
Gehaltsreport 2026: Deutschlands Gehälter im Fokus
Inhalt
- Mediangehalt Deutschland
- Stepstone Gehaltsreport 2026
- Mittleres Einkommen
- Faktor Region
- Faktor Beruf
- Faktor Geschlecht
- Faktor Branche
- Fazit
- FAQ

Gehaltsreport 2026
DownloadWie viel verdienen die Deutschen aktuell? Welches Gehalt ist ein gutes Gehalt? Was sind die „lukrativsten“ Bundesländer und in welchen Berufsgruppen lässt sich das meiste Geld mit nach Hause nehmen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert seit mehr als zehn Jahren der Stepstone Gehaltsreport. Die Neuauflage der renommierten Stepstone Studie ist im Januar 2026 erschienen. Wieder geben wir eine aktuelle Orientierung rund um das Thema Vergütung in Deutschland – und machen so aus dem „Tabuthema Gehalt“ ein Fokusthema. Weil Gehaltstransparenz die beste Basis ist für faire Gehaltsstrukturen.
Hier kommen die wichtigsten Ergebnisse aus dem Gehaltsreport 2026.
Mediangehalt Deutschland: Mehr als eine Million Gehaltsdaten als Datenbasis
Für den Gehaltsreport 2026 wurden mehr als eine Million (1.326.157) Vergütungsdaten aus dem Stepstone Gehaltsplaner ausgewertet und wissenschaftlich analysiert. Das Ergebnis ist ein umfassender Einblick in die Gehaltslandschaft Deutschlands, von verschiedenen Branchen über Berufsgruppen bis hin zu regionalen Unterschieden. Alle Gehaltsdaten im Report beziehen sich auf das Bruttojahresgehalt von Vollzeitstellen, inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc. Sofern nicht anders angegeben, wird im Gehaltsreport das gerundete Mediangehalt ausgewiesen.

Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte aller Werte liegt. Das heißt, es gibt exakt gleich viele Gehälter, die niedriger und die höher sind als das Mediangehalt. Dadurch ergibt sich ein verlässlicher Mittelwert, der – im Gegensatz zum Durchschnittsgehalt – nicht durch wenige sehr hohe oder besonders niedrige Gehälter verzerrt werden kann.

Stepstone Gehaltsreport 2026
Erfahre jetzt, was Deutschland verdient: Der Stepstone Gehaltsreport 2026 bietet dir wertvolle Einblicke in Gehaltsstrukturen strukturiert nach Branche, Region und Position – die perfekte Grundlage, um deine Vergütungsstrategie zu optimieren. Jetzt kostenlos informieren und als Arbeitgeber einen Schritt voraus sein!
Mittleres Einkommen in Deutschland: So viel verdienen die Deutschen
Das Bruttomediangehalt der Deutschen beträgt aktuell 53.900 Euro. Das Bruttodurchschnittsgehalt liegt mit 59.100 Euro etwas darüber, was auf einige besonders hohe Spitzengehälter hindeutet. Doch wovon hängt es ab, ob ein Gehalt eher hoch oder niedrig ausfällt? Wie immer spielen hier zahlreiche Einflussfaktoren eine Rolle: Berufsgruppe, Berufserfahrung, Bildungsabschluss, Unternehmensgröße, Personalverantwortung, Region, Arbeitsort – und ja, auch das Geschlecht macht nach wie vor einen Unterschied. Der Gender-Pay-Gap (GPG) – also die Entgeltlücke zwischen dem mittleren Einkommen von Männern und Frauen – ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen und mit 9,7 % in diesem Jahr erstmalig einstellig (unbereinigter GPG).
Traditionell verdienen Menschen mit Berufserfahrung (+10 Jahre: 59.500 €) mehr als Berufseinsteiger*innen (46.250 €), große Unternehmen (+5.000 MA: 63.000 €) zahlen meist besser als kleine (1-50 MA: 48.800 €) und Menschen mit Hochschulabschluss nehmen für gewöhnlich höhere Gehälter mit nach Hause (68.250 €) als Nicht-Akademiker*innen (51.200 €). Auch Führungsverantwortung kann beim Gehalt einen deutlichen Unterschied machen. So kommen Menschen ohne Personalverantwortung auf ein Mediangehalt von 51.300 Euro, während Führungskräfte ein mittleres Einkommen in Höhe von 62.000 Euro erwirtschaften. Der Stepstone Gehaltsreport 2026 betrachtet die wichtigsten Einflussfaktoren im Detail:
Faktor Region: Das sind die Top-Bundesländer
Wer ein besonders hohes Gehalt anstrebt, sollte einen Arbeitgeber in Hamburg in Erwägung ziehen. Mit einem Mediangehalt von 60.000 Euro führt der Stadtstaat auch im Gehaltsreport 2026 die Tabelle an. Platz 2 belegt Baden-Württemberg mit einem Mediangehalt von 58.500 Euro und nur knapp dahinter mit 58.250 Euro liegt Hessen.

Die niedrigsten Gehälter gibt es dagegen in Mecklenburg-Vorpommern (47.750 €), Sachsen-Anhalt (48.250 €) und Thüringen (48.500 €). Damit zeigt sich – wie schon in den Vorjahren – auch im Gehaltsreport 2026 wieder ein deutliches Ost-West-Gefälle. Während Menschen im Westen Deutschlands im Mittelwert 56.250 Euro pro Jahr verdienen, sind es in Ostdeutschland (ausgenommen Berlin) nur 48.750 Euro – ein kräftiger Unterschied von 13 %.
Daran ändern auch gehaltssteigernde Faktoren wie etwa Personalverantwortung nicht viel. Das Gehalt wird dadurch zwar auch in den ostdeutschen Bundesländern besser, bleibt aber dennoch deutlich hinter einer vergleichbaren Position im Westen Deutschlands zurück. So liegt das Gehalt einer Führungskraft mit Personalverantwortung in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 54.750 Euro zwar geringfügig über dem gesamtdeutschen Median – gegenüber einer Führungskraft in Hessen (67.500 €) bleibt mit -23 % aber ein überdurchschnittlich großer Gap bestehen. Zum Spitzenreiter Hamburg, wo eine Führungskraft im Mittelwert 69.750 Euro verdient, fehlen sogar mehr als 27 %.
Als Top-Stadt mit den höchsten Gehältern Deutschlands macht im Gehaltsreport 2026 wieder einmal München das Rennen: Hier können sich Arbeitnehmer*innen über ein Bruttomediangehalt in Höhe von 64.750 Euro freuen. Allerdings müssen hier natürlich die Lebenshaltungskosten dagegen gerechnet werden, die in München traditionell sehr hoch sind. Auch ein Top-Gehalt garantiert also nicht zwingend finanzielle Sicherheit. Das absolute Durchschnittsgehalt gibt es in diesem Jahr in der Stadt Dormagen in Nordrhein-Westfahlen. Hier liegt das Mediangehalt mit 54.000 Euro fast exakt auf dem Wert des deutschlandweiten Medians.
Faktor Beruf: Große Unterschiede zwischen den Berufsgruppen
Eine weitere entscheidende Rolle bei der Frage, wie hoch das Gehalt ausfällt, spielt natürlich die Berufswahl. Ob Ärzt*in oder Pflegefachkraft, IT-Spezialist*in oder Servicekraft – die Gehaltsunterschiede zwischen den verschiedenen Berufsgruppen sind enorm. Wie schon in den Vorjahren führen auch im Gehaltsreport 2026 Ärzt*innen das Feld mit großem Vorsprung an: Mit einem Mediangehalt von 105.500 Euro verdienen sie fast doppelt so viel wie der*die Durchschnittsdeutsche.
Doch es muss nicht zwingend Medizin sein – auch in anderen Berufen kann überdurchschnittlich gut verdient werden. Ganz vorn liegt in diesem Jahr die Berufsgruppe Ingenieurwesen mit einem Mediangehalt von 75.000 Euro, dicht gefolgt von der Gruppe „Technische Entwicklung & Konstruktion“ mit 72.250 Euro. Auch weit oben bewegen sich die Berufsgruppen IT und „Unternehmensorganisation und Management“ mit einem jährlichen Mediangehalt von 66.750 Euro.
Die Schlusslichter in puncto Gehalt bilden in diesem Jahr die Berufsgruppen Lebensmittelproduktion (46.500 €), Büromanagement (47.250 €) sowie die Gruppen Verkauf und Handwerk (48.750 €).
Faktor Geschlecht: Noch immer klafft die Entgeltlücke
Auch das Geschlecht hat direkte Auswirkungen auf die Gehaltsabrechnung: Selbst bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit verdienen Frauen noch immer weniger als ihre männlichen Kollegen. Der Gender-Pay-Gap (GPG), also der Unterschied im Gehalt zwischen Männern und Frauen schrumpft seit Jahren Stück für Stück und erreicht mit 9,7 % in diesem Jahr erstmalig einen einstelligen Wert. Während Männer mit einem Mediangehalt von 55.900 Euro pro Jahr nach Hause gehen, müssen Frauen mit 50.500 Euro auskommen. Bezieht man strukturelle Unterschiede wie Qualifikation, Berufsgruppe, Anstellungsart bzw. Anstellungsumfang und Branche in die Betrachtungen mit ein, verbleibt ein bereinigter GPG von 4,8 %.

Um diese Entgeltlücke in den kommenden Jahren immer weiter zu schließen, müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmende an einem Strang ziehen. Konsequente Gehaltstransparenz und vorurteilsfreie Bewerbungsprozesse im Unternehmen sowie eine Portion Selbstvertrauen seitens der Mitarbeiterinnen sind wichtige Schritte auf diesem Weg.
Faktor Branche: Großer Einfluss auf das Durchschnittsgehalt in Deutschland
Ob Bürofachkraft, Marketing-Manager*in oder HR-Mitarbeiter*in – es gibt viele Berufe, die in den verschiedensten Branchen gebraucht werden. Auch die Wahl der Branche kann für ein besseres Gehalt eine nicht zu unterschätzende Stellschraube sein. Ganz oben auf der Liste der lukrativsten Branchen steht im Gehaltsreport 2025 das Bankwesen – mit einem stattlichen Mediangehalt von 70.250 Euro. Weitere Branchen mit überdurchschnittlich guten Gehältern sind die Luft- und Raumfahrt (68.000 €), die Versicherungsbranche (66.500 €) sowie die Pharmaindustrie (66.250 €) .
Besonders niedrige Gehälter werden dagegen in den Branchen Land-, Forst- und Fischwirtschaft, Gartenbau (47.250 €) sowie Hotel, Gastronomie & Catering (45.500 €) gezahlt. Auch im Handwerk und im Bereich Freizeit, Touristik, Kultur & Sport sind die Gehälter mit rund 49.750 Euro nicht gerade üppig.
Fazit: Gehaltstransparenz zahlt sich aus
Mit dem Stepstone Gehaltsreport sorgen wir jedes Jahr für Orientierung und bringen Licht ins „Tabuthema Gehalt“. Der Gehaltsreport 2025 zeigt: Die Gehaltsstrukturen in Deutschland bleiben äußerst heterogen und sind nicht immer leicht zu durchschauen. Viele Faktoren beeinflussen das Gehalt, das dadurch sehr unterschiedlich ausfallen kann. Wer gut informiert ist, ist klar im Vorteil – denn durch die vielen verschiedenen Einflussfaktoren ergeben sich auch zahlreiche Stellschrauben, um das eigene Gehalt zu verbessern. Gehaltstransparenz ist also der vielleicht wichtigste Trittstein auf dem Weg zu einer fairen und marktgerechten Vergütung.
Auch für Arbeitgeber zahlt sich der transparente Umgang mit dem Thema Gehalt aus. Denn nach wie vor ist das Gehalt eines der wichtigsten Entscheidungskriterien für einen neuen Job. Wer mit dem Thema transparent umgeht, verschafft sich als Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil auf dem Bewerbermarkt.
Aber wie transparent sind unsere Gehälter eigentlich? Und wie zufrieden sind die Deutschen mit ihrem Gehalt? Mit diesen Themen befassen wir uns im nächsten Blogartikel zum Gehaltsreport 2025.
Bist du als Arbeitgeber auf die neuen Anforderungen rund um das Entgelttransparenzgesetz und die kommende EU-Richtlinie vorbereitet?
Auf unserer Themenseite findest du alle notwendigen Informationen und hilfreiche Unterstützung für die Umsetzung:
- Detaillierte Erklärungen zum Gesetz und zur EU-Richtlinie
- Aufschlussreiche Webinare mit Experteneinblicken
- Praktische Checkliste zur Umsetzung
- Hilfreiche Ressourcen für Ihre HR-Abteilung
FAQ: Gehaltsreport 2026
Was sind die zentralen Ergebnisse des Stepstone Gehaltsreports 2026?
Im Gehaltsreport 2026 wurden mehr als eine Million Datensätze analysiert. Er gibt Einblicke in Mediangehälter, regionale Unterschiede und beleuchtet auch die geschlechtsspezifische Entgeltlücke (Gender-Pay-Gap). Das aktuelle Bruttomediangehalt in Deutschland liegt bei 53.900 Euro. Dabei beeinflussen Faktoren wie Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Bildungsstand und Führungsverantwortung das Gehalt maßgeblich.
Was ist der Unterschied zwischen dem Median- und Durchschnittsgehalt in Deutschland?
Das Mediangehalt gibt den mittleren Wert der Gehälter an, bei dem genau die Hälfte der Beschäftigten mehr und die andere Hälfte weniger verdient. Das Durchschnittsgehalt wird berechnet, indem die Summe aller Gehälter durch die Anzahl der Beschäftigten geteilt wird. Es kann durch wenige sehr hohe Gehälter verzerrt werden, weshalb das Mediangehalt ein aussagekräftigerer Wert für einen „typischen“ Verdienst ist.
Welche Rolle spielt der Bildungsabschluss für das Gehalt?
Ein Hochschulabschluss wirkt sich deutlich positiv auf das Gehalt aus. Akademiker*innen verdienen im Median 68.250 Euro, während Menschen ohne Hochschulabschluss bei 51.200 Euro liegen. Ein abgeschlossenes Studium kann somit die Gehaltsentwicklung langfristig fördern.
Wie groß ist der Gender-Pay-Gap in Deutschland?
Männer verdienen im Median 55.900 Euro, Frauen hingegen nur 50.500 Euro – das entspricht einer Gehaltsdifferenz von 9,7 %. Wenn strukturelle Faktoren berücksichtigt werden, beträgt der bereinigte Gender-Pay-Gap noch 4,8 %.
Frühere Stepstone Gehaltsreports

Gehaltsreport 2025
Download (Deutsch)
Gehaltsreport 2024
Download (Deutsch)
Gehaltsreport 2023
Download (Deutsch)Die Angaben und Gehälter der Reports sind nicht direkt vergleichbar. Dies resultiert aus Veränderungen in der Auswertungsmethodik und der Zusammensetzung der Stichprobe.





