Über uns
Die Zuckerfabrik kann nicht nur auf einen lange, traditionsreiche Geschichte zurückblicken, sondern auch auf eine beeindruckende Entwicklung hinsichtlich der Produktionsmengen. Derzeit werden etwa 1,6 Mio. Tonnen Rüben von ca. 340 Landwirtschaftsbetrieben geliefert, die dann in der 128 Tage andauernden Rübenkampagne und der im Frühjahr stattfindenden Dicksaftkampagne zu 140.000 Tonnen Weißzucker verarbeitet werden. Die mittlere Tagesverarbeitung liegt momentan bei 13.000 Tonnen Rüben. Bei der Verarbeitung der Rüben entsteht nicht nur Weißzucker, sondern auch Bioethanol, Biomethan, Futtermittel usw. Insbesondere Bioethanol und Biomethan stellen in Deutschland eine nachhaltige Alternative zu fossilen Kraftstoffen dar.
Analog zu den verschiedenen Nebenprodukten, die bei der Zuckerproduktion entstehen, werden mehrere Hilfsstoffe (z.B. Öl, Filtertücher) benötigt, die bei über 1.400 Lieferanten geordert werden.
Um die Wettbewerbsfähigkeit nach Wegfall der Zuckermarktordnung, welche eine Begrenzung der Vermarktung von Nahrungszucker inner- und außerhalb der EU vorsieht, zu erhalten, beabsichtigt die Anklamer Zuckerfabrik ihre Kapazitäten auszuweiten. Deshalb wird zukünftig eine zu verarbeitende Rübenmenge von 1,9 Mio. Tonnen angestrebt, die dann in einer 130 Tage langen Kampagne verarbeitet werden sollen. Die mittlere Tagesverarbeitung liegt dann bei 15.750 Tonnen Rüben, so dass aus beiden Kampagnen (Rübenverarbeitungs- und Dicksaftkampagne) dann 204.000 Tonnen Weißzucker entstehen.
Obwohl die Anklamer Zuckerfabrik ein Produktionsunternehmen mit vielen Anlagen und automatisierten Abläufen ist, wäre die Zuckerproduktion ohne engagierte Mitarbeiter nicht möglich – neben 190 ganzjährig Beschäftigten sind momentan 30 Kampagnenkräfte und 25 Auszubildende am Standort tätig.