Mann mit verschiedenen Zetteln in der Hand sitzt vor einem geöffneten Ordner an einem Schreibtisch
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Das Wichtigste auf einen BlickWas ist eine Lohnsteuerbescheinigung?Aufbewahrungsfristen der LohnsteuerbescheinigungFristen für die Ausstellung der JahreslohnsteuerbescheinigungElektronische Lohnsteuerbescheinigung richtig lesenWas tun bei einem Fehler in der Lohnsteuerbescheinigung?Fazit: Lohnsteuerbescheinigung für die Steuererklärung unverzichtbarFAQ – Häufig gestellte Fragen

Gehaltszahlungen, Steuerabzüge und Sozialabgaben auf einen Blick: Die elektronische Lohnsteuerbescheinigung ist ein wichtiges Dokument, das dir dein Arbeitgeber einmal im Jahr ausstellt. Welche Informationen du im Detail auf der Bescheinigung findest, wofür du diese brauchst und warum du sie bis zur Rente aufbewahren solltest, verraten wir dir in diesem Ratgeber.*

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Das Wichtigste auf einen BlickWas ist eine Lohnsteuerbescheinigung?Aufbewahrungsfristen der LohnsteuerbescheinigungFristen für die Ausstellung der JahreslohnsteuerbescheinigungElektronische Lohnsteuerbescheinigung richtig lesenWas tun bei einem Fehler in der Lohnsteuerbescheinigung?Fazit: Lohnsteuerbescheinigung für die Steuererklärung unverzichtbarFAQ – Häufig gestellte Fragen

Das Wichtigste auf einen Blick

Infografik elektronische Lohnsteuerbescheinigung
Ein Überblick über die elektronische Lohnsteuererklärung 2024 © stepstonegroup

Was ist eine Lohnsteuerbescheinigung?

Einmal im Jahr übermittelt dein Arbeitgeber Informationen zu deinem Gehalt, der gezahlten Lohnsteuer, Sozial- und weiteren Abgaben an das Finanzamt. Die gleichen Informationen erhältst du ebenfalls: meist in ausgedruckter, manchmal auch in digitaler Form als Jahreslohnsteuerbescheinigung. Bist du bereits länger im Job, kennst du vielleicht noch die Lohnsteuerkarte – diese wurde 2013 von der (elektronischen) Lohnsteuerbescheinigung abgelöst.

Die Bescheinigung ist vor allem ein wichtiges Dokument für die Erstellung deiner Einkommenssteuererklärung. Welche Werte du bei der Erklärung wo eintragen musst, erkennst du anhand der Nummern, die sowohl in den Feldern der Bescheinigung als auch in den Steuerformularen stehen. Eine Rolle spielt die Bescheinigung auch bei verschiedenen Anträgen, zum Beispiel einem Elterngeld- oder BAföG-Antrag.

Dein Arbeitgeber ist laut § 18 Abs. 1 Satz 1 UStG und § 41a Abs. 1 EstG gesetzlich dazu verpflichtet eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung auszustellen.

Aufbewahrungsfristen der Lohnsteuerbescheinigung

Weil die Lohnsteuerbescheinigung auch wichtig für deine späteren Rentenansprüche ist, solltest du diese unbedingt bis zu deiner Rente aufbewahren. So kannst du später zum Beispiel deine Ansprüche prüfen und ggf. falsche Rentenbezüge anfechten.

Lohnsteuerbescheinigung verloren: Was tun?

Findest du einmal eine Lohnsteuerbescheinigung nicht wieder, ist das meist kein großes Problem. Dein Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, diese mindestens zehn Jahre aufzubewahren. Bei Verlust kannst du also einfach eine neue Lohnsteuerbescheinigung anfordern. Nutzt du das Elster Portal, um deine Steuererklärung zu erstellen, findest du die Informationen aus der aktuellen Lohnsteuerbescheinigung außerdem ebenfalls dort.

Fristen für die Ausstellung der Jahreslohnsteuerbescheinigung

Sobald ein Jahr zu Ende ist, hat dein Arbeitgeber bis Ende Februar des Folgejahres Zeit, die Lohnsteuerinformationen an das zuständige Finanzamt zu übermitteln. Im gleichen Zuge oder etwas später solltest auch du die Bescheinigung erhalten. Meist wird sie zusammen mit der Gehaltsabrechnung (im Februar) an dich übergeben.

Wechselst du unterjährig den Arbeitgeber, erhältst du meist mit Ende des Arbeitsverhältnisses oder wenig später die Lohnsteuerbescheinigung.

Schulterblick: Frau mit Belegen in der Hand sitzt an einem Tisch und notiert sich etwas in einem Notizbuch
Spar dir eine kleinteilige Zettelwirtschaft: Die Lohnsteuerbescheinigung enthält die wichtigsten Informationen für deine Steuererklärung. © Stocksy/Milles Studio

Elektronische Lohnsteuerbescheinigung richtig lesen

Die Lohnsteuerbescheinigung ist unabhängig vom Arbeitgeber immer gleich aufgebaut und in zwei Spalten aufgeteilt. Wundere dich nicht: In vielen Fällen sind längst nicht alle Felder ausgefüllt, da nicht alle Informationen für jeden relevant sind.

Informationen in der linken Spalte der Lohnsteuerbescheinigung

Auf der linken Seite deiner Bescheinigung findest du vor allem Informationen, welche die Höhe deines Lohnsteuerabzugs beeinflussen – die sogenannten elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (kurz: ELStAM):

Außerdem sind dein Name und deine sowie die Anschrift deines Arbeitgebers hier vermerkt.

eTIN wird von Identifikationsnummer abgelöst

Auf Lohnsteuerbescheinigungen bis 2022 findest du noch die eTIN – die elektronische Transfer-Identifikations-Nummer. Diese war für die Datenübertragung zwischen deinem Arbeitgeber und dem Finanzamt wichtig. Seit 2023 wird diese Nummer jedoch nicht mehr benötigt, sondern nur noch deine persönliche Steueridentifikationsnummer.

Informationen in der rechten Spalte der Lohnsteuerbescheinigung

Auf der rechten Seite der Bescheinigung findest du alle Angaben, die für deine Einkommenssteuer wichtig sind. In den meisten Fällen sind viele dieser Felder leer, weil sie für dich nicht relevant sind. Die wichtigsten Informationen findest du in den folgenden Feldern:

Sollte dein Arbeitgeber (steuerfreie) Zuschüsse zu beispielsweise deiner Kranken- oder Pflegeversicherung, den Fahrtkosten, einer doppelten Haushaltsführung oder spezielle Versorgungsbezüge an dich zahlen, findest du diese Informationen ebenfalls in deiner Lohnsteuerbescheinigung.

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Spezialwissen: Angaben in Feld 2 "Zeiträume ohne Anspruch auf Arbeitslohn"

In manchen Fällen wird in Feld 2 der Lohnsteuerbescheinigung ein Kürzel bzw. Großbuchstabe eingetragen. Diese haben folgende Bedeutung:

Was tun bei einem Fehler in der Lohnsteuerbescheinigung?

Zugegeben: Es ist nicht immer einfach, einen Fehler in der Lohnsteuerbescheinigung zu erkennen. Sollte dir aber doch etwas komisch vorkommen – zum Beispiel, weil sich die Angaben im Vergleich zum Vorjahr geändert haben, obwohl sich an deinem Job und den Lebensumständen nichts geändert hat – lohnt es sich, die Bescheinigung genauer zu prüfen. Fällt dir dann ein Fehler auf, solltest du diesen zuerst an die Personalabteilung deines Arbeitgebers melden. Je nach Art des Fehlers muss dein Arbeitgeber reagieren:

Berechnet dein Arbeitgeber die Lohnsteuer falsch, darf er nachträglich bzw. rückwirkend keine korrigierte Fassung der Lohnsteuerbescheinigung ausstellen. Es geht nämlich lediglich um den Nachweis des tatsächlichen Lohnsteuerabzugs und nicht des korrekten. Ein Problem ist das aber nicht, da eine Lohnsteuerbescheinigung nicht rechtlich bindend ist – das ist erst der Steuerbescheid.

