Ein Mann mit Schutzbrille steht im Labor und notiert etwas vor Reagenzgläsern.
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Das Wichtigste in KürzeDer Doktortitel als TüröffnerEinstiegsgehälter mit & ohne PromotionPromotionen in der MedizinWelche Branche für Promovierte?Masterabschluss vs. PromotionDoktortitel können das Gehalt beeinflussenFAQ

Mit einem Doktortitel in der Tasche darfst du nicht nur einen akademischen Titel tragen, sondern du erhöhst auch deine Chancen auf einen lukrativeren Job. Denn nach wie vor gelten die Abschlüsse PhD oder Dr. als wichtiger Schlüssel für ein höheres Gehalt. Doch wie groß ist der Unterschied wirklich ausfällt, wissen viele nicht. Wir zeigen dir, wie viel mehr Gehalt mit Doktortitel möglich ist.

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Das Wichtigste in KürzeDer Doktortitel als TüröffnerEinstiegsgehälter mit & ohne PromotionPromotionen in der MedizinWelche Branche für Promovierte?Masterabschluss vs. PromotionDoktortitel können das Gehalt beeinflussenFAQ

Das Wichtigste in Kürze

Promotionen in der Medizin

Exkurs: Wohl am bekanntesten sind Doktortitel in der Medizin. Die Begriffe „Arzt“ und „Doktor“ werden gerne mal synonym verwendet. In der Medizin geriet die Promotion jedoch öfters in Verruf, da die jungen Mediziner nicht selten bereits während ihres Studiums mit der Arbeit daran beginnen und diese manchmal auch in wenigen Monaten verfasst wird. Im Vergleich zu Dissertationen, die mehrere hundert Seiten lang sind, kommen solche aus dem Medizinbereich mit deutlich weniger aus. Dabei kommt es ganz auf den Typ an, denn einige sind Forschungsergebnisse, andere wiederum theoretische Arbeiten und können sehr lang sein.
Im Schnitt sind Promotionsschriften in der Medizin 100 Seiten lang.

Der Doktortitel als Türöffner für die nächste Karrierestufe

Die Promotion hat auch auf die berufliche Entwicklung großen Einfluss. Das gilt insbesondere für Mediziner*innen. Leitende Positionen an Universitäten oder Krankenhäusern sind ohne Doktortitel kaum zu bekommen. Auch in den Vorstandsetagen der deutschen DAX-Konzerne haben rund ein Drittel der Vorstände promoviert. Große Konzerne setzen bei Führungspositionen im C-Level ebenfalls auf Doktortitel als Einstiegsvoraussetzung.

Wie viel verdient man mehr mit einem Doktortitel?

Doch was bedeutet nun eine Promotion für die Gehaltsentwicklung? Spielt sie eine Rolle? Wie die Daten aus dem Stepstone Gehaltsplaner zeigen, macht ein Doktortitel in vielen Berufsgruppen einen gewaltigen Unterschied.

Einstiegsgehälter von Promovierten im Vergleich mit Akademikern ohne Doktortitel

Hast du einen Studienabschluss? Dann erhöhst du allein dadurch die Chance auf ein besseres Einstiegsgehalt im Vergleich zu Einsteiger*innen ohne Bachelor oder Master. Das zeigt auch der Stepstone Gehaltsreport 2025. Startest du nach deinem Bachelor-Abschluss in den Beruf, sind im Median 45.250 € pro Jahr branchenübergreifend möglich. Mit einem Master steigt das jährliche Medianeinkommen auf 51.250 €. Hast du es schließlich bis zur Promotion geschafft, stehen im Median 61.500 € im Jahr auf deinem Gehaltsscheck. Über alle Fächer und Berufe hinweg beträgt der Gehaltsunterschied zwischen Bachelor und Promotion ganze 16.250 €. Als PhD oder Dr. liegt dein Mediangehalt als Berufseinsteiger*in somit fast und damit über 35 Prozent über dem Gehalt mit Bachelor-Abschluss und rund 20 % über dem Gehalt mit Master.

Einstiegsgehalt Akademiker allgemein

Median

Bachelor

45.250 €

Master

51.250 €

Promotion

61.500 €

Was ist das Mediangehalt?

