Flunkern im Lebenslauf

Kavaliersdelikt oder Karriere-K.O.?
In der Bewerbung übertreiben - das gehört doch dazu. Viele Bewerber glauben das. Vorsicht: Wer im Lebenslauf flunkert, muss sich über die Risiken im Klaren sein. StepStone zeigt an, in welchem Punkt Grenzen überschritten werden.

Die Jobsuche ist kein einfaches Unterfangen. Im Hinblick auf die Mitarbeitersuche ist die aktuelle Situation aus Sicht der Arbeitgeber eher günstig, schließlich dürfen Sie angesichts steigender Arbeitslosenzahlen in den kommenden Monaten wieder mit mehr Bewerbungen rechnen.

Für den Bewerber bedeutet dies in erster Linie größeren Konkurrenzdruck. Um dem Personalentscheider positiv aufzufallen und den Anforderungen des Stellenprofils im besonderem Maße gerecht zu werden, kommt so manch einer auf die Idee, im Lebenslauf zu tricksen.

Lebenslauf: Wo am häufigsten geflunkert wird

Besonders beliebt sind Lügen in Bezug auf Soft Skills oder die Aufgabengebiete in bisherigen Jobs. Wer kann dies schon überprüfen? Die Wahrscheinlichkeit, hier bei Flunkereien erwischt zu werden, ist eher gering. Frei nach dem Motto: „Das macht jeder, das gehört dazu“, wird deshalb in der Bewerbung oder dem Bewerbungsgespräch ohne schlechtes Gewissen getrickst.
Problematisch wird es, wenn im Lebenslauf bei Angaben zu Fremdsprachenkenntnissen, Auslandsaufenthalten oder Anwenderkenntnissen stark übertrieben wird. Das Risiko, dass Lügen auffliegen, ist hier sehr hoch. Sprachkenntnisse sind bereits im Vorstellungsgespräch überprüfbar. Personaler haben zudem ein geschultes Auge für Flunkereien. Wer sich im Vorstellungsgespräch an gegebener Stelle durch nervöse Mimik und unsichere Gestik verrät, verbaut sich die Chancen auf den Job. Fehlende Praxis oder mangelhaftes Know-how wird spätestens im Berufsalltag auffliegen.

Beim Lügen erwischt – hier wird es brenzlig

Meist meinen Bewerber zu wissen, wie Sie dem Arbeitgeber gefallen. Beispiel Hobbys: Nach der Faustregel vieler Bewerbungsratgeber sollte mindestens eine Mannschaftssportart, ein kulturelles Interesse sowie ein besonders außergewöhnlich klingendes Hobby genannt werden. Bei der Rubrik „Interessen im Lebenslauf“ kalkulieren Personaler Übertreibungen deshalb mittlerweile ein und haken im Vorstellungsgespräch entsprechend nach. Viele Arbeitgeber lassen Angaben zum Hobby wegen des fragwürdigen Aussagewertes sogar komplett unberücksichtigt. Als Bewerber geben Sie Hobbys deshalb auch nur dann an, wenn sie in einem klaren Bezug zu der Stellenausschreibung und den Tätigkeiten stehen.

Für Arbeitgeber sind Lügen im Lebenslauf kein Kavaliersdelikt. Sollten sie auffliegen, droht im schlimmsten Fall die Kündigung – auch Jahre nach der Einstellung.
Besonders prekär wird die Situation, wenn Hochschul- oder Arbeitszeugnisse gefälscht werden. Der Wahrheitsgehalt solcher Bescheinigungen lässt sich meist mit einem Griff zum Telefonhörer überprüfen. Die darauffolgende Stellensuche muss in diesem Fall voraussichtlich ohne eine Empfehlung des Chefs auskommen. Nicht zuletzt macht man sich auf diese Weise der Urkundenfälschung strafbar.

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