
Candidate Personas: die richtigen Bewerber gezielt ansprechen
Inhalt
- Das Wichtigste auf einen Blick
- Was ist eine Candidate Persona?
- Candidate Persona vs. Anforderungsprofil
- Vorteile von Candidate Personas?
- Schritt für Schritt zur Persona
- Beispiel
- 4 Kandidatentypen als Grundlage
- So wendest du Personas an
- Worauf du achten solltest
- Stepstone Candidate Personas 2026
- FAQ

Candidate Personas 2026
DownloadDamit du mit deinem Stellenangebot die richtigen Bewerbenden erreichst, lohnt sich ein Perspektivwechsel. Genau dafür eignen sich Candidate Personas. Hier erfährst du, wie du mit dieser Methode deinen Bewerbungsprozess gezielter aufstellst – inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitung und vier datenbasierten Kandidatentypen als Ausgangsbasis für deine eigenen Personas.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Eine Candidate Persona ist das fiktive Profil deiner idealen Kandidaten – die Basis für zielgerichtete Ansprache.
- Sie geht über das reine Anforderungsprofil hinaus und macht deine Zielgruppe als Person greifbar.
- Der deutsche Arbeitsmarkt 2026 ist kein einheitlicher Markt: Stepstone identifiziert vier Kandidaten mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen.

Stepstone Candidate Persona 2026
Du willst direkt loslegen? Im kostenlosen Stepstone-Factsheet „Candidate-Personas 2026″ findest du alle vier Kandidatentypen mit Kerndaten und konkreten Ansprache-Empfehlungen – als Ausgangsbasis für deine eigenen Personas.
Was ist eine Candidate Persona?
Mit dem Begriff Candidate Persona (auch Talent Persona) bezeichnet man das Profil des idealen Kandidaten für eine Position. Dieses Profil dient als Basis für diverse Bewerbungsmaßnahmen – zum Beispiel für das Employer Branding, die Candidate Experience und das Finden der passenden Kandidaten. So haben Personalabteilungen konkrete, wenn auch fiktive Personen vor sich.
Ursprünglich stammt der Begriff „Persona” aus dem Marketing. Dort spricht man von der „Buyer Persona”, mit der die Zielgruppe eines Unternehmens klarer definiert und verstanden wird. Die Persona ist fiktiv und steht stellvertretend für die Zielgruppe – sie ist die Zusammenfassung der idealen Person aus dieser Gruppe.
Candidate Persona vs. Anforderungsprofil: der Unterschied
Das klassische Anforderungsprofil richtet sich stark an den fachlichen Kompetenzen der Kandidaten aus. Mittels Candidate Persona bekommt es den entscheidenden Feinschliff: für das Unternehmen und für potenzielle Interessenten. Während das Anforderungsprofil vor allem Qualifikationen und Skills auflistet, beschreibt die Candidate Persona den Menschen als Ganzes: Charakter, Bedürfnisse, Ziele und Kanäle. So wird aus einer abstrakten Liste eine greifbare Person, die du gezielt ansprechen kannst.
| Anforderungsprofil | Candidate Persona |
|---|---|
| Fokus auf fachliche Qualifikationen & Skills | Fokus auf Mensch: Charakter, Ziele, Bedürfnisse |
| Listenform, sachlich | Erzählerisch, mit Name, Foto, Zitat |
| Grundlage für die Stellenbeschreibung | Grundlage für Ansprache, Kanäle & Employer Branding |
Welche Vorteile bieten Candidate Personas?
Recruiter, die mit Candidate Personas arbeiten, vereinfachen die Suche nach geeigneten Kandidaten enorm und verbessern die Candidate Experience. Der Grund: Wer genau weiß, wen er für eine Position sucht, spricht mit seinen Stellenanzeigen auch die richtigen Personen an.
Mit einer Persona versetzt sich die Personalabteilung besser in ihre Zielgruppe hinein. Das spart Zeit, Arbeit und interne Ressourcen: Die Zahl der Bewerbungen und Gespräche wird kleiner, aber fokussierter. Zudem weißt du besser, wo du on- und offline nach qualifiziertem Personal suchst.
Wie relevant das 2026 ist, zeigen die Daten: Die Zahl gemeldeter offener Stellen ist auf 624.000 zurückgegangen – das niedrigste Niveau seit dem Corona-Einbruch 2020. Gleichzeitig sind 9 von 10 Beschäftigten grundsätzlich offen für eine berufliche Veränderung, aber vorsichtiger und selektiver denn je. Wer hier durchdringen will, muss wissen, wen er anspricht.
Was umfasst eine Candidate Persona?
Beim Erstellen einer Persona sind unter anderem folgende Punkte wichtig:
- persönliche Komponenten
- fachliche Kenntnisse
- Einstellungen
- Ziele
- Bedürfnisse
- Interessen

