafür: Überleg zweimal, ob du die letzte E-Mail von der Personalabteilung oder den 20-seitigen Geschäftsbericht in ausgedruckter Form benötigst. Wandert der Ausdruck ohnehin nach dem nächsten Meeting ins Altpapier? Dann spar dir und der Umwelt das Drucken und verlass dich auf die digitale Version. Und falls du doch mal nicht drum herumkommst: Bedruck dein Papier doppelseitig, nutz ausgediente Ausdrucke als Schmierpapier und prüf vor allem die Option, auf Recyclingpapier umzusteigen. Das FSC-Siegel ist ein verlässliches Zeichen für nachhaltig produziertes Papier: ohne Raubbau und Urwaldzerstörung.

Es lohnt sich über den eigenen Umgang mit Ressourcen nachzudenken und den Verbrauch so weit wie möglich zu reduzieren. Dies gilt nicht nur für Papier, sondern auch für andere Büromaterialien. Indem man beispielsweise auf nachhaltige Produkte umsteigt und Müll konsequent trennt, lässt sich der ökologische Fußabdruck deutlich verkleinern. Recycling ist dabei ein wichtiger Schritt, um Ressourcen im Kreislauf zu halten und den Verbrauch neuer Rohstoffe zu minimieren.

Vorbildcharakter statt Drückeberger

Nachhaltigkeit im Beruf geht weit über individuelle Maßnahmen hinaus – es ist auch eine Frage der Unternehmenskultur. Um eine nachhaltige Arbeitsweise im gesamten Team zu etablieren, ist es wichtig, das Bewusstsein für Umweltthemen zu schärfen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Oft sind es kleine Verhaltensänderungen, die im Kollektiv eine große Wirkung entfalten können. Sei es durch das Teilen von Wissen, das Initiieren von Projekten oder einfach durch das eigene Vorbild: Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, dass Nachhaltigkeit im Unternehmen gelebt wird.

Das kann dein Arbeitgeber tun

Dein Arbeitgeber kann ebenfalls nachhaltige Initiativen im Unternehmen fördern und damit einen positiven Einfluss auf die Umwelt und die Unternehmenskultur nehmen. Hier sind einige Ideen, die du ihm vorschlagen könntest:

Vor allem gilt aber: Sprich mit deinen Kolleg*innen über das Thema! Etabliert einen Team-Veggie-Freitag, such nach Mitfahrgelegenheiten innerhalb und außerhalb deines Unternehmens, stoß Denkprozesse und Änderungen an, wo immer notwendig. Wenn alle einen kleinen Teil beitragen, gehen wir gemeinsam einen großen Schritt vorwärts.

 

FAQ: Nachhaltig Leben

Was bedeutet nachhaltig zu leben?

Nachhaltig zu leben bedeutet, bewusst und verantwortungsvoll mit den Ressourcen der Erde umzugehen, sodass künftige Generationen ebenfalls in einer gesunden Umwelt leben können. Es umfasst den Schutz der Umwelt, den sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks durch verantwortungsvolle Konsumgewohnheiten.

Wie kann man nachhaltig leben?

Nachhaltiges Leben kann durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden, darunter:

Was sind die 3 Aspekte der Nachhaltigkeit?

Die drei Aspekte der Nachhaltigkeit sind:

Was passiert, wenn wir nicht nachhaltig leben?

Ein nicht nachhaltiges Leben führt zu Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit, Klimawandel und sozialer Ungerechtigkeit. Langfristig kann dies das Überleben der Menschheit und vieler anderer Lebensformen auf der Erde gefährden.

Wo fängt Nachhaltigkeit an?

Nachhaltigkeit fängt bei jedem Einzelnen an. Es beginnt mit kleinen, bewussten Entscheidungen im Alltag – vom Energiesparen über den bewussten Konsum bis hin zur Müllvermeidung. Jeder Beitrag zählt und trägt zu einer nachhaltigeren Welt bei.

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