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Wirtschaft
Name: Dr. Peter-Christian Beigel
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„Ich hatte den optimalen Einstieg bei der DATEV“, stellt Peter-Christian Beigel fest. Während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre in Nürnberg schnupperte er als Aushilfe und Praktikant in verschiedene Bereiche von Deutschlands großem Software- und IT-Dienstleistungsunternehmen hinein. Geblieben ist er in der Wirtschaftsberatung: Erst schrieb er seine Diplomarbeit, dann promovierte er bei DATEV. „Ein Drittel der Zeit konnte ich meiner Promotion widmen, zwei Drittel dem Tagesgeschäft.“ Beigel gefiel die Arbeit am eigenständigen Projekt. Dazu gehörten die Entwicklung von Software, die Erarbeitung von Inhalten und Projektleitlinien sowie die gesamte Projektbetreuung. Während dieser Zeit entwickelte und testete er beispielsweise Prototypen, um sie später in die Produktwelt integrieren zu können.Als Bereicherung empfand der Promovierte die Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis. „Insolvenzplanerstellung durch den Steuerberater“, so lautete sein Dissertationsvorhaben. Heraus kam nicht nur eine theoretische Abhandlung für die Universität, sondern auch ein praktisches Produkt, das die Steuerberater bei ihrer Arbeit unterstützen soll – und von DATEV mittlerweile erfolgreich vermarktet wird.
Nicht weniger erfolgreich ist Beigel selbst: 1999 war er einer von drei Doktoranden, die bei DATEV angefangen haben. Seit kurzem hat er die Assistenzstelle des Bereichs Entwicklung inne. „Ich bin nicht mehr mit der Entwicklung einzelner Produkte beschäftigt, sondern erhalte einen Einblick in den kompletten Entwicklungsbereich. Da werden Themen generalistischer.“ Eine Art der Weiterbildung, wie er lachend einräumt und auch die wird bei der DATEV groß geschrieben. Den Beschäftigten steht ein eigenes Schulungszentrum mit einem internen Weiterbildungsangebot zur Verfügung, das sie sowohl dienstlich als auch privat nutzen können.Während der Arbeitszeit wird zum Beispiel ein Weiterbildungskurs in Datenverarbeitung besucht, in der Freizeit können Fremdsprachen gelernt oder Meditationsangebote wahrgenommen werden. Beigel hat sich für Spanisch entschieden, denn seit das Nürnberger Unternehmen mit Steuerberatern aus Österreich, Polen,Tschechien und Italien kooperiert, um dort den Markt für ihre Produkte zu bereiten, schließt der aufstrebende Betriebswirt „nichts mehr aus.“
Dabei war die Gründung der DATEV eher eine aus der Not geborene Tugend: Als 1966 die Mehrwertsteuer eingeführt wurde, überlegte Steuerbevollmächtigter (später Steuerberater) Heinz Sebiger, wie der Abrechnungsaufwand mit Hilfe der EDV zu bewältigen sei. 68 Steuerbevollmächtigte schlossen sich damals unter seinem Vorsitz zu einer Selbsthilfeorganisation zusammen, ohne zu ahnen, dass ihre Genossenschaft 37 Jahre später zu den größten Softwarehäusern und IT-Dienstleistern Deutschlands zählen wird. Der Dienstleistungsgedanke der Gründerjahre, der sich bereits 1967 mit einem Jahresumsatz von 1,2 Millionen Mark auszahlte, blieb erhalten. Mittlerweile hat das Unternehmen nahezu 5.400 Mitarbeiter die 2002 einen Jahresumsatz von rund 566 Millionen Euro erwirtschafteten.DieDATEV-Angebotspalette reicht von Programmen für Rechnungswesen und Jahresabschluss bis hin zurWirtschaftsberatung, Eigenorganisation und Internetdienst für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Unternehmen. Neben dem Firmenhauptsitz in Nürnberg unterhält die DATEV in allen größeren Städten in Deutschland, aber auch in Brüssel, regionale Informationszentren, um den persönlichen Beratungskontakt zu den einzelnen Mitgliedern gewährleisten zu können.