Fazit: Lohnsteuerbescheinigung für die Steuererklärung unverzichtbar

Die elektronische Lohnsteuerbescheinigung ist ein wichtiges Steuerdokument, das du vor allem für die Anfertigung deiner Einkommenssteuererklärung und für weitere Anträge im Laufe deines Lebens brauchst. Theoretisch ist es zwar möglich, eine Steuererklärung ohne Lohnsteuererklärung zu machen – eine gute Idee ist das aber nicht, denn du müsstest die benötigten Werte aus vielen verschiedenen Unterlagen zusammensammeln. Passiert dir dabei ein Fehler, fällt das spätestens dann auf, wenn das Finanzamt die übermittelten Daten von deinem Arbeitgeber zur Prüfung heranzieht. Je nach Schwere des Fehlers kann das eine saftige Nachzahlung oder sogar rechtliche Konsequenzen haben. Auf der sicheren Seite bist du also, wenn du deine Steuererklärung auf Basis deiner Lohnsteuerbescheinigung machst.

*Disclaimer: Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft. Die in diesem Artikel veröffentlichten Rechtsgrundlagen wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben aber keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Richtigkeit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr wird nicht übernommen. Insbesondere übernimmt The Stepstone Group Deutschland GmbH keinerlei Haftung für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die direkte oder indirekte Nutzung der bereitgestellten Inhalte entstehen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Woher bekomme ich die Lohnsteuerbescheinigung?

Dein Arbeitgeber stellt dir einmal im Jahr eine Lohnsteuerbescheinigung aus.

Wann kriegt man die Lohnsteuerbescheinigung?

Die Lohnsteuerbescheinigung erhältst du meist zu Beginn eines Jahres für das vorangegangene Jahr, spätestens im Februar oder März. Wechselst du den Arbeitgeber innerhalb eines Jahres, erhältst du die Bescheinigung mit Ende des Arbeitsverhältnisses oder kurz danach.

Ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine Lohnsteuerbescheinigung auszustellen?

Der Arbeitgeber ist per Gesetz dazu verpflichtet, dir und dem Finanzamt jedes Jahr eine Lohnsteuerbescheinigung auszuhändigen.

Wie komme ich an die Lohnsteuerbescheinigung?

Dein Arbeitgeber übergibt dir meist ohne gesonderte Aufforderung bis spätestens Ende Februar oder März eine Lohnsteuerbescheinigung für das vorherige Jahr.

Was tun, wenn ich keine Lohnsteuerbescheinigung habe?

Frag bei deinem (vorherigen) Arbeitgeber nach der fehlenden Lohnsteuerbescheinigung. Unternehmen haben die Pflicht, entsprechende Unterlagen mindestens zehn Jahre zu archivieren und können dir so problemlos eine neue Bescheinigung ausstellen.

Wird die Lohnsteuerbescheinigung automatisch an das Finanzamt übermittelt?

Dein Arbeitgeber übermittelt die Lohnsteuerbescheinigung eines Jahres bis spätestens Ende Februar des Folgejahres an das Finanzamt.

Kann ich meine Lohnsteuerbescheinigung online abrufen?

Nutzt du das Steuerprogramm Elster, kannst du die aktuelle Lohnsteuerbescheinigung nach Übermittlung durch den Arbeitgeber dort online abrufen.

Was tun, wenn der Arbeitgeber keine Lohnabrechnung gibt?

Hast du einen gesetzlichen Anspruch auf eine Lohnabrechnung, solltest du deinen Arbeitgeber (schriftlich) dazu auffordern, diese auch auszustellen, sofern du keine erhalten hast. Kommt dein Arbeitgeber dieser Aufforderung nicht nach, kannst du rechtliche Schritte einleiten – diese sollten jedoch gut überlegt und von Fachpersonal begleitet werden.

Bis wann muss der Arbeitgeber die Lohnabrechnung aushändigen?

Dein Arbeitgeber muss dir zusammen mit der Lohnauszahlung auch eine Lohnabrechnung aushändigen. Erhältst du deinen Lohn zum Monatsende, muss demzufolge auch zu diesem Zeitpunkt eine Lohnabrechnung ausgestellt werden.

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