Je klarer die Informationen über die potenziellen Bewerbenden, desto zielgerichteter lassen sich Recruiting-Maßnahmen umsetzen.
Welche Informationen brauchst du für eine Candidate Persona?
- Hard Facts und Foto: Name, Alter und Geschlecht. Durch das Foto bekommt die Persona ein konkretes Gesicht.
- Wohnort: Land und Stadt bzw. Region.
- Familienstand: Single, verheiratet, in Beziehung? Kinder? Daraus lassen sich Reisebereitschaft und Verfügbarkeiten ableiten.
- Ausbildung: Welche Aus- und Weiterbildung ist erwünscht? Wie sieht der Lebenslauf aus?
- Seniorität: Was macht die Persona aktuell beruflich? Berufseinstieg, Mitte des Berufslebens oder Führungskraft?
- Ziele: Welche beruflichen und privaten Ziele verfolgt sie? Was motiviert sie?
- Hobbys und Persönlichkeit: Wie gestaltet die Wunschkandidatin ihre Freizeit? Eher introvertiert oder extravertiert?
- Bedürfnisse und Herausforderungen: Mit welchen Herausforderungen kämpft sie? Wie kannst du als Unternehmen die Mitarbeit angenehmer gestalten?
- Jobsuche: Ist die Person aktiv auf Jobsuche oder hält sie Ausschau nach besseren Möglichkeiten?
- Ansprache und Kanäle: Findest du die Persona eher online oder offline? Welche Social-Media-Kanäle nutzt sie? Duzen oder siezen?
Auch Active Sourcing gelingt zielgerichteter, wenn du weißt, nach wem du genau suchst. Und potenzielle Kandidaten fühlen sich stärker angesprochen, wenn das Suchprofil wirklich auf sie zugeschnitten ist.
Wie erstellst du eine Candidate Persona? Schritt für Schritt
- Daten sammeln: Analysiere bestehende Mitarbeitende, frühere Besetzungen und Firmendaten. Ergänze Markt- und Branchendaten.
- Fach- und HR-Sicht einholen: Sprich mit der Fachabteilung und den zukünftigen Teamkollegen, um in Erfahrung zu bringen, welche fachlichen und menschlichen Eigenschaften die Rolle wirklich braucht.
- Bewerbende einbeziehen: Nutze Feedback aus Gesprächen und dem Bewerbungsprozess, um Bedürfnisse und Hürden zu verstehen.
- Persona ausformulieren: Verdichte alles zu einer konkreten Person mit Name, Foto, Zielen, Bedürfnissen und bevorzugten Kanälen.
- Anwenden & schärfen: Setze die Persona in Stellenanzeige, Active Sourcing und Employer Branding ein – und passe sie regelmäßig an.
Beispiel einer Candidate Persona
So wird aus der „allgemeinen Bewerberin” eine konkrete Person – zum Beispiel „Lisa Mayer, 35 Jahre, teamfähig, leidenschaftlich und hobbymäßig im Tennisverein”. Ein ausformuliertes Beispiel:
- Name: Kathrin Brandstätter
- Alter: 38
- Wohnort: Düsseldorf
- Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
- Aktueller Beruf: Social Media Managerin
- Ziele: Möchte zurück in eine Vollzeit-Stelle mit mehr Verantwortung; motiviert durch beruflichen Erfolg und Kennzahlen.
- Needs & Struggles: Möchte Perfektionismus zügeln und ihre Kinder gut betreut wissen.
- Ansprache & Kanäle: Bevorzugt lockere Firmenkultur und flache Hierarchien, wird lieber geduzt, besonders aktiv auf LinkedIn.
4 datenbasierte Kandidatentypen als Persona-Grundlage
Der deutsche Arbeitsmarkt ist kein einheitlicher Markt. Auf Basis des Hiring Trends Update Frühling/Sommer 2026 hat Stepstone vier Kandidatentypen identifiziert, die dir als Grundlage für eigene Personas dienen. Sie geben dir die datenbasierte Haltung, Bedürfnislage und Marktrealität – das Gerüst, auf dem du deine eigene Persona aufbaust.
Die vier Personas im Überblick
| Der Gefestigte | Die Sicherheits- orientierte | Der selbst- bewusste Wechsler | Der zögerlich Wechselwillige | |
|---|---|---|---|---|
| Offen für Wechsel | 86 % | 87 % | 88 % | 92 % |
| Aktiv auf Jobsuche | 44 % | 52 % | 43 % | 64 % |
| Wichtigster Hebel | Effizienz & Gehalt | Sicherheit | Entwicklung | Purpose & Neustart |

