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Jobs in Thüringen

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Jobs in Thüringen
Zahlen und Fakten zu Thüringen
Thüringen liegt seit der Wiedervereinigung in der Mitte Deutschlands. Das Bundesland ist knapp 16.000 Quadratkilometer groß und hat rund 2,2 Millionen Einwohner. Davon waren Anfang 2014 rund 74 Prozent erwerbstätig, wobei Frauen und Männer annähernd gleich verteilt sind. Die Arbeitslosenquote betrug sieben Prozent, das ist der niedrigste Wert aller ostdeutschen Bundesländer. Das Nettojahresgehalt beträgt durchschnittlich ca. 17.500 Euro pro sozialversicherungspflichtig Erwerbstätigem. Dies waren 771.000 Menschen im Oktober 2013. Ende Dezember 2013 waren knapp 14.000 Jobs nicht besetzt. Im Auftrag der Landesregierung führt die Friedrich-Schiller-Universität Jena alljährlich eine Befragung der Bevölkerung, den Thüringen-Monitor, zu Lebenserwartungen, Zufriedenheit, Jobs und Chancengleichheit bei der Jobsuche sowie anderen Aspekten durch. Der aktuelle Monitor wurde im Dezember 2013 veröffentlicht.
  • Neunzig Prozent der Befragten sind zufrieden mit den Umweltbedingungen und dem Bildungs-, Freizeit- und Kulturangebot.
  • Achtzig Prozent haben erfüllende Aufgabe im Beruf und beurteilen ihre Zukunftsaussichten mit gut bis sehr gut.
  • Immerhin noch siebzig Prozent schätzen die Finanzsituation und Wettbewerbsfähigkeit des Landes im Vergleich zu anderen Bundesländern als gut bis sehr gut ein und sind zufrieden mit ihren Berufsaussichten.
Je nach Altersgruppe wollen zwischen sechzig Prozent (jüngere) und über achtzig Prozent (ab Mitte 50) in ihrem Heimatland Thüringen bleiben. Über die Hälfte der Bevölkerung identifiziert sich mit ihrem Land. Ebenso aufschlussreich sind die Zahlen aus der Rückwanderungsstudie des Leibniz-Instituts vom Dezember 2013. Hier wurden ausschließlich sozialversicherungspflichtig Beschäftigte erfasst.

Rückwanderungsrate Landkreise
Bis 12 % Sömmerda, Eichsfeld, Wartburgkreis, Hildburghausen
Bis 10 % Saalfeld-Rudolstadt, Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg, Unstrut-Hainich-Kreis
Bis 9 % Saale-Holzland-Kreis, Saale-Orla-Kreis
Bis 7 % Kyffhäuserkreis, Erfurt, Ilmkreis

Die Abwanderungsrate aus Thüringen betrug hingegen maximal 2,7 Prozent. Die Zahlen unterstreichen die Heimatverbundenheit der Thüringer, die häufig trotz komplizierter Arbeitsmarktlage zu ihren Wurzeln zurückkehren. Keine erschwerten Bedingungen bei der Jobsuche gibt es im Transportwesen, einer wachsenden Säule der thüringischen Wirtschaft.

Jobs im Transportwesen
Der Freistaat Thüringen mit seiner Hauptstadt Erfurt ist durch die Lage in der Mitte Deutschlands optimal an die innerdeutsche und europäische Verkehrsinfrastruktur angebunden. Dies veranlasste zahlreiche Unternehmen aus der Logistik, sich im Land anzusiedeln. Versandhändler, Lebensmittel- und Elektronikkonzerne sowie Zulieferer für Industrieunternehmen versenden unter anderem von Standorten in der Region Erfurt, in Eichsfeld sowie in den ländlichen Gebieten um Münchenbernsdorf und Hörselgau. Innerhalb von sechs Jahren stieg die Zahl der Beschäftigten in der Logistik von 10.000 in 2007 auf über 30.000 in 2013 an, mit weiterhin deutlich steigender Tendenz. Gütertransportunternehmen und Speditionen schalten Stellenanzeigen für Kraftfahrer und Lageristen, kaufmännische Berufe und Jobs im Vertrieb.
Auffällig sind die vielen Stellenangebote für Auszubildende im Raum Thüringen. In 2012 konnten von fünf verfügbaren Stellen durchschnittlich nur zwei besetzt werden. Ähnlich stellt sich die Situation in 2014 dar. Wer einen Job im Transportwesen sucht, findet leicht viele aktuelle Stellenangebote über die Jobbörse bei StepStone. Hier ist lediglich eine einmalige Registrierung erforderlich. Der Kontakt zu Betrieben erfolgt direkt per Mail.

