FAQ zum Beruf Auszubildender: Aufgaben, Gehalt, Karriere & Jobs
Wo finde ich Jobs für Ausbildungsplätze?
Die größte Auswahl an Ausbildungsplätzen findest du auf Stepstone, wo Unternehmen bundesweit ihre Ausbildungsstellen inserieren. Dort kannst du gezielt nach Berufsfeldern, Regionen und Ausbildungsstart filtern. Auch die Bundesagentur für Arbeit bietet mit ihrer Jobbörse eine umfangreiche Übersicht. Viele Unternehmen listen ihre Ausbildungsangebote direkt auf ihren Karriereseiten, daher lohnt sich auch der direkte Blick auf die Websites von Firmen, die dich interessieren. Regionale Ausbildungsmessen und die Industrie- und Handelskammern sind ebenfalls wichtige Anlaufstellen, um offene Ausbildungsstellen zu entdecken und direkt mit Ausbildern ins Gespräch zu kommen.
Welche Berufe passen noch zu dem Profil eines Auszubildenden?
Wenn du dich für eine Ausbildung interessierst, stehen dir verschiedene Wege offen, die zu deinem Profil passen könnten. Praktikanten sammeln erste Berufserfahrung und schnuppern in verschiedene Bereiche hinein, was oft der Vorstufe zur Ausbildung entspricht. Werkstudenten verbinden bereits während des Studiums praktische Arbeit mit theoretischem Wissen. Trainees steigen nach einem Studienabschluss mit strukturierten Programmen ins Berufsleben ein und durchlaufen verschiedene Abteilungen. Auch duale Studenten kombinieren wie Auszubildende Theorie und Praxis, allerdings mit akademischem Abschluss. Volontäre in Medien- und Kulturberufen absolvieren ebenfalls eine praxisorientierte Einstiegsphase, die der klassischen Ausbildung ähnelt.
Welche Arbeitgeber suchen Auszubildende?
Nahezu alle Branchen und Unternehmensgrößen bilden aus. Große Konzerne wie Siemens, Deutsche Bahn, Volkswagen, BMW oder die Telekom bieten jährlich hunderte Ausbildungsplätze in technischen, kaufmännischen und IT-Berufen an. Im Einzelhandel suchen Unternehmen wie REWE, EDEKA, Lidl oder MediaMarkt kontinuierlich nach Auszubildenden. Banken und Versicherungen wie Sparkassen, Volksbanken oder die Allianz haben traditionell starke Ausbildungsprogramme. Auch der öffentliche Dienst, etwa Kommunalverwaltungen, Finanzämter oder Krankenhäuser, bildet in vielen Bereichen aus. Kleinere und mittelständische Betriebe, vom Handwerksbetrieb bis zur IT-Agentur, bieten oft eine intensive, persönliche Betreuung während der Ausbildung. Die Nachfrage nach Auszubildenden ist in Deutschland hoch, da der Fachkräftemangel viele Unternehmen dazu bewegt, verstärkt in die eigene Nachwuchsförderung zu investieren.
Was macht ein Auszubildender?
Als Auszubildender lernst du deinen gewählten Beruf von Grund auf in der Praxis kennen. Du arbeitest im Betrieb mit, übernimmst zunehmend eigenständige Aufgaben und wirst schrittweise an die Anforderungen des Berufs herangeführt. Parallel besuchst du die Berufsschule, wo dir das theoretische Fachwissen vermittelt wird. Dein Alltag besteht aus einer Mischung von Zuschauen, Mithelfen und eigenständigem Arbeiten unter Anleitung erfahrener Fachkräfte. Je nach Ausbildungsberuf können die konkreten Tätigkeiten stark variieren: Ein Industriemechaniker arbeitet an Maschinen, ein Kaufmann im Einzelhandel berät Kunden, eine Fachinformatikerin programmiert Software. Typisch für alle Ausbildungen ist, dass du in verschiedenen Abteilungen eingesetzt wirst, um einen umfassenden Einblick in den Beruf zu bekommen. Du dokumentierst deine Lernerfolge in einem Berichtsheft und bereitest dich auf die Zwischen- und Abschlussprüfung vor.
Welche Karrieremöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Nach deiner Ausbildung stehen dir vielfältige Karrierewege offen. Viele Absolventen bleiben zunächst in ihrem Ausbildungsbetrieb und entwickeln sich dort weiter, oft mit der Perspektive auf eine Übernahme unbefristeter Positionen. Du kannst dich durch Weiterbildungen spezialisieren, etwa zum Meister im Handwerk, zum Fachwirt im kaufmännischen Bereich oder zum Techniker in technischen Berufen. Diese Abschlüsse qualifizieren dich für Führungspositionen und sind dem Bachelorniveau gleichgestellt. Ein berufsbegleitendes Studium ist eine weitere Option, um deine Karriere voranzutreiben, wobei deine praktische Erfahrung ein großer Vorteil ist. Viele Unternehmen bieten auch interne Talentprogramme für ehemalige Auszubildende an, die Führungsverantwortung übernehmen möchten. Der Wechsel in andere Unternehmen oder Branchen ist mit einer abgeschlossenen Ausbildung ebenfalls gut möglich, da du gefragte praktische Kompetenzen mitbringst. Manche nutzen ihre Ausbildung auch als Sprungbrett in die Selbstständigkeit, besonders im Handwerk oder in kreativen Berufen.
Welche Softskills braucht ein Auszubildender?
Lernbereitschaft ist die wichtigste Eigenschaft für Auszubildende, denn du begegnest täglich neuen Aufgaben und Herausforderungen. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit werden im Betrieb genauso erwartet wie in der Berufsschule, da du Teil eines Teams bist, das sich auf dich verlässt. Kommunikationsfähigkeit hilft dir, Fragen zu stellen, Anweisungen zu verstehen und mit Kollegen, Kunden oder Ausbildern produktiv zusammenzuarbeiten. Selbstständigkeit entwickelst du im Laufe der Ausbildung, aber die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und eigeninitiativ zu arbeiten, solltest du mitbringen. Durchhaltevermögen ist wichtig, wenn es schwierig wird oder du dich durch trockenen Lernstoff arbeiten musst. Teamfähigkeit ist in fast allen Berufen gefragt, da du selten allein arbeitest. Auch Kritikfähigkeit gehört dazu: Du wirst Feedback bekommen und daraus lernen müssen, um dich weiterzuentwickeln. Diese Softskills sind oft genauso entscheidend für deinen Ausbildungserfolg wie fachliche Fähigkeiten.
Welche Zertifikate sind als Auszubildender sinnvoll?
Während deiner Ausbildung kannst du mit Zusatzzertifikaten dein Profil schärfen und deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Der Ausbilderschein (AEVO) ist eine sinnvolle Qualifikation, wenn du später selbst ausbilden möchtest. Fremdsprachenzertifikate wie das Cambridge Certificate für Englisch oder DELF für Französisch sind besonders wertvoll, wenn du in international tätigen Unternehmen arbeiten willst. IT-Zertifikate wie der ICDL (Internationaler Computerführerschein) sind branchenübergreifend nützlich und zeigen deine digitalen Kompetenzen. In technischen Berufen können Schweißerscheine, Gabelstaplerscheine oder Kranführerscheine deine Einsatzmöglichkeiten erweitern. Kaufmännische Zusatzqualifikationen wie Buchhaltungszertifikate oder SAP-Kenntnisse machen dich für Arbeitgeber attraktiver. Viele Berufsschulen und Kammern bieten während der Ausbildung Zusatzprogramme an, etwa zur Europakauffrau oder zum Fachabitur parallel zur Ausbildung. Diese Zertifikate zeigen Engagement und Eigeninitiative, was bei Bewerbungen positiv auffällt.