Tipp: Nutze diese vier Personas des deutschen Arbeitsmarkts als Basis für deine persönlichen Candidate Personas im Recruiting: Sie bilden die datenbasierte Grundlage, auf der du deine Personas passgenau auf deine Vakanzen, Branche und Zielgruppe zuschneidest. Alle vier Personas mit Kerndaten, Zitaten und konkreten Ansprache-Empfehlungen findest du im kostenlosen Factsheet zum Download.
So wendest du Candidate Personas an
Nimm dir das Persona-Profil vor und überlege, wie du diese Person am besten erreichst: Liest sie Stellenanzeigen in Netzwerken oder Jobbörsen? Ist sie offen für direkte Ansprache? Welche Tonalität passt? Nutze die Persona als roten Faden für Stellenanzeige, Active Sourcing, Candidate Journey und Employer Branding – so bleiben Ansprache und Botschaft konsistent.
Worauf du bei Candidate Personas achten solltest
Eine Candidate Persona beschreibt einen konkreten, fiktiven Menschen. Da eine Persona ein Geschlecht, ein Alter und eine Herkunft bekommt, kann sie deine Suche ungewollt auf bestimmte Gruppen verengen und vielversprechende Kandidaten ausschließen. Halte solche Merkmale bewusst offen und nutze die Persona nur für Ansprache und Kanalwahl, nicht zur Bewertung realer Bewerbungen.

Stepstone Candidate Personas 2026
Im kostenlosen Factsheet „Deine Candidate-Personas 2026″ findest du alle vier Kandidatentypen mit Kerndaten und konkreten Ansprache-Empfehlungen – als Ausgangsbasis für deine eigenen Personas.
FAQ – Häufige Fragen zu Candidate Personas
Was ist eine Candidate Persona?
Das fiktive Profil deiner idealen Kandidat*in für eine Position – Basis für zielgerichtete Ansprache, Employer Branding und Sourcing.
Was ist der Unterschied zwischen Candidate Persona und Anforderungsprofil?
Das Anforderungsprofil listet Qualifikationen während die Candidate Persona den Menschen als Ganzes beschreibt.
Welche Informationen gehören in eine Candidate Persona?
Unter anderem Hard Facts und Foto, Wohnort, Ausbildung, Beschäftigung, Ziele, Bedürfnisse, Persönlichkeit sowie bevorzugte Kanäle und Ansprache.





