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Jobs in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz kurz gefasst
Rund vier Millionen Menschen leben in Rheinland-Pfalz. 2012 lag zum dritten Mal in Folge die Zahl der Zuzüge über denen der Fortzüge. Rund 1,93 Millionen Rheinland-Pfälzer standen im eigenen Bundesland im zweiten Quartal 2013 in Lohn und Brot. Insgesamt wurde 2012 in Rheinland-Pfalz ein Bruttoinlandsprodukt von knapp 118 Milliarden Euro bzw. rund 30.000 Euro pro Kopf erwirtschaftet, was dem Land Platz neun im Ranking der deutschen Bundesländer einbringt:

Bundesland Bruttoinlandsprodukt je Einwohner in Euro
Baden-Württemberg 36.019
Bayern 36.865
Berlin 29.455
Brandenburg 23.179
Bremen 41.897
Hamburg 53.091
Hessen 37.656
Mecklenburg-Vorpommern 22.620
Niedersachsen 29.032
Nordrhein-Westfalen 32.631
Rheinland-Pfalz 29.431
Saarland 31.364
Sachsen 23.400
Sachsen-Anhalt 22.933
Schleswig-Holstein 27.220
Thüringen 22.241
Bundesdurchschnitt 32.281

Wissenschaft und Technologie
Mehr als 122.000 Studenten waren zum Wintersemester 2013/2014 an den 19 Universitäten und Hochschulen eingeschrieben, darunter gut 23.000 Studienanfänger. Mainz, Koblenz-Landau, Trier und Kaiserslautern verzeichneten die meisten Lernenden. Zwei Drittel der Studenten hatten sich an theologischen oder wissenschaftlichen Hochschulen eingeschrieben, das restliche Drittel ging zu Verwaltungs- oder anderen Fachhochschulen. Über 19.000 Studenten haben in 2012 einen Bachelor- oder Master-Abschluss erworben. Hinzu kommen rund 1.100 neue Doktoren, die meisten (etwa 750) von ihnen haben in den Bereichen Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften sowie Mathematik und Naturwissenschaften promoviert. Davon profitiert unter anderen die Chemieindustrie, die traditionell eine der stärksten Branchen in Rheinland-Pfalz ist. Global Player als Arbeitgeber mit Standorten im Bundesland veröffentlichen Stellenangebote für Chemiker und Biologen, Laboranten und technisches Personal. Allein in der Pharmaindustrie sind rund 55.000 Menschen in Jobs in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Produktion von innovativen Erzeugnissen für die Gesundheitswirtschaft tätig. Insbesondere die Absolventen der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz beeindrucken durch Erfindungsreichtum, Pioniergeist und Mut zur Selbstständigkeit. So entstanden zahlreiche kleinere Unternehmen im Sektor der Nano- und Biotechnologien. Die Region um die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt hat dafür beste Voraussetzungen geschaffen und Technologiezentren eingerichtet. Wer auf der Suche nach einem neuen Job ist, dem eröffnen sich in diesen Zentren attraktive Karrieremöglichkeiten. Hier arbeiten Forscher und Wissenschaftler im unmittelbaren Umfeld von Wirtschaftsunternehmen und Handwerksbetrieben.
Die kreativen Kooperationen brachten zahlreiche neue Jobs in Mainz hervor, in denen Teamarbeit, abstraktes Denken und breit gefächertes Fachwissen notwendig sind. Gesucht werden über die Stellenangebote Allroundtalente, die sowohl mit EDV-Systemen und E-Mail als auch mit Mikroskopen und anderen Geräten umgehen können. Dies ist auch erforderlich in der wichtigen Branche der Keramik- und Glasverarbeitung. Rund 13.000 Beschäftigte befassen sich hier mit der Produktion von Glas- und Keramikwaren. Tägliche genutzte Weiterentwicklungen wie zum Beispiel Kochfelder aus Glaskeramik kommen aus Rheinland-Pfalz. Im Forschungsinstitut Glas und Keramik sowie im Deutschen Institut für Feuerfest und Keramik (DIFK), beide Mitglieder des zukünftigen Europäischen Zentrums für Feuerfest-Technologien, wird an neuen Werkstoffen gearbeitet. An den Instituten gibt es Jobs für Industriedesigner, Oberflächenveredler, Maschinenbediener und Ingenieure. Diese Einrichtungen sind auch Ansprechpartner für Marketing und Vertrieb der neuen Produkte. Versierte Fachleute für Büroarbeiten wie Patentanmeldungen, Verhandlungen mit Behörden und Ämtern erleichtern den Forschern ihre Jobs.
Auch Stellenanzeigen für Sekretariatsarbeiten, Buchhaltung und Personalabteilungen werden geschaltet. Sicherer Umgang mit Zahlen, Diskretion im Datenschutz bei Personalfragen und Kundendaten sowie Genauigkeit und Sorgfalt sind in diesen Jobs unerlässlich. Dies gilt auch für die Arbeit in der Edelsteinindustrie, deren wichtigster deutscher Standort Idar-Oberstein ist. In der internationalen Presse, darunter im renommierten Fachmagazin „Jeweler's Circular Keystone“, wird die Stadt als „World Center of Coloured Stones“ beschrieben. In Idar-Oberstein sind zahlreiche Prüflabore, Forschungsinstitute und Museen ansässig, in denen sich alles um Edelsteine dreht. Die Stellenangebote für Geologen, Gemmologen, Physiker und weitere wissenschaftliche Berufe führen in eine Branche, die nur wenigen, hoch qualifizierten Bewerbern zugänglich ist. Eine erfolgreiche Jobsuche setzt einen einwandfreien Leumund voraus. Anders verhält es sich mit den Museen und Edelsteinminen, die für alle Interessierten offenstehen. Sie sind große Besuchermagneten und bescheren der lokalen Gastronomie und Hotellerie zuverlässige Umsätze.

Arbeiten im Gastgewerbe
Über sechs Millionen Touristen, davon rund fünf Millionen aus Deutschland, besuchten 2013 das Bundesland und blieben durchschnittlich 2,7 Tage. Die Gastronomie macht 60 Prozent des rheinland-pfälzischen Gastgewerbes aus und konnte ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres noch einmal steigern. Die höchsten Gästezahlen vermeldete in 2012 die Region Rheintal mit dem UNESCO-Weltkulturerbe des Oberen Mittelrheintals und dem römischen Grenzwall Limes. Der Westerwald und Rheinhessen liegen auf den Plätzen zwei und drei bei der Beliebtheit der Urlaubsziele. Die Gastronomie und Hotellerie präsentieren für diese Regionen Stellenangebote für Vollzeit und Teilzeit sowie saisonal befristete Arbeitsstellen. Benötigt werden Köche und Souschefs, Mitarbeiter für den Service sowie Hotelfachleute. Privat geführte Unternehmen und international bekannte Hotelketten schalten auch Stellenanzeigen für Reinigungspersonal, Hausdamen und mehrsprachige Rezeptionisten. Geduld, Höflichkeit und Verbindlichkeit werden im Kontakt mit Kunden vorausgesetzt. Der Datenschutz bei vertraulichen Angelegenheiten ist Pflicht. Wer sich als Sachbearbeiter in einem großen Haus bewerben will, muss die eigens für die Hotelbranche erstellte Software fehlerfrei beherrschen. Der Westerwald ist ein ganzjähriges Urlaubsziel. Radwanderer und Skifreunde zieht es in das Mittelgebirge. Ungezählte Feste zu Karneval, Weinfeste, Kunsthandwerkermärkte und Musikfestivals sind auch für ausländische Besucher attraktiv. Sportliche Urlauber können sich für Drachenfliegen, Mountainbiken, Golf oder Reiten entscheiden. Gästebetreuer, Animateure und Sportlehrer können in der Region saisonal Arbeitsstellen finden. Zahlreiche Kurorte im Westerwald haben Bedarf an Wellnessexperten, Kosmetikern und Friseuren sowie Masseuren und Bademeistern.
Nach Rheinhessen zieht es Weinliebhaber und Weinkenner aus aller Welt. Im Dreieck von Mainz, Bad Kreuznach und Worms und darüber hinaus liegt das größte Weinbaugebiet in Deutschland. Exzellente Weine gehen aus einer Vielzahl verschiedener Rebsorten hervor. Traditionshäuser bewirtschaften gemeinsam mit den „Jungen Wilden“ der Winzerszene insgesamt über 64.000 Hektar Bodenfläche. Önologen, Weinbautechniker und Weinfachberater finden Jobs in den rheinhessischen Städten und charmanten kleinen Weindörfern. Entwicklungsbedarf besteht im Marketing für Weintourismus. Deshalb wurde das Entwicklungskonzept „Erlebnis Weinkulturlandschaft Rheinhessen“ ins Leben gerufen. Damit wird die Zusammenarbeit von Landwirten und Winzern mit Gastronomen und Hoteliers gefördert, sodass eine einheitliche Dachmarke Rheinhessen entsteht. Für dieses ehrgeizige Projekt werden kreative Köpfe gesucht, die im Kontakt mit Kunden, also Winzern und Landwirten, überzeugen können. Die Präsentation verschiedener Maßnahmen zur Umsetzung des Konzeptes, selbstständiges Arbeiten und Ehrgeiz gehören zum Berufsbild, genau wie viele Reisen zu den Ansprechpartnern. Werbestrategen, Grafikdesigner und Tourismusexperten finden spannende Jobs in diesem Bereich. Leidenschaft für Wein ist im Vertrieb notwendig, und zum Service gehört die Kenntnis über Lagen, Rebsorten und Weinempfehlungen zum Menu. Verkaufstalente mit Reisebereitschaft vertreiben Weine und landwirtschaftliche Erzeugnisse über die Region hinaus in ganz Deutschland und auf internationalen Märkten. Diese spielen auch eine wichtige Rolle für die Unternehmen der Chemieindustrie in Rheinland-Pfalz.

Jobs in der Chemieindustrie
Die Arbeitsbereiche in der Chemieindustrie lassen sich grob in drei Sparten aufteilen: Entwicklung und Forschung, Produktion und Ingenieurtechnik sowie Corporate und Business Functions. Laborleiter und Projektmanager können direkt nach der Ausbildung an einer Universität in die Branche einsteigen. Wer Berufserfahrung in der Kosmetik-, Lack- oder Lebensmittelindustrie mitbringt, kann als Quereinsteiger einen Job in Chemiekonzernen bekommen. Der Fachbereich der Biologie eröffnet beste Karrieremöglichkeiten in der Chemieindustrie. Toxikologen, Bioinformatiker, Molekularbiologen und weitere Spezialisten sind begehrte Arbeitnehmer. Physiker finden interessante Aufgaben in der Analytik und Polymerforschung, im Molecular Modelling und Scientific Computing. Fachübergreifende Aufgaben erwarten Bewerber in der Verfahrenstechnik, in der Biologen, Chemiker und Physiker gemeinsam Projekte umsetzen. Die Sparte Produktion und Technik erfordert das Know-how von Maschinenbauern, Bauingenieuren, Elektrotechnikern und weiteren technischen Fachleuten. Einen Job finden Mechatroniker, Chemikanten, Servicemonteure und Industriemechaniker, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und bereits erste Berufserfahrung gesammelt haben. Die Großkonzerne in Rheinland-Pfalz haben zudem Bedarf an Verwaltungspersonal und gastronomischen Fachleuten. Für betriebseigene Mitarbeiterkantinen und Besuchercafés schalten die Unternehmen Stellenanzeigen, auf die sich Köche und Kräfte für den Service bewerben. Wer auf eine solche Stellenanzeige antwortet, sollte stressresistent und belastbar sein. Eine Sachbearbeiterin für Personalfragen, Lohnbuchhaltung oder Einkauf bekommt ebenso einen Job in der chemischen Industrie wie Finanzwirte, Bankfachleute und Anwälte. Diese Berufsgruppen gehören zu einer Boombranche in Rheinland-Pfalz.

Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor
Dienstleistungen in den Bereichen Versicherungen, Banken sowie Grundstücks- und Wohnungswesen haben sich als wachstumsstarke Branche herausgestellt. Hier arbeiteten im zweiten Quartal 2013 rund 1.500 Beschäftigte mehr als im Vorjahreszeitraum. Immobilienmakler freuen sich über die dynamische Entwicklung des Marktes in Rheinland-Pfalz. Wie in Hamburg und Berlin steigen auch in Mainz und Trier die Mieten und Preise für Eigentum, während in den ländlichen Regionen die Immobilienkosten kaum bis gar keine Steigerungen erfahren. Der Trend geht aufgrund der derzeit günstigen Zinsbedingungen weg von der Mietwohnung und hin zum Wohneigentum. Davon profitieren der private Wohnungsbau, der gewerbliche Hoch- und Tiefbau sowie der Straßenbau. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz ist bemüht, die andauernde Landflucht einzudämmen. Daraus ergeben sich neue Chancen auf einen Job für Landschaftsplaner, Architekten und Bauhandwerker. Die Ansiedlung neuer Einrichtungen für Kinder und Senioren und Verbesserungen der Infrastruktur tragen dazu bei, das ländliche Leben attraktiv zu gestalten und die Abwanderung zu minimieren.

Auch wer auf der Suche nach einem Job in idyllischer Landschaft ist, sollte aufmerksam die Stellenangebote verfolgen. Ein wichtiges Thema ist die ärztliche Versorgung auf dem Land. Im Rahmen der „Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Gesundheitsfachberufe 2012-2015“ der Landesregierung wird für die Niederlassung von Medizinern und Pflegekräften geworben. Die Jobsuche wird erleichtert durch verschiedene Leuchtturmprojekte, die für einige Gemeinden ins Leben gerufen wurden. Die Suche nach einem Job in der Altenpflege dürfte in Rheinland-Pfalz schnell zum Erfolg führen, denn auch dieses Bundesland ist, wie Bremen, Berlin und andere, vom demografischen Wandel betroffen. Das Statistische Landesamt in Bad Ems stellte für das Jahr 2011 über 113.000 pflegebedürftige Personen fest. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, der „Themenreport Pflege 2030“ aus 2012, prognostiziert ein Ansteigen der Pflegebedürftigen in Rheinland-Pfalz um 41 Prozent bis 2030. Auch deshalb wird die Aus- und Weiterbildung von arbeitslosen Menschen zu qualifizierten Altenpflegern von der Landesregierung besonders gefördert. Ausgebildete Fachkräfte haben die Wahl, einen Job in der stationären, ambulanten oder mobilen Pflege anzunehmen. Zahlreiche Arbeitgeber freuen sich auf Bewerbungen per E-Mail oder in schriftlicher Form. Der Bedarf an Pflegepersonal ist groß, wie die Vielzahl der Stellenangebote zeigt.