Ihre Suche ergab 2226 Treffer

  • 1 von 90
  • 1 von 90
Jobs in Sachsen
Zahlen und Fakten zu Sachsen
Knapp über vier Millionen Einwohner hat der Freistaat im Osten der deutschen Bundesrepublik. Von den sozialversicherungspflichtig Erwerbstätigen sind gut 30 Prozent im Bereich der Personaldienstleistungen beschäftigt. Den Sektor Gastgewerbe, Verkehr, Handel sowie Kommunikation und Information betreuen 24 Prozent. Mit knapp 27 Prozent stellt das produzierende Gewerbe einen Großteil der Beschäftigten. Diese Mitarbeiter sorgen dafür, dass das Bundesland in Sachen Hochtechnologien glänzen kann.

Jobs in der Hochtechnologie
Seit dem Fall der Mauer haben sich mehr als 6.000 Betriebe im Freistaat Sachsen angesiedelt und Investitionen von 27 Milliarden Euro getätigt. Das Wirtschaftswachstum von 13,9 Prozent in den Jahren von 2000 bis 2010 macht den Freistaat zum Spitzenreiter vor allen anderen deutschen Bundesländern. An zweiter Stelle des Bundeslandrankings steht das Land bei den Exporten: Waren im Wert von knapp 25 Milliarden Euro wurden im Jahr 2010 exportiert. Vierzig Prozent davon entfielen auf die Automobilbranche. Nach China, in die USA und nach Frankreich wurde am meisten exportiert. Aus Tschechien und Russland wurden die meisten Waren eingeführt. Den Bereich der Hochtechnologie decken in Sachsen fünf Branchen ab:
  • Automobile – Fahrzeugbau und Teileherstellung haben eine lange Tradition. 1904 wurde in Zwickau unter dem Namen Horch die erste Fabrik gegründet. Heute haben die Großen der Branche Fertigungsstätten in Sachsen. Zahlreiche Zulieferbetriebe sind hier ansässig, deren Produkte in Werkshallen überall auf der Welt verarbeitet werden.
  • Mikroelektronik und IT – „Silicon Saxony“ nennt sich der Zusammenschluss von gut 300 Forschungseinrichtungen und Betrieben der Mikro- und Nanoelektronik, Energy und Smart Systems sowie Applikationen und Software. Zudem bilden über 1.500 Firmen mit 43.000 Mitarbeiten den Cluster Halbleiterbranche – immerhin den fünftgrößten dieser Art auf der Welt. Hier entstehen Innovationen für die Chipindustrie, Computerprogramme und Hardware.
  • Anlagen- und Maschinenbau – Die Industrialisierung des Freistaates begann 1798 in Chemnitz. Dort errichtete Carl Friedrich Bernhard eine moderne Spinnerei. Die Technik dafür brachte er aus England mit. Heute ist der Maschinenbau ein starker Wirtschaftszweig mit 80.000 Beschäftigten in mehr als 2.000 Betrieben. Global Player veröffentlichen laufend Stellenangebote für Jobs in ihren Werkshallen. Kleine und mittelständische Unternehmen, die sich mit Entwicklung und Produktion innovativer Anlagen und Werkzeuge befassen, suchen über Stellenanzeigen kreative Tüftler. Maschinen und Anlagen aus Sachsen haben Weltruf und kommen rund um den Globus zum Einsatz.
  • Umwelttechnologie – Ob es um den umweltschonenden Rückbau von Kohleminen oder die Beseitigung von Altlasten geht, Sachsens Betriebe der Umwelt- und Energietechnologie haben anerkannten Expertenruf. Auf dem Sektor der erneuerbaren Energien stehen die Stromerzeugung und -speicherung im Vordergrund. Auch auf dem Gebiet der Photovoltaik nehmen die sächsischen Firmen weltweit Spitzenränge ein.
  • Life Sciences – Vorbildcharakter haben das BioInnovationsZentrum in der Landeshauptstadt und die BIO CITY LEIPZIG bei der Zusammenarbeit von Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Pharmaindustrie ist seit über hundert Jahren ein starkes wirtschaftliches Standbein in Sachsen. Nano- und Biotechnologie, molekulares Bioengineering und Pharmagenetik bilden neben regenerativer Medizin und Bioinformatik Schwerpunkte der Branche Life Sciences.

Jobs in Dresden und Leipzig
Etwas mehr als 77.000 Menschen zogen im Jahr 2012 nach Sachsen, ein Großteil davon junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren. Die günstigen Lebenshaltungskosten und ausreichend Wohnraum mit preiswerten Mieten, insbesondere in den vier Universitätsstädten Freiberg, Leipzig, Chemnitz und Dresden, machen das Bundesland zu einem attraktiven Wohnort. Die TU Dresden ist eine von elf Exzellenzuniversitäten in Deutschland. Hervorzuheben sind die International Graduate School for Biomedicine and Bioengineering sowie das Center for Advancing Electronics und das Center for Regenerative Therapies als Exzellenzcluster. Die Landeshauptstadt weist eine sehr hohe Dichte an Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichem Personal auf und liegt mit seiner Forscherdichte auf Platz eins der deutschen Bundesländer. Die Fraunhofer- und die Max-Planck-Gesellschaft sowie die Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft sind in der Stadt ansässig. Grundlage des Erfolgs als Wissenschaftsstandort ist das „Dresden-concept“, eine Vereinigung von universitären, nicht universitären und künstlerischen Einrichtungen.

Durch die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bleiben innovative Ideen nicht nur Ideen, sondern werden auch umgesetzt und an den Markt gebracht. Finanzielle Förderungen bekommen Betriebe von der Sächsischen Aufbaubank (SAB). Die Bank bezuschusst unter bestimmten Voraussetzungen KMU, also kleine und mittelständische Unternehmen, zum Beispiel wenn diese Zertifizierungen oder Patente für Neuheiten erwerben, Personal einstellen oder Produktionsanlagen benötigen. Mit Unterstützung der SAB sind zahlreiche Unternehmen entstanden, die dann neue Jobs geschaffen haben. Laboranten und wissenschaftliche Mitarbeiter, Konstrukteure und Anlagenbauer finden Stellenangebote von KMU, die Raum geben für neue und ungewöhnliche Ideen. Ingenieure sind gefragt, wenn es um die Konzeption und die Herstellung von Maschinen und Anlagen geht, mit denen Produktionsabläufe optimiert werden. Werkzeugmacher stellen in ihren Jobs ihre Kreativität unter Beweis, indem sie Geräte und Werkzeuge erdenken, herstellen und prüfen.
Neben der sächsischen Landeshauptstadt ist Leipzig ein Paradebeispiel für erfolgreiche interdisziplinäre Kooperationen. An der Leipziger Universität lernen rund 30.000 Studenten (Stand Ende 2013). Hier ist es das Leipziger Forschungsforum, das Wirtschaft und Forschung zusammenbringt. Daneben ist die Handelshochschule Leipzig HHL laut Financial Times bundesweit die führende Hochschule für Unternehmensgründungen. Der Stifterverband der deutschen Wissenschaft setzte die HHL auf den ersten Platz im Gründungsradar für 2013 (Kategorie kleine Hochschulen). Damit wird dieser privaten Hochschule Vorbildcharakter bescheinigt in Sachen Ausbildung und Unterstützung junger Unternehmer. Diese gründen erfolgreiche Betriebe in den Sektoren Logistik, Kreativ- und Medienwirtschaft sowie Gesundheitswirtschaft. Vorausschauende Planungen schaffen zahlreiche Jobs.

Jobs im Gastgewerbe
In Sachsen liegen mit dem Dresdner Elbtal, der Sächsischen Schweiz, der Oberlausitz und dem Erzgebirge beliebte Urlaubsziele für Besucher aus aller Welt. 2012 wurden über 18,3 Millionen Übernachtungen in rund 2.200 Beherbergungsbetrieben gezählt. Rund fünf Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten des Landes arbeitet im Gastgewerbe. Interessenten finden Stellenangebote für Köche und Servicekräfte, Reinigungspersonal und Restaurantleiter. Hotels mit Spas und Wellness-Oasen wie Thermen oder Freizeit- und Spaßbäder benötigen Personal für die Beratung und Betreuung der Gäste, Animateure und sportliche Kursleiter. Berufe aus der Kosmetikbranche wie Masseure, Stylisten für Make-up und Frisuren sowie Experten für Thalasso-Therapien und andere Wellness-Anwendungen liegen im Trend. Die Ansprüche der internationalen Gäste steigen stetig, Weiterbildung wird also vorausgesetzt. Einige Jobs können saisonal begrenzt sein, beispielsweise für die Skisaison der Hotels oder Restaurants im Erzgebirge. Jobs für Skilehrer, Kinderbetreuer und Animateure gibt es in bekannten Wintersportorten wie Klingenthal, Oberwiesenthal und im Spielzeugdorf und Kurort Seiffen im Erzgebirge. Die Sächsische Schweiz mit dem Elbsandsteingebirge ist ebenfalls Ziel für Wintersportler, die verfügbaren Stellenangebote führen erfolgreiche Bewerber in eine einzigartige Landschaft.
Die Oberlausitz an der polnischen und tschechischen Grenze ist eine ganzjährig frequentierte Destination. Durch die Region führen verschiedene bekannte Radwanderwege. Attraktionen sind die sorbische Kultur, die sich in der Zweisprachigkeit und Architektur ausdrückt, und Bad Muskau mit dem Fürst-Pückler-Park. Die Tourismusstrategie Sachsen 2020 des Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr beinhaltet einen Aktionsplan mit 35 Maßnahmen zur Verbesserung der touristischen Infrastrukturen und Stärkung Sachsens als Urlaubsland. Während der Bedarf an Beherbergungsbetrieben gedeckt ist, mangelt es insbesondere in ländlichen Regionen an Fachkräften für das Gastgewerbe. Ein deutliches Plus bei den Stellenanzeigen darf erwartet werden, was die Jobsuche für gastronomische und verwandte Berufe erheblich erleichtern wird. Spannend stellt sich die Situation für Gastronomen dar, die die Selbstständigkeit suchen. Mit attraktiven Förderungen unterstützt das Ministerium den Erwerb von gastronomischen und Beherbergungsbetrieben im Rahmen der Unternehmensnachfolge. Ergänzend sollen die vorhandenen Unternehmen den steigenden Ansprüchen der Gäste angepasst werden.
Barrierefreies Reisen in Sachsen ist ein Thema, das aufgrund des demografischen Wandels neue Herausforderungen birgt. Hier entstehen Jobs für Innenarchitekten, Gärtner und Landschaftsplaner sowie für Fachkräfte aus dem Baugewerbe, die Umbaumaßnahmen durchführen. Eventmanager planen Veranstaltungen, um Stammgäste und neue Besucher anzuziehen. Marketingexperten werden benötigt, um die Urlaubsregionen durch Broschüren, Prospekte und Flyern angemessen zu präsentieren, oft auch in Fremdsprachen. Die Hauptmärkte benennt die Tourismusstrategie mit den USA, Österreich und der Schweiz sowie den Niederlanden, Großbritannien und Italien.
Auch in der touristischen Produktentwicklung und Qualitätskontrolle sowie für den Vertrieb werden Stellenanzeigen geschaltet. Reisefreudige Experten werden für die Beratung von Gastronomen und Hoteliers gesucht. Die Berater optimieren das Hotelmanagement und die Finanzen, planen Maßnahmen zur Weiterbildung beim Personal und stellen Konzepte für die Vermarktung der Häuser vor. Hierbei liegt ein Schwerpunkt darauf, eine einheitliche „Dachmarke Sachsen“ zu schaffen, die auf dem internationalen Markt bestehen kann. Regionale Spezialitäten und kulturelle Besonderheiten als Alleinstellungsmerkmale sorgen hier für sofortige Wiedererkennung sächsischer Produkte und Dienstleistungen.

Jobs in produzierenden Branchen
Neben der Fertigung von Automobilen, Maschinen und Anlagen hat Sachsen einige attraktive Nischenprodukte zu bieten. Auf der Suche nach einem Job begegnen Bewerbern Stellenangebote aus dem Uhrmacherhandwerk. Modenäher, Produktionsmechaniker und Maschinen- und Anlagenführer finden bei ihrer Jobsuche Arbeit in der Modebranche, vor allem in der Herstellung unter der weltweit bekannten Dachmarke Plauener Spitze. Industriekeramiker, Verkaufsberater und Leiter für den Vertrieb können in Firmen der Porzellanbranche interessante Arbeitsplätze bekommen. Der Stellenmarkt in diesem Bereich zeigt, dass es Arbeit in Meißen, der Hochburg der Porzellanbranche gibt, aber auch in Berlin, Hamburg und anderen Regionen von Deutschland. Mit gerade mal 447 Hektar Fläche besitzt Sachsen das kleinste und nordöstlichste Weinanbaugebiet in Deutschland.
Zwischen Pirna und Diera-Zehren arbeiten über 2.500 Winzer daran, exzellente Weine zu produzieren. Gut 20.600 Hektoliter Wein wurden in 2012 geerntet, so der Bericht des Weinbauverbandes Sachsen von März 2013. Weinfachberater, Önologen, Qualitätsmanager und Weinbautechniker sowie Mitarbeiter für den Service arbeiten in dieser idyllischen Region entlang der Elbe. Die Sächsische Weinstraße ist ein beliebtes Ausflugsziel, in den gastronomischen Betrieben wird ebenfalls Fachpersonal für den Service benötigt.
Ganz gleich, auf welche Stellenanzeige Bewerber bei der Suche nach einem Job antworten: Bei schriftlichen oder elektronischen Bewerbungen per E-Mail gehören stets ein Anschreiben, Zeugnisse, Foto und der Lebenslauf in die Mappe. Dies gilt auch für Anwärter auf eine Ausbildung, ob im Bereich von Handel, Industrie oder Personaldienstleistungen.