Für Wirtschaftswissenschaftler bieten sich gute Einstiegsmöglichkeiten im Umfeld von Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Wirtschaftsberatung. Sie sollten über Vorwissen in Steuerlehre oder Wirtschaftsrecht verfügen, aber auch Kenntnisse im allgemeinen Rechnungswesen vorweisen können. Ein Blick auf die Homepage unter www.datev.de zeigt, in welchem Bereich gerade Praktikumplätze, Themen für Diplomarbeiten und Promotionsvorhaben angeboten werden. Außerdem kooperiert DATEV verstärkt mit den Hochschulen im regionalen Umfeld, zum Beispiel mit Nürnberg, Regensburg und Würzburg – vom ersten Praktikum bis zur Promotion werden gemeinsame Themenfelder angeboten.Auf alle Stellen kann man sich das ganze Jahr über bewerben, Fristen gibt es keine.
Der ideale Bewerber sollte neben den „herkömmlichen Tugenden“ wie Teamfähigkeit, Flexibilität und Offenheit unbedingt auch Eigeninitiative mitbringen. „ Es müssen Menschen sein, die die Erfolge ihres Wirkens sehen wollen.“ Gerade das ist es,was Beigel selbst an seiner Tätigkeit bei DATEV gefällt: „ Ich gehe nicht in ein Unternehmen, um vorhandene Prozesse zu analysieren, Verbesserungspotentiale aufzuzeigen und dann zum nächsten Projekt, sondern ich begleite ein Unternehmen durch alle Prozesse der Umsetzung.“
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Technik
Name: Jörg Spilker
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Als im Februar 1966 Heinz Sebiger von 68 Steuerbevollmächtigten zum Vorstandsvorsitzenden einer Selbsthilfeorganisation gewählt wurde, ahnte er nicht, dass seine Genossenschaft 37 Jahre später zu den größten Softwarehäusern und IT-Dienstleistern Deutschlands zählen sollte. Ihr Ziel: den Abrechnungsaufwand der neu eingeführten Mehrwertsteuer mit Hilfe der EDV zu bewältigen. Der Dienstleistungsgedanke der Gründerjahre, der sich bereits 1967 mit einem Jahresumsatz von 1,2 Millionen Mark auszahlte, blieb erhalten. Heute bietet das Unternehmen Produkte für Steuerberater, Rechtsanwälte,Wirtschaftsprüfer und deren Mandanten an und erwirtschaftet damit einen Jahresumsatz von rund 550 Millionen Euro. Sein Name ist jedem geläufig, der schon einmal eine Gehaltsabrechnung in den Händen hielt: Datev.
„Es gibt nichts, was es nicht gibt“, versucht Jörg Spilker die Angebotspalette von Datev zu beschreiben. IT-Management, Softwareentwicklung, Basisdienste und Service-Anwendungen, Internet und Sicherheit fallen in den Beschäftigungsbereich des Informatikers. Seit zwei Jahren ist er als Assistent des Projektleiters im Internet-Bereich für Datev tätig.
Außerdem kooperiert Datev mit zahlreichen Unternehmen, Institutionen, Kammern und Verbänden. Findige IT-ler erarbeiteten zum Beispiel Lösungen für die Deutsche Post: „Stamp it“ – so lautet der Name des Programms, mit dem vom PC aus die Post frankiert werden kann. Seit Datev 1998 die Firma MCT (micro computer team) übernommen hat, weitete sie ihre Dienstleistung auch auf die rechtsberatenden Berufe aus und bietet noch gezieltere Softwarelösungen für Steuerberater und Rechtsanwälte an.
KeinWunder, dass bei so viel Entwicklungsgeist der Nürnberger Hauptsitz bald aus allen Nähten platzt.Auf vier eigenen und einigen angemieteten Gebäudekomplexen sind die rund 4.500 Mitarbeiter in Nürnberg verteilt – etwa 900 weitere Beschäftigte arbeiten in den über das ganze Bundesgebiet verteilten Datev-Informationszentren. Die einzelnen Büros sind funktional eingerichtet, wer kein Einzelbüro hat, teilt sich je nach Abteilung und Aufgabengebiet mit maximal vier Personen einen Raum. Neben Nürnberg unterhält die Datev in allen größeren Städten in Deutschland, aber auch in Brüssel, regionale Informationszentren, um den persönlichen Beratungskontakt zu den einzelnen Mitgliedern gewähren zu können. Und auch im Ausland macht das Unternehmen seine Geschäfte: in Österreich, Polen, Tschechien und Italien gibt es bereits Niederlassungen, die den dortigen Markt erkunden und mit Steuerberatern vor Ort kooperieren. „Das ist zwar gerade erst im Entstehen, aber hier bieten sich für die Zukunft interessante Perspektiven“, sagt Jörg Spilker. Der Bielefelder studierte in Erlangen Informatik, promovierte anschließend über Sprachverarbeitung und hatte bis zum Ende seines Studiums „mit der Datev nichts zu tun“. Trotzdem bewarb er sich auf eine Stelle im Bereich der Internetentwicklung. „Natürlich würde ich jedem Bewerber empfehlen, vorher schon durch ein Praktikum seinWunsch-Unternehmen kennen zu lernen.Aber es ist bei Datev kein Muss.“
Wenn das Profil des Bewerbers passt - ideal für den IT-Bereich ist ein Informatikstudium mit Betriebwirtschaftslehre im Nebenfach sowie Grundkenntnisse in der Buchführung - bekommt er seine Chance. Innerhalb des Hauses gibt es viele Möglichkeiten derWeiterbildung. Den Beschäftigten steht ein eigenes Schulungszentrum zur Verfügung, in dem sie während ihrer Arbeitzeit Kurse besuchen können, die für ihren Beruf nützlich sind, in der Freizeit als Abendschule aber auch Sprachen oder Meditationsangebote wahrnehmen können. „ DasWeiterbildungsangebot war für mich mit ein Argument, bei Datev anzufangen. Man findet immer einen Kurs, der in das Arbeitsumfeld, das man hat, passt“, erklärt Spilker.
In seiner Assistenzfunktion vereinbart der Informatiker sowohl organisatorische Arbeiten wie Budget-Planung und Kontrolle der Abteilung oder das Erstellen von Vorträgen und Monatsberichten mit Tätigkeiten in der Internet-Entwicklung. Dazu gehört das Analysieren von Prozessen, die Spezifikation neuer Programme sowie deren Umsetzung. Rund 40 Mitarbeiter sind in seiner Abteilung fest angestellt, Praktikanten und Aushilfen kommen dazu. Eng ist die Zusammenarbeit zwischen den Betriebswirten und den Informatikern. „Die Betriebswirte machen die Fachkonzepte, die Informatiker prüfen dann, wie diese technisch umzusetzen sind“, sagt Spilker.
Momentan arbeitet er an einem Such-Service für Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer.Wenn jemand beispielsweise einen Steuerberater mit Kenntnissen in der Immobilienbranche sucht, bekommt er mit Hilfe dieses Programmes eine Reihe von Daten geliefert.
Viele Informationen finden sich auch unter www.datev.de, und wer Jobs, Praktikumplätze, Themen für Diplom-Arbeiten oder Promotionsvorhaben sucht, kann dort fündig werden. Außerdem kooperiert Datev verstärkt mit den Hochschulen im regionalen Umfeld, zum Beispiel mit Nürnberg, Würzburg und Regensburg - vom ersten Praktikum bis zur Promotion bieten sie gemeinsame Themenfelder an. Bewerber sind das ganze Jahr über willkommen, Fristen gibt es keine. Nur über eines sollten sich die Bewerber im Klaren sein: „Einzelkämpfer haben bei uns keine Chance.“
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