Was ist das Mediangehalt?
Und was unterscheidet es vom Durchschnittsgehalt? Der Durchschnitt wird berechnet, indem alle Werte summiert und danach durch die Anzahl der Datensätze geteilt wird. Der Durchschnittswert kann durch extrem hohe oder niedrige Werte verzerrt werden. Zur besseren Einordnung des Durchschnittswertes hilft deshalb ein Vergleich mit dem Median. Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte aller Werte liegt. Das heißt, es gibt exakt gleich viele Gehälter, die niedriger und die höher sind als das Mediangehalt.

Einstiegsgehälter: Höhere Gehälter in Marketing und PR, Personal und Vertrieb

Die Einstiegsgehälter von Akademikern unterscheiden sich je nach Abschluss: Laut unserer Auswertung verdienen Marketing- und PR-Fachleute mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung bzw. beim Berufseinstieg nach ihrem Abschluss 43.750 €. Haben sie jedoch promoviert, erhöht sich das Jahresgehalt auf 59.000 €, und das sogar schon bei Berufseinsteiger*innen. In der Personalabteilung sind mit Doktortitel über 15.000 € mehr pro Jahr möglich. Ähnliches gilt auch für Jobs im Vertrieb. Steigst du hier mit Promotion ein, sind im Median 61.500 € möglich, mit Bachelor oder Master liegt dein Mediangehalt dagegen bei 47.000 €.

Nicht zu unterschätzen sind die Unterschiede beim Gehalt auch in der Beratung und im Bildungsbereich. Dort winken mit Doktortitel ebenfalls Gehaltssteigerungen von über 30 %. Arbeitest du im Bildungsbereich z.B. in der Lehre, verdienst du mit Doktortitel im Median 57.000 € und damit bereits am Anfang deiner Karriere fast 15.000 € mehr als deine Kolleg:innen, die nicht promoviert haben.

Naturwissenschaftler*innen: Hohe Gehälter in Forschung und Entwicklung

Promovierte Naturwissenschaftler*innen gehören zu den Spitzenverdienenden. Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften mit wissenschaftlicher Expertise, vor allem, wenn diese bereits Forschungserfahrung mitbringen.

Wirtschaftswissenschaftler*innen: Ein Titel für die Führungsebene

In der Wirtschaft sind Promovierte häufig in Spitzenpositionen zu finden. Insbesondere Berater*innen und Führungskräfte profitieren von ihrem Doktortitel:

Zwei Ärztinnen in weißen Kitteln unterhalten sich vor einem Krankenhaus.
Die Promotion macht keinen so großen Gehaltssprung bei Ärzt:innen aus. © Maskot/Eyeem

Bei Ärzt*innen sind die Unterschiede am geringsten

Um als Arzt oder Ärztin zu arbeiten, brauchst du nicht zwingend einen Doktortitel. Und ohnehin zeigt sich beim Gehalt nur ein geringer Unterschied zwischen promovierten Ärzt*innen und denjenigen ohne Doktortitel. So verdienen Ärzt*innen mit Titel im Median 64.500 €, während ihre Kolleg*innen ohne Promotion auf 56.500 € jährlich kommen. Das ist ein Top-Gehalt und im Vergleich mit anderen Berufen das höchste Einstiegsgehalt nach dem Studium.

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Promotionen in der Medizin

Exkurs: Wohl am bekanntesten sind Doktortitel in der Medizin. Die Begriffe „Arzt“ und „Doktor“ werden gerne mal synonym verwendet. In der Medizin geriet die Promotion jedoch öfters in Verruf, da die jungen Mediziner nicht selten bereits während ihres Studiums mit der Arbeit daran beginnen und diese manchmal auch in wenigen Monaten verfasst wird.

Im Vergleich zu Dissertationen, die mehrere hundert Seiten lang sind, kommen solche aus dem Medizinbereich mit deutlich weniger aus. Dabei kommt es ganz auf den Typ an, denn einige sind Forschungsergebnisse, andere wiederum theoretische Arbeiten und können sehr lang sein. Im Schnitt sind Promotionsschriften in der Medizin 100 Seiten lang.

Ingenieure mit Promotion verdienen als Einstiegsgehalt fast 69.000 €

Bei den Ingenieur*innen liegen die Gehälter der Promovierten (68.750 €) deutlich über dem Salär der Beschäftigten ohne Doktortitel (54.250 €). Der Titel macht hier einen Unterschied von über 12.000 € pro Jahr aus. Das sind pro Monat über 1.000 € mehr auf dem Konto der promovierten Ingenieur*innen.
Allgemein gehören Ingenieur*innen bereits zu der Berufsgruppe mit den höchsten Einstiegsgehältern.

Welche Branchen lohnen sich für Promovierte?

Die Gehaltsunterschiede mit Doktortitel variieren je nach Branche. Während im Marketing, im HR-Bereich und im Vertrieb erhebliche Gehaltsvorteile bestehen, sind die Unterschiede bei Ärzt*innen und Jurist*innen geringer.

Masterabschluss vs. Promotion: Lohnt sich der Doktortitel?

Nicht in allen Fällen ist eine Promotion der beste Weg. Mit einem Masterabschluss sind ebenfalls attraktive Gehälter möglich, und der Karrierestart erfolgt meist früher. Entscheidend sind neben dem akademischen Titel auch andere Faktoren wie Berufserfahrung, Netzwerke und persönliche Stärken.

Fazit: Doktortitel können weiterhin das Gehalt beeinflussen, sind aber allein nicht entscheidend

Ist der Doktortitel nun wirklich von Bedeutung oder schmückt er nur das Namensschild? Diese Frage lässt sich pauschal nicht eindeutig beantworten. Natürlich hat eine Promotion im universitären Kontext und für Forschungsbereiche einen hohen Stellenwert. Jemand, der in Elektrotechnik im Bereich des autonomen Fahrens promoviert, der wird aller Voraussicht nach auch danach in diesem Gebiet weiterarbeiten und forschen, um den technologischen Fortschritt zu ermöglichen. Hier ist der Wert der Promotion nach wie vor hoch.

Geht es um die Höhe des Gehalts, sind neben dem akademischen Grad der Bewerber*innen viele andere Parameter entscheidend. So sind z.B. Berufserfahrung oder tatsächliche fachliche Eignung für eine Stelle weitaus wichtiger als ein Titel. Die gute Nachricht für dich: Auch ohne Promotion hast du die Möglichkeit, ein gutes Gehalt zu verdienen. Es gibt darüber hinaus auch viele attraktive und gut bezahlte Berufe ohne Studium.

Wie deine Gehaltssteigerung pro Jahr aussehen kann und welche Faktoren für deine Gehaltsentwicklung wichtig sind, erfährst du im Beitrag „Gehaltssteigerung pro Jahr“.

Quelle: Die im Artikel verwendeten Daten basieren auf den Surveyantworten des Stepstone Gehaltsplaners und spiegeln das Gehaltsniveau für das zweite Halbjahr 2024 wider. Untersucht wurden die Einstiegsgehälter von Berufseinsteigern mit maximal 3 Jahren Berufserfahrung und einem Hochschulabschluss (BA/MA/PhD). Aktuelle Gehaltsdaten für 2026 finden sich unter anderem hier: Der große Gehaltsvergleich.

FAQ

Wie hoch ist der Gehaltsunterschied zwischen Doktorand*innen und Promovierten?

Als Doktorand*in verdienst du in der Regel deutlich weniger als nach der Promotion, da viele Doktorand*innen auf Stipendien oder wissenschaftliche Mitarbeiterstellen angewiesen sind. Nach der Promotion steigt das Einstiegsgehalt jedoch stark an.

Lohnt sich eine Promotion finanziell für Naturwissenschaftler*innen?

Ja, insbesondere in forschungsintensiven Branchen wie Biotechnologie, Pharmazie und Chemie. Promovierte Naturwissenschaftler*innen können hohe Einstiegsgehälter erwarten. Der Titel ist zudem oft Voraussetzung für Führungspositionen.

Welche Branchen bieten die höchsten Einstiegsgehälter für Promovierte?

Zahlreiche Branchen, vom Marketing über HR bis zum Vertrieb bieten für Promovierte höhere Einstiegsgehälter, bei denen der Doktortitel mit Gehaltssteigerungen von bis zu 35 % zu Buche schlägt. Auch Beratung und Bildung gehören zu den Branchen mit großem Gehaltsunterschied zwischen Promotion und Bachelor/Master, gefolgt von Informatiker*innen, Manager*innen und Ingenieur*innen.

Ist eine Promotion in der Medizin notwendig und bringt sie mehr Gehalt?

In der Medizin ist die Promotion häufig Standard, aber kein Muss. Der Gehaltsunterschied zwischen promovierten Ärztinnen und nicht promovierten Ärztinnen ist gering. Der Doktortitel hat hier eher symbolischen Wert und ist in der Regel Voraussetzung für akademische oder leitende Positionen.

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