1990 gründete Rolls-Royce mit BMW ein deutsches Unternehmen, um zivile Strahltriebwerke für den weltweiten Markt zu entwickeln. Rolls-Royce Deutschland, seit 2000 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Rolls-Royce plc, ist Deutschlands einziger behördlich genehmigter Triebwerkshersteller mit Entwicklungs-, Herstellungs- und Instandhaltungsbetriebszulassung für moderne zivile und militärische Turbinentriebwerke.
An den Standorten Dahlewitz bei Berlin und Oberursel bei Frankfurt/Main beschäftigt Rolls-Royce Deutschland rund 3.000 Mitarbeiter.
Am Standort Dahlewitz befindet sich die Entwicklung und Endmontage aller BR700 Triebwerke. Die Erfolgsgeschichte der Triebwerke dieser Baureihe spiegelt sich in mehr als elf Millionen akkumulierten Betriebsstunden wider. Als Kompetenzzentrum für Zweiwellentriebwerke ist der Standort Dahlewitz außerdem für die Triebwerksbaureihen Tay, Spey, Dart und IAE V2500 verantwortlich. Insgesamt unterstützt Rolls-Royce Deutschland weltweit circa 5.000 im Dienst befindliche Triebwerke.
Der Standort Oberursel hat sich im Rolls-Royce Konzern als anerkannter Produktionsstandort etabliert. Mit modernster Fertigungstechnologie werden dort High-Tech-Komponenten für zahlreiche Rolls-Royce Triebwerksprogramme hergestellt. Der Standort ist zudem Instandhaltungs- und Wartungszentrum für Kleingasturbinen für zahlreiche militärische und zivile Anwendungen. Auch die RTM322-Triebwerke für die NH90-Hubschrauber der Bundeswehr werden in Oberursel instandgesetzt und betreut.
Rolls-Royce Deutschland ist maßgeblich an deutschen und europäischen Technologieprogrammen zur Entwicklung noch effizienterer und umweltverträglicherer Triebwerke beteiligt und kooperiert mit zahlreichen deutschen Forschungseinrichtungen, darunter viele Universitäten und auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit der BTU Cottbus, der TU Dresden, TU Darmstadt und der Universität Karlsruhe hat Rolls-Royce seine Zusammenarbeit bereits in Form von universitären Technologiezentren (UTC) langfristig institutionalisiert. Die UTCs arbeiten auf der Basis eines langfristigen, finanziell abgesicherten Konzepts, wodurch eine kontinuierliche Forschungsarbeit gewährleistet wird.
Das Unternehmen engagiert sich stark für die Nachwuchsgewinnung und die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter.