Hände eines Mannes mit Geldscheinen. 
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Das Wichtigste in KürzeWas sagt das Gesetz über die Art der Gehaltsauszahlung?Beeinflusst die Art der Lohnzahlung die Sozialleistungen?Vor- und Nachteile der BarauszahlungFAQ – Häufig gestellte Fragen

Die Barzahlung des Lohns war früher (bis etwa 1957) zwar gängige Praxis: Arbeitnehmer*innen erhielten ihr Gehalt in einem Papierumschlag, der sog. Lohntüte. Heutzutage ist diese Form der Gehaltszahlung allerdings weitgehend unüblich. Doch was gilt heute? 

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Das Wichtigste in KürzeWas sagt das Gesetz über die Art der Gehaltsauszahlung?Beeinflusst die Art der Lohnzahlung die Sozialleistungen?Vor- und Nachteile der BarauszahlungFAQ – Häufig gestellte Fragen

Das Wichtigste in Kürze

Was sagt das Gesetz über die Art der Gehaltsauszahlung?

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber verschiedene Möglichkeiten, seiner Vergütungspflicht nachzukommen. Die gewählte Form richtet sich nach der vertraglichen Vereinbarung oder entsprechender Regelungen in einem gegebenen Tarifvertrag. I.d.R. ist die arbeitsvertragliche Vereinbarung zur Vergütung maßgeblich. Der Großteil der heutigen Arbeitsverträge sieht demnach die Gehaltszahlung durch Überweisung auf ein vom Arbeitnehmer angegebenes Bankkonto vor. Im Allgemeinen lassen sich zwei Formen der Vergütungszahlung voneinander unterscheiden: Zum einen die Barzahlung und zum anderen die Zahlung in Form von Naturalleistungen, sofern diese als geldwerte Leistung anzusehen ist.

Barzahlung:

Bei einer Barzahlung wird das tatsächlich gezahlte Arbeitsentgelt berücksichtigt 

Naturalleistungen:

Bei Naturalleistungen, die als geldwerte Vorteile (z.B. Sachleistungen) anerkannt werden, wird der geldwerte Vorteil ebenfalls in die Berechnung des Einkommens einbezogen, da diese als Teil des Gesamteinkommens gelten 

Gem. § 107 Abs. 1 Gewerbeordnung (GewO) hat der Arbeitgeber das Gehalt in Euro zu berechnen und auszuzahlen. Der Erfüllungsort für die Vergütung entspricht gem. den allg. Vorschriften dem Betriebssitz des Arbeitgebers. Soweit eine Barzahlung vereinbart wurde, heißt das für dich als Arbeitnehmer*in, dass du eine Holschuld hast. Dagegen handelt es sich bei einer bargeldlosen Zahlung in Form einer Überweisung um eine Schickschuld des Arbeitgebers. D. h. der Arbeitgeber trägt dabei die Verantwortung, das Entgelt an das richtige Bankkonto zu überweisen. Das Risiko des Fehlgehens der Gehaltsüberweisung liegt demnach auch bei dem Arbeitgeber. 

Gem. § 108 Abs. 1 GewO besteht eine Pflicht des Arbeitgebers, dem*der Arbeitnehmer*in bei Entgeltzahlung eine Abrechnung in Textform zu erteilen. Auf Verlangen deines Arbeitgebers bist du bei Erhalt deiner Lohnzahlung zu einer schriftlichen Empfangsbekenntnis verpflichtet. (Erteilung einer Quittung) – Es handelt sich dabei um ein Beweismittel, das va. dann als erforderlich angesehen wird, soweit der Lohn bar ausgezahlt wird.  

Beeinflusst die Art der Lohnzahlung die Sozialleistungen?

Dein Arbeitgeber ist verpflichtet, das Entgelt zu berechnen und von diesem Betrag die Lohnsteuer sowie die Sozialversicherungsbeiträge abzuziehen und abzuführen. Im Verhältnis zum Arbeitnehmer stellt dies ergänzende Leistungspflichten dar, die sich aus § 107 Abs. 1 GewO, einem einschlägigen TV oder aus § 242 BGB ergeben. Die Art der Lohnzahlung – ob in bar oder per Überweisung – hat keinen Einfluss auf die Sozialleistungen, etwa Krankengeld oder Arbeitslosengeld. Maßgeblich ist grundsätzlich nicht die Lohnzahlungsart, sondern das tatsächliche, sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt. D.h. selbst wenn das Gehalt bar ausbezahlt wird, müssen dennoch die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge berechnet und abgeführt werden.

 

Frau sitzt am Schreibtisch und schaut sich Belege an
Der Großteil der Arbeitsverträge sieht eine Gehaltszahlung durch Überweisung vor. © Maskot

Welche Vor- und Nachteile bestehen, wenn mir mein Gehalt bar ausbezahlt wird?

Obwohl die Barzahlung des Gehalts vor allem den Vorteil der sofortigen Verfügbarkeit mit sich bringt, da auf keine Überweisung gewartet werden muss, bestehen trotzdem einige Nachteile. Zum einen fehlt eine klare Dokumentation des Gehalts, was zu Problemen bei der Steuererklärung oder der Nachweisführung gegenüber Behörden führen kann. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko von Diebstahl oder Verlust des Bargelds. Auch die ordnungsgemäße Abführung von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen kann schwieriger sein, da bei Barzahlungen die Abrechnungen und Überweisungen nicht automatisch erfasst werden. Insgesamt ist die Barzahlung in der Verwaltung als aufwendiger anzusehen.

  • sofortige Verfügbarkeit

  • keine klare Dokumentation des Gehalts

  • ggfs. Probleme bei der Steuererklärung

  • ggfs. Problem bei der Nachweisführung gegenüber Behörden

  • erhöhtes Risiko von Diebstahl oder Verlust des Bargelds

  • erschwert die ordnungsgemäße Abführung von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen

Disclaimer: Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft. Die in diesem Artikel veröffentlichten Rechtsgrundlagen wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben aber keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Richtigkeit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr wird nicht übernommen. Insbesondere übernimmt The Stepstone Group Deutschland GmbH keinerlei Haftung für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die direkte oder indirekte Nutzung der bereitgestellten Inhalte entstehen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Kann man sein Gehalt in bar auszahlen lassen?

Grundsätzlich ist es möglich, sich das Gehalt bar auszahlen zu lassen. Die gewählte Form richtet sich nach der vertraglichen Vereinbarung oder entsprechender Regelungen in einem gegebenen Tarifvertrag. I.d.R. ist die arbeitsvertragliche Vereinbarung zur Vergütung maßgeblich. Der Großteil der heutigen Arbeitsverträge sieht demnach die Gehaltszahlung durch Überweisung auf ein vom Arbeitnehmer angegebenes Bankkonto vor.

Welche Vorteile hat es, sein Gehalt in bar bezahlen zu lassen?

Wenn du deinen Lohn bar auszahlen erhältst du dein Gehalt direkt und damit unter Umständen etwas früher als bei einer Überweisung. Das Geld in den Händen zu halten, kann zudem die Übersichtlichkeit erleichtern und zum anderen deine Motivation fördern.

Was spricht gegen eine Gehaltszahlung in bar?

Bei einer Gehaltszahlung in bar fehlt die klare Dokumentation, was zu Problemen bei der Steuererklärung oder der Nachweisführung gegenüber Behörden führen kann. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko von Diebstahl oder Verlust des Bargelds. Auch die ordnungsgemäße Abführung von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen kann schwieriger sein.

 

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