
Wer sind die Spitzenverdiener*innen in Deutschland?
Inhalt
- Auf einen Blick
- Wer ist Spitzenverdiener*in?
- Stepstone Gehaltsreport 2026
- Spitzenverdiener*innen nach Region
- Spitzenverdienst nach Geschlecht
- Jobtitel von Spitzenverdiener*innen
- Weitere Einflussfaktoren
- Spitzenverdienst nach Branchen
- Was verdient Deutschland?
- FAQ

Gehaltsreport 2026
DownloadDas Wichtigste auf einen Blick
- Definition Spitzenverdiener: ab Jahresverdienst von 100.000 €
- Gender-Pay-Gap auch bei Spitzenverdiener*innen nachweisbar
- entscheidende Faktoren für Spitzenverdienst:
- Region
- Tätigkeit mit Personalverantwortung
- Ausbildung
- Branche
- Berufserfahrung
- Anzahl der Spitzenverdiener*innen in Deutschland steigt
Ab wann gilt man als Spitzenverdiener*in?
Als Spitzenverdiener*in gilt man in Deutschland, wenn man mehr als 100.000 € im Jahr verdient. In einigen Branchen ist es deutlich wahrscheinlicher, im Laufe des Berufslebens ein solches Einkommen zu erreichen, als in anderen. Eine Rolle spielt dabei nicht nur die eigentliche Tätigkeit, sondern auch die Art der Ausbildung, ob jemand Personalverantwortung trägt, sowie die Region, in der sich die Arbeitsstätte befindet. In welcher Branche gibt es die meisten Spitzenverdiener*innen? Unter welchen Voraussetzungen haben Fach- und Führungskräfte in Deutschland die besten Chancen auf ein Jahresgehalt von mehr als 100.000 €? Die Antworten gibt es in diesem Beitrag.

Stepstone Gehaltsreport 2026
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In welchen Regionen gibt es die meisten Spitzenverdiener*innen?
In drei Bundesländern in Deutschland verdienen besonders viele Menschen mehr als 100.000 € im Jahr:
- Hamburg
- Hessen
- Bayern
Etwa 6 % der Menschen, die in diesen drei Bundesländern in Vollzeit arbeiten, zählen zu den Spitzenverdiener*innen. Die Wahrscheinlichkeit in Vollzeit (branchen- und berufsübergreifend) ein Spitzengehalt von über 100.00 € zu verdienen, liegt in Deutschland bei 4,5 %.
Den höchsten Anteil an Spitzenverdienerinnen gibt es in Frankfurt am Main, München, dem Stadtkreis Stuttgart sowie der kreisfreien Stadt Erlangen. Dort verdient jede*r Zehnte mehr als 100.000 €.

Wie ist der Frauen- und Männeranteil unter den Spitzenverdiener*innen in Deutschland?
Der Gender-Pay-Gap in Deutschland ist statistisch nachweisbar: mit einem Brutto-Mediangehalt von 50.500 € im Jahr verdienen Frauen in Deutschland etwa 10 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Aber auch bei den Spitzenverdiener*innen gibt es geschlechtsspezifische Ungleichheiten:
Während unter den deutschen Männern 5,8 % 100.000 € und mehr im Jahr verdienen, sind es bei den Frauen nur 1,6 %, die zu den Spitzenverdiener*innen zählen. Nach Bundesländern aufgeschlüsselt, haben in Hamburg 9,6 % der Männer ein Jahreseinkommen von über 100.000 € und 2,4 % der Frauen. In Hessen sind es 2,6 % der Frauen und 8,3 % der Männer. Und in Bayern verdienen 7,5 % der Männer 100.000 €, während es unter den Frauen 2 % sind.
Das zeigt, dass ein hohes Gehalt von mehr als 100.000 € im Jahr noch immer überwiegend “Männersache” ist.
Welcher Jobtitel geht mit einem Gehalt über 100.000 € einher?
Wer in seinem Jobtitel Chefarzt oder Chefärzt*in, Vice President*in oder Senior Director*in stehen hat, verdient mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr als 100.000 €:
- 92,6 % der Delivery Directors
- 96,9 % der Chefärzt*innen
- 95,7 % der leitenden Oberärzt*innen
- 94,1 % der Vice Präsident*innen Technik
- 93,8 der Vice Präsiden*innen of Sales
- 92,9 % der Heads of Tax
Hochschulabschluss als Garant für einen Spitzenverdienst
Anhand der oben aufgelisteten Jobtitel lässt sich ein weiterer Aspekt festmachen, der die Wahrscheinlichkeit eines hohen, jährlichen Durchschnittseinkommens noch steigert: ein Hochschulabschluss. Das lässt sich auch daran festmachen, dass unter den Menschen mit Personalverantwortung, die einen Hochschulabschluss haben, 27 % mehr als 100.000 € im Jahr verdienen (ohne Hochschulabschluss sind es nur 5 %).
Die Frage, die sich viele Menschen stellen: Gibt es einen Trick? Was kann ich tun, um mir ein Spitzengehalt zu sichern. Wir haben Julius Probst, Arbeitsmarktökonom bei Stepstone gefragt.

Ein allgemeingültiges Erfolgsrezept gibt es zwar nicht, dennoch lassen sich klare Muster erkennen. Besonders gute Chancen auf ein sechsstelliges Gehalt haben Führungskräfte in großen Unternehmen, die über eine hohe formale Qualifikation verfügen, etwa einen Masterabschluss oder eine Promotion.
Darüber hinaus spielt die Branche eine zentrale Rolle: Während Unternehmen im Finanzwesen oder in technologiegetriebenen Industrien überdurchschnittlich zahlen, sind die Gehaltsobergrenzen in Bereichen wie Transport oder Logistik deutlich niedriger angesiedelt.
Julius Probst, Arbeitsmarktökonom bei The Stepstone Group
Wie Unternehmensgröße, Führungsverantwortung und Bildungsabschluss das Gehalt beeinflussen
Wer ein Top-Gehalt anstrebt, sollte auf die Größe des Arbeitgebers achten: In Betrieben mit mehr als 5.000 Beschäftigten verdienen 12 % der Angestellten ein Jahresgehalt im sechsstelligen Bereich. In kleineren Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden erreichen lediglich etwa 2 % diese Einkommenshöhe.

Aktuell zeichnet sich insbesondere die Verteidigungsindustrie als vielversprechender Sektor für Spitzengehälter ab. Hintergrund ist der starke Rüstungsschub in Deutschland, der sowohl steigende Löhne als auch einen wachsenden Personalbedarf mit sich bringt.
Julius Probst, Arbeitsmarktökonom bei The Stepstone Group
Welche sind die lukrativsten Branchen?
In der Pharmaindustrie gibt es besonders viele Topverdiener: 14,4 % der Arbeitnehmer*innen verdienen 100.000 € und mehr. 30,6 % der Personen mit Personalverantwortung verdienen in der Pharmaindustrie 100.000 € und mehr. Von den Arbeitnehmer*innen ohne Personalverantwortung sind es 9,1 %.
13,7 %der Arbeitnehmer*innen im Bankwesen verdienen über 100.000 €. Die dritte Top-Branche ist die Luft- und Raumfahrt. 13 % der Menschen, die in dieser Branche arbeiten sind Spitzenverdiener*in. Aber auch in der Versicherungsbranche sowie im Bereich Fahrzeugbau/-zulieferung ist der Anteil der Spitzenverdiener*innen überdurchschnittlich hoch.

Auch Berufe rund um Künstliche Intelligenz entwickeln sich weiterhin sehr dynamisch. Darüber hinaus bleibt der Finanzsektor attraktiv, da er traditionell stark zyklisch ist: Zwar stagniert die deutsche Wirtschaft derzeit, doch sobald sie wieder an Fahrt aufnimmt, profitieren Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister erfahrungsgemäß als Erstes.
Julius Probst, Arbeitsmarktökonom bei The Stepstone Group
Wie viel verdienen die Deutschen im Schnitt?
Die Höhe des deutschen Mediangehalts liegt im Jahr 2026 bei 53.900 € (brutto).
Die Top-Stadt in Deutschland ist München mit einem Mediangehalt von 64.750 €.
Die Top-Branche ist das Bankwesen mit einem Mediangehalt von 70.250 €.
Die Zahl der Einkommensmillionär*innen in Deutschland wächst seit Jahren konstant. Zuletzt veröffentlichte das Statistische Bundesamt im Jahr 2023 Zahlen für 2019 (aufgrund der langen Fristen für die Steuerveranlagung gibt es solche Meldungen stets mit starker Verzögerung). 27.400 Steuerpflichtige gab es im Jahr 2019 mit Einkünften von mehr als einer Million € pro Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 4,6 % mehr.
Diese Personen müssen auf ihre Einkünfte in Deutschland den Höchststeuersatz von 45 % zahlen – er gilt ab einem Einkommen von 277.826 €. Wer unter diesem Betrag, aber mindestens 66.761 € verdient, wird mit dem Spitzensteuersatz von 42 % besteuert.
Die Stepstone Gehaltszahlen
Alle Gehaltsdaten sind in Euro angegeben und weisen den Median des Gehaltsniveaus im Jahr 2026 aus, sofern nicht anders angegeben. Die Daten beziehen sich auf das Bruttojahresgehalt inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc.
Zu den Löhnen und Gehältern gehören per Definition des Bundesfinanzministeriums die Bruttobezüge (das umfasst auch alle Sachbezüge, wie z. B. Urlaubsgeld, Feiertagsvergütungen, freie Wohnung). Das Nettoeinkommen fällt für jeden Menschen unterschiedlich aus, gegeben der persönlichen Voraussetzung, Familienstand, Steuerklasse und vielem mehr. Nebeneinkünfte müssen je nach Höhe als Einkommensanteil versteuert werden.

Der Stepstone Gehaltsreport
Der jährliche Stepstone Gehaltsreport zeigt die durchschnittlichen Gehälter für Fach- und Führungskräfte, aufgeteilt nach Berufsfeld, Region, Branche und Berufserfahrung. Mehr Informationen und den vollständigen Stepstone Gehaltsreport 2026 mit mehr Insights zu den Gehältern in Deutschland zum Download gibt es hier:
Zum GehaltsreportFAQ
Ab wann gilt man in Deutschland als Spitzenverdiener*in?
In Deutschland zählt zu den Top-Verdiener*innen, wer mehr als 100.000 € im Jahr verdient. Diesen Betrag erreicht man in bestimmten Branchen und unter bestimmten Bedingungen häufiger, wie etwa einer Führungsposition oder einem Hochschulabschluss.
Welche Jobtitel sind mit einem Gehalt über 100.000 € verbunden?
Jobtitel wie Chefarztärztin, Vice President*in, Oberarztärzt*in und Head of Tax sind oft mit einem Gehalt von über 100.000 € verbunden. Diese Positionen erfordern in der Regel erhebliche Managementverantwortung und umfangreiche Berufserfahrung.
In welchen Regionen Deutschlands gibt es die meisten Spitzenverdiener*innen?
Die meisten Spitzenverdiener*innen finden sich in den Bundesländern Hamburg, Hessen und Bayern. Städte wie Frankfurt, München, Erlangen und Stuttgart haben einen besonders hohen Anteil an Menschen, die mehr als 100.000 € im Jahr verdienen.