Jobs im Baugewerbe
Der Mangel an Lehrlingen und Fachkräften macht sich auch im Baugewerbe bemerkbar. Jeweils 38 Prozent der Thüringer leben als Singles oder in Zwei-Personen-Haushalten, 24 Prozent in Haushalten mit drei oder mehr Personen. Diese Zahlen werden sich aufgrund des demografischen Wandels in Thüringen verschieben. Der Bedarf an Single-Wohnungen, barrierefreien Wohnungen und Wohnungen ab einhundert Quadratmetern Wohnfläche für Familien steigt. Hier ist die Zusammenarbeit von Immobilienunternehmen, Stadtplanern und dem Baugewerbe gefordert. Sie stehen vor der Herausforderung, Gebäudebestand zu restaurieren, energetisch zu sanieren und neuen Nutzungen zuzuführen. Über 8.000 Betriebe in Thüringen sind dem Baugewerbe zuzuordnen. In dieser Branche, wie in fast allen anderen Gewerken auch, stiegen zuletzt Gehälter und Löhne leicht an. Die Betriebe zeichnen sich durch eine hohe Bereitschaft zur Weiterbildung ihrer Mitarbeiter sowie zu Innovation und Investition aus. Trotz moderner und familiengerechter Arbeitsbedingungen haben die Bauunternehmen und Zulieferer in Thüringen Probleme bei der Besetzung ihrer freien Stellen mit Fachkräften. Dies ist zwei Fakten geschuldet: dem Ausscheiden vieler Arbeitnehmer im Rentenalter und dem kaum vorhandenen Nachwuchs. In 2012 gab es nur rund 13.600 Schulabgänger in Thüringen. Dem gegenüber steht eine deutlich höhere Zahl an freien Ausbildungsstellen. Viele Unternehmen suchen über Stellenanzeigen nach Lehrlingen. Wer sich 2014 zu einem Umzug nach Gera, Gotha oder Mühlhausen entscheiden kann, beschleunigt die erfolgreiche Jobsuche um ein Vielfaches. In der Bewerbung, per E-Mail oder schriftlich, sollte die Umzugsbereitschaft unbedingt betont werden. Insbesondere in den Städten warten attraktive Jobs. Im Rahmen der Initiative "GENIAL zentral" wird der lebenswerte und barrierefreie Stadtumbau vorangetrieben. Bei diesem Projekt geht es um die Wiederbelebung brachliegender Industrieflächen und Restaurierung denkmalwürdiger Bauten in den Innenstädten. Zusätzlich werden Infrastrukturen verbessert: Bürger und Urlauber bekommen mehr Möglichkeiten zum Einkaufen, zur Naherholung und Freizeitgestaltung. Wer als Architekt, Bauingenieur, Bauhandwerker und Straßenbauer an der nachhaltigen Entwicklung attraktiver Stadtbilder mitwirken möchte, sollte seine Bewerbung per E-Mail noch in 2014 absenden. "GENIAL zentral" läuft zunächst bis Ende 2025, sodass die langfristige Beschäftigung am gewählten Ort gewährleistet ist. Experten mit innovativen Ideen für die Neunutzung von Wohnungsleerstand wählen die Jobsuche über die Jobbörse StepStone und die Internetpräsenzen beispielsweise von Jena, Gera, Erfurt oder Gotha. Die Registrierung bzw. der Login bei Facebook bringt Interessierte zu Profilen von Gera und Jena. Wer sich über Stellenangebote in Mühlhausen oder Erfurt informieren möchte, besucht die Städte über den Login bei Twitter.
Für die Städte des Landes hat das Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr ein weiteres Programm ins Leben gerufen. Die „Initiative Energetischer Stadtumbau 2025“ soll folgende Ziele umsetzen:
  • Der Verbrauch von Endenergie soll bis 2025 pro Einwohner und Jahr um ein Prozent sinken.
  • Die Effizienzsteigerungen sollen unter Rücksicht auf soziale Verträglichkeit bei Wohnhäusern und auf Unternehmerrisiko bei Gewerbebauten erfolgen.
  • Bereits erfolgte Sanierungen werden in die energetischen Baumaßnahmen integriert.
  • In die Maßnahmen werden Energieerzeuger aus dem unmittelbaren Raum Thüringen einbezogen, lokale Verbrauchsdaten werden mit dem Ziel der Optimierung analysiert.

