FAQ zum Beruf Elektroplaner: Aufgaben, Gehalt, Karriere & Jobs
Was macht ein Elektroplaner?
Als Elektroplaner bist du für die Planung und Auslegung elektrischer Anlagen in Gebäuden und Industrieanlagen verantwortlich. Du erstellst Stromlaufpläne, Verteilerpläne und Installationsschemas mit CAD-Software wie AutoCAD, EPLAN oder WSCAD. Dein Aufgabenbereich umfasst die Berechnung von Kabelquerschnitten, die Dimensionierung von Schutzeinrichtungen und die Koordination mit Architekten sowie anderen Fachplanern. Du arbeitest eng mit der Bauleitung zusammen, führst Wirtschaftlichkeitsberechnungen durch und stellst sicher, dass alle Planungen den geltenden Normen wie DIN VDE 0100 entsprechen. In der Praxis bedeutet das beispielsweise, dass du für ein neues Bürogebäude die komplette Elektroinstallation von der Trafostation über die Verteiler bis zu den Steckdosen planst und dabei auch moderne Gebäudetechnik wie Beleuchtungssteuerungen oder KNX-Systeme integrierst.
Welche Ausbildung braucht man als Elektroplaner?
Den Einstieg in den Beruf des Elektroplaners findest du klassischerweise über eine abgeschlossene Ausbildung zum Elektroniker, Elektroinstallateur oder Technischen Zeichner mit Schwerpunkt Elektrotechnik. Viele Arbeitgeber bevorzugen jedoch eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik oder ein abgeschlossenes Studium im Bereich Elektrotechnik oder Gebäudetechnik. Die Kombination aus praktischer Berufserfahrung und theoretischem Wissen ist besonders gefragt. Während deiner Ausbildung oder im Studium lernst du die Grundlagen der Elektrotechnik, Installationstechnik und Normenkunde kennen. Besonders wichtig ist die fundierte Kenntnis der einschlägigen VDE-Normen und die Fähigkeit, technische Zusammenhänge in planbare Lösungen zu übersetzen.
Welche technischen Skills braucht ein Elektroplaner?
Als Elektroplaner benötigst du fundierte Kenntnisse in CAD-Software, insbesondere EPLAN Electric P8, AutoCAD Electrical oder WSCAD Suite. Du musst Stromlaufpläne normgerecht erstellen und Installationszeichnungen mit korrekten Symbolen und Kennzeichnungen anfertigen können. Wichtig sind auch Kenntnisse in der Berechnung elektrischer Anlagen, etwa zur Bestimmung von Kurzschlussströmen, Spannungsfällen und der richtigen Absicherung. Du solltest dich mit Gebäudeleittechnik, Bussystemen wie KNX oder DALI und modernen Beleuchtungskonzepten auskennen. Die sichere Anwendung von Berechnungsprogrammen für die Dimensionierung von Anlagen gehört ebenso dazu wie der Umgang mit Ausschreibungssoftware nach GAEB-Standard. Darüber hinaus ist ein tiefes Verständnis der relevanten Normen und Vorschriften wie DIN VDE 0100, DIN 18015 und der Energieeinsparverordnung unerlässlich.
Wo finde ich Jobs als Elektroplaner?
Die besten Anlaufstellen für deine Jobsuche als Elektroplaner sind spezialisierte Jobbörsen wie StepStone, wo du gezielt nach Stellen in deiner Region oder bundesweit suchen kannst. StepStone bietet dir dabei nicht nur eine große Auswahl an aktuellen Stellenangeboten, sondern auch nützliche Filterfunktionen nach Berufserfahrung, Gehalt und Arbeitsmodell. Weitere lohnende Plattformen sind spezialisierte Ingenieurportale sowie die Karriereseiten von Elektroplanungsbüros und Ingenieurbüros für technische Gebäudeausrüstung. Auch regionale Karrieremessen und Netzwerkveranstaltungen der VDE-Regionalgruppen sind gute Möglichkeiten, direkt mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Viele Unternehmen suchen aktiv über LinkedIn und XING nach qualifizierten Elektroplanern, weshalb ein vollständiges und aktuelles Profil auf diesen Plattformen deine Chancen deutlich erhöht.
Welche Berufe passen noch zu dem Profil Elektroplaner?
Mit deinem Profil als Elektroplaner stehen dir mehrere verwandte Berufsfelder offen. Als Projektleiter in der technischen Gebäudeausrüstung kannst du deine Planungskenntnisse mit Führungsaufgaben verbinden und komplette Projekte koordinieren. Der Beruf des Fachplaners für Gebäudeautomation liegt ebenfalls nahe, wenn du dich stärker auf die Steuerungs- und Regelungstechnik fokussieren möchtest. Als Bauleiter oder technischer Projektkoordinator bist du mehr auf der ausführenden Seite tätig und sorgst dafür, dass deine Planungen auch tatsächlich umgesetzt werden. Weitere passende Berufe sind Technischer Vertriebsingenieur bei Herstellern von Elektrotechnik-Komponenten, wo deine Planungserfahrung bei der Kundenberatung von großem Wert ist, oder Gutachter und Sachverständiger für Elektroanlagen. Auch der Wechsel in die Energieberatung oder das Energiemanagement bietet sich an, da du bereits über fundierte Kenntnisse elektrischer Systeme verfügst.
Welche Arbeitgeber suchen Elektroplaner?
Elektroplaner werden von einer Vielzahl von Arbeitgebern gesucht. Große Ingenieurbüros für technische Gebäudeausrüstung wie Drees & Sommer, IGH Ingenieurgruppe Bauen oder Werner Sobek beschäftigen regelmäßig Elektroplaner für Projekte von Wohngebäuden bis zu komplexen Industrieanlagen. Elektroplanungsbüros und spezialisierte TGA-Planungsbüros bilden das klassische Arbeitsumfeld. Daneben suchen auch Generalunternehmer wie STRABAG, HOCHTIEF oder BAM Deutschland sowie mittelständische Bauunternehmen Elektroplaner für ihre Projektabteilungen. In der Industrie beschäftigen Unternehmen wie Siemens, ABB oder Phoenix Contact Elektroplaner in ihren Engineering-Abteilungen. Auch Energieversorger wie Stadtwerke oder größere Versorgungsunternehmen benötigen Fachkräfte für die Planung ihrer Netze und Anlagen. Nicht zuletzt bieten öffentliche Arbeitgeber wie Kommunalverwaltungen, Universitäten oder Kliniken Stellen für Elektroplaner in ihren Bauabteilungen an.