Die perfekte Stellenanzeige verfassen

Was erwarten Kandidaten von einer Stellenanzeige?
Und auf welche Informationen setzen Unternehmen in der Praxis?

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Wie kommen Jobsuchende und Unternehmen das erste Mal in Kontakt? Durch eine Stellenanzeige. Also alles wie früher? Nicht ganz, denn Kandidaten suchen Stellenanzeigen heute vor allem online. Jobsuche und Stellenanzeige wandeln sich im Zeitalter der Digitalisierung wie der Arbeitsmarkt selbst. Laut unserer Kandidaten-Analyse aus dem Jahr 2017 nutzt die deutliche Mehrheit vor allem Online-Jobplattformen. Nur drei Prozent der Befragten geben an, vorwiegend Zeitungen oder Zeitschriften für die Recherche nach offenen Stellen zu nutzen.

Was darf in einer Stellenanzeige nicht fehlen?

Die Stellenanzeige ist nicht nur oftmals der erste Kontakt zwischen Unternehmen und Kandidaten, sie entscheidet auch darüber, ob ein Jobsuchender sich intensiver mit dem angebotenen Job beschäftigt. Eine Bewerbung erfordert Mühe und Sorgfalt, daher ist es logisch, dass Jobsuchende nur Stellenangebote in Betracht ziehen, die auf Anhieb überzeugen. Deshalb bietet die Stellenanzeige eine entscheidende Möglichkeit für Unternehmen, sich im Wettbewerb um die besten Talente von der Konkurrenz abzusetzen. Denn: Nur etwa jeder vierte Kandidat ist der Meinung, dass die Informationen in Stellenanzeigen ausreichend sind.

Aber welche Informationen wollen Kandidaten mit der Stellenanzeige bekommen? Grundsätzlich gilt: Kandidaten möchten sich möglichst umfassend über ihren potenziellen Arbeitgeber informieren. Wichtig ist ihnen das Gehalt. Eine Information, die sich allerdings nur selten in Stellenanzeigen findet. Auch Arbeitszeiten, beziehungsweise Arbeitszeitmodelle interessieren die Jobsuchenden besonders.

Was macht die perfekte Stellenanzeige aus?

Eine Stellenanzeige enthält vielfältige Informationen, ist im Idealfall aufwändig und vielfältig gestaltet und besteht aus verschiedenen Aspekten. Doch wie können Unternehmen sich von Mitbewerbern absetzen? Aus Sicht der Kandidaten gibt es hier einige Ansatzpunkte: Eine Mehrheit empfindet die Beschreibung der Aufgaben als zu unkonkret. Auch wird die Darstellung der Anforderungen von nur etwa jedem Dritten als realistisch einstuft. Darüber hinaus trägt für immerhin vier von zehn Kandidaten die optische Gestaltung der Anzeige zu ihrer Entscheidung bei – ein weiterer Aspekt, der somit für im Wettbewerb um die besten talente den Unterschied machen kann.

Neben dem Informationsangebot kommt es auf die Unternehmenskultur und möglichst authentische Informationen aus dem Unternehmensalltag an. Wer könnte das besser vermitteln als die eigenen Mitarbeiter: Wie unsere Themenseite Onboarding zeigt, hat jeder fünfte Kandidat die aktuelle Stelle über einen persönlichen Kontakt gefunden.

In derselben Untersuchung wurde deutlich, dass es vielen Unternehmen gelingt, in ihren Stellenanzeigen ein authentisches Bild der Unternehmenskultur sowie der konkreten Aufgaben zu zeichnen. Jeweils zwei Drittel der Befragten stimmten dieser Aussage zu.

Wichtig zu berücksichtigen ist außerdem: Für vier von zehn Jobsuchende sind eine unattraktive Stellenausschreibung und/oder fehlende Informationen in der Stellenanzeige ein Grund, sich nicht zu bewerben.

Wie gestalten Unternehmen die Stellenanzeige?

Aus Sicht der deutlichen Mehrheit der Unternehmen gehört eine Vielzahl an Informationen zum Standard in Stellenanzeigen. Hierzu zählen in erster Linie eine allgemein verständliche Stellenbezeichnung, die Angabe eines Ansprechpartners und eine Beschreibung des Unternehmens. Eine Spezifizierung der gesuchten Position im Titel sowie eine Konkretisierung der Arbeitsinhalte zählen für immer noch über zwei Drittel zum Standard.

Ein Blick in die Praxis zeigt aber auch Optimierungsbedarf: So bieten deutlich mehr Unternehmen Arbeitnehmervorteile und Zusatzleistungen an, als solche, die diese auch kommunizieren. Mehr Informationen hierzu haben wir im Kontext Jobsuche aufbereitet.

Was sich Kandidaten darüber hinaus wünschen

Fachkräfte beurteilen die Lage auf dem Arbeitsmarkt optimistisch und kalkulieren Jobwechsel ein. Bei einem solchen Jobwechsel achten Kandidaten vor allem auf das Gehalt. Daneben suchen über zwei Drittel nach einer Stelle, die mehr Freiheiten bei der Gestaltung des Arbeitstages und den Inhalten ihrer Tätigkeit bietet.

Damit Top-Talente bei ihrem Arbeitgeber bleiben, ist für die allermeisten die gute Beziehung zu ihren Kollegen wichtig. Hinreichende Wertschätzung für ihre Arbeit, eine gute Beziehung auch zu ihrem Vorgesetzten und die Wahrung der Work-Life-Balance ist ihnen zusätzlich besonders wichtig. Ein vielfältiges Anforderungsprofil also, das sich Fachkräfte angesichts der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt leisten können. Mehr Informationen zu Perspektiven und Wünschen von Fachkräften bietet unser Whitepaper, das hier gratis zum Download zur Verfügung steht.

Über die Studie

In der Studie „Kandidaten im Fokus“ umreißt die Online-Jobplattform StepStone die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen, gibt Einblick in die Präferenzen und Erwartungen bei der Jobsuche, schildert die Erfahrungen der Fachkräfte im Bewerbungsprozess und gibt Empfehlungen für eine erfolgreiche Rekrutierung in digitalen Kanälen.

Für die Studie hat StepStone im zweiten Quartal 2017 eine Online-Befragung unter rund 20.000 Fach- und Führungskräften in Deutschland durchgeführt, darunter waren rund 15.000 Fachkräfte ohne Personalverantwortung und rund 5.000 Führungskräfte. Daneben befragte StepStone online rund 3.500 Recruiter und Manager, die für Personalbeschaffung zuständig sind.

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Kontakt

  • Dr. Anastasia Herrmann
  • Head of Research

  • Patricia Pela
  • Junior Research & Communications Manager

  • Dr. Tobias Zimmermann
  • Research & PR Manager

Wir freuen uns über Ihr Feedback und Ihre Anfragen unter: studien@stepstone.de