Sowohl Planer als auch ausführende Bauhandwerker werden für diese ehrgeizigen Projekte benötigt. Konstrukteur- und Architekturbüros sowie Baufirmen aller Gewerke schalten Stellenanzeigen, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Der demografische Wandel im Lande erfordert behutsame und zugleich effektive Vorgehensweisen. Eine umsichtige Stadtplanung und die Errichtung seniorengerechter Wohnungen oder Heime reichen jedoch allein nicht aus. Vielmehr müssen auch die Kommunikation, Zusammenarbeit der Behörden und das Engagement der jüngeren Generationen vorangetrieben werden. Für diese Jobs werden Koordinatoren, Mediatoren, Kommunikationsexperten und Organisationstalente für Verwaltungsaufgaben benötigt. Unternehmen in Thüringen suchen über Stellenangebote kreative Köpfe, die ihre Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Mitbürger entwickeln und umsetzen. Vorhandene und in Planung befindliche Pflegeheime, Ambulanzen und Tagesstätten haben dringenden Bedarf an Medizinern, Behinderten- und Altenpflegern sowie an Personal für ihre gastronomischen Abteilungen. Insbesondere in ländlichen Gebieten fehlt es an Hausärzten und mobilem Pflegepersonal. Dabei haben gerade die idyllischen Dorflandschaften sowie die derzeit (Januar 2014) 19 staatlich anerkannten Kurorte und Heilbäder in Thüringen einen großen Freizeit- und Erholungswert.

Jobs im Tourismus
Die Heilbäder und Kurorte Thüringens wie Bad Klosterlausnitz als Moorheilbad, Bad Liebenstein als Mineralheilbad und Heilbad Heiligenstadt als Soleheilbad verzeichnen rund dreißig Prozent aller Übernachtungen im Freistaat. In den Gesundheitszentren finden Physiotherapeuten, Ärzte und Arzthelfer neue Jobs. In den Wellnesszentren herrscht Bedarf an Masseuren, Kosmetikern und Friseuren. In der gehobenen Gastronomie und Hotellerie der Erholungsorte finden Köche und Sous-Chefs, Konditoren und Bäcker sowie Arbeitskräfte mit Aus- oder Weiterbildung im Service, Hotelfachleute und Reinigungskräfte neue Jobs. Viele Kurstädte in Thüringen präsentieren sich auf Facebook und Twitter. Dort bekommen Interessierte Informationen über die jeweilige Region, aktuelle Aktivitäten und freie Stellen. Sowohl für einzelne Unternehmen der Thüringer Gesundheitsbranche als auch für komplette Urlaubsorte, beispielsweise Bad Tennstedt, Bad Langensalza oder Bad Frankenhausen, werden Marketingexperten und Profis für den Vertrieb gesucht. Sie sollen die Vorzüge der Ferienstädte und Regionen auf nationalen und internationalen Märkten ansprechend präsentieren und Übernachtungen erfolgsorientiert verkaufen. Der Thüringer Wald mit den Wander- und Skiparadiesen um Oberhof, am Schneekopf und dem Bikepark Silbersattel ist ein Ziel für Bewerber, die über Stellenangebote einen saisonalen Job suchen. Ski- und Sportlehrer, Kinderbetreuer sowie ortskundige Wander- und Radwanderführer sollten die aktuellen Stellenanzeigen regelmäßig beobachten, denn oft springen Saisonkräfte praktisch in letzter Minute ab. Dann sind die Unternehmen auf spontane Bewerbungen angewiesen. Nicht selten ergeben sich für derart flexible Mitarbeiter auch Jobs mit langfristigen Perspektiven. In der Region um Bad Sulza liegt der thüringische Teil des Weinanbaugebietes Saale-Unstrut. Auf über einhundert Hektar bauen private Weingüter und international bekannte Kellereien hochgeschätzten Wein an. Wer in seinem Job in der Gastronomie eine Weiterbildung auf dem Gebiet Wein und Sekt vorweisen kann, sollte sich auf Stellenangebote als Fachkraft im Weinbau, Spezialmaschinenführer, Winzer oder Kaufmann für den Vertrieb der Winzererzeugnisse bewerben. Benötigt werden Fachleute, die Neukunden akquirieren, Stammkunden pflegen und über den persönlichen Kontakt sowie über Newsletter per Mail und Twitter zeitnah Informationen verteilen. Bewerber, die Reisebereitschaft mitbringen und nicht an einen bestimmten Ort gebunden sind, entscheiden sich für einen Job im Außendienst. Ihre Aufgabe ist es, Produkte in Lokalen, Geschäften und Hotels zu präsentieren und zu verkaufen.
Wer sich eher für das Stadtleben begeistert, informiert sich über Stellenangebote in Gastronomie und Hotellerie in Eisenach mit dem UNESCO-Welterbe Wartburg und in Weimar. Die Goethestadt ist durch das Bauhaus und das „Ensemble Klassisches Weimar“ ein international beliebtes Urlaubsziel und Standort vieler Arbeitgeber. Gastronomische Saisonkräfte können hier bei entsprechender Qualifikation einen Sommer in angenehmer Umgebung